Die Natürliche Essbremse!

Wie schaffe ich es, ganz normal weniger zu essen, ohne dass ich mich eingeschränkt fühle?

Das geht! Es gibt Lebensmittel, die ganz normal satt machen, ohne dass wir weniger essen müssen, als wir wollen! Es ist sogar möglich, das zu essen, was wir lieben, wir müssen einfach nur ein paar zusätzliche Nahrungsmittel zu uns nehmen, die uns beim Sattwerden helfen.

Heute geht es genau darum. Ich nenne es die natürliche Essbremse - Nahrung, die uns satt macht. Alles, was wir tun müssen, ist, die Natur zu unserem Zweck einzusetzen.


Was ist die natürliche Essbremse und wie funktioniert sie?


Natürliche Essbremse
Quelle: Pixabay.com / congerdesign / CC0 Creative Commons

Es gibt unterschiedliche Effekte mancher Lebensmittel, die wir gleichzeitig einsetzen. Manche Lebensmittel zum Beispiel sind sehr sauer, und diese Säure hat eine dämpfende Wirkung auf Appetit und Hunger.

Komplett andere Lebensmittel wiederum haben unverdauliche Bestandteile, nämlich die Ballaststoffe. Nicht nur liefern Ballaststoffe keine Energie an den Körper, weil sie unverdaut ausgeschieden werden. Sie saugen sich außerdem gerne mit Wasser voll, wodurch sie spätestens im Magen auf ein Vielfaches ihrer eigentlichen Größe anwachsen. Auch das erzeugt ein hohes Maß an Sättigung und lässt uns weniger essen, ganz normal!

Daneben gibt es noch weitere sättigende Effekte, die man nebenbei einsetzen kann. Dazu gehören die Bitterstoffe des Kaffees, die Schärfe von Chili und Ingwer, das Fett von Fisch und Nüssen und das Eiweiß von Fleisch, Fisch und Sojaprodukten.

Ich werde nun zeigen, wie man diese sattmachenden Nahrungsmittel konkret einsetzen und zu einer natürlichen Essbremse umbauen kann.


Die natürliche Essbremse in den Alltag einbauen



Ein praktischer Ansatz ist notwendig, denn es genügt im Alltag nicht, sich einen wilden Mix aus Kaffee, Chili, Essig und Ballaststoffen im Mixer zusammen zu rühren.

Die beste Methode ist es, die trickreichen Nahrungsmittel auf natürliche Weise einzusetzen. Sie sollen nicht weiter auffallen und ganz normal als Zutaten in Gerichten fungieren. Wir essen, was wir wollen, und wir kochen, als wäre alles normal.

Hierzu gebe ich einige Beispiele, wie die natürliche Essbremse in Alltagsgerichten eingesetzt werden kann.

Ballaststoffe als Essbremse


Ballaststoffe sind aus meiner Sicht der allerwichtigste Faktor, um frühzeitig satt zu werden. Solange man genug Wasser zu sich nimmt, haben sie keine Nachteile, denn sie liefern keine überschüssige Energie, die einen dick machen könnte.

Es gibt verschiedene hochgradig ballaststoffreiche Produkte. Dazu gehören Kleie (im Supermarkt sollte man vergleichen, welche die meisten Ballaststoffe hat, zum Beispiel Dinkelkleie), Flohsamenschalenpulver, Konjakmehl, Leinsamen und Chiasamen.

Wer von diesen Nahrungsmitteln bisher wenig gehört hat, dem empfehle ich, um einen guten Start zu haben, einfach mal von allem etwas bei Amazon zu suchen und zu bestellen.

Diese unterschiedlichen ballaststoffreichen Produkte sind deshalb in ihrer Vielfalt sinnvoll, weil man sie zu unterschiedlichen Anlässen verwenden kann:

  • Kleie hat eine flockige Konsistenz und kann gut als Zusatz im Müsli oder als kleine Ergänzung zum Mehl eingesetzt werden
  • Flohsamenschalenpulver eignet sich hervorragend zum Kochen, da es Flüssigkeiten andickt und in Soßen oder Suppen unauffällig einsetzbar ist
  • Konjakmehl wird in Wasser unsichtbar, es kann für Getränke und Milchprodukte sowie beim Kochen verwendet werden, ich habe sogar schon einmal einen Eiweißshake mit Wasser zu einem Pudding umgeformt!
  • Leinsamen und Chiasamen sind grobkörnig und eignen sich gut als Dressing für Salate oder als Beigabe zu Backwaren

Wie man sieht, sind die Anwendungsbereiche sehr unterschiedlich, so dass sich eine gemeinsame Bestellung für alles lohnen kann.

Die Anwendung hängt von der Situation ab. Bei einem italienischen Nudelgericht kann ein Esslöffel aus Kleie und Flohsamenschalenpulver dafür sorgen, dass man früher satt ist als sonst. Bei Salaten kann großzügig und nach Gefühl mit den Samensorten hantiert werden. Die persönliche Erfahrung ist hier entscheidend. Es ist absolut möglich, dass man bei manchen Gerichten auf mehrere Esslöffel Ballaststoffe zurückgreift, was bei ausreichendem Trinken zu erhöhter Sättigung führt.

Es gibt auch noch eine andere, etwas rabiate Methode, die sehr effektiv ist als natürliche Essbremse und die ich selber oft benutze: Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, mische ich mir in einem Glas Wasser die oben genannten Ballaststoffe zusammen. Ich habe ein großes Glas bei mir im Regal stehen, da sind Kleie, Flohsamenschalen, Chiasamen, Leinsamen und Konjakmehl gut vermischt in ähnlichen Gewichtsanteilen. In das Glas Wasser mische ich mir also nach der Ankunft zu Hause bis zu drei Esslöffel an diesem Pulver hinein, und trinke dieses Glas. Dabei muss ich, um alle Ballaststoffe zu erwischen, oft auch Wasser nachschenken. Obwohl dies nicht besonders lecker schmeckt (eher geschmacksneutral), wird man damit besonders gut satt!


Apfelessig als Essbremse



Essig und Zitronensaft sind säurehaltige Flüssigkeiten. Säure macht satt. In der Praxis bedeutet das für uns, dass wir beim Kochen ruhig auf den Säuregehalt achten sollten. Viele Menschen, die nach Gefühl kochen, vergessen oft, dass auch Essig Bestandteil einer Mahlzeit sein kann. Man muss nicht nur salzen und würzen, auch Essig kann praktisch sein für eine gute Küche.

Die appetithemmende Wirkung von Essig oder Zitronensaft kann natürlich nur in dezenter Weise Verwendung finden. Übersäuern darf man die Mahlzeit sicher nicht.

Um meinen Tipp von vorher nochmal aufzugreifen: In mein Wasserglas voller Ballaststoffe mische ich gerne auch ein klein wenig Apfelessig, gerade so viel, dass das Getränk sauer, aber nicht ätzend schmeckt. Auch hierdurch lässt sich ein sättigender Effekt erzielen.


Bitterstoffe und Schärfe als Essbremse



Eine weitere natürliche Strategie, um weniger zu Essen, sind bittere und scharfe Zutaten. Ein schwarzer Kaffee enthält viele Bitterstoffe, und wer es gerne einmal ausprobieren möchte, kann ja einmal versuchen, nur schwarzen Kaffee zu trinken, wenn er nach Hause kommt von der Arbeit. Der erste Eindruck mag zwar sein, dass ein Kaffee keine Mahlzeit ersetzt, aber er kann das Verlangen nach Essen hinauszögern, und auch auf diese Weise lässt sich das Essen für einige Zeit einbremsen.

Scharfes Essen fungiert genauso als Möglichkeit, den Appetit zu bremsen. Zu den Essbremsen in diesem Bereich zählen Chilis, Ingwer, Meerettich, Wasabi, sogar roher Knoblauch. Die Verwendung hängt in diesem Fall von der Regionalität der Mahlzeit ab. Zum Beispiel kann ein italienisches Gericht sicher ganz gut rohen Knoblauch vertragen, wohingegen Ingwer gut in die asiatische Küche passt.

Scharfe Mahlzeiten machen schneller satt, befeuern den Stoffwechsel und lassen und auch bewusster und langsamer essen.


Eiweiß und Fett als Essbremse



Zu oft denken wir, dass uns nur Nudeln, Reis und Brot satt machen, doch eigentlich sind solche Lebensmittel eher Essbeschleuniger! Der Grund liegt darin, dass solche stark kohlenhydrathaltigen Produkte den Blutzuckerspiegel ins Wanken bringen. Zu viele Kohlenhydrate sorgen dafür, dass wir schon nach einigen Stunden wieder Appetit haben. Man kann den Hunger auch damit eindämmen, dass man anstelle von Kohlenhydraten vemehrt auf Fette und Eiweiße setzt.

Fette haben die besondere Wirkung, dass sie schnell satt machen. Das merkt man häufig an Nüssen oder Fisch, die einem schon nach kurzer Zeit ein Gefühl von Fülle im Magen geben.

Eiweiß hat ebenfalls sättigende Effekte, wir finden es in Fleisch, Fisch und manchen pflanzlichen Produkten, oder auch in Eiern. Zusätzlich sind diese Proteine auch wichtig für viele Funktionen im Körper wie den Muskelaufbau und das Immunsystem.

Es ist relativ einfach, Fette und Eiweiße in den Alltag einzubauen, da fettreiche und eiweißreiche Nahrung fester Bestandteil zahlreicher Gerichte ist.


Fazit



In Kombination mit allen hier genannten Tipps ergibt sich ein großesPotenzial, automatisch und ohne Anstrengung weniger zu essen. Die natürliche Essbremse ist im Prinzip nichts anderes als der Einsatz einiger sinnvoller Lebensmittel, die uns die Natur so zu bieten hat. Manche davon benutzen wir ohnehin schon, aber vielleicht zu selten, andere kannten wir bisher kaum, und sie stören uns auch nicht, wenn wir sie zu uns nehmen.

Wer nicht nur weniger essen, sondern zusätzlich auch abnehmen will, der kann auf meinem Blog noch sehr viele weitere wichtige Infos finden. Herumstöbern in den Kategorien lohnt sich auf jeden Fall!

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