Das Ideale Umfeld Zum Abnehmen

Dieses Mal will ich etwas weiter ausholen und nicht nur über die Ernährung oder konkrete Tipps zum Abnehmen sprechen, sondern um sinnvolle Voraussetzungen, um sich auf den Gewichtsverlust zu konzentrieren.

Abnehmen ist mehr als nur Diät. Es geht um ein gutes Umfeld und gute Planung. Wenn ich über das ideale Umfeld zum Abnehmen spreche, meine ich damit sowohl den Zustand der Wohnung, in der man lebt, als auch eine mentale Einstellung, mit der man herangeht.


Das Leeren des Kühlschranks


Abnehmumfeld
Quelle: pixabay.com / Kaffee / CC0 Creative Commons

Zu den wichtigsten Ritualen bei mir für ein gutes Abnehmumfeld gehört es immer, möglichst nichts übrig zu haben, was mich beim Abnehmen behindern kann. Nicht nur Süßigkeiten, die noch herumliegen, behindern mich Tag für Tag, wenn ich vorhabe, zielstrebig abzunehmen, sondern auch unverbrauchte "normale" Lebensmittel können mir im Weg stehen. Wenn ich weiß, dass so manche Zutat im Kühlschrank gefährlich nahe am Mindesthaltbarkeitsdatum liegt, oder eine offene Packung noch verbraucht werden will, ist das in der Theorie nicht weiter schlimm, weil man viele dieser Zutaten auf praktische Weise noch verbrauchen kann. Leider öffnet das jedoch auch das Tor zu weiterem Konsum, manchmal auch der falschen Nahrung.

Wenn zum Beispiel noch Fleisch da ist, kann ich mir damit zwar eine leckere Low-Carb-Mahlzeit machen, es besteht jedoch das Risiko, dass ich mir danach sage, dass ich Schokolade kaufen will, weil das deftige Essen nun den Appetit auf Süßes hervorlockt.

Meine Devise ist eigentlich immer: Alles verbrauchen, was verderblich ist, und danach möglichst konsequent nur noch das Essen, was geplant ist.


Einkaufen nach Plan



Während der Abnehmphase ist kluges Einkaufen wichtig. Zunächst einmal versuche ich, Einkäufe in solchen Zeiten sehr selten überhaupt durchzuführen. Wenn ich dann doch einkaufen gehe, dann lege ich vorher fest, was ich brauche, und lasse mich nicht durch impulsive Gedanken dazu verleiten, Süßes zu kaufen.

Hilfreich ist es, wenn auf der Einkaufsliste auch Zutaten für leckere Mahlzeiten zu finden sind, solange diese mit dem Diätkonzept vereinbar sind. Es ist schon sinnvoll, beim Abnehmen nicht nur unbeliebtes Gemüse zu kaufen, sondern Highlights zu setzen. Außerdem sollte man für Bedürfnisse vorsorgen. Wenn die Lust auf Süßes nach dem Hauptgang sehr stark ist, muss ein Ersatz her. Das kann für manche Menschen süßes Obst sein, für andere ein Vorrat an Kaugummi.


Die Wohnung vorbereiten



Wenn man sich gesund ernähren und abnehmen will, muss die Wohnung in einem guten Zustand sein. Damit meine ich nicht speziell, dass alles sauber sein muss, aber man sollte sich zumindest wohlfühlen können, denn wenn unerledigte Aufgaben für Frust sorgen, kann ein impulsiver Süßigkeiteneinkauf zum Blitzableiter werden. Besonders die Küche sollte gut in Schuss gehalten werden, denn je nach Situation kann es vorkommen, dass man sich auf längere Kochvorgänge einstellen muss, und dann müssen genügend Besteck, Teller, Töpfe und Pfannen bereit sein. Das Aufräumen der Küche muss nicht sofort nach dem Kochen erfolgen, weil man dann oft müde ist, es sollte aber nicht so lange warten, bis man wieder total hungrig ist.


Ablenkung und positive Beschäftigung



Für manche Menschen kann es sinnvoll sein, in besonders harten Abnehmzeiten viel Zeit mit Arbeit zu verbringen. Überstunden können vielleicht ganz gut dann stattfinden, wenn man sich durch Arbeit gut ablenken kann und dadurch weniger an Essen denkt. Dadurch verlängern sich unter Umständen die Zeitfenster bis zur nächsten Mahlzeit.

Wenn man Freizeit hat, kann man sich durch ein Hobby gut ablenken, und selbst ein faules Herumliegen auf dem Sofa ist vollkommen legitim, wenn die Unterhaltung am Fernseher nicht durch zusätzliches Naschen untermauert werden muss.

Ich bin in gewisser Weise ein Verfechter der Ersatzdrogen-Theorie: Wenn man von etwas loskommen muss (zum Beispiel zu viel Essen), dann sollte man sich irgendetwas suchen, was ein Stück weit süchtig macht, aber als Ersatz dient: Eine Lieblingsserie finden und schauen, Lieblingsbücher lesen, sich mit allenmöglichen Dingen beschäftigen, die Spaß machen und Suchtpotenzial haben.


Klare Trennung zwischen Diät und Nicht-Diät



Aus meiner Sicht ist es enorm wichtig, Diätphasen und Phasen des lockeren Lebens zu trennen. Einen Mittelweg findet man oft nicht. Ich habe schon erlebt, dass es einfach ist, zwischen komplettem Fasten und normalem Essen tageweise zu wechseln, als an allen Tagen ein Mindestmaß an Diät umzusetzen. Irgendwie erscheint es mir manchmal leichter, mich komplett auf Fasten einzustellen, dann weiß ich, woran ich bin. Wenn ich etwas esse, kommt es eben sehr leicht vor, dass ich von einer gesunden Mahlzeit zu einem Geht-So-Snack wechsele, dann zu einer kleinen Sünde, und dann plötzlich doch wieder im Alltag ankomme und nicht mehr abnehme.


Vorbereitung auf das "Danach"



Ein durchaus unterschätztes Problem bei einem Abnehmumfeld ist die innere Vorbereitung auf die Phase nach dem Abnehmen. Das betrifft nicht nur das Erreichen des Idealgewichts, sondern auch eine etwas lockerere Phase. Wer zum Beispiel eine Woche richtig hart abnehmen will, danach aber eine Woche gemäßigte Diät halten will, sollte bereits wissen, was er am Tag 1 nach der harten Abnehmphase zu sich nehmen möchte.

Wenn ich mich nicht vorbereite, passiert es mir nämlich oft, dass ich eine Woche lang herum fantasiere, was ich als nächstes essen könnte. Dadurch fällt es mir auf der einen Seite schwerer, wirklich durchzuhalten, auf der anderen Seite kann es leichter vorkommen, dass ich das kalorienreichste, ungesündeste Essen von allen auf den Teller bringe, sobald die Diätphase endet.


Fazit



Es sind nur ein paar kleine Änderungen nötig, um den Alltag etwas zu straffen und besser zu organisieren. Auch Abnehmen gehört zu den Dingen, die man ein wenig strukturieren und planvoll angehen sollte. Die Ausreden, warum man seine Diät hinauszögern kann, sollte man vorher schon eliminieren. Das macht am Ende alles leichter und man muss nicht ständig in einem inneren Kampf mit sich selbst stehen.

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