3 Abnehmbeschleuniger Für Schnellen Gewichtsverlust

In meinem letzten Artikel habe ich Abnehmverhinderer besprochen. Wenn man diese Stolperfallen umgeht, kann man bereits gut abnehmen. Es gibt noch Abnehmbeschleuniger, die das Abnehmen deutlich erleichtern. Und die diskutiere ich heute.


Abnehmbeschleuniger


Kaffee setzt Fettsäuren frei
Kaffee setzt Fettsäuren frei

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um den Abnehmvorgang zu beschleunigen.

Meiner eigenen Erfahung nach muss man dafür nicht Unmengen an Geld ausgeben, und einer der besten Abnehmbeschleuniger ist der Inbegriff des Nichtstuns, nämlich das Fasten. Aber der Reihe nach... hier sind einige Tricks, die für einen schnellen Gewichtsverlust helfen können.


Schwarzer Kaffee



Kaffee hat mehrere Effekte, die ihn sinnvoll zum Abnehmen machen. Ein heißer, aromatischer Kaffee dämpft mit seinem Geschmack und den vorhandenen Bitterstoffen schon von sich aus den Hunger, wenn man ihn in Ruhe genießt. Das Koffein beschleunigt den Stoffwechsel, was zu einer guten Fettverbrennung führt. Darüber hinaus setzt Koffein an sich schon Fettsäuren frei. Man kann sich das im Prinzip so vorstellen, als ob das Koffein wie ein Gegenspieler-Hormon zum Insulin wirken würde. Denn während Insulin die Fettzellen blockiert und keinen Fettabbau zulässt, beschleunigt Koffein den Prozess der Fettsäurenfreigabe.

Was man bei Kaffee natürlich beachten sollte: Es sollte purer schwarzer Kaffee sein. Natürlich darf man sich auch mal hin und wieder mit einem Besuch bei Starbucks belohnen, wenn es mit dem Abnehmen gut klappt. An sich sollte der Kaffee aber schwarz und ohne Extras sein. Kein Zucker, keine Milch, und auch keine Butter, denn es sollen ja Fettsäuren aus dem Körper entfernt und nicht einfach nur mit neuem Fett ausgetauscht werden.


Chili (und andere Gewürze)



Dass Chili scharf ist und einem das Gefühl gibt, jemand hätte die Heizung aufgedreht, kennt jeder, der schon einmal scharf gegessen hat. Die Besonderheit bei Chili und anderen scharfen Gewürzen ist, dass der Effekt der Hitzebildung nicht einfach nur "gefühlt" eintritt, sondern tatsächlich stattfindet.

So kann Chili die Wärmeproduktion im Körper um 25 Prozent erhöhen. Das Schöne an der Sache ist, dass Hitzebildung zu den Grundeigenschaften des Körpers gehört. Selbst, wenn man keinen Sport treibt, muss der Körper viel Energie aufwenden, um uns am Leben zu halten. Und die Produktion von Körperwärme ist Teil dieses Grundumsatzes an Energie. Wenn wir die Körperwärmeproduktion ankurbeln, verbrennen wir viel Energie, ohne etwas dafür tun zu müssen. Lecker essen mit ordentlicher Schärfe reicht.

Der Effekt sorgt nicht unbedingt dafür, dass man schlagartig die Pfunde purzeln lässt, aber Woche für Woche regelmäßig scharf zu essen, kann auf Monate und Jahre berechnet sicher einiges an Energieumsatz bedeuten. Damit ist Chili, zusammen mit Pfeffer, Ingwer, Wasabi und anderen Scharfmachern ein prima Abnehmbeschleuniger beim Kochen. Außerdem finde ich, dass man gerade in unserer eher farblosen mitteleuropäischen Küche scharfe Gewürze gebrauchen kann, besonders im Winter!


Fasten



Über meine Experimente beim Fasten habe ich schon mehrfach geschrieben, zum Beispiel in Bezug auf das Ausbremsen von Hunger oder die ersten Ergebnisse  bis hin zu einer knallharten 7-Tage-Fastenkur ohne jegliche Nahrung.

Es ist nicht nötig, tagelang am Stück zu fasten, wenn man das nicht möchte. Fasten ist aber meiner Meinung nach der beste Abnehmbeschleuniger überhaupt. Es geht hier um mehr als nur Kalorienverzicht.

Klar, man könnte meinen, dass die Beschleunigung beim Abnehmen daher rührt, dass wir 0 Kalorien zu uns nehmen statt, wie bei vielen reduzierten Diäten, beispielsweise 800, 1000 oder 2000 Kalorien. Aber das ist nicht der Haupteffekt.

Beim Fasten kommt es zu etwas, was man am einfachsten mit dem Zinseszins im Finanzbereich gleichsetzen kann. Wenn ich Geld spare und darauf Zinsen (oder Dividenden) bekomme und das daraus entstandene Geld reinvestiere, steigert sich mein Zugewinn mehr und mehr in exponenziellem Maße. Beim Fasten steigert sich der Gewichtsverlust entsprechend. 24 Stunden zu fasten ist nicht dasselbe wie in einer Woche jeden Tag 3,5 Stunden zu fasten, obwohl rechnerisch in etwa dieselbe Fastenzeit zusammenkommt.

Je länger man fastet, desto mehr wirken die entsprechenden Hormone. Während Insulin immer mehr in den Hintergrund rückt, wächst das Niveau an Wachstumshormon (HGH-Human Growth Hormone) immer mehr an.  Es kommt zu HGH-Spiegeln, die im normalen Alltag nicht erreichbar wären, jedoch relativ natürlich sind, denn hungern mussten unsere Vorfahren in praktisch jeder Generation vor uns.

Durch die hohen HGH-Werte werden besonders nachts, wenn wir schlafen, noch mehr Fettreserven angezapft. Der Abnehmbeschleuniger HGH wirkt dann auf Hochtouren.

Ich bin irgendwann dazu übergegangen, keine radikalen Fastenkuren zu  machen, dafür aber regelmäßig einen Tag pro Woche komplett zu fasten. Bei mir sind das dann sogar über 24 Stunden, weil ich vom Abend des Vortages bis zum Morgen (oder Mittag) des Tages nach dem Fasten nichts esse, sondern nur Wasser trinke.

Bei Fastenexperimenten sollte man natürlich vorsichtig sein und im Zweifel alles mit seinem Arzt absprechen. Meine persönliche Erfahrung ist aber, dass man sich schrittweise an das Fasten gewöhnen kann, und besonders Menschen mit einem Hang zu Low-Carb-Diäten haben den Vorteil, dass sie ihre Energie nicht ständig aus Kohlenhydraten ziehen müssen und damit hungerresistent sind.


Fazit



Es gäbe sicher noch andere Abnehmbeschleuniger, die man hier erwähnen könnte. Ich denke da zum Beispiel an Schilddrüsenhormone. Das ist aber ein Thema für sich und nichts, was man mal eben auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Kaffee, scharfe Gewürze und moderates Fasten sind drei Methoden, mit denen man relativ unkompliziert den Stoffwechsel befeuern und die Hormonschalter richtig stellen kann. Damit wird der schnelle Gewichtsverlust in die Wege geleitet.

Ich werde nicht müde, zu betonen, dass natürlich die Ernährung in ihrer Gesamtheit wichtig ist. Mein Erfolgsrezept war ein weitestgehender Verzicht auf Kohlenhydrate, lange Pausen zwischen den Mahlzeiten, viele Ballaststoffe, viel Trinken und insgesamt eine nicht zu große Menge an Nahrung (Kalorien/Energie) insgesamt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweise zu den Kommentaren:

-bitte nur konstruktive und nicht zynische, böswillige oder ähnliche Kommentare. Ich bin auch nur ein Mensch.
-auch gut gemeinte Kommentare werden eventuell nicht veröffentlicht, wenn eine kommerzielle Absicht erkannt wird (Backlinks, gepostete Adressen).
-die Freischaltung kann eine Weile dauern.

Plugin für ähnliche Posts bei WordPress, Blogger...