4 Abnehmverhinderer, Die Man Ausschalten Muss

Als Abnehmverhinderer bezeichne ich Lebensmittel oder Angewohnheiten, die selbst den besten Diätplänen im Weg stehen und das Abnehmen unmöglich machen - auch dann, wenn die Kalorienbilanz stimmt und man meint, alles richtig gemacht zu haben.

Es gibt Gründe, weshalb der Gewichtsverlust trotzdem nicht zum Tragen kommt, und das hat meistens etwas mit der anpassungsfähigen Rolle des Organismus zu tun. Ich erkläre das an dieser Stelle einmal...


4 Abnehmverhinderer zum Verhindern


Abnehmverhinderer
Nudeln und andere Kohlenhydrate sind Abnehmverhinderer

Es gibt als Abnehmverhinderer einige übliche Verdächtige, aber auch welche, die man auf den ersten Blick nicht als solche erkennen würde.

Es lohnt sich daher, die Liste bis zum Ende zu betrachten, denn manchmal sind sogar scheinbar sinnvolle Dinge schädlich für das Zielgewicht.


Kohlenhydrate



Malen wir gleich mal den Teufel an die Wand. Ja, Kohlenhydrate stören beim Abnehmen, und das dürfte sich in den letzten 10 Jahren, seit die Low-Carb-Welle auch in Deutschland angekommen ist, klar sein.

Das soll nicht heißen, dass Kohlenhydrate in jeder Form und zu jeder Zeit schädlich sind, aber sie sind, auch aus meiner langjährigen Erfahrung, eher hinderlich für das Abnehmen und damit Abnehmverhinderer im klassischen Sinne.

Wir sprechen hier auch von Abnehmen und nicht von dauerhafter Ernährung. Wenn man einige Monate abnehmen will, dann kann man das ohne oder zumindest mit sehr wenigen Kohlenhydraten tun. Besonders Nudeln, Reis, Brot und Süßigkeiten sollten tabu sein.

Warum sind Kohlenhydrate Abnehmverhinderer? Der Körper verbrennt entweder Fett oder Kohlenhydrate. Jedoch gilt: Kohlenhydrate sind die bevorzugte Energiequelle des Körpers. Solange Kohlenhydrate da sind, ist es nicht nur unnötig, Fett zu verbrennen, es wird aus Sicht der Hormone (allen voran Insulin) sogar verhindert.


Zu viel Eiweiß



Auch ich war geschockt, als ich zum ersten Mal las, dass Eiweiß das Abnehmen erschweren kann. Ich möchte aber gleich vorwegschicken, dass Eiweiß generell gut ist für eine Diät. Eiweiß ist also kein Bösewicht beim Abnehmen.

Es kommt jedoch auf die Frequenz und die Menge an, und ich spreche hier aus Erfahrung. Ich konnte mit der Strunz-Diät lange Zeit toll abnehmen, darunter waren auch Phasen, in denen es zeitweise tagsüber alle 4 Stunden einen Eiweißshake gab.

Der Gewichtsverlust wurde jedoch gebremst, wenn ich bereits alle drei Stunden einen Eiweißshake zu mir nahm oder wenn ich, um meine Aminosäuren-Speicher aufzufüllen, bis zu 200 Gramm Eiweiß am Tag zu mir nahm (was schon sehr im Extrem liegt).

Nicht nur kann zu viel Eiweiß zurück in Kohlenhydrate umgewandelt werden. Eiweiß selbst löst eine ähnliche Insulinreaktion aus wie Kohlenhydrate. Zwar bleibt der Blutzuckerabsturz einem erspart, so dass kein Heißhunger entsteht, die Fettschleusen bleiben aber in dieser Zeit gesperrt!

Es gilt also, die Menge an Eiweiß abzuwägen. Wie schon erwähnt, sind Eiweißshakes alle vier Stunden aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung, das hat bei mir teilweise schon 120 Gramm Eiweißpulver am Tag bedeutet. Wenn man aber extra viel Eiweiß am Tag zu sich nimmt und noch dazu geringere Pausen dazwischen, kann dies zu einem Dauerzustand hoher Insulinwerte führen, wodurch der Körper eher sein Energieniveau senken will, als Fett zu verbrennen. Also kann zu viel Insulin, ausgelöst durch zu viel Eiweiß (oder natürlich zu viele Kohlenhydrate) zu einem Abnehmverhinderer werden.


Zu kurze Pausen zwischen den Mahlzeiten



Gerade eben habe ich es erwähnt, aber es ist einen extra Punkt wert: Die Pausen zwischen den Mahlzeiten. Ich sehe fast jeden Tag Menschen am Bahnhof, in der Stadtbahn oder auf der Straße, die essen. Ich frage mich dann, warum es mit dem Essen so dringend ist, dass man sich dafür nicht einmal eine ruhige Minute gönnen kann. Ich warte lieber eine Stunde zusätzlich, als mein Essen hektisch zu verschlingen.

Wie ich bereits vielfach gezeigt habe, kann man ohne großen Aufwand mehrere Stunden ohne Nahrung auskommen, zum Beispiel durch Ballaststoffe oder (ganz krass) durch Fasten. Teilweise ist es eine Frage der Gewöhnung, teilweise eine Frage des richtigen Einsatzes von Lebensmitteln.

Wenn man beim Abnehmen zu viele kleine Zwischenmahlzeiten einbaut, hat man genau den von mir bereits beschrieben Insulin-Effekt. Der Körper wird ständig am Fettabbau gehindert. Abnehmen erfordert aber eben eine längere Zeitphase, in der einfach mal nicht gegessen wird.

Viele Leute würden es kaum glauben, aber meistens ist beim Abnehmen das Nichtstun das beste, was man machen kann.


Gesüßte (künstliche) Getränke



Leider muss ich zugeben, dass ich Light- und Zero-Getränke sehr mag. Allerdings haben diese Getränke den Nachteil, dass sie unter Umständen ebenfalls zu einer Insulin-Reaktion führen können.

Zwar konnte ich in einem Selbstexperiment feststellen, dass kohlenhydratfreie, künstlich gesüßte Getränke keine Veränderung beim Blutzucker bewirken. Es wird jedoch heftig diskutiert, ob künstlich gesüßte Getränke dennoch den Insulinspiegel erhöhen, so wie es bei Eiweiß zum Beispiel der Fall ist.

Würde dies stimmen, dann wären diese Getränke ebenfalls als Abnehmverhinderer einzustufen. Ich bin inzwischen so weit, dass ich in Wochen, in denen ich richtig viel abnehmen will, hauptsächlich Wasser trinke, einfach nur, um sicher zu sein. Es gibt manche Hinweise darauf, dass das in Cola Zero und anderen Produkten verwendete Aspartam keinen Insulinanstieg verursachen soll, andere Süßstoffe allerdings schon. Wer am Ende recht hat, vermag ich nicht zu sagen, aber von meiner Erfahrung her habe ich den Eindruck, dass ständiger Genuss der Light- und Zero-Getränke den Abnehmerfolg schmälert.


Fazit



Es ist durchaus möglich, als Kalorienzähler falsch zu liegen, was den Gewichtsverlust angeht. Bestimmte Getränke sind komplett zuckerfrei und nahezu kalorienfrei, viele kleine Snacks am Tag können auch wenige Kalorien haben, und viel Eiweiß soll doch so gesund sein, dennoch kann es passieren, dass die Waage nicht richtig mitzieht.

Es gibt versteckte Abnehmverhinderer, die ich hier aufgezeigt habe. Wer auf Nummer Sicher gehen will, verzichtet weitestgehend auf Kohlenhydrate, nimmt genug, aber nicht massig Eiweiß zu sich, legt sich auf sehr wenige Mahlzeiten am Tag fest (Fasten ist auch eine Option) und trinkt nur Wasser.

Bei den allermeisten Leuten können solche einfachen Ansätze schon zum Erfolg führen. Einen Versuch ist es jedenfalls wert.

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