"Friss Die Hälfte" Geht Auch Mit Ballaststoffen!

Das Prinzip "Friss die Hälfte" basiert auf der Idee, von allem, was man isst, nur noch die Hälfte einzunehmen und dadurch abzunehmen. Das System ist einfach, weil es keine Ernährungsumstellung erfordert und ziemlich leicht in den Alltag einzubauen ist.

Der große Nachteil ist für viele Menschen, dass sie sich nicht mehr so satt wie vorher fühlen. Dabei kann FdH, wie es kurz heißt, durch Ballaststoffe sehr leicht aufgestockt werden.


Ballaststoffe machen aus Friss die Hälfte Friss drei Viertel


image courtesy of foto76 / freedigitalphotos.net

Der Trick ist dabei denkbar einfach: Ballaststoffe gibt es in konzentrierter Form auf verschiedene Arten.

Konjakpulver zum Beispiel ist wasserlöslich und kann Flüssigkeiten verdicken. Kleie hat eine ähnliche Beschaffenheit wie Mehl und kann wie ein Dressing über Salate, aber auch über ganz normale Mittagsmahlzeiten gestreut oder hineingemischt werden. Flohsamenschalenpulver wird in vielen Low-Carb-Mahlzeiten als Zusatz verwendet, es ist zum Backen geeignet, kann aber ebenso in eine Mahlzeit gestreut werden. Chiasamen und Leinsamen sind kerniger, bieten eine optische Ergänzung zu Joghurt, Salaten (als Dressing) oder anderen Gerichten.

Man kann diese "ballaststofflastigen" Lebensmittel generell gut einsetzen, um Saucen oder Suppen anzudicken oder einfach als Beimischung zu Beilagen. Alles, was man aus dem Teller oder Becher isst, kann man zusammen mit Ballaststoffen essen.

Der Ballaststoffgehalt ist dabei besonders interessant. Während Konjakpulver nahezu vollständig aus Ballaststoffen besteht, sind es bei Flohsamenschalen weit über 80 Prozent, bei Kleie circa 50 Prozent.

Der Sättigungseffekt ist also auch bei kleinen Mengen schon bemerkenswert. Ich habe mir angewöhnt, beim Kochen immer mal wieder ein klein wenig Ballaststoffe beizumischen. Über das Jahr hinweg zahlt sich diese Taktik aus, da ich weniger energiehaltige Nahrung brauche, um meinen Magen zu füllen. Günstiger Nebeneffekt: Die Verdauung arbeitet reibungsloser.

Ballaststoffe können auch für "Friss die Hälfte" genutzt werden, um so eine Mahlzeit zu erweitern. Man isst dann nicht mehr nur die Hälfte. Die Sättigung besteht nicht nur aus der zusätzlichen Menge an Kleie, Flohsamen oder was auch immer man nutzt, sondern durch die Aufblähung der Ballaststoffe im Magen (bei entsprechender Zufuhr von Wasser) sorgt für ein volles Magengefühl.

Gerade bei Suppen kann man sehr großzügig portionieren, wie ich feststellen konnte. Es ist mitunter gar nicht mehr möglich, zu erkennen, dass Ballaststoffe beigemischt wurden. Und in vielen Gerichten, bei denen es eine Sauce gibt, können die Streusel aus Kleie oder Flohsamenschalen noch etwas Flüssigkeit vom Teller aufnehmen.

Für mich sind Ballaststoffe weiterhin der Hit, was ich auch schon vor längerer Zeit vorausgesehen habe. Meine Besuche in der örtlichen Drogerie bestätigen den Trend, denn inzwischen kann man Flohsamenschalen und Konjak sogar dort bekommen, was noch vor ein, zwei Jahren nur im Internet möglich war.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweise zu den Kommentaren:

-bitte nur konstruktive und nicht zynische, böswillige oder ähnliche Kommentare. Ich bin auch nur ein Mensch.
-auch gut gemeinte Kommentare werden eventuell nicht veröffentlicht, wenn eine kommerzielle Absicht erkannt wird (Backlinks, gepostete Adressen).
-die Freischaltung kann eine Weile dauern.

Plugin für ähnliche Posts bei WordPress, Blogger...