Wenn Sich Abnehmen Schlecht Anfühlt...

...machst du etwas falsch! Eine Erkenntnis, die sich bei mir immer dann breit macht, wenn ich merke, dass ich auf die sanfte Art schnell und schmerzlos abnehmen kann, nachdem ich mich schon so manches vorige Mal abgequält habe.

Letzte Woche habe ich mich endlich wieder zusammengerissen und eine vernünftige Abnehmstrategie umgesetzt. Das Ergebnis am Ende der Woche war ein Gewichtsverlust von über 3 Kilo. Klar, dabei muss man Wasserverlust, Glykogenspeicherleerung und Magen-/Darminhalt mit berücksichtigen. Am Ende muss bei einem so hohen Gewichtsverlust aber auch etwas gut gelaufen sein.

Worauf habe ich dabei besonders geachtet? Hier meine Tipps...


Die wichtigen Grundlagen



image courtesy of radnatt / freedigitalphotos.net

Es gibt einige Dinge, die man beachten sollte und die auch ich mir immer wieder vor Augen führen muss, denn man vergisst sie schnell oder glaubt sie nicht mehr:


  1. Auch wenn man es nicht glauben kann: Zuckersucht ist besiegbar! Man glaubt zwar manchmal, dass man aus diesem Teufelskreis nicht ausbrechen kann, aber wenn man es einmal geschafft hat, kann man ohne Süßigkeiten (und ohne Kohlenhydrate allgemein) auskommen. Und das so lange, wie man will. Es muss ja nicht für immer sein.
  2. Sättigung kommt vor Abnehmen. Es bringt nichts, sich zu quälen und zu leiden, in der Hoffnung, dass man dadurch abnimmt. Zuerst muss man an die eigene Sättigung (nicht nur körperlich, auch mit innerer Zufriedenheit!) denken. Das Motto lautet: "Wenn sich Abnehmen schlecht anfühlt, machst du's falsch!"
  3. Kohlenhydrate streichen, und zwar ausnahmslos! Die kleinste Ausnahme ("nur ein Schokoriegel") reißt ein riesiges Loch nicht nur in die Psyche und damit den Willen, sondern auch in die körperliche Balance, weil dann wieder Blutzuckerhochs und -tiefs entstehen. Kohlenhydrate sind nur da erlaubt, wo sie in geringen Mengen unweigerlich zu einem geeigneten Nahrungsmittel gehören (z.B. grüne Bohnen und anderes Gemüse).
  4. Auch Kalorien zählen: Eine Regel, die man beachten muss, wenn man die Kohlenhydratsucht in den Griff bekommen hat. Ohne Süßigkeiten und Snacks auskommen ist ein guter Anfang, aber wenn man seine Ernährung auf Käse, Lachs und Nüsse umgestellt hat, muss man trotzdem auch auf die Gesamtaufnahme an Energie achten. Das heißt dann konkret: Essensfenster einrichten (z.B. 14 Uhr bis 18 Uhr) oder die Anzahl an Mahlzeiten limitieren (3 Mahlzeiten täglich).
  5. Vorsicht vor Tricksereien: Inzwischen bin ich immer mehr der Ansicht, dass man den Körper letzten Endes doch nicht mit trickreichen Lebensmitteln veräppeln kann. Zuckerfreie Softgetränke beeinflussen zwar den Blutzucker nicht, stören aber den Insulinhaushalt so, dass der Fettabbau immer noch behindert wird. Ähnlich ist es bei vielen anderen Lebensmitteln. Grundsätzlich scheint zu gelten: Wenn es zu gut schmeckt, um wahr zu sein, dann wird der Körper es für bare Münze nehmen und dieselben chemischen Prozesse einleiten wie bei einem leckeren, aber ungesunden Lebensmittel. Ich verzichte zwar nicht komplett auf Cola Zero, begrenze das Ganze aber auf die Mahlzeiten selbst und trinke ansonsten lieber das öde Wasser. Es lässt sich sicher aushalten.

Wenn man nur zu bestimmten Uhrzeiten isst, die Gesamtmenge an Kohlenhydraten minimal hält (zum Beispiel mit Fleisch und grünen Bohnen), ein wenig auf die Essensmenge achtet und nicht ständig Softgetränke zu sich nimmt, ist man auf einem guten Weg, abzunehmen.
Bei mir ist es so, dass ich am frühen Nachmittag häufig mit einer Mahlzeit zurecht komme - manchmal ist das meine einzige Mahlzeit am Tag. Ich grille mir eine ordentliche Portion Fleisch oder Fisch, nehme grüne Bohnen, Zitronensaft und Kräuter dazu, dann noch ein leckerer Kräuterkäse, und das war's auch schon. Manchmal ist es auch Lachs mit Rührei, Lachs mit Zitrone, Tempeh oder Natto.... es gibt ja viele leckere Möglichkeiten. Am Ende der Mahlzeit gibt es dann Kaugummi.

Also: Satt sein sollte man schon, und auf mindestens eine richtig gute Mahlzeit am Tag sollte man sich freuen.

Übrigens: Wenn man sich dann so gekonnt von den Kohlenhydraten verabschiedet hat, merkt man auf einmal, dass der Appetit gar nicht mehr so groß ist. Und hin und wieder wird man dann Tage haben, wo man merkt, dass es ein einfacher Eiweißshake (30 Gramm, nur mit Wasser) auch für ein paar Stunden tut.

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