Zurück Zu Den Anfängen

Nachdem ich mich letzte Woche mehr oder weniger dauerhaft vom Fasten verabschiedet habe, bricht nun eine neue (alte) Zeitrechnung an. Ich muss mich wieder auf alte Stärken besinnen, und das ist gar nicht so einfach, wie es früher schien.

Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, ist die Lust auf Essen groß. Interessant dabei ist, dass es nicht nur die Lust auf Kohlenhydrate ist. Ich könnte auch massenweise Käse-Sticks (haben kaum Kohlenhydrate) essen. Das sagt mir, dass die vielen Fastentage (In den letzten Monaten dürften sicher einige Wochen zusammengekommen sein) vielleicht ein Bisschen zu stark an den Eiweiß-Reserven geknabbert haben.

Wenn man häufig fastet, also gar nichts isst, müssen zwar nicht zwangsläufig Muskeln abgebaut werden, die Eiweiß-Depots im Körper gehen aber trotzdem zu Neige. Zumindest ist das meine Schlussfolgerung. Mein Körper ist etwas durcheinander und gibt sich mit einzelnen Eiweißshakes aktuell nicht zufrieden.

Zurück zu den Wurzeln


image courtesy of khumthong / freedigitalphotos.net

Wie komme ich nun wieder zurück auf den normalen Weg? Ich habe mir zunächst vorgenommen, dass ich nicht mehr versuche, radikal abzunehmen. Dadurch verschaffe ich mir Luft und setze mich nicht zu sehr unter Druck, was ansonsten zu Frustration und Fresswahn führen könnte.

Die gute alte Strategie für die nächsten Wochen kann eigentlich nur lauten: die Kohlenhydrate weglassen. Einzige Ausnahme: Ballaststoffreiche Lebensmittel. Die Tipps von vor 7 Jahren, als ich zum ersten Mal mit dem Thema in Kontakt kam, sind auch heute noch das, was am vielversprechendsten ist. Wenige Mahlzeiten am Tag, so wenig Kohlenhydrate wie möglich, viele Pausen zwischen den Mahlzeiten, und all das so unkompliziert und einfach wie möglich. Die Frage ist nicht: "Was esse ich?", sondern "Was lasse ich alles weg, damit nur noch das Essentielle übrig bleibt?".

Auch ein mentaler Wandel ist jetzt wieder nötig. Eigentlich ist Abnehmen einfach, wenn man sich darauf besinnt, dass "nichts tun" zum Gewichtsverlust führt. Einfach nach Hause zu kommen, einen Sattmacher zu essen, und dann eben gerade nichts zu tun,also nicht zu essen, nicht zu snacken, sich nicht mit Essen zu beschäftigen - das allein reicht schon zum Abnehmen aus.

Was ich mir auch immer vor Augen halte: Der Verzicht ist nur temporär. Klar, ich darf nachher nicht ins krasse Gegenteil abgleiten und mich vollfressen. Aber immerhin, sobald die Kilos runter sind, darf ich "auf Erhalt" essen, also gerade so viel, wie ich mir erlauben darf, ohne zuzunehmen. Das ist deutlich mehr, als ich esse, wenn ich abnehmen muss bzw. möchte.

Wahrscheinlich ist das der Hauptgrund, warum ich vorher so schnell abnehmen wollte. Wenn man es schnell hinter sich hat, kann man schnell wieder "normal" essen (im Rahmen dessen, was zum Gewichtserhalt noch vertretbar ist).

Jetzt lasse ich die Sache wieder langsam angehen. Bis Weihnachten muss ich keine Panik haben. Es gibt bis dahin keine großen Versuchungen mehr, und meine Erfahrungen haben gezeigt, dass ein Kilo pro Woche möglich ist. Jetzt muss ich nur noch den mentalen Schalter umlegen und darf keine Ausreden mehr zulassen.

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