1 Mal Täglich Essen - Die Perfekte Uhrzeit

Wir sind wieder beim Thema Fasten. Ein Dauerbrenner. Psychologisch gesehen ist es oft sehr heftig, einen ganzen Tag ohne Essen zu verbringen. Die Belastung entfällt aber, wenn man jeden Tag einmal essen darf, noch dazu bis zur kompletten Sättigung. Damit dies umsetzbar ist, ist es wichtig, ein perfektes Timing zu erreichen. Was ist die perfekte Uhrzeit, um mit einer Mahlzeit am Tag auszukommen, und wie kann man das praktisch hinkriegen?

1 Mal täglich essen - so geht es!


Einmal täglich essen
Die Uhrzeit ist entscheidend

Ich habe schon viel ausprobiert, und ich muss selbst zugeben, dass es angenehmer ist, jeden Tag etwas auf den Tisch zu bekommen, als an einzelnen Tagen gar nichts zu essen und sich zum nächsten Tag retten zu müssen.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch das Problem, dass der Vorsatz, nur eine Mahlzeit am Tag zu essen, ebenfalls ins Leere läuft, nämlich dann, wenn man sich später nicht mehr kontrollieren kann und bis zum Schlafengehen immer wieder isst.

Mir ist dabei aufgefallen, dass die Essensaufnahme eher dazu führt, dass man später Heißhunger hat, als wenn man gar nichts isst. Essen sorgt eben für Appetit, auch wenn man das Gegenteil erwarten würde - dass gar nichts essen für Appetit sorgt und Nahrungsaufnahme lange satt macht.

Ich habe nun eine Lösung gefunden, die für mich ziemlich gut funktioniert. Morgens esse ich in der Regel gar nichts. Die Schwierigkeit ist, dass ich nachmittags schon gerne Lust auf Essen habe. Das führt jedoch dazu, dass ich dann bis abends immer wieder esse. Hier kommt das Timing ins Spiel.

Wenn ich es schaffen will, nur einmal am Tag zu essen, muss dieses "einmal" genau zur richtigen Zeit kommen. Und zwar muss diese Mahlzeit noch weit genug vom Schlafengehen entfernt sein, so dass der Schlank-im-Schlaf-Effekt zum Tragen kommt, andererseits sollte auch "nach vorne hin" genügend Zeit vergangen sein, so dass man zeitlich keine Chance mehr hat, eine zweite Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Zur Veranschaulichung ein Beispiel: Wenn ich bereits um 14 Uhr eine riesige Mahlzeit zu mir nehme (auch mit Vorspeise und Nachtisch) und bis zur vollkommenen Sättigung esse, werde ich (erfahrungsgemäß) schon um 16 Uhr oder später wieder etwas essen wollen. Wenn die eigene Willenskraft dann erst einmal gebrochen ist, wird das so weitergehen und sich bis tief in den Abend hineinziehen.

Andererseits: Erst um 21 Uhr zu essen, wenn man um 22 Uhr ins Bett will, ist ebenfalls nicht besonders praktisch. Die Bildung von Wachstumshormonen während des Schlafs wird durch die Nahrung noch negativ beeinträchtigt werden, außerdem nutzt man die Sättigung nicht lange genug aus, was eigentlich schade ist, denn im Schlaf merkt man sowieso nicht, ob man satt ist oder nicht.


Die perfekte Uhrzeit



Die perfekte Uhrzeit ist aus meiner Sicht ein Kompromiss zwischen "rechtzeitig essen, damit man nicht verrückt wird" und "spät genug essen, damit man nicht noch eine Mahlzeit reinschieben kann".

Diese Zeit ist bei mir zwischen 17 Uhr und 18 Uhr, besser noch 17:30 bis 18:00 Uhr. Ich nehme mir dabei vor, danach nichts mehr zu essen, damit sich mein Körper auf die Nacht einstellen kann und optimal für die Fettverbrennung vorbereitet ist.

In dem Zeitfenster, welches zur Nahrungsaufnahme gedacht ist, kann und sollte man dann üppig essen. Dabei muss man noch nicht einmal perfekt nach Plan essen, sondern kann auch ein paar Ernährungssünden einbauen. Wichtig sind folgende Faktoren, damit man erfolgreich ist:


  • Viel Volumen, das heißt viel Nahrungsmenge
  • Viele Ballaststoffe, sei es als Zutat (z.B. Chiasamen und Leinsamen als Dressing für Salat) oder als separater Drink / separate Mahlzeit
  • Viel Gutes bzw. Gesundes
  • Ein Bisschen was für die Seele (Lieblingsobst als Nachtisch, vielleicht auch mal ein Joghurt oder gar Schokolade)

Ich verfolge die Philosophie, dass man sich tatsächlich etwas gönnen kann, wenn man sowieso nur einmal am Tag isst. Wenn man mit den gesunden Sachen anfängt, das heißt mit Salaten, Ballaststoffen und Eiweißshakes anfängt, dann bleibt im Magen nicht mehr so viel Platz für die sündhaften Sachen. Wenn man im klassischen Sinne an Kalorien denkt, kann man damit auch nicht den kompletten Tagesbedarf abdecken.

Ziel ist es, auch aus psychologischer Sicht, einmal täglich komplett satt zu werden und das eigene Essen dabei zu genießen. Es muss Freude machen. Die Sättigung hält lange genug an, dass man ohne Magengrummeln ins Bett kann, gleichzeitig hat man genug Disziplin, das auch durchzuhalten, da es bereits Abend ist und man die längste Wartezeit bereits hinter sich hat. Auch die Wartezeit bis zur abendlichen Mahlzeit kann man durchhalten, da man ja maximal 24 Stunden Pause hat, wovon ein großer Teil auf den nächtlichen Schlaf fällt und ein anderer Teil meistens durch Arbeit als Ablenkung abgedeckt ist.

Ich betone dabei, dass dieses System durchaus Spaß am Essen und auch kleine Sünden einschließt. Das ist der Vorteil gegenüber dem ständigen Verzicht, den man üben muss, wenn man regelmäßig isst und dafür bei jeder Mahlzeit sparen muss. Einmal täglich essen ist eben eine Variante, die es erlaubt, etwas großzügiger vorzugehen, weil man die anderen Mahlzeiten auslässt.

Wie bei allen Diätmaßnahmen gilt natürlich: Haltet eure Fortschritte fest und steigt einmal pro Woche auf die Körperfettwaage - und zieht eure eigenen Schlüsse und Konsequenzen daraus!

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