Das Strenge Zeitfenster - Die Ergänzung Zum Fasten

In den letzten Monaten habe ich viel über Fasten gesprochen. Darunter gab es viele Hinweise und Tipps, die sich auf tagelanges Fasten bezogen.

Es gibt eine Technik, die fast genauso gut ist wie "Dauerfasten". Wenn man nämlich nur einmal am Tag für einen sehr eng begrenzten Zeitraum Nahrung zu sich nimmt, dann ist auch nur für einen sehr kleinen Zeitraum eine Insulinreaktion zu erwarten.

Beispiel: Ein Essensfenster von nur einer Stunde. Das heißt dann 23 Stunden fasten, 1 Stunde essen. Und es funktioniert sehr gut.


1 Stunde essen, 23 Stunden fasten


Zeitfenster beim Fasten
image courtesy of domdeen / freedigitalphotos.net


Wenn man mehrere Tage am Stück fastet, steigt der Pegel an Wachstumshormon stark an, wodurch der Gewichtsverlust immer besser wird. Doch das ist vielen Menschen sicher zu radikal.

Überhaupt 24 Stunden am Stück zu fasten, ist ziemlich heftig, wenn man keine Gewohnheit darin hat. Besonders das Übergehen der gewohnten Essensphasen - Frühstück, Mittagessen, Snacks, Abendessen - sorgt für heftige Hungerschübe.

Man kann diese Schübe zum Glück übergehen. Kaffee ohne Milch, Tee, oder einfach nur Wasser verhindern das Schlimmste, denn auch ein mit Flüssigkeit gefüllter Magen ist (erstmal) ein voller Magen - wenn auch für kurze Zeit.

Beim Fasten besteht zusätzlich natürlich auch die Gefahr eines Rückfalls oder eines anschließenden "Fressverhaltens" (engl. binge eating).

Es ist sinnvoll, ein Essensfenster einzubauen, besonders gut ist ein sehr strenges Zeitfenster. Denn während manche Zeitfenster den ganzen Nachmittag und Abend einschließen, kann ein kurzes Zeitfenster verhindern, dass man sich zu viele schlechte Lebensmittel erlaubt.

Ich experimentiere daher zur Zeit mit einem einstündigen Zeitfenster. Das hat für mich den Vorteil, dass ich jeden Tag wichtige Lebensmittel in meinen Körper aufnehmen kann - Ballaststoffe, Eiweiß, Gemüse. Gleichzeitig habe ich nur eine Stunde Zeit, um zu essen. Dieses strenge Zeitfenster sorgt dafür, dass ich von gesunden und füllenden Lebensmitteln schon satt werde und innerhalb dieser 60 Minuten selbst dann nicht zu "Überfressen" neige, wenn ich mir prinzipiell alle Lebensmittel erlaube und offen halte.

Die Idee, essen zu dürfen, was einem Spaß macht, sorgt dabei für zusätzliche Motivation. Zuerst kommen auf jeden Fall die gesunden Sachen: Krautsalat, Ballaststoffdrink, dann vielleicht die kleinen Belohnungen, die noch ins gesunde Spektrum gehören: Obst, vielleicht ein warmes Essen ohne Rücksicht auf die Nährstoffzusammensetzung, dafür mit leckeren und gesunden Gewürzen, Beispiel indische Küche. Sogar ein Stück Kuchen am Ende kam bei mir in letzter Zeit (die Nachwehen von Ostern) auf den Tisch.

Es kann alles funktionieren, man muss lediglich darauf achten, dass man in irgendeiner Form eine Abnehmstrategie hat. Eine Abnehmtechnik muss immer da sein. Entweder man beschränkt die Art der Nährstoffe, die rein kommt, oder eben man setzt auf spezielles Timing. Irgendein Trick hilft immer, wenn man ihn einzusetzen vermag.

Wenn die 60 Minuten vorbei sind, ist der Magen im Idealfall ziemlich voll. Die nächsten 23 Stunden bis zum nächsten Essensfenster sind dann durchaus machbar. Vor allem für diejenigen unter uns, die das Experiment "4 Tage ohne Essen" zumindest einmal im Leben erfolgreich ausprobiert haben. Dahingegen sind 23 Stunden lächerlich.

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