1 Tag Fasten, 1 Tag Essen

Innerhalb der letzten 8 Wochen habe ich 5 Kilo verloren, und neben der üblichen Low-Carb-Lebensweise ist dabei das Fasten stärker in meinen Fokus gerückt. Anfangs war es heftig, 4 Tage am Stück gar nichts zu essen, und so lange habe ich seitdem nie wieder am Stück gefastet.

Dennoch hat sich gelegentliches Fasten als sehr sinnvoll und effektiv erwiesen. Fastenzeiten von 48 Stunden (das heißt: abends aufhören zu essen, dann ein voller Tag Pause, am Tag danach abends wieder essen) sind inzwischen viel einfacher umsetzbar, wenn man sich nur einmal daran gewöhnt hat.

Wie sieht es zwischen den Fastentagen aus? Sicherlich ist es wichtig, dies auch einmal ins Blickfeld zu nehmen.


Zwischen den Fastentagen


Lachsforelle mit Zitronensaft und Butter

Das Abnehmen während der Fastentage funktioniert sehr rapide. Mein erster Instinkt beim Fastenbrechen ist dann, diesen Erfolg nicht durch falsches Essen rückgängig zu machen. Trotzdem ist es sinnvoll, reichlich zu essen, wenn man die Chance hat. Wenn man ohnehin nur eine Mahlzeit am Tag (oder eine Mahlzeit nach mehreren Fastentagen) erlaubt, sollte diese sowohl von der Menge als auch von den Nährwerten her gut sein.

Dadurch, dass man auch von der Masse her / vom Volument her viel zu sich nimmt, bleibt die Verdauung in Gang, denn nicht nur bei hoher Eiweißzufuhr durch Shakes, auch beim Fasten muss man Verstopfungen umgehen. Wenn die Verdauung tagelang stillsteht, kann das zu unangenehmen Ergebnissen führen.

Was sollte man überhaupt essen? Ich handhabe es so, dass ich in den meisten Fällen gerne eine gewisse Tendenz zu low carb beibehalte. Dann wiederum baue ich aber auch Kohlenhydrate bewusst ein, um an manchen Tagen auch dem Körper zu signalisieren, dass die Schilddrüse weiterhin ihre Hormone herstellen soll. Vor allem Trennkost ist aber sinnvoll. Das heißt: Entweder Eiweiß und Fett oder Eiweiß und Kohlenhydrate. Möglichst nicht beides.

Natürlich gebe ich manchmal nach und esse, was ich will. Nach tagelangem Fasten kann man sich nahezu alles erlauben, das ist das Schöne am Fasten. Also habe ich mir manches Mal erlaubt, fettreichen Fisch mit Kartoffeln und Butter zu kombinieren, was man ansonsten während einer Diät nicht machen sollte. Sogar etwas Schokolade gab es hinterher. Das Erstaunliche: Am Tag darauf wog ich trotzdem noch weniger, obwohl keine Nahrung meinen Körper verlassen hatte.


Durch Fasten wird alles leckerer



Einer der erfreulichen Effekte beim Fasten, noch stärker als bei low carb, ist die Tatsache, dass das Geschmacksempfinden ein Stück weit zurückgesetzt (reset) wird. Man ist dankbar für einen gut hergerichteten Salat, für ein einzelnes Steak mit Kräuterbutter und ein paar grünen Blättern, oder, wie in meinem Fall, Fisch mit Butter und etwas Zitronensaft, auch ohne Beilage.

Bei der Low-Carb-Diät habe ich dies in ähnlicher Weise schon erlebt. Da waren es die Eiweißshakes, die mit ihrem leicht süßlichen Geschmack vollkommen ausreichend waren. Würde man nur die Kalorien einschränken, aber dennoch Fleisch, Fisch, Pilze und Tomaten essen, würde der starke Umami-Geschmack auf Dauer viel Lust auf Schokolade machen. Bei low carb und insbesondere beim Fasten sind die Intervalle zwischen den Mahlzeiten aber so lang, dass es viele Stunden der ungestörten Fettverbrennung geben kann.

Das ist auch ein wichtiger Faktor. Es geht nicht nur darum, was man isst und nicht isst, sondern auch das Timing ist entscheidend. Hier kommt wieder Insulin ins Spiel. Häufige Mahlzeiten sorgen für eine ständige Präsenz von Insulin. Da klappt Abnehmen nicht.

Nach all den Jahren, in denen ich mich nun mit Ernährung und Abnehmen beschäftige, gelange ich immer wieder zu der simplen Erkenntnis: Weniger ist mehr. Im Zweifel hilft es, einfach mal das Essen wegzulassen. Hin und wieder, und wenn man es schafft, dann auch tageweise. Den Rest kann man mit Vernunft bei der Nahrungswahl schaffen.

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