Ziele Setzen Und Nachkontrollieren!

Wenn es ums Abnehmen geht, zählt nicht nur die Ernährungsmethode und die Motivation, sondern auch andere Rahmenbedingungen. Dazu gehört auch, dass man Abnehmziele setzt und mit einer Körperfettwaage nachkontrolliert.

Warum das so wichtig ist, das spüre ich derzeit (im positiven Sinne) am eigenen Leib. Denn nach sehr viel Stress im vergangenen Jahr und dementsprechend viel Lust auf Essen müssen bei mir derzeit wieder "einige Kilos" (das ist eine glimpfliche Beschreibung) runter. Immerhin habe ich die Hälfte dessen, was ich seit Dezember abnehmen musste, schon fast geschafft.

Warum also sind Ziele und Kontrolle wichtig? Es geht um mehr, als sich zu motivieren und die Erfolge zu sehen.


Warum Ziele wichtig sind


Ziele setzen und nachkontrollieren
image courtesy of Stuart Miles / freedigitalphotos.net

Natürlich brauchen wir Ziele, um motiviert zu bleiben. Dahinter steckt aber noch mehr, nämlich in Verbindung mit der Nachkontrolle beim Abnehmen. Wenn ich in einer Woche 500 Gramm abgenommen hätte, ohne ein Ziel vorformuliert zu haben, hätte ich mich möglicherweise damit begnügt. Vielleicht hätte ich in der darauffolgenden Woche weniger streng auf die Ernährung geachtet und hätte dann, wenn ich wieder ein Kilo zugenommen hätte, gesagt, dass ich ja noch Zeit habe und jederzeit wieder abnehmen kann, wenn ich will.

So läuft es manchmal, deswegen finde ich es inzwischen sinnvoll, wenn man seine Ziele in einer Tabelle aufschreibt. Die Tabelle sollte außerdem Daten enthalten, die von der Körperfettwaage angezeigt werden. So sollte die Tabelle dann aussehen:

Datum 22.01. 29.01. 05.02. 12.02.
Zielgewicht 87,0 86,0 85,0 84,0
Tatsächliches Gewicht 88,0 85,1 86,9 84,7
Körperfettanteil (%) 25,2 24,5 25,1 24,3
Wasseranteil (%) 54,6 55,1 54,6 55,2
Muskelmasse (%) 36,5 36,9 36,5 37,0

Wie man sehen kann, schwankt das Gewicht bei mir teilweise deutlich. Dahinter stecken psychologische Faktoren. Wenn ich nahe an meinem Ziel bin, kann es vorkommen, dass ich meine Diät in der Folgewoche etwas schleifen lasse. Dann merke ich jedoch, dass ich wieder zurück auf die Spur kommen muss, und orientiere mich etwas strenger an meinen Diätregeln. Man sollte dafür sorgen, dass man seinem eigenen Plan nicht gestresst hinterherrennen muss, was bei langfristiger Planung auch nicht nötig ist.

Durch diesen Rahmen, der durch die gesetzten Ziele vorgegeben wird, kann ich besser nachvollziehen, wo ich gerade stehe und wo ich sein sollte.


Warum die Waage zur Kontrolle wichtig ist



Nicht irgendeine Waage, sondern eine Körperfettwaage muss es sein. Für ca. 20 Euro kann man in den meisten Drogerien schon eine bekommen. Es geht nicht darum, wissenschaftlich präzise Werte zu erhalten, sondern sich grob darüber im Klaren zu sein, wie sich der eigene Körper entwickelt. Viele Menschen, die nur eine einfache Waage benutzen, haben beim Abnehmen die Unklarheit, ob sie überhaupt "richtig" abnehmen oder nur Wasser und Muskeln verlieren. Die Körperfettwaage kann diese Unklarheit beseitigen.

Auch mögliche Fehlentwicklungen sind schnell erkennbar. Beim Abnehmen sollte der prozentuale Muskelanteil mindestens erhalten bleiben, vielleicht sogar leicht steigen. Das bedeutet nicht, dass man dann mehr Muskeln hat, denn durch den Gewichtsverlust verliert man bei in etwa gleichbleibendem Muskelanteil absolut gesehen Masse (37 Prozent von 84 Kilo Körpergewicht sind weniger Muskelmasse als 37 Prozent von 70 Kilo Körpergewicht). Man steht aber am Ende des Abnehmprozesses als Mensch da, der im Verhältnis zu seinem Gewicht eine entsprechende Muskelmasse hat, die natürlich gerne auch ausgebaut werden darf.

Wenn man an die Steigerung der Muskelmasse denkt, macht die Körperfettwaage natürlich erst recht Sinn, da man den Zuwachs an Muskelmasse beim Gewicht berücksichtigen kann, ohne sich zu fragen, warum man weniger abnimmt oder gar zunimmt.

Und wie schon oben erwähnt, ist das Wissen um die Werte sehr wichtig, damit man überhaupt reagieren kann, zum Beispiel durch eine härtere Gangart bei der Diät, oder durch eine eher entspannte Folgewoche.

Nochmals der Tipp zum Wiegen, für alle, die meine vorherigen Artikel zur Körperfettwaage nicht kennen: Einmal pro Woche reicht aus, da es durch die Mahlzeiten und die Verdauungsvorgänge immer wieder Schwankungen geben kann. Wenn man sich wiegt, dann immer zum gleichen Wochentag und um dieselbe Uhrzeit und am besten mit möglichst wenig Bekleidung. Wenn man morgens nach dem ersten Toilettengang zur Waage schreitet, ist das Risiko von ernährungsbedingten Schwankungen am geringsten. Und dann gilt es, die Werte aufzuschreiben, sich am Wochenziel laut Tabelle zu orientieren und in eine weitere Woche zu starten.

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