2017: Meine Abnehmstrategie Und Abnehmphilosophie

Wie jedes Jahr strömen auch 2017 wieder neue Besucher auf diese Plattform, um ihre Neujahrsvorsätze in die Tat umzusetzen: Abnehmen, gesünder leben, Gewicht verlieren.

Bei mir ist es nach einem sehr stressigen Jahr ebenfalls an der Zeit, wieder abzunehmen. Einen Teil der Arbeit, nämlich etwa 6 Kilo, habe ich bereits im November und Dezember trotz der Vorweihnachtszeit abgeleistet. Doch ein großer Brocken an Gewicht steht noch an, bis ich wieder mein Wunschgewicht erreiche, und ich teile deshalb kurz und knapp meine Abnehmstrategie und die zugrunde liegende Abnehmphilosophie mit.


Die Abnehmphilosophie


Abnehmphilosophie und Abnehmstrategie
image courtesy of Stuart Miles / freedigitalphotos.net

Aus den Erfahrungen der letzten Jahre hat sich für mich eine ziemlich einfache, unkomplizierte Philosophie des Abnehmens entwickelt: Abnehmen ist in erster Linie der Verzicht. Ganz allgemein. Andere Menschen drehen die Sache herum, fragen sich: "Was kann ich essen, um abzunehmen?", aber darum geht es eigentlich nicht. Verzicht bedeutet: Weniger, an manchen Stellen gar nichts von dem essen, was dick macht. Weniger essen im Großen und Ganzen, und weniger essen von den schädlichsten Dingen. Was übrig bleibt, hält einen gesund und lebendig.

Ich habe mir in den letzten Wochen wieder einmal bewiesen, dass ich persönlich, wenn ich mich körperlich darauf einstelle und daran gewöhne, durchaus mit einer einzelnen Mahlzeit am Tag auskommen kann. Das mag jetzt für viele Menschen total unvorstellbar und unmöglich klingen, es ist aber alles eine Frage der Gewohnheit. Ich sage auch nicht, dass man nur eine Mahlzeit am Tag haben darf! Ich will nur sagen: Abnehmen ist umgesetzter Minimalismus. Die Philosophie, einfach an allen Ecken und Enden weniger zu essen, statt nach Wundermitteln und Superfoods zu suchen. Die können zwar auch zum Erfolg beitragen, machen aber nur die extra 10% aus, die man zum Abnehmen manchmal gerne mitnehmen will.


Die Abnehmstrategie



Wie setzt man eine solche Abnehmphilosophie des Minimalismus um? Mit Vertrauen in den eigenen Körper und einer stoischen Denkweise.

Zunächst einmal muss man darauf vertrauen und daran glauben, dass der Körper sich umgewöhnen kann. Wer meinen Blog kennt, weiß, dass ich damit den Verzicht auf Zucker und Kohlenhydrate allgemein meine.

Anfangs glaubt man noch, dass man sich von Zucker niemals abgewöhnen kann. Man ist in dieser Gedankenwelt mehrere Tage gefangen und zieht daraus den Schluss, dass tagelange Qualen, die man anfangs erlebt, dauerhaft sein müssen. Doch das stimmt ja gerade nicht! Man gewöhnt sich die Zuckersucht mit der Zeit ab!

Dieses Vertrauen, dass es nach einigen Tagen oder Wochen bergauf geht, kann man nur haben, wenn man den Vorgang einmal (oder mehrmals) selbst erlebt. Ich habe es neulich wieder erlebt, wie es ist, wenn man keine Lust mehr auf Kohlenhydrate hat. Ich hatte das Vergessen und selbst in Frage gestellt, ob es überhaupt geht. Man wird von der eigenen Sucht nach Kohlenhydraten in den Wahnsinn getrieben. Doch dann, nach ein paar Tagen, verschwindet die Lust, wenn man knallhart auf Kohlenhydrate verzichtet.

Bei mir hat das ganz konkret bedeutet, dass alle Kohlenhydrate tabu waren, die nicht schon von Natur aus in unbearbeitetem Blattgemüse stecken. Ich habe mir bei Feldsalat und co. keine Grenzen gesetzt, um natürlich und gesund zu essen. Aber in den Gemüsesorten der Rohkostabteilung sind so wenige Kohlenhydrate drin, dass man seine Kohlenhydratsucht auf diese Weise locker abbauen kann, ohne Angst vor Vitaminmangel zu haben.

Lektion Nummer 1 bei der Abnnehmstrategie: Kohlenhydrate radikal weglassen.

Dann setzt irgendwann das Vertrauen ein, dass der Körper es schaffen kann. Leckere Mahlzeiten halten einen in dieser Zeit bei Laune. Es kann ein einfaches Steak mit Kräuterbutter und Salat sein, oder ein Lachs mit Rührei. Fette sind erlaubt, vor allem in der Übergangszeit, denn obwohl man in dieser Phase sehr gut abnehmen kann, muss man auch ein Bisschen der Tatsache Tribut zollen, dass der Körper sich umstellt und immer noch satt werden will.

Lektion Nummer 2 bei der Abnehmstrategie: Bei Fett und Eiweiß nicht zu sparsam sein.

Diese Umstellungsphase dauert eine Weile. Wenn man richtig gut drin ist, kann man dann anfangen, sich weiter zu minimalisieren. Dann kann es sein, dass ein riesiger, üppiger Salat mit Eiern und Fleisch oder Fisch, bei dem man sich den Magen voll haut, für ganze 24 Stunden reicht. Mir ging es so. Oder man nimmt zwei oder drei Mahlzeiten, die ebenfalls nahezu null Kohlenhydrate und insgesamt wenige Kalorien haben, und verteilt sie weiträumig über den Tag. Oder man isst in der ersten Tageshälfte gar nichts und fängt legt ein Essensfenster auf die Zeit von 13 bis 18 Uhr. All diese Abnehmstrategien sind möglich.


Die Grundlage bleibt Low Carb



Die meisten Menschen finden meinen Blog über meine Anleitung zur Low-Carb-Diät. Falls es Verwirrung gibt, will ich nur sagen, dass diese Anleitung weiterhin Gültigkeit hat. Sie ist besonders für Anfänger sehr gut geeignet und hat mir auch geholfen, hinein zu finden. Wer sich damit sicher fühlt, kann auf jeden Fall gut in die Low-Carb-Lebensweise hinein finden. Es geht aber nicht immer streng um das Befolgen einzelner Schritte, sondern darum, das Gesamtkonzept zu verstehen. Und das ist in erster Linie: Verzicht auf alles, was überflüssig ist. Überflüssig ist alles, was nicht lebensnotwendig ist. Übrig bleiben Vitamine, Mineralstoffe, wichtige Fettsäuren und vor allem Eiweiß, Eiweiß, Eiweiß.

Natürlich werden viele fragen, was mit Kohlenhydraten auf langer Sicht ist. Ob man sich für immer von Nudeln, Kartoffeln und Reis verabschieden muss. Die Antwort lautet: Nein. Man kann wieder zurück gehen, doch man sollte daran in der Anfangsphase keine Gedanken verschwenden. Ein halbes Jahr lang kann man auch mal ohne Kohlenhydrate leben, und das sogar sehr gut.

Mein Ziel: In den ersten Monaten des Jahres will ich im Durchschnitt ein Kilo pro Woche abnehmen. Wie streng ich dabei sein muss, kann ich jede Woche auf der Waage nachprüfen.

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