Kürbiscremesuppe - Das Neue Rezept

Halloween ist inzwischen vorbei, doch die Kürbiszeit hält hoffentlich noch eine Weile an. Ich hatte im Oktober Gelegenheit, mein Kürbissuppenrezept von vor einigen Jahren zu verbessern. Das möchte ich natürlich hier und heute teilen.


Aromatische Kürbiscremesuppe


Kürbiscremesuppe

Inspiriert wurde ich von meiner Reise nach Süddeutschland vor einigen Monaten. Dort gab es Kürbiscremesuppe in einem Restaurant. Ich habe nicht versucht, das Rezept eins zu eins zu übernehmen, sondern meine eigene Kreation zu erschaffen.

Wichtig war mir, nur sehr wenige Zutaten zu benutzen, die dafür viel ausmachen. Und dabei ist folgende Zutatenliste herausgekommen:


  • 1 Hokkaido-Kürbis
  • 1 Packung Schlagrahm 32% Fett
  • Lorbeerblätter
  • Kürbiskernöl
  • Salz, Pfeffer, optional auch etwas Zimt, Muskatnuss oder ähnliche Gewürze


Man kann auch mehrere Kürbisse kaufen und damit mehrere Male das Rezept kochen. Die Packung Schlagrahm, die Lorbeerblätter und das Kürbiskernöl reichen, sobald man sie gekauft hat, für mehrere Mahlzeiten.

Die Zubereitung ist einfach. Beim Hokkaido-Kürbis muss man, entgegen meines Kenntnisstandes von vor einigen Jahren, keine Haut entfernen. Es reicht, wenn man die herausstehenden Stellen am oberen und unteren Rand abtrennt und dann den Kürbis einmal halbiert.

Mit einem großen Löffel kann man dann die Kerne entfernen. Beim Hokkaido-Kürbis muss man generell nichts wegwerfen. Die Kerne spült man über einem Sieb mit Wasser gut aus und löst sie vom Fruchtfleisch. Wenn die Kerne sauber und wieder trocken sind, kann man sie im Ofen rösten. Ich habe hier verschiedene Temperaturen und eine unterschiedliche Dauer ausprobiert, am besten eignet sich offenbar eine Röstung ähnlich wie bei Nüssen, im Bereich oberhalb von 150 Grad für über 30 Minuten. Ich lege absichtlich keine genauen Werte fest, weil ich noch am Experimentieren bin, jedoch empfehle ich, einfach hin und wieder in den Ofen zu schauen. Wenn die Kürbiskerne braun bis schwarz sind und beim Drücken nachgeben, sind sie gut.

Der restliche Kürbis, also das Kürbisfleisch, wird grob in Würfel geschnitten. Es geht hierbei nur darum, dass man den Kürbis gut in einem großen Topf weichkochen kann. Meiner Erfahrung nach geht das mit Würfeln am besten, ohne dass das Fleisch zu sperrig im Topf liegt.

Beim Kochen lasse ich mir bewusst viel Zeit. Es kann die eine oder andere Stunde dabei vergehen und ich benutze sehr wenig Hitze, also nur ein leichtes Blubbern. Zwischendurch, wenn das Fruchtfleisch sehr weich wird, stampfe ich es mit einem geeigneten Küchengerät etwas Zusammen. Es sei noch gesagt, dass ich zu Beginn des Kochvorgangs den Topf mit dem Kürbisfleisch einmal mit Wasser auffülle und hin und wieder im späteren Verlauf noch Wasser ergänze. So kann man Anbrennen gut vermeiden.

Ebenfalls zu Beginn füge ich ein einzelnes Lorbeerblatt bei, welches aber schon nach einer Stunde wieder herausgefischt werden kann. Der Geschmack ist dann schon drin. Auch Gewürze können ergänzt werden, in der Regel etwas Pfeffer und Salz.

Am Wichtigsten bei diesem Rezept ist eigentlich der Serviervorgang. Sobald die Suppe gleichmäßig aussieht und keine ganz groben Stücke mehr übrig sind, gieße ich die Suppe in einen großen Teller und gebe einen Esslöffel Schlagrahm in flüssiger Form dazu. Dadurch ergibt sich die interessante Farbmischung auf dem Foto. Natürlich kann man auch bereits im Suppentopf den Rahm dazugeben oder die Sahne / den Rahm noch etwas artistisch kreisen lassen.

Oben drauf kommen noch knusprig geröstete Kürbiskerne und dann die vielleicht entscheidende Zutat: Kürbiskernöl. Ich bin da sehr großzügig und lasse mehrere Spritzer auf die Suppenoberfläche fallen. Kürbiskernöl ist sehr aromatisch im Geruch, aber im Geschmack sehr mild und entfaltet seine ganze Wirkung erst im Zusammenspiel mit dem Kürbisfleisch in der Suppe, so mein Eindruck.

Wenn man es sich richtig gut gehen lassen will, kann man sicher noch ein geeignetes (Low Carb) Brot dazu nehmen. Aber auch für sich genommen tut die Suppe einfach gut.

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