Abnehmfaktoren: Top 5

Es gibt viele Abnehmfaktoren, als Umstände, die für einen erfolgreichen Gewichtsverlust notwendig sind. Doch aus meiner Erfahrung sind einige wertvoller als andere. Beispielsweise gilt Bewegung allgemein als wichtig, doch ich persönlich finde, dass Sport lediglich das Abnehmen weiter beschleunigt, jedoch nicht zwingend nötig ist, um effektiv abzunehmen.

Ich liste nun die wichtigsten Abnehmfaktoren auf, die aus meiner Sicht Voraussetzung zum Abnehmen sind. Darüber hinaus kann man den Gewichtsverlust sicher noch weiter mit Sport, stoffwechselfördernden Gewürzen und anderen Methoden verbessern.


Abnehmfaktor #1: Stressfreiheit


Abnehmfaktoren
image courtesy of lekkyjustdoit / freedigitalphotos.net

Nach einigem Überlegen über die letzten Monate bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass Stress mehr als alles andere nicht nur das Abnehmen verhindert, sondern sogar zu Gewichtszuwachs führt. Stress blockiert einerseits den Gewichtsverlust, andererseits sorgt er für viel Heißhunger und Lust auf Essen, und das sogar unabhängig von biologischen Faktoren wie Blutzucker.

An dieser Stelle könnte ich jetzt Hinweise geben auf typische Tricks, um mit Stress besser umzugehen, wie Joggen, Meditation, autogenes Training und so weiter. Ich will mich aber nicht über das Stressproblem stellen, als ob es mich nicht selbst betreffen würde. Stress ist schwer zu managen. Es ist durchaus möglich und keine große Niederlage, wenn man in Zeiten besonderen Stresses bei der Ernährung nachlässt.

Meine Strategie, mit Stress umzugehen, ist, die Probleme, die den Stress auslösen, möglichst schnell anzugehen und eine stressfreie Zeit anzusteuern. Es ist viel leichter, eine Diät umzusetzen, wenn man von sich behaupten kann, dass man schwere Alltagssituationen hinter sich gebracht hat und mental stabil ist.


Abnehmfaktor #2: Zuckerunabhängigkeit



Für mich hat sich dieser Faktor als einer der wichtigsten Abnehmfaktoren herausgestellt. Es ist zwar nicht bei jeder Diät notwendig, vollständig unabhängig von Zucker (bzw. Kohlenhydraten) zu sein. Denn Diäten, die auf eine Aufnahme von langkettigen Kohlenhydraten setzen, streichen den Zucker nicht vollständig von der Ernährungsliste.

Für mich persönlich ist die Unabhängigkeit von Zucker jedoch ein wahnsinnig wichtiger Faktor. Wenn ich vorhabe, viel abzunehmen, fange ich zuerst damit an, die Zufuhr an Kohlenhydraten maximal zu drosseln. Nach einer Eingewöhnungsphase von 24 bis 48 Stunden bin ich meistens soweit, dass Heißhunger, Händezittern und andere Blutzuckerprobleme vorüber sind.

Doch weshalb gehört "Zuckerunabhängigkeit" zu den wichtigsten Abnehmfaktoren? Weil genau diese gerade genannten Probleme so schwerwiegend sind, gerade für die Psyche. Wenn man rational denkt, könnte man meinen, dass ein bisschen Heißhunger schon auszuhalten ist. Doch jeder, der schon einmal akuten Heißhunger hatte, kann gut nachvollziehen, dass man beispielsweise im Supermarkt schnell schwach wird. Der logische Verstand hat nichts mehr zu sagen, wenn Heißhunger herrscht. Es zählen nur noch die Gefühle, dieses "ich will!". Und das ist eine Gefahr, die man in den ersten Tagen einer Diät ausschalten sollte, damit sie nicht für Wochen auf einen lauert.

Viele glauben gar nicht, dass es möglich ist, sich von Zucker frei zu machen. Sie denken, dass dieser anfängliche Heißhunger ein Dauerzustand ist. Doch das stimmt nicht. Heißhunger ist ein vorübergehendes Phänomen wie Müdigkeit oder schlechte Laune. Schaltet man die Ursachen aus, hat man keine Probleme mehr.


Abnehmfaktor #3: Hungerfreiheit



Der nächste Punkt auf der Liste der Abnehmfaktoren ist die "Hungerfreiheit", um es mal so auszudrücken. Eigentlich ist dieses Problem relativ banal und eher unnötig, wenn man die Tricks kennt. Doch leider gehört es zum Alltag vieler Menschen mit Übergewicht, sich zu quälen und einen leeren Magen zu haben.

Diese Menschen hungern im wahrsten Sinne des Wortes. Es geht nicht um Appetit, um Schmachten. Hier geht es ganz einfach darum, dass ein Mensch nicht genug im Magen hat. Magenbrummen und sogar Magenschmerzen sind die Folge.

Klar, dass eine Diät auf Dauer keinen Erfolg hat, wenn dieses unangenehme Gefühl anhält. Schön ist aber, dass man Hunger relativ leicht ausschalten kann, und Hunger ist eines der am leichtesten zu lösenden Probleme bei einer Diät.

Für mich hat es sich als sinnvoll erwiesen, auf Eiweiß, viel Flüssigkeitszufuhr (3 Liter und mehr am Tag) und vor allem auf Ballaststoffe zu setzen. Lebensmittel wie Kleie, Konjaknudeln oder Chiasamen sind entweder als Beilage in der Mahlzeit oder als Zusatz im Eiweißshake sehr sinnvoll. Es gibt sogar Rezepte mit dem eindeutigen Ziel, satt zu machen.


Abnehmfaktor #4: Kalorien



Mit den Kalorien ist es so eine Sache: Auf der einen Seite gibt es viele Mythen zu dem Thema und das Kalorienzählen wird fälschlich vereinfacht, auf der anderen Seite ist eine ganz grobe Betrachtung sogar sinnvoll.

Man sollte nicht blind die Kalorien beurteilen. Kalorien aus Eiweiß kann man tolerant sehen, denn Eiweiß ist ein wichtiger Baustein für den Körper und zehrt sogar Energie, was beim Abnehmen hilft. Fett hat zwar viele Kalorien, stört den Blutzucker aber nicht so sehr. Kohlenhydrate würde ich persönlich eher meiden, weil sie den Blutzucker und den Gewichtsverlust stören können.

Es kommt also immer auf die Betrachtung der Lebensmittel an. In einem Punkt jedoch sehe ich die Kalorien inzwischen als nicht ganz unwichtig an, und zwar, wenn es darum geht, eine Tendenz zu sehen. Wer komplett low carb lebt, nimmt wahrscheinlich nicht ab, wenn zu viel Fett in Form von Öl und Käse konsumiert wird.

Allerdings zähle ich die Kalorien selber nicht. Aber es ist meiner Meinung nach schon wichtig, in etwa einschätzen zu können, ob man 1000, 2000 oder 3000 Kalorien am Tag zu sich nimmt.


Abnehmfaktor #5: Vitalwerte und/oder Muskelmasse



Es gibt einen harten Kern von Bloglesern, die berichten, dass sie nicht abnehmen können, obwohl sie alle hier genannten Tipps beachten. An dieser Stelle fällt es mir meistens schwer, Ferndiagnosen zu stellen, vor allem, weil ich dafür nicht qualifiziert bin.

Allerdings vermute ich bei vielen Leuten stark, dass schlechte Vitalwerte im Weg stehen, allen voran die Schilddrüsenwerte, die den Stoffwechsel stark bestimmen. Ein festgefahrener Stoffwechsel, zum Beispiel verursacht durch zu radikales Abnehmen, kann eine Rolle spielen. Auch bestimmte Mängel an einigen Vitaminen und Mineralstoffen können das Gesamtbild so ins Wanken bringen, dass bestimmte Prozesse im Körper einfach nicht mehr so reibungslos ablaufen können. Wenn das passiert, sollte man einige Zeit von der Diät Abstand nehmen und umso mehr in Gemüse, Obst und vielleicht Nahrungsergänzungsmittel investieren.

Auch die Muskelmasse spielt eine Rolle. Durch falsches Abnehmen, zum Beispiel wochenlanges Hungern mit geringer Eiweißzufuhr, kann die Muskelmasse so stark sinken, dass wenig Energie verbrannt wird. Jedes Kilo Muskeln liefert weitere Motoreneinheiten, die unseren Körper befeuern. Und diese Muskeln verbrachen viel Energie. Sitzendes Fett am Bauch benötigt diese Energie nicht. Insofern kann Sport eben doch sinnvoll sein, aber eben indirekt - nämlich nicht zum Abnehmen, sondern um die Grundvoraussetzungen zum Abnehmen zu ermöglichen.


Fazit



Die drei wichtigsten Faktoren, die ich weiter oben genannt habe, scheinen mentaler Natur zu sein. Es sollte jedoch bedacht werden, dass sich diese Faktoren zumindest teilweise durch eine gut eingestellte Lebensführung beeinflussen lassen. Gerade die Zuckersucht lässt sich beheben, wenn man besonders am Anfang einer Diät komplett auf Kohlenhydrate verzichtet.

Natürlich ist diese Zusammenstellung subjektiv und basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen. Wie sieht es bei euch aus? Was sind eure wichtigsten Abnehmfaktoren?

1 Kommentar:

  1. Hallo Michael,
    ersteinmal möchte ich mich bedanken, noch nie hat mich jemand derartig motiviert und mir einen, auch für mich möglichen, Weg zur Abnahme gezeigt.
    Ich bin Ende 40, habe schon viel und oft Gewicht reduziert...und mir dann noch mehr wieder angefressen.
    Eigentlich wollte ich garnicht abnehmen, sondern nur meinen Blutzucker unter Kontrolle bringen,- geht bei mir offentsichtlich nur low carb.
    Ich muss auf Grund einer rheumatischen Erkrankung seit Jahren Cortison nehmen und wurde immer runder und unzufriedener, die Diabetes immer heftiger und ich war am Verzweifeln.
    Durch das lockere Angehen, was du hier vermittelst, habe ich Spass an der Ernährung gefunden, ich kann mich satt essen und habe schon fast 15kg verloren, nun bin ich "nur" noch 13kg vom Normalgewicht entfernt.
    Das Gefühl von Verzicht hat nur ein paar Tage gehalten, wenn Mann und Kinder Nudeln oder Brötchen gegessen haben (ich hab fast gesabbert xD), durch das Eiweißmüsli, Xylit und Filinchen low carb, Erdbeeren und manchmal einen Pfirsich muss ich wirklich auf nichts verzichten und nehme pro Woche ca. 1kg ab.
    Ich esse mich wirklich satt und kann nicht nur Medikamente reduzieren, sondern habe jetzt auch Lust auf mehr Bewegung, das wäre nicht passiert, wenn du mit der Sportfahne gewedelt hättest.
    Ob man Stress hat oder nicht, kann man sich nicht aussuchen,- aber ob man sich selbst Stress macht schon.
    Es gibt Lebensmittel, bei mir sind es Milch und Chilisauce (nicht zusammen, don`t panic) auf die kann, will und werde ich nicht verzichten... und es funktioniert trotzdem.
    Der wichtigste Abnehmfaktor für mich ist, dass ich trotzdem lecker essen und geniessen kann, keine Regel ohne Ausnahme.
    Ich versuche unter 30g KH zu bleiben, aber wenn es unter 50g sind, ist das auch okay :)
    Die Leichtigkeit deiner "Diät" hat sich auf mich übertragen. Danke!
    LG, Kathrin

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