Früchte Statt Süßigkeiten - Die Alternative Zu Schokolade Und Co.

Vor allem während kohlenhydratreduzierten Diäten spürt man es besonders, dass einem Zucker fehlt. Neben einer körperlichen Abhängigkeit, die man sich während der Low-Carb-Diät abtrainieren kann, verbleibt oft eine psychische Abhängigkeit. Zwar kann man diese ebenfalls loswerden, doch die Gefahr für "Rückfälle" bleibt.

Ab und zu ist es sicher legitim, wenn man Kohlenhydrate in bestimmter Form in sein Leben lässt. Dabei will man aber leckere Kohlenhydrate haben, also nicht den Restwert an Kohlenhydraten, der zum Beispiel in Kleie vorhanden ist. Es soll süß schmecken und das Belohnungssystem im Gehirn ansprechen. Warum also kein Obst?


Obst - Früchte statt Süßigkeiten


Zwetschgen als Süßigkeit
Zwetschgen als Alternative

Obst wird oft in einem Topf geschmissen mit Süßigkeiten, wenn man die Low-Carb-Diät macht. Das Motto dabei: Alles ab einem bestimmten Gehalt an Kohlenhydraten ist tabu. Das birgt jedoch die Gefahr, dass man zu perfektionistisch denkt und seine Diät so lange und so knallhart durchziehen will, bis die Psyche komplett einbricht und man sich nicht mehr kontrollieren kann.
Es gibt Obstsorten, die man stattdessen nehmen kann. Streng genommen ist Obst für die Low-Carb-Diät nicht so gut geeignet, zumindest die meisten Sorten nicht. Man muss aber alles relativ sehen, und etwas Obst mit einem Gefühl von Genuss ist besser als die spätere Schokolade mit Schuldgefühlen.

Früchte haben dabei besondere Vorteile. Denn für Obst gelten einige Dinge, die abgesehen vom Zuckergehalt zu beachten sind:

  • Obst hat Vitamine, Mineralien und Sekundäre Pflanzenstoffe (Süßigkeiten eher nicht)
  • Viele Obstsorten sind stark wasserhaltig, was den Magen schneller voll macht
  • Einige Früchte haben Ballaststoffe, was extra sättigt
  • Die ungünstige Killer-Kombination aus Kohlenhydraten und Fett kommt bei Eiscreme, Schokolade und co. oft vor, bei Früchten aber nicht (die meisten Obstsorten sind süß und fettarm, die Avocado ist das Gegenbeispiel - fettreich und kohlenhydratarm)

Besonders der letzte Punkt könnte für einige Leser entscheidend sein. Es spricht sich schon seit einigen Jahren herum, dass eben nicht nur Kohlenhydrate oder nicht nur Fett gefährlich sind, sondern gerade die Kombination aus beiden. Das ist ja auch der Grund, weshalb sowohl eine Low-Fat- als auch eine Low-Carb-Diät und ebenso Trennkost erfolgreich verlaufen können. Der scheinbare Widerspruch zwischen low fat und low carb ist nämlich gar keiner. Der Erfolg liegt darin, dass man Kohlenhydrate und Fette nicht mischt.


Mit Obst die Lust auf Süßes abfedern



Wenn es richtig heftig kommt, bin ich froh, wenn ich mir wenigstens ein wenig süßes Obst gönnen kann. Besonders in stressigen Lebensphasen kann man sich nicht immer kontrollieren. Die perfekt geplante Diät funktioniert dann einfach nicht. Wir sind emotionale Wesen und reagieren auch so!

Also dann lieber Obst. Notfalls so viel wie nötig. Macht eher satt als Süßigkeiten, hält länger satt als diese, und verursacht nicht diese fürchterlichen Blutzuckerabstürze wie bei massenhaft Schokolade.

Bei mir sind es momentan die Zwetschgen. Spätsommer ist eine gute Zeit dafür, da werden sie gerade süß.

Übrigens kann man mit Obst auch prima den Einstieg in die Low-Carb-Diät schaffen. Also die besonders schwere Phase von massig Nudeln und Brot zu der Phase mit weniger als 100 Gramm (50 Gramm, 30 Gramm, wie man es möchte) Kohlenhydraten pro Tag. Einfach ein paar Tage immer dann Obst essen, wenn man sehr müde und schlapp wird. Nach einigen Tagen hat man sich die Kohlenhydratmast abgewöhnt.

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