Body Attack Protein Pudding Im Test

Um etwas Abwechslung in eine eiweißreiche Ernährung zu bringen, kann man anstelle eines Eiweißshakes einen Protein-Pudding zu sich nehmen. Solche sättigenden Mahlzeiten kann man selber machen (zum Beispiel in Form eines Sattmachers für 6 Stunden), alternativ gibt es bereits eine Fertigmischung wie den Body Attack Protein Pudding, den ich heute teste.


Was ist der Body Attack Protein Pudding?


Body Attack Protein Pudding
Body Attack Protein Pudding

Diese Puddingmischung sieht auf den ersten Blick wie ganz normales Eiweißpulver aus. Die Ähnlichkeiten zu einem Eiweißshake lassen sich anhand der Inhaltsstoffe und Nährwerte, die ich gleich noch nennen werde, erahnen. Dennoch hat der Body Attack Protein Pudding verschiedene Verdickungsmittel, die in Eiweißpulver normalerweise nicht vorkommen.
Genau diese Zutaten machen den Unterschied aus und sorgen damit für mehr Sättigung, als dies bei einem gewöhnlichen Shake der Fall wäre.


Inhaltsstoffe und Zutaten



An erster Stelle steht Milcheiweiß, welches 84,2 Prozent der Masse ausmacht. Da es sich um einen Schokopudding handelt, sind noch 8 Prozent Kakaopulver enthalten, außerdem 2,5 Prozent Molkeneiweiß-Konzentrat. Die weiteren Zutaten sind:

  • Verdickungsmittel (Natriumalginat, Natriumcarboxymethylcellulose, Guarkernmehl, Xanthan)
  • Aroma
  • Emulgator (Soja-Lecithin)
  • Calciumphosphat
  • Süßungsmittel (Acesulfam K, Sucralose)
  • Speisesalz
  • Festigungsmittel (Calciumsulfat)
  • Stabilisatoren (Dinatriumphosphat, Tetranatriumdiphosphat)
  • Pflanzliches Öl (Palmöl)
  • L-Ascorbinsäure
  • Nicotinamid
  • DL-alpha-Tocopherylacetat
  • Calcium-D-Pantothenat
  • Riboflavin
  • Pyridoxinhydrochlorid
  • Zinkoxid
  • Thiaminmononitrat
  • Pteroylmonoglutaminsäure
  • D-Biotin
  • Cyanocobalamin

Was für viele zunächst nach viel Chemie klingt, sind in Wirklichkeit fast zur Hälfte Vitamine und Mineralien, die angereichert wurden, um das Produkt attraktiver wirken zu lassen. Bei der anschließenden Nährwerttabelle werden diese Vitamine (Ascorbinsäure = Vitamin C, Riboflavin = Vitamin B2 etc.) unter ihren allgemein bekannten Namen aufgeführt.

Nährwerte pro 100 Gramm Protein Pudding
Kalorien 363 kcal
Fett 3,0 g
-davon gesättigte Fettsäuren 1,4 g
Kohlenhydrate 3,4 g
-davon Zucker 1,4 g
Eiweiß 79,3 g
Salz 0,5 g
Laktose 0,3 g
Vitamin C 80 mg
Niacin 16 mg
Vitamin E 12 mg
Panthothensäure 6 mg
Vitamin B6 1,4 mg
Vitamin B2 1,7 mg
Vitamin B1 1,1 mg
Folsäure 200 mcg
Biotin 56 mcg
Vitamin B12 7,2 mcg
Zink 5 mg

An dieser Stelle erwähne ich gleich mal, dass die Vitamine aus meiner Sicht vor allem Kosmetik sind. Zwar ist es schön und gut, etwas Zink und andere Vitalstoffe aufzunehmen, die Mengen sind aber ziemlich gering und sind nicht im Vergleich zu einem starken Multivitamin.

Die Nährwerte sehen aber gut aus: 3 Gramm Fett, 3,4 Gramm Kohlenhydrate, über 79 Gramm Eiweiß. Und all das pro 100 Gramm. Nicht einmal ein Drittel davon (30 Gramm) werden pro Shake...äh...Pudding verwendet.

Damit kommen wir schon beim nächsten Punkt an, nämlich der Zubereitung und den daraus resultierenden Unterschieden zu einem Eiweißshake.


Zubereitung, Dosierung und Anwendung



Der Body Attack Protein Pudding wird zunächst ganz typisch wie ein Eiweißshake dosiert. In der kleinen Dose befindet sich neben dem Pudding-Pulver auch ein Messlöffel. Frei nach Gefühl kommen 1,5 Löffel hiervon in ein Gefäß mit Wasser oder Milch (200 ml).

Es wird an dieser Stelle empfohlen, den Inhalt dann zu verrühren. Meiner Erfahrung nach ergibt dies jedoch ein unbefriedigendes Ergebnis, weil das Durchmischen nicht sehr gut funktioniert und in einer Klumpenbildung endet.

Besser ist die Zubereitung genau wie bei einem Eiweißshake. Bestenfalls also mit einem Eiweißshaker, als Alternative geht auch ein Schneebesen.

Am Ende wird der noch flüssige Inhalt in ein Glas oder Schälchen gegeben - das hängt ganz davon ab, ob man den Pudding eher trinken oder löffeln will.


Und der Unterschied zum Shake?



An dieser Stelle wird es interessant. Zunächst war mein Eindruck ein klares Fail - Da schien nämlich ein stinknormaler Eiweißshake herauszukommen, obwohl ich die Dosierung penibel eingehalten hatte. Doch siehe da: nach wenigen Augenblicken wandelte sich der flüssige in einen etwas festeren Zustand um. Die Flüssigkeit dickt an und wird damit tatsächlich zum Pudding.

Zuständig für das Andicken sind die enthaltenen Zutaten, nämlich Verdickungsmittel und Festigungsmittel (siehe Abschnitt Inhaltsstoffe und Zutaten). Gleichzeitig ist dieser Pudding noch nicht so dick, dass man ihn mit einem Löffel essen muss. Man kann ihn weiterhin langsam trinken.

Geschmacklich ist der Body Attack Protein Pudding einem Eiweißshake mit Schokoladengeschmack sehr ähnlich. Der einzige Unterschied beim Geschmacksempfinden liegt in der Konsistenz, was auch für die Sättigung interessant ist, denn eine etwas dickflüssigere Konsistenz legt sich besser auf den Magen als ein dünnflüssiger Shake, der im schlimmsten Fall nach weniger als einer Stunde wieder durch den Verdauungstrakt durch ist.


Wie sinnvoll ist der Protein Pudding?



Verschiedene Menschen werden unterschiedliche Erfahrungen mit diesem Pudding machen. Was ich ganz klar vorab sagen kann, ist, dass der Pudding nur für diejenigen Menschen geeignet ist, die auch Eiweißshake vertragen und mögen. Denn die Unterschiede zu den Shakes sind einfach zu gering, als dass man einen Shake-Hasser zu einem Liebhaber des Protein Puddings machen könnte.

Auch ansonsten sind die Unterschiede zu Eiweißshakes einfach nicht überragend. Eine kleine Variation bietet der Pudding aber dennoch, denn der Zustand ist fester als bei einem Shake, und wer sich die Mühe macht und vielleicht noch einige Ballaststoffe in den Pudding mischt, erhöht sowohl die Sättigung als auch den Verdickungsfaktor.

Was bleibt als Eindruck? Nun, meine Kritik bezieht sich vor allem darauf, dass man nicht mehr aus diesem Protein Pudding gemacht hat. Wer meine Sattmacher und meine Artikel über Ballaststoffe kennt, weiß, dass man schon mit einfachen Mitteln wie Magerquark, Aromastoffen und eben Kleie und co. sehr viel machen kann und lange satt wird. Die entscheidende Frage ist deshalb: Habe ich genug Lust und Zeit, meinen Pudding selber zu machen? Wenn die Antwort ja ist, dann ist der Protein Pudding aus meiner Sicht überflüssig und kann mit Eiweißpulver und ein paar einfachen Zutaten leicht nachgemacht werden.

Wer direkt nach der Arbeit mehr als nur einen Eiweißshake will, für den ist der Body Attack Protein Pudding aber möglicherweise doch eine interessante Lösung, zumindest kann man ihn ja mal ausprobieren. Die Zubereitung ist genauso einfach wie bei einem Eiweißshake, liefert aber ein klein wenig mehr Sättigung und kann bei Bedarf mit weiteren Zutaten angereichert werden (Low Carb Müsli käme mir da zum Beispiel in den Sinn).


Den Body Attack Protein Pudding gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, ich habe meinen von Amazon gekauft.

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