Hungerfrei Abnehmen Mit 5 Arten Von Lebensmitteln

Es ist ein Traum vieler Menschen mit Übergewicht: Hungerlos Abnehmen. Den ganzen Tag frei von Hunger sein und die Pfunde schmelzen lassen. Eine Illusion?

Mein letzter Artikel über die Fressdiät hat es bereits angedeutet: Ich beschäftige mich zur Zeit intensiv mit der Idee, die meiste Zeit satt zu sein und trotzdem Gewicht zu verlieren. Wenn man sich diese beiden Elemente anschaut, satt sein und Gewicht verlieren, dann kann man sich eigentlich schon ausrechnen, worauf diese Überlegung hinauslaufen muss.


Kaloriendefizit und voller Magen


Hungerlos abnehmen
image courtesy of marin / freedigitalphotos.net

Wer meinen Blog kennt, weiß, dass ich nicht nur auf Kalorien Wert lege. Man muss alle Nährstoffe berücksichtigen und richtig einordnen. Dennoch: Die Grundidee ist richtig. Wer weit über seinem Kalorienbedarf lebt, nimmt in der Regel zu, und wer weit darunter liegt, nimmt ab.

Gleichzeitig will man satt sein. Wenn man hungerfrei abnehmen will, muss man also einerseits so oft und so viel essen, dass man sich gesättigt fühlt, andererseits muss das Essen unterhalb einer gewissen Kalorien-Schwelle liegen. Und diese Grenze soll nicht überschritten werden.


5 Arten von Lebensmitteln



Um hungerlos abnehmen zu können, haben wir fünf Sorten von Nahrungsmitteln zur Verfügung, die uns diesem Ziel näher bringen:

  • Lebensmittel, die verhältnismäßig wenig Kalorien haben
  • Lebensmittel, die ein sehr hohes Volumen aufweisen
  • Lebensmittel, die sich im Magen ausbreiten
  • Lebensmittel mit massivem Wassergehalt
  • Lebensmittel mit viel Eiweiß

Der Unterschied zwischen den einzelnen Nahrungsmittel-Arten sei hier nur kurz erklärt:

Lebensmittel mit wenig Kalorien fallen uns im Supermarkt meistens nicht auf. Sie sind häufig nicht als besonders oder außergewöhnlich erkennbar. Allein vom Aussehen her können wir sie meistens nicht erkennen. Durch ein wenig Recherche kann man aber schnell solche Nahrung finden. Beispiel: Grüne Bohnen.

Lebensmittel mit hohem Volumen erkennen wir nach der einfachen Faustregel, dass sie sehr leicht sein müssen und viel Platz für wenig Gewicht in Anspruch nehmen. Je länger man braucht, um beispielsweise 100 Gramm eines solchen Lebensmittels zu essen, umso voluminöser sind sie. Beispiel: Popcorn-Mais.

Lebensmittel, die sich im Magen ausbreiten, tun dies meistens wegen der enthaltenen Ballaststoffe. Solche Nahrungsmittel sind sehr leicht erkennbar anhand der Nährwertangaben auf der jeweiligen Verpackung. Es lohnt sich einerseits, Obst und Gemüse mit vielen Ballaststoffen zu essen, andererseits darf man aber auch gerne mal zu speziellen Ballaststoff-Giganten greifen, die hauptsächlich dafür da sind, im Magen für Volumen zu sorgen. Beispiel: Chia-Samen.

Lebensmittel mit sehr hohem Wassergehalt triefen nur so vor Wasser. Man meint, sehr viel Essen zu sich zu nehmen, in Wirklichkeit trinkt man aber mehr, als man isst. Diese Art von Nahrung hilft bei der Hydrierung des Körpers, gleichzeitig bleibt wenig übrig, was der Körper in die Fettpolster integrieren könnte. Beispiel: Wassermelone. Auch Suppen sind ein guter Tipp.

Lebensmittel mit viel Eiweiß sorgen dafür, dass biochemische Signale an das Gehirn geschickt werden, die Sättigung signalisieren. Proteine sind nämlich die wichtigsten Bausteine des Körpers und werden ständig benötigt. Wenn man sich darauf konzentriert, Eiweiß zu sich zu nehmen und unnötigen Zucker oder ungesunde Fette wegzulassen, profitiert man in vielerlei Hinsicht. Deswegen gehe ich persönlich so vor, dass Eiweiß bei mir an allererster Stelle kommt, wenn ich etwas zu mir nehme. Bis diese Signale im Gehirn ankommen, dauert es eine Weile, deshalb nehmen wir mehrere Möglichkeiten zur Sättigung in Anspruch und verlassen uns eben nicht nur auf eiweißreiche Lebensmittel! Dennoch sollte Eiweiß in jeder Mahlzeit vorhanden sein. Beispiele: Eiweißpulver, Fleisch, Fisch, Eier.


Die richtige Balance finden



Will man hungerfrei zum Zielgewicht kommen, lohnt es sich auf jeden Fall, weiterhin auf die Nährwerte zu achten und einen guten Kompromiss zwischen den einzelnen Lebensmitteln zu finden. Popcorn-Mais besteht zu 50 bis 65 Prozent aus Kohlenhydraten, hat aber wenig Einfach-Zucker. Man braucht sehr lange, um 100 Gramm Popcorn zu essen, verglichen mit einer 100-Gramm-Tafel Schokolade. Aber das bedeutet nicht, dass man eine Mahlzeit gleich mit Popcorn starten sollte. Deshalb hierzu einige Überlegungen.

Man sollte anfangs versuchen, den Hunger vernünftig zu stillen. Also gute, gesunde Lebensmittel zu essen. Beispielsweise kann fettarmes Fleisch zusammen mit grünen Bohnen und etwas Kräuterbutter bereits dafür sorgen, dass man sättigendes Eiweiß zu sich nimmt und durch die Bohnen Kalorien spart. man könnte zusätzlich noch einen pflanzlichen Smoothie trinken, der neben Obst auch noch Chia-Samen, Dinkelkleie oder Konjakmehl beinhaltet. Als Nachtisch könnte man dann zum Popcorn greifen, so dass der Magen schon bald nach der Hauptmahlzeit beginnt, voll zu werden und Sättigung zu signalisieren.

Wer möchte, kann gerne einmal die verschiedenen Möglichkeiten ausprobieren und kalorienarme Nahrungsmittel, volumenreiche Nahrung, blähende Ballaststoffe und Wasserträger kombinieren. Und vorneweg vielleicht ein Eiweißshake?

Gerade beim Kalorienzählen bitte ich aber drei Dinge zu bedenken:

  • Kalorien aus Eiweiß kann man ignorieren, denn erstens lassen sich diese Kalorien nicht so leicht zu Energie verstoffwechseln wie aus Kohlenhydraten und Fett, und zweitens ist Eiweiß einer der Grundpfeiler beim Abnehmen
  • Fett liefert viele Kalorien, macht aber satt und stört den Blutzuckerspiegel nicht
  • Kohlenhydrate liefern so wenig Kalorien wie Eiweiß, können aber in großen Mengen zu Heißhunger (=Appetit) führen.

Deshalb: Immer eine gute Balance finden, so dass man hungerfrei lebt, aber auch keinen unnötigen Appetit entwickelt.

Wenn man den Hunger und den Appetit im Griff hat, hat man bereits einen Meilenstein im Kampf um einen schlankeren Körper erreicht.

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