8 Psychotricks Beim Abnehmen

Psychologische Tricks können den Gewichtsverlust ordentlich voranbringen, denn es ist ja nicht der Magen, der uns beim Abnehmen aufhält, sondern das Gehirn, was uns immer wieder überredet, doch noch etwas mehr zu essen, Süßigkeiten zu konsumieren oder die Diät einfach mal auf später zu verschieben. Mit meinen Psychotricks beim Abnehmen ist es möglich, diesen Teufelskreis zu unterbrechen.

Die folgenden Tipps und Tricks sind vielleicht nicht immer nur psychologischer Natur, sondern haben auch etwas mit Verhalten und Angewohnheiten zu tun, letztendlich dienen sie aber dazu, dass man sich nicht vom Kopf austricksen lässt und stattdessen die Oberhand gewinnt.


Psychotricks für den Gewichtsverlust


Psychotricks beim Abnehmen
Image courtesy of smokedsalmon / freedigitalphotos.net

Die folgenden psychologischen Tricks helfen dabei, sowohl die Kalorien als auch die Nährstoffe (Stichwort Low-Carb-Diät) im Auge zu behalten.

Erst essen, dann denken


Wie bitte?! Sollte es nicht anders herum sein? Nein! Zumindest in diesem Fall. Denn in manchen Situationen ist es gerade das impulsive Nachdenken, welches uns einen Strich durch die Rechnung macht. Ein möglicher innerer Monolog könnte dann zum Beispiel so aussehen:

Verstand: Ich sollte jetzt einen Eiweißshake mit Wasser und vielen Ballaststoffen zu mir nehmen...
Bauchgefühl: Aber eine Pizza wäre doch total lecker!
Verstand: Das geht nicht, die hat viele Kalorien, eine ungünstige Kombination von Fett und Kohlenhydraten und mein Blutzuckerspiegel wird danach noch mehr Appetit erzeugen.
Bauchgefühl: Aber die ist so super schmackhaft! Du kannst es dir doch leisten. Nimm doch einfach nächste Woche ab!
Verstand: Naja, stimmt auch wieder...

Wer hier zu viel nachdenkt, hat eigentlich schon verloren. Meistens bleibt es dann nicht bei der einen Pizza und man nimmt über den Tag noch mehr Essen zu sich, weil man bereits mit seinen Vorsätzen gebrochen hat. Das kann im schlimmsten Fall den ganzen Tag, die ganze Woche oder sogar den ganzen Monat mit runter ziehen.

Besser ist es da, gute Voraussetzungen zu schaffen und schnell zu handeln. Das heißt ganz konkret: Wenn ich nach Hause komme, müssen die gesunden Lebensmittel, die ich zum Abnehmen brauche, schon bereit sein. Wenn ich sie mir erst mühsam zusammensuchen muss, gebe ich auf und esse lieber was Schnelles. Gleichzeitig muss ich meinen Eiweißshake (meinen Salat, meine kalorienreduzierte Mahlzeit etc.) schnell zu mir nehmen, damit ich es mir nicht noch anders überlegen kann. In manchen Fällen ist es tatsächlich besser, erst zu essen und dann zu denken. Wenn man das, was man von vornherein essen wollte, dann im Magen hat, kann die Sättigung schnell eintreten und man denkt nicht weiter an sündige Mahlzeiten.

Korrekt einkaufen


Zu den Psychotricks beim Abnehmen gehört auch, mit den Versuchungen der Supermärkte klar zu kommen. Hier sind zwei Dinge wichtig: Ohne Hunger einkaufen und vor allem keine Sünden einkaufen.

Wenn man bereits mit einer Grundstimmung einkaufen geht, bei der das Bauchgefühl entscheidet, landet man, ohne es überhaupt zu merken, im Autopilot-Modus. Es gibt dann keine Rechtfertigung, die nicht gut genug ist. Selbst das trotzige "Ich will aber Pizza, sonst sterbe ich" ist ausreichend und wird als Grund anerkannt. Deshalb: Am besten nach einer Mahlzeit einkaufen, dann kann man klar und rational entscheiden, was man will. Und am besten kauft man von vornherein mit Einkaufsliste und hält sich daran.

Wenn man dann einkaufen geht, sollte man sich nicht Sachen mit nach Hause nehmen, für deren gemäßigten Verzehr man viel Disziplin braucht. Wenn ich zum Beispiel eine große Packung Schokolade kaufe, kann ich davon ausgehen, dass die nach 24 Stunden nicht mehr da ist. Da nützt mir leider keine vorherige Aufteilung und Planung nach dem Motto "Wenn ich zwei Riegel am Tag nehme, reicht es bis...". Nein. Klappt bei mir nicht. Wer so etwas kann: Glückwunsch!

Es gibt Menschen, die sogar nachts noch zur Tankstelle fahren, wenn sie plötzlich Lust auf Essen haben. Das halte ich jedoch für die Ausnahme. Für alle anderen gilt: Wer sich nicht die Wohnung mit Süßigkeiten voll packt, der hat einfach nichts, womit er seine Diät gefährden kann.

Kaugummi und Co. nutzen


Leider ist es nicht zu leugnen, dass uns manche Speisen quasi dazu zwingen, danach etwas Süßes zu essen. Betroffen sind meistens Mahlzeiten mit einem starken Umami-Geschmack. Besonders deftige Tomaten-, Pilz- und Fleischgerichte lösen den Wunsch nach Süßem als Nachtisch aus.

Hier lohnt es sich, die beiden vorigen Psychotricks zu nutzen. Zunächst einmal kaufen wir korrekt ein, indem wir Süßes links liegen lassen, dafür aber Kaugummi in den Einkaufswagen legen. Als nächstes: Nicht denken, sondern essen. In diesem Fall: Kauen. Sobald man die deftige Mahlzeit gegessen hat, sofort den Kaugummi kauen und nicht lange über die fehlende Schokolade jammern. Schon nach ein paar Sekunden ist das Geschmacksempfinden neutralisiert.

Neben Kaugummi erfüllen auch noch andere kalorienfreie Wege diesen Zweck: Zähneputzen oder Mundspülung zum Beispiel. Wenn man einen Kaugummi mit einer halben Tafel Schokolade vergleicht, kann man aufs Jahr gerechnet unglaublich viel Körperfett einsparen. Daher lohnt sich dieser Psychotrick auf jeden Fall.

Nur einmal pro Woche wiegen


Manchmal machen wir es uns selbst unnötig schwer. Wer sich mehrfach pro Woche wiegt, setzt sich selbst unnötig unter Druck. Es ist nämlich nicht so, dass man jeden Tag konstant abnimmt. Unterschiedliche Faktoren spielen eine Rolle. Vielleicht hat man am Tag zuvor einen großen Salat gegessen, der noch im Magen liegt, oder man war schon zwei Tage nicht mehr "groß" auf Toilette. Kann auch sein, dass man viel getrunken hat, all diese Dinge können beim Körpergewicht eine Rolle spielen.

Um den gewünschten Gewichtsverlust im Auge zu behalten, ist es wichtig, sich nur einmal pro Woche zu wiegen. Immer zur gleichen Zeit am selben Tag der Woche. Die Gewohnheiten sollten dabei dieselben ein. Also ob man unbekleidet oder leicht bekleidet auf die Waage steigt, ob man vorher auf Toilette war und so weiter. Man sollte außerdem eine elektronische Körperfettwaage nutzen. Die sind günstig zu kaufen und liefern wertvolle Hinweise darauf, wo das Gewicht möglicherweise zugenommen hat.

Also: Um Stress zu vermeiden, einmal pro Woche wiegen. Wer sich nämlich zu oft wiegt, bremst damit seinen Gewichtsverlust durch zu viel Stress.

Viel trinken


Was zunächst relativ banal klingt, kann trotzdem ein wertvoller Psychotrick beim Abnehmen sein. Es geht mir nicht darum, zu sagen, man soll brav seine zwei Liter am Tag trinken. Es dürfen nämlich auch mehr sein. Wie wäre es mit 3 Litern statt 2? Das ist eine Steigerung um 50 Prozent. Wetten, dass das bei der Kalorienbilanz einen Unterschied macht? Denn wenn der Magen durch so viel völlig kalorienfreie Flüssigkeit über den Tag hinweg gefüllt ist, dann gibt es weniger "Gemurmel" im Magen. Ein voller Magen bedeutet fast immer Ruhe vor Hunger und Appetit.

Das soll nicht heißen, dass wir den Magen nur noch mit Wasser füllen sollen. Aber hier und da spart man sich durch viel Trinken sicher ein paar Kalorien.

Mit Wasser dem Magen vorgaukeln, er hätte ordentlich was zu verarbeiten... einer der klassischen Psychotricks beim Abnehmen, der sogar richtig was bringt!

Familienmanagement beim Essen


Besonders Mütter haben häufig Probleme beim Abnehmen. Aber auch bei Ehepartnern oder in einer Beziehung kann dieser Punkt hier wichtig sein. Es geht darum, wie man seine Mahlzeiten abstimmt, wenn man normalerweise mit anderen Menschen zusammen isst.

Oft heißt es nämlich "was essen wir heute?", und an diesem Punkt entsteht zunächst einmal ein Druck von außen, etwas "liefern" zu müssen, gleichzeitig sind die anderen Menschen gar nicht auf Diät. Also werden meistens die eigenen Vorsätze über Bord geworfen und man isst eine normale Mahlzeit, die einem aber eigentlich die eigenen Pläne durchkreuzt.

Wie kann man damit umgehen? Zunächst einmal wäre es überlegenswert, ob man das Kochen den anderen Personen überlässt. Das muss man ja nicht immer selber machen. Außerdem darf man um Verständnis werben, dass man lieber seine eigenen Mahlzeiten zu sich nehmen will. Vielleicht kann man auch seine Mahlzeit etwas früher zu sich nehmen, um nicht von leckerem, aber mit Fett und Kohlenhydraten vollgeladenen Essen verführt zu werden. Dann ist man schon in der Sättigungsphase, wenn die anderen erst mit dem Essen anfangen.

Ich halte es jedenfalls so, dass ich meiner Frau sage, dass sie selbst für ihre Ernährung zuständig ist, solange ich abnehme. Dadurch bin ich an keine festen Uhrzeiten gebunden, kann meine Eiweißshakes zu mir nehmen, und werde meistens nicht vom Anblick leckerer Mahlzeiten konfrontiert. Außerdem lüfte ich ganz gerne, wenn es nach Essen riecht, damit es mir nicht die Sinne vernebelt.

Autosuggestion


Ähnliche wie der letzte Punkt, der gleich noch kommt, ist Autosuggestion eine rein mentale Angelegenheit. Man spricht sich selbst Mut zu, redet sich quasi ins Gewissen. Die Wirkung auf das Unterbewusstsein ist erstaunlich.

Autosuggestion ist ganz einfach, funktioniert aber in beide Richtungen. Wer sich selbst immer schlecht geredet hat, der wird tief im Unterbewusstsein genau daran glauben. Umgekehrt kann man aber auch fröhliche, kristallklare Botschaften an das Unterbewusstsein senden: Ich kann das! Ich schaffe das! Jetzt nehme ich richtig ab! All diese Botschaften können den eigenen Willen, aber auch die unterbewusste Haltung dazu stärken.

Sinnvoll ist auf jeden Fall, die Botschaften ins Hier und Jetzt zu transportieren. Also statt "ich werde in drei Monaten gut aussehen" lieber "ich sehe gut aus, mein Körper verwandelt sich!".

Visualisierung


Der letzte der heute genannten Psychotricks beim Abnehmen ist die aktive Visualisierung. Viele psychologische Tricks zielen hauptsächlich auf das Verhalten ab, doch dieser hier ist sehr einfach und erfordert nur, dass man sich gedanklich mit sich selbst beschäftigt.

Und das funktioniert so: Abends, wenn man im Bett liegt, stellt man sich vor, wie man einmal aussehen wird, wenn man sein Wunschgewicht erzielt hat. Es geht hierbei darum, sich vollständig den positiven Gedanken hinzugeben. Die ideale Vorstellung hierbei ist, so zu denken, als hätte man sein Zielgewicht bereits erreicht.

Wenn man diese Visualisierungstechniken kurz vor dem Einschlafen einsetzt, gelangen sie einfacher ins Unterbewusstsein, weil die Gehirnströme zu dieser Zeit im richtigen Zustand sind. Das Unterbewusstsein wiederum nimmt die positiven Empfindungen auf und hilft dabei, dass Wunschgewicht quasi als selbsterfüllende Prophezeiung umzusetzen.

Übrigens lässt sich das Unterbewusstsein am ehesten durch Gefühle beeindrucken. Also sollte der Fokus bei der Visualisierung auf Bildern, Emotionen, dem neuen Lebensgefühl beruhen!


Fazit



Man kann mit ein paar einfachen Psychotricks das Abnehmen beschleunigen. Einige psychologische Tricks dienen dabei einer Verhaltensänderung, andere sind in erster Linie mental. Wichtig ist, sie schnell zur Gewohnheit zu machen, dann geht alles viel einfacher von der Hand.

Habt ihr noch Tipps zu möglichen mentalen Techniken? Kennt ihr noch andere Psychotricks, die beim Abnehmen helfen können? In den Kommentaren könnt ihr sie nennen.

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