Die Älteste Katze Der Welt

Meine erste Katze (Foto) wurde immerhin 18 Jahre alt. Doch die älteste Katze aller Zeiten, zumindest nach den Aufzeichnungen des Guinness Buch der Rekorde, wurde legendäre 38 Jahre alt. Zum Vergleich: Hauskatzen erreichen unter dem Schutz des Menschen meistens ein Alter von 12 bis 15 Jahren.

Was das alles mit Low Carb zu tun hat? Einiges, wie ich zu meinem Erstaunen herausgefunden habe.


Älteste Katze durch Low Carb?


Älteste Katze der Welt
Wurde leider nicht zur ältesten Katze: Meine Mohrle

Normalerweise würde man davon ausgehen, dass ein biblisches Katzenalter ein reines Zufallsprodukt ist. Statistisch gesehen werden manche Katzen nunmal über 20 Jahre alt, und irgendwann taucht dann eben mal eine Katze auf, die über 30 wird und den Titel Älteste Katze der Welt erntet.

Doch wenn gleich zwei Katzen gemeinsam über 30 werden, dann ist das ein signifikantes Ereignis, bei dem man nicht mehr von Zufall sprechen kann. Da muss es kausale Zusammenhänge geben.

Jetzt kommt's: Die älteste Katze der Welt, genannt Creme Puff, lebte mit einer Katze zusammen, die es vor ihr ins Guinness Buch der Rekorde schaffte. Granpa wurde 1964 geboren, drei Jahre vor Creme Puff, und starb 1998 im Alter von 34 Jahren. Der Besitzer war jeweils derselbe, ein Texaner namens Jake Perry. Besitzer heißt gleichzeitig Versorger, also derjenige, der das Essen in den Napf schüttet.

Faszinierend ist ein Blick hinter die Kulissen. Berichtet wird nämlich, dass die Katzen eine sehr spezielle Diät vorgesetzt bekamen:

"an unusual an varied diet that included bacon and eggs, asparagus, broccoli and coffee with heavy cream".
"eine ungewöhnliche und abwechslungsreiche Diät, die Speck und Eier, Spargel, Broccoli und Kaffee mit Schlagsahne mit hohem Fettgehalt beinhaltete"

Natürlich muss man an dieser Stelle zugeben, dass diese Ernährungsform in der Tat sehr "ungewöhnlich" ist und nicht dem Paleo-Lifestyle einer Wildkatze entspricht. Andererseits: Möglicherweise lassen sich die Nährstoffe (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate) von Verhältnis und Zusammensetzung her auf eben genau diese ursprüngliche, genetisch korrekte Ernährung übertragen - viel Eiweiß aus Beutetieren, möglichst "fette" Beute, nur selten brauchbare Kohlenhydrate (meistens Gräser, die nicht verdaut werden können).

Und da sehe ich Parallelen zum Menschen. Wenn man will, kann man durch Eiweißpulver und andere "moderne" Lebensmittel die stark fleischlastige Ernährung der früheren Jäger gut imitieren, ohne kiloweise nur Fleisch zu essen. So wie bei der Katze, die neben selbst gejagten Mäusen noch Eier und Speck zu essen bekommt.

Tiere haben einen Vorteil gegenüber dem Menschen: Man braucht nicht lange darüber zu diskutieren, was artgerechte Ernährung ist. Beim Hund dient der Wolf als Vorbild, bei der Hauskatze die wilden Katzenarten. Wer sein Haustier nach dem jeweiligen Muster ernährt, besitzt vielleicht irgendwann tatsächlich selbst die älteste Katze der Welt, oder wenigstens die älteste der Nachbarschaft.

Beim Menschen hingegen überlegen wir und argumentieren und streiten uns darüber, wie wichtig Vollkorn, Nudeln und Reis sein könnten und dass man ja eh nicht wissen kann, wie sich unsere Vorfahren ernährt haben. Erinnert mich an einen weiteren Vorteil der Tiere: Die denken nicht so viel, die machen einfach instinktiv alles richtig. Zitat Dr. Strunz: "Jeder Affe weiß Bescheid". Klingt logisch, oder?

PS: Die kurze Dokumentation South Paws (englisch) zeigt beide Katzen und eine ganze Reihe nützlicher Hintergründe über den Besitzer.

Kommentare:

  1. Hi Michael,
    sehr interessant. Würde mich jetzt nur interessieren, wie alt der Texaner wurde, der die Katzen gefüttert hat. Wenn er so clever war seine Haustiere artgerecht zu ernähren, hat er sich bestimmt auch intensiv mit seiner eigenen Ernährung auseinander gesetzt.
    Gruß Micha

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    1. Über Jake Perry findet man nicht so viel im Internet, immerhin habe ich mir die 10-minütige Doku "South Paws" auf Youtube angesehen, da wird er interviewt. In einem Interview von 2011 wird er als 80-Jähriger beschrieben, und wahrscheinlich lebt er sogar noch. Er wirkt auf mich sehr bodenständig. Es würde mich nicht wundern, wenn er seine Katzen genau so ernährt wie sich selbst, und die Katzen selbst scheinen ihm ebenfalls zu helfen, viel Ruhe und Kraft zu tanken. Ein echter Katzenliebhaber eben, der wohl schon hunderte Katzen aufgenommen hat. Eine für beide Seiten (Mensch und Tier) gute Beziehung.

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