Moringa Pulver Im Test: Was Steckt Dahinter?

Nachdem ich vor Kurzem bereits das vitalstoffreiche Camu Camu Pulver getestet habe, unterziehe ich nun Moringablattpulver ebenfalls einem Test. Hier die Themenübersicht:

  • Was ist Moringa Pulver?
  • Inhaltsstoffe und Wirkung
  • Meine Erfahrungen
  • Dosierung, Anwendung und Einnahme
  • Abschließende Tipps

Wie immer also zunächst ein Blick darauf, was Moringablätter überhaupt sind.


Was ist Moringa Pulver?


Moringa Pulver
Moringablattpulver

Das Moringablatt liefert den Ausgangsstoff für Moringa-Pulver. Die botanische Bezeichnung Moringa oleifera bezeichnet Baum- und Strauchartige Gewächse, die in Indien, im arabischen Raum, auf Madagaskar und in Afrika vorkommen.

Es gibt verschiedene Teile der Pflanze, die man nutzen kann. Beispielsweise können die Samen sogar zur Reinigung von verschmutztem Wasser genutzt werden, wie ein Video eindrucksvoll zeigt.

Für Moringa-Pulver werden jedoch in erster Linie die ganzen Moringablätter zermahlen, um sie in der Ernährung einzusetzen.


Inhaltsstoffe und Wirkung



Die Zutaten braucht man, wie schon angedeutet, nicht lange aufzählen. Auf der Verpackung wird in der Regel vermerkt, dass Moringablätter in gemahlenem Zustand benutzt werden. Doch gerade die in den Blättern enthaltenen Inhaltsstoffe dürften interessant sein.

Ein Blick auf die Nährwerte ergibt hierbei folgendes Bild:

Nährwerte in Gramm pro 100 Gramm
Kalorien in Kcal 358
Kohlenhydrate 53,47
Eiweiß 22,89
Fett 5,87

Ich habe diese Nährwerte mit der Nährwerttabelle von anderen Moringapulver-Produkten verglichen und festgestellt, dass es Unterschiede und Abweichungen geben kann. Die Zusammensetzung bei manchen Herstellern kann auch 20 Gramm Kohlenhydrate, 4,4 Gramm Fett und 26 Gramm Eiweiß ergeben. Wenn man also eines dieser Produkte kaufen will, lohnt sich der direkte Vergleich. Nicht nur als Preisvergleich, sondern auch in Bezug auf die Nährstoffe.

Was die Vitalstoffe angeht, empfand ich persönlich Moringablattpulver nicht als ganz so nährstoffreich wie Camu Camu Pulver. Die von einem Hersteller genannten Vitalstoffe ergeben beispielsweise, dass pro 100 Gramm Trockenmasse 712 mg Vitamin C, 18,9 mg Eisen und knapp 400 mg Magnesium vorhanden sind.

Diese Werte sind zwar nicht schlecht, allerdings relativieren sie sich auch, wenn man bedenkt, dass die tägliche Verzehrmenge in etwa bei 3 Gramm liegt.

Was jedoch bei Moringa-Pulver eher im Vordergrund steht, ist der Effekt in Hinblick auf die sekundären Pflanzenstoffe. Die Wirkung der Pflanze muss hier vermutet werden. Moringablätter sind so reich an Chlorophyll, dass man beim Öffnen der Packung sofort an Algen denken muss. Es entsteht dieser typische Geruch von grünen Pflanzen.

Meine Vermutung ist also, dass die sekundären Pflanzenstoffe die Hauptrolle in der Wirkung einnehmen. Doch was für eine Wirkung überhaupt? Nun, zu den Anwendungsbereichen zählen unter anderem:

  • allergische Symptome
  • Sehkraft
  • Blutdruck, Cholesterin
  • Durchblutung
  • Herz und Kreislauf
  • Knochendichte
  • Stoffwechsel und Immunsystem

Oft wird ebenfalls berichtet, dass eben gerade Moringablattpulver den Spagat zwischen Eiweißzufuhr, Vitaminen und Antioxidanzien schaffen würde. Bei mir bleibt dennoch der Eindruck bestehen, dass der Fokus in erster Linie bei den Pflanzenstoffen zu suchen ist, denn sowohl bei Vitaminen, als auch bei Aminosäuren gibt es effektivere Wege, an diese heran zu kommen.


Meine Erfahrungen



Mein erster Eindruck von diesem Pulver war, dass es zunächst gewöhnungsbedürftig roch. Klar, es riecht nach Algen und hat diesen typischen Geruch von Chlorophyll, aber im Alltag eines Deutschen gibt es nur wenige Bereiche, in denen diese Geschmacksrichtung zur Anwendung kommt.

Entsprechend war der Geschmack etwas bitter bis säuerlich, jedoch muss man berücksichtigen, dass solche Pulver ohnehin nur als dezente Beigabe zu betrachten sind. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass man Moringa-Pulver deshalb vorrangig für Smoothies und Shakes benutzen sollte. Man hat dadurch die Chance, dass der Geschmack vollkommen in den Hintergrund gerät, während man dennoch die volle Bandbreite an sekundären Pflanzenstoffen nutzen kann.

In dieser Hinsicht lohnt es sich, Moringa-Pulver gemeinsam mit Früchten oder Gemüse und etwas Eiweißpulver in einem leckeren Smoothie zu verzehren. Auf der Verpackung steht zwar auch, man könne Moringablattpulver auch "als Beigabe zu Müsli, Süßspeisen und Backwaren" einsetzen, doch erstens habe ich diese Erfahrungen noch nicht gemacht, und zweitens bin ich mir nicht sicher, ob das auch funktionieren würde.

Vielleicht will jemand anders ja genau diese Kombinationen ausprobieren und seine Erfahrung damit schildern.

Übrigens muss ich zugeben, dass ich die Pflanze nicht lange genug benutzt habe, um ihre Wirkung abschließend zu beurteilen. Es würde mich jedoch nicht wundern, wenn die große Menge an Pflanzenstoffen sich positiv auswirken würde, gerade bei mir als jemandem, der leider zu selten zu Obst und Gemüse greift und deswegen gut beraten ist, hochkonzentrierte Pflanzenstoffe einzunehmen.


Dosierung, Anwendung und Einnahme



Wie bereits erwähnt, kann man Moringa oleifera offenbar auf verschiedene Weisen zubereiten. Die mir bekannte Verzehrempfehlung beträgt drei Gramm täglich. Aus meiner Sicht spricht aber nichts dagegen, mehr zu benutzen, denn eine Studie an Ratten zeigte, dass bis zu 1 Gramm pro Kilo Körpergewicht noch vertragen wurde, während 3 Gramm pro Kilo Körpergewicht als toxisch eingestuft wurden. Selbstverständlich darf man solche Ergebnisse nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen, dennoch sollte anschaulich sein, dass es nicht so sehr darauf ankommt, ob man nun 3 Gramm, 5 Gramm oder 10 Gramm über den Tag verteilt aufnimmt.

So gesehen können Nebenwirkungen voraussichtlich ausgeschlossen werden, zumindest hatte ich selbst keine Nebenwirkung.

Was die Einnahme angeht, empfiehlt sich jedenfalls, das Pulver mit anderen Lebensmitteln wie Eiweißpulver (als Shake), Früchten und Flüssigkeit (als Smoothie) oder in sonstiger ähnlicher Weise zu vermischen. Einfach nur Moringa-Pulver in Wasser aufzulösen und dieses zu trinken, ist eher unpraktisch und schmeckt auch nicht besonders gut.


Abschließende Tipps



Ich habe es zwar schon angedeutet, aber besonders Smoothies sind aus meiner Sicht sinnvoll, um den Geschmack von Moringablättern gut zu verdecken und trotzdem die Vitalstoffe dieser Pflanze aufzunehmen. Ich empfehle deshalb, einen Smoothe zu machen, der grüne Früchte oder grünes Gemüse nutzt.

Moringa passt daher gut zu Avocado, Spinat, Minze und anderen für Smoothies geeigneten Pflanzen.

Außerdem sollte man, wie bereits bei den Nährstoffen zu sehen war, auf gute Qualität achten. Rohkostqualität, Bio oder ähnliches sollte schon auf der Verpackung stehen. Wer Moringa-Pulver kaufen will, kann bei Amazon sicherlich am besten vergleichen und sich dann entscheiden. Das von mir genutzte Moringablattpulver habe ich ebenfalls von Amazon, es wurde von der Firma Topfruits hergestellt.

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