Low Carb Smoothies Selber Machen + Günstiger Mixer

Ich bin wirklich kein großer Gemüse-Fan und auch Obst esse ich eher selten. Von den laut DGE empfohlenen 5 Portionen täglich ganz zu schweigen. Aber ich mag Eiweißshakes und fruchtige Getränke. Was liegt also näher als Low Carb Smoothies selber machen? Ich kann auf diese Weise meine Einnahme an gesunden Pflanzenstoffen erhöhen, gleichzeitig Eiweiß zu mir nehmen und genau darauf achten, dass ich nicht zu viel Zucker konsumiere.

Am Anfang stehen erst einmal viele Hindernisse: Was für einen Mixer soll man da überhaupt nehmen, müssen es gleich 30000 Umdrehungen sein, kann ich auch einen guten Mixer kaufen, der günstig ist, ohne gleich in der Mülltonne zu landen, und wo kriege ich gute Rezepte her?

Genau diese Fragen habe ich mir gestellt. Was am Ende herausgekommen ist? Ein günstiger Smoothie-Mixer für unter 30 Euro und ein tolles Rezept-Buch von Dr. Strunz für 9,99 Euro. Beim Mixer sind die Gefäße (nach Bedarf ein großes und ein kleines) übrigens abnehmbar und können zu Getränkeflaschen umfunktioniert werden. Aber der Reihe nach...


Welchen Smoothie-Mixer kaufen?


Low Carb Smoothie Mixer
Mein Mixer mit abnehmbarer 600-ml-Flasche

Als ich mich anfangs mit Smoothie-Mixern auseinandersetzte, war ich zunächst ziemlich überwältigt von den häufig genannten Anforderungen, wenn man seine Smoothies in erster Linie low carb, also mit wenig Kohlenhydraten, selbst herstellen will. Oft hieß es, man müsse da schon tief in die Tasche greifen und einen Hochleistungsmixer im Bereich von 200 bis 800 Euro kaufen, der eine bestimmte Wattzahl und 20000, 30000 oder sogar mehr als 40000 Umdrehungen haben sollte.

Begründet wurden diese Kaufempfehlungen damit, dass man gerade für grüne Smoothies (also hauptsächlich Smoothies auf Basis von grünem Blattgemüse) die chlorophylhaltigen Blattstrukturen und Fasern nur auf diese Weise effektiv zerkleinern könne. Meine eigenen Erfahrungen haben aber gezeigt, dass ein normaler Mixer auch reicht. Vorausgesetzt, man stört sich nicht daran, dass bestimmte Gemüsesorten dann eben etwas grober sind und nicht durch den Strohhalm passen. Das betrifft aber nur einige und bei weitem nicht alle Pflanzen.

Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die entsprechenden Internetseiten vor allem daran interessiert waren, eine hohe Provision durch den Verkauf eines 800-Euro-Mixers zu kassieren. Ein weiterer Punkt, der den Kauf eines Turbo-Mixers relativiert, ist die Tatsache, dass der Zerkleinerungsvorgang eher ein Luxus der Neuzeit ist. Man kann meiner Meinung nach nicht damit argumentieren, dass "die Planzenfasern und Vitalstoffe nur auf diese Weise durch den Körper aufgenommen werden können" oder ähnliches. Wenn ich damit zufrieden bin, wie sich der Smoothie beim Trinken anfühlt, dann reicht mir das. Den Rest muss schon mein Magen selber erledigen, so wie er das seit Jahrtausenden tut!

Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass Hochleistungsmixer grundsätzlich Unsinn seien. Es kommt darauf an: Wer das Geld hat, viele grüne Smoothies trinken will, sehr viel Wert auf eine feine Konsistenz legt und sich einen Mixer quasi auf Lebenszeit kaufen will, der darf ruhig über eine großzügige Investition nachdenken. Alle anderen können billig davonkommen.

Um es kurz zu machen: Ich habe mir den Domo DO434BL My blender red von Amazon gekauft.

Dieser Mixer hat folgende Vorteile, die für mich entscheidend waren:

  • Relativ platzsparend
  • Sehr günstig zu kaufen
  • Enthält 2 Gefäße (300 ml und 600 ml), in denen gemixt wird und die danach abgeschraubt und mit einem Trinkverschluss versehen werden können
  • Sehr leicht zu reinigen
  • Sehr gute Erfahrungsberichte und Bewertungen bei Amazon
  • Eignet sich sogar zum Zerkleinern von Eiswürfeln

Für mich waren diese Punkte ausschlaggebend. Wenn ich einen Smoothie-Mixer für unter 30 Euro kaufen kann, ist das eine Investition, die wenig risikoreich und absolut vertretbar ist. Man hat ja immerhin zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer, und spätestens nach diesen 24 Monaten hat sich der Mixer bereits bezahlt gemacht. Natürlich kann man auch stöbern und sich für ein anderes Produkt entscheiden.


Rezepte für Low Carb Smoothies


Meine selbst gemachten Smoothies

Einige Rezepte habe ich aus einem Buch über Smoothies bekommen, welches ich nachher noch vorstellen werde. Ansonsten habe ich schon früh begonnen, zu improvisieren und meine Smoothies nach dem Baukastenprinzip selber zu machen. Doch dazu gleich noch mehr!

An dieser Stelle nun einige Beispiele, wie man leckere Smoothies mit wenig Kohlenhydraten machen kann. Übrigens ist die Zubereitung der Rezepte sehr einfach, weil man im Prinzip nur die Zutaten in den Behälter werfen muss und mixt. Alle Rezepte beziehen sich auf das große Gefäß (600 ml, zwei Portionen).

Blaubeer-Smoothie


  • 100 Gramm Heidelbeeren
  • 15 Gramm frischer Ingwer (muss nicht geschält werden)
  • 150 Gramm Joghurt
  • 2 EL Zitronensaft
  • 40 Gramm Eiweißpulver (neutral)
  • Inhalt einer geöffneten Kardamom-Kapsel
  • 3 TL Walnussöl
  • Nach Bedarf Stevia in flüssiger Form (5-6 Tropfen)
  • 150 Gramm Eiswürfel

Zitronen-Lassi


  • 150 Gramm Joghurt
  • 50 Gramm Eiweißpulver (Zitrone-Quark, Lemon Cake, neutral oder ähnliches)
  • Flüssiges Stevia (5-6 Tropfen)
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 150 Gramm Eiswürfel
  • 4 Blätter Minze
  • 3 EL Limette
  • 1 kleines Stück von der Schale einer Limette (etwa so groß wie 1/2 Teelöffel)

Avocado-Smoothie


  • Inhalt einer Avocado ohne Kern
  • 150 Gramm Eiswürfel
  • 40 Gramm Eiweißpulver
  • Flüssiges Stevia (5-6 Tropfen)
  • 1 TL Olivenöl
  • Das Gefäß nun mit kohlenhydratarmer Sojamilch (gibt es z.B. von Alpro Soja) auffüllen bis zur 600-ml-Marke

Papaya-Kokos-Smoothie


  • 120 Gramm Papaya (geschnitten)
  • 3 EL Limettensaft
  • 4-6 Tropfen flüssiges Stevia
  • 100 ml Kokosmilch
  • 40 Gramm Eiweißpulver
  • 3 TL Kokosöl
  • 4 Eiswürfel
  • Etwas Wasser, nach Bedarf

Viele weitere Rezepte gibt es in dem Buch No Carb Smoothies von Dr. Ulrich Strunz, welches ich meinen Lesern sehr ans Herz lege. Es ist sehr preiswert zu bekommen, liefert etwa 30 vielseitige Rezepte, dazu gibt es bei jedem Rezept die kompletten Nährstoffangaben, Hinweise zur besonderen Wirkung mancher Pflanzen, unbezahlbare Tipps zur Gesundheit und ein motivierendes Diätprogramm, durch welches man sogar mit Smoothies abnehmen kann!


Es ist durchaus nützlich, sich auf diese Weise zunächst mit der Herstellung solcher Shakes vertraut zu machen. Nachdem ich nun einige Beispiel-Rezepte gezeigt habe, will ich meine Leser ermutigen, ihre Smoothies selber zu machen, indem sie eigene Rezepte kreieren und schöpferisch aktiv werden. Dazu kann man sich ein einfaches Basis-Rezept zurechtlegen.


Smoothies nach dem Baukastenprinzip selber machen!



Nach einiger Anlaufzeit und ein wenig Erfahrung mit eigenen Smoothies kann man sehr schnell damit beginnen, Smoothies selbst zu machen, ohne auf Rezepte zurück zu greifen. Es lohnt sich aber, ein paar Zahlen grob im Hinterkopf zu behalten, weil man bei der Herstellung auf die Konsistenz und den Geschmack achten muss.

Grob gesagt: Zu viele Früchte machen den Smoothie zu dickflüssig, zu wenig Frucht macht ihn zu fade. Gleichzeitig benötigt man ein Gespür dafür, wie viel in den Smoothie-Mixer passt, damit man ihn nicht überlädt. Hier also ein paar Tipps und Hinweise, zunächst aber das Basisrezept, bezogen auf 600 ml (zwei Portionen).

Das Basisrezept



  • Ca. 150 Gramm Frucht oder Gemüse (oder eine Mischung verschiedener Pflanzen)
  • 10-20 Gramm Gewürze und Kräuter (nach Bedarf und nach Lust und Laune) - zum Beispiel Ingwer oder Minze!
  • Etwa 40 Gramm Eiweißpulver einer passenden Geschmacksrichtung (oder neutral)
  • Manchmal 2-4 TL Pflanzenöl, wenn dies passend erscheint
  • Bis zu 150 Gramm Eiswürfel
  • Bis zu 200 ml Sojamilch, Joghurt, Milch oder Kokosmilch


Wie man sieht, sind viele der Zutaten optional. Relativ sinnvoll jedoch sind 100 bis 200 Gramm einer geschmacklich ansprechenden Frucht, genügend Eiweißpulver und viel Flüssigkeit. Das war's schon!

Hilfreiche Tipps



  • Einen Teil der Flüssigkeit (Wasser, Milch etc.) bis kurz vor dem Mixen aufheben. Dadurch ist man auf der sicheren Seite, wenn man sich verkalkuliert hat, und kann bei Bedarf noch Flüssigkeit in das fertige Getränk schütten.
  • Es lohnt sich, Low-Carb-Obst einzusetzen. Die Früchte in dieser Liste enthalten sehr wenige Kohlenhydrate und manchmal noch nützliche Ballaststoffe.
  • Auf geschmackliche Verwandtschaft achten, nicht nur bei den Hauptzutaten, sondern auch bei Gewürzen, Kräutern und sogar beim Eiweißpulver. Zum Beispiel: Limette passt zu Ingwer passt zu Eiweißpulver mit Zitronengeschmack.
  • Am besten frische Bio-Produkte kaufen und häufiger mal den Wochenmarkt besuchen. Die Ideen werden sprudeln!
  • Saisonale Pflanzen lohnen sich, weil sie kurze Transportwege haben und entsprechend noch viele Vitalstoffe enthalten
  • Man kann zusätzlich auch pflanzliche Extrakte oder Nahrungsergänzungsmittel (Vitamin-C-Pulver oder ähnliches) in die Shakes mischen. Bei richtiger Dosierung leidet der Geschmack nicht.


Wer die Low Carb Smoothies sogar zum Abnehmen einsetzen will, sollte sich also das Buch und einen günstigen Mixer besorgen und loslegen. Bei mir geht es inzwischen sogar so weit, dass ich Eiweißshakes allein fast schon ein wenig öde finde. Ich will die ganze Vitalstoffpower von Fruchtgetränken erleben und meine Smoothies selber machen. Es macht Spaß, ist sehr erfrischend und total einfach.

Kommentare:

  1. Hallo ich hab mir das Buch no.carb smoothies Gestern gekauft und es schon komplet gelesen.Wollte am Montag mit der ersten Woche anfangen da ich ab dann Urlaub habe und ich gelesen habe dass man die ersten Tage kopfschmerzen Müdigkeit bekommen kann.Das Buch ist wierklich weiter zuempfehlen.Die Rezepte die drin stehen klingen sehr lecker.ich werde dann in einer Wochen mal berichten wie es mir ergangen ist L.G

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    1. Hallo Sheila,
      danke für deinen kleinen Erfahrungsbericht zum Buch. Das mit der Müdigkeit stimmt auf jeden Fall, vor allem, wenn man die Wochen vorher ungesund gelebt hat und der Körper voll auf Zucker eingestellt ist. Kopfschmerzen sind möglich, habe ich selber aber nicht erlebt. Außerdem kann einem manchmal schwarz vor Augen werden, wenn man zum Beispiel vom Sofa aufsteht. Das sind einige der typischen Merkmale von Müdigkeit bei Low Carb, die aber mit der Zeit vergehen.

      Ich würde auch empfehlen, im Urlaub oder beispielsweise freitags zu beginnen, auf die Art kann man das Gröbste auf das Wochenende verlagern und muss sich nicht durch die Arbeit quälen.

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  2. Grundsätzliches:

    Hola zusammen,
    natürlich könnte man denken “Was, schon wieder eine neue Diät”, diesmal sehr nostalgisch und wohlklingend “Steinzeit-Diät” genannt, wo doch viele Leute wieder zu “back to the roots” tendieren, also unkompliziertes Leben & geniessen möchten. Aber egal, ob Steinzeit-Diät, Ducan, Montignac, Low-Carb und wie sie alle heissen, wird eines vergessen, bzw. werden zwei elemantare Dinge ausser acht gelassen: Ohne grundlegende Blut- und Darmreinigung vorab, gelingt auf Dauer keine Ernährungsumstellung, denn sind die Darmzotten “vermüllt”, gehen sämtliche Vitalstoffe statt ins Blut hinten wieder raus, ob mit oder ohne Charme ( in Anspielung auf das Superbuch von Giulia Enders “Darm mit Charme”…sehr empfehlenswert!). Und der zweite, sehr gewichtige Grund: Es wird nicht ausreichend gekaut, mit zu wenig Achtsamkeit. So lässt sich auch der grosse Erfolg der “Grünen Smoothies” beim Wiedergesundungsprozess erklären. Literatur über diese Thematik gibt es zuhauf, gegoogelt wird man auch haufenweise Antworten bekommen. Und kommt noch Bewegung in gemässigter, anaerober Form dazu (“aller guten Dinge sind bekanntlich drei”), dann könnte man mit dieser Lebensform im wahrsten Sinne des Wortes “steinalt” werden, bei bester Vitalität und Lebensfreude.

    Liebe Grüsse von der Sonneninsel

    Udo Reimann, ganzheitlicher Zahnarzt a.D. und FastenwanderDoc auf Mallorca

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