Eiweißmehl - Backen Geht Auch Anders!

Unter den Begriff Eiweißmehl fallen viele verschiedene Mehlsorten, die alle eines gemeinsam haben: Sie haben relativ viel Eiweiß und dafür wenig Kohlenhydrate.

Wer zum ersten Mal eine Low-Carb-Diät macht, wird schnell von der Horrorvision geplagt werden, dass er "nie wieder Brot" essen darf. Aber das stimmt natürlich nicht. Abgesehen davon, dass man sowieso mal Ausnahmen machen darf, gibt es heutzutage für alles Alternativen, so zum Beispiel auch Low-Carb-Mehl.

Ein Beispiel dafür, was man mit so einem Mehl machen kann, habe ich bereits mit meinen selbstgemachten Chicken Nuggets gegeben, denn die wurden wahlweise mit Mandelmehl oder Kokosmehl paniert.

Darüber hinaus kann man noch viel mehr mit Eiweißmehl anstellen. Deshalb hier einige Ideen...


Eiweißmehl macht Low-Carber zu Bäckern


Eiweißmehl
Verschiedene Kekse und Muffins aus Eiweißmehl

Seitdem ich weiß, dass es Eiweißmehl auf dem Markt gibt, ist der vorher fast schon stillgelegte Ofen wieder regelmäßig im Einsatz. Ab und zu kommt ein selbst gemachtes Brot auf den Tisch (dazu passt dann beispielsweise selbstgemachter Schokoaufstrich), aber die Möglichkeiten enden nicht beim Backen von Brot. Es gibt Kekse, Brötchen, Dönertaschen, Donuts, Kuchen, Torten, Croutons, Muffins, Pizzateig, Blätterteig, Eiweißriegel, Nudeln und Waffeln.

Sogar einige exotische Rezepte lassen sich mit Eiweißmehl herstellen. Das Low-Carb-Mehl wird dann zum Teamplayer und unterstützt ein Lebensmittel, welches die Hauptrolle einnimmt (was man am Beispiel dieser Fleischringe sehen kann).

Die Bandbreite der Eiweißmehl-Rezepte ist durchaus beeindruckend. Von den typischen Beilagen-Rezepten (Spätzle, Brötchen, Kräuterbaguette) über Süßes (Walnusskuchen, Schokotorte) bis hin zu saftigen Gerichten (Hot Dogs, Cevapcici) ist alles dabei.

Mein Fazit bei der Umstellung von normalem Mehl auf Eiweißmehl: Wenn man es sich vorstellen kann, dann kann man es auch backen!


Welches Eiweißmehl kaufen für welchen Zweck?



Wie bereits von mir anfangs erwähnt, gibt es verschiedene Arten von Eiweißmehl, und der Begriff erlaubt viele Varianten von Mehl. Dennoch soll der folgende kleine Wegweiser zeigen, welches Low-Carb-Mehl ich wofür einsetze:


  • Mono-Mehle: Dazu zählen alle reinen Mehlsorten einer Pflanze, also Mandelmehl, Kokosmehl, Sojamehl und so weiter. Man kann hier nach eigenen Wünschen entscheiden, was man möchte. Manche Mehle haben besonders günstige Nährstoffe (sehr wenig Kohlenhydrate zum Beispiel), manche haben einen charakteristischen Geschmack, der gut passt (Mandelmehl für Nusskuchen). In der Praxis sind diese Mehle gerade dann gut geeignet, wenn sie für kleinere Schritte genutzt werden, zum Beispiel beim Panieren von Fleisch. Oft ist es nämlich so, dass sie von alleine nicht die Bindefähigkeit besitzen, um gut Teig herstellen zu können. Dafür gibt es andere Mischungen.


  • Mehr-Komponenten-Eiweißmehl: Wenn im Handel allgemein von Eiweißmehl die Rede ist, dann ist damit ein Mehl gemeint, welches aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt wird. Auch das hat Vorteile. Geschmacklich ist das Pulver sehr neutral und eignet sich für verschiedene Backvorgänge. Durch die bunte Mischung aus Zutaten wie Erbsen, Soja, Mandeln und Kokos erreicht man außerdem eine hohe biologische Wertigkeit, was das Eiweißmehl aus Sicht von Nährstoffen besonders günstig macht. Diese Mischungen sind besonders gut für bestimmte Backwaren geeignet, solange diese nicht - wie Brote - sehr stark aufgehen müssen. Außer natürlich, man besorgt sich, je nach Rezept, zusätzlich Backpulver oder Hefe.


  • Brotbackmischungen: Auch beim Eiweißmehl gibt es Backmischungen, die alles beinhalten, was man für ein gutes Brot benötigt. Zunächst hat man eine gute Basis aus verschiedenen Mehlsorten, aber auch Kräuter und Hefe. Man benötigt nur noch Wasser und die Anleitung ist super leicht! Perfekt für all jene, die echtes Brot backen wollen und gerne ohne kompliziertes Rezept arbeiten.



Weitere Rezepte und Tipps zum Einkauf



Eine große Bandbreite von verschiedenen Backmischungen habe ich bei Amazon bekommen, insbesondere die Sorten von Konzelmann's Original.

Sehr viele Eiweißmehl-Rezepte, von denen auch ich mich habe inspirieren lassen, habe ich außerdem auf der Seite eiweißmehl.de gefunden. Die Nährwertangaben und die Anleitung zur Herstellung werden detailliert genannt, bei einigen Rezepten habe ich sogar einen Vergleich nach dem Motto "low carb versus normal" gesehen - einfach Wahnsinn, wie viel Zucker man da einspart... ein Blick lohnt sich also.

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