Lithium: Alle Fakten Zum Spurenelement

Lithium ist ein Spurenelement, welches von der Wissenschaft noch nicht vollständig erforscht ist. Es gibt aber bereits einige Studien, die geradezu sensationelle Ergebnisse über den kleinen Helfer im Organismus berichten. Mehr dazu weiter unten.

Daneben stellt sich natürlich noch die Frage danach, wie man den Lithiumbedarf überhaupt decken kann. Auch darüber werde ich berichten. Vorab sei gesagt: Ich habe 45 Mineralwasser im Internet recherchiert und ihren Lithiumgehalt sortiert und tabellarisch aufgelistet - sozusagen als Vergleich.

Alles, was ich herausgefunden habe, bringe ich in diesem Artikel auf den Tisch. Hier ein Überblick:

  • Wirkung und Aufgaben von Lithium
    • Mehr Leistung durch Gehirnwachstum!
    • Lithium verlängert das Leben!
    • Gegen Angst, Depressionen und sogar die Selbstmordrate
    • Gut für die Nerven und fürs Blut
    • Der Anti-Schweinehund
  • Lithiumbedarf und Lithiumspiegel im Blut
    • Tagesbedarf an Lithium
    • Blutkonzentration im Körper
  • Wie kann ich die Lithiumaufnahme verbessern?
  • Lithiumgehalt in Mineralwasser - 45 Sorten im Vergleich!
  • Fazit

Warum überhaupt Lithium? Fangen wir mit den wichtigsten Gründen an, warum man auf die Lithiumzufuhr achten sollte.


Wirkung und Aufgaben von Lithium


Lithiumbedarf Lithium Mineralwasser
Image courtesy of Whitthaya Phonsawat / freedigitalphotos.net

Quellen im Internet, die behaupten, dass Lithium unwichtig sei, sind veraltet. Dieses Mineral ist noch nicht abschließend erforscht, doch der Fortschritt in der Forschung ist nicht aufzuhalten. Neuerdings bieten Studien Grund zu der Annahme, dass es das Spurenelement richtig in sich hat!

Bisher dachte man nämlich, Lithium sei nur therapeutisch nützlich - zur Behandlung schwer depressiver Menschen bis hin zu Manisch-Depressiven und zur bipolaren Störung. Doch was in Extremfällen heilt, kann auch im Alltag die Lebensqualität beträchtlich steigern.

Man darf nicht den Fehler machen, den menschlichen Organismus in schwarz und weiß zu sehen, wie eine Maschine: funktioniert oder funktioniert nicht. Es gibt Abstufungen: Geht es mir glänzend oder eher mittelmäßig? Bin ich voll lebendig oder halb tot? Das alles kann mit Mikronährstoffen zu tun haben.


Mehr Leistung durch Gehirnwachstum!



Wie wäre es, wenn ich behaupten würde, dass man das Gehirn in nur 4 Wochen um 3 Prozent wachsen lassen könnte, ganz ohne Drogen? Und wenn man dann überlegen würde, was das für 3 Monate, 6 Monate oder ein Jahr bedeuten könnte...

Es ist wahr. Eine Studie hat gezeigt, dass Lithium das Gehirn wie gerade genannt wachsen lässt. Bei 8 von 10 Probanden. Für mich heißt das: Bei richtiger Dosis werde ich schlauer und leistungsfähiger. Es muss eben nur eine Nachhaltige Veränderung sein!


Lithium verlängert das Leben!



Ein rundum gesunder Lebensstil verspricht in der Regel ein hohes Alter. Aber sogar das oft unterschätzte Lithium kann hier eine große Rolle spielen. Eine Berechnung japanischer Forscher ergab, dass eine Zugabe von Lithium im Leitungswasser dazu führen würde, dass die durchschnittliche Lebenserwartung um 3-4 Jahre steigen würde.

Damit wirkt Lithium als Lebensverlängerer, und laut Aussage eines Professors ist "die wissenschaftliche Evidenz für Lithium besser als für die meisten Anti-Aging-Mittel".


Gegen Angst, Depressionen und sogar die Selbstmordrate



Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 1989 kam zu dem Ergebnis, dass Lithium im Trinkwasser von Texas die Häufigkeit von Tötungsdelikten, Selbstmord, Drogenvergehen und Gewaltverbrechen signifikant senkte.

Sogar die Universität Wien in Österreich stellte eine Studie zusammen und empfahl dringend, Lithium für die Trinkwasserversorgung bereitzustellen, da bewiesen sei, dass Gegenden mit höherer Konzentration an Lithium im Leitungswasser eine geringere Suizidrate hätten als Gebiete mit geringerer Konzentration.

Auf eine Umsetzung solcher Vorschläge wartet man leider im deutschsprachigen Raum sehr lange...

Es ist sicher kein allzu großer Gedankensprung, wenn man von extremen Ausnahmesituationen wie Suizid und Depression (betrifft ja immerhin immer mehr Menschen) auf die täglichen Sorgen und Nöte umschwenkt. Könnte es sein, dass unsere allgemeine Stressanfälligkeit, unsere Angst und Nervosität auch etwas mit Lithiumzufuhr zu tun haben? Klar: Lithium löst nicht unsere Probleme. Doch ein Lithiummangel kann unseren Umgang mit den Problemen beeinflussen!


Gut für die Nerven und fürs Blut



Die letztgenannten Punkte machen um so mehr Sinn, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass zu den Aufgaben und zur Wirkung von Lithium eben auch Nervenzellen und Blutzellen gehören. Sogar der Glücksbote Serotonin wird durch Lithium vermehrt.

Spätestens an dieser Stelle sollte es klingeln. Der Lithiumbedarf ist ein wichtiges Thema und hängt direkt mit unserem Wohlbefinden zusammen, selbst wenn wir nicht akut selbstmordgefährdet sind.


Der Anti-Schweinehund



Lithium kontrolliert die Regeneration der FOXO-Proteine. Professor Stoffel von der Uni Zürich sagt aus, dass einer der Stoffe dieser Gruppe, FOXa2, wesentlich für den Bewegungsdrang und damit für die Überwindung des inneren Schweinehundes ist. Mehr Lithiumaufnahme sorgt also für mehr Aktivität und Antriebskraft.


Lithiumbedarf und Lithiumspiegel im Blut



Ein Lithiummangel sollte also vermieden werden. Jedoch ist es schwer, zuverlässige Quellen dahingehend zu finden, wie viel Lithium wir täglich zu uns nehmen sollten und wie hoch die Lithiumkonzentration im Blut sein sollte.

Die meisten Quellen empfehlen offenbar 0,2 bis 1,1 mg täglich (bei bipolarer Störung sogar 200 bis 400 mg), manche Quellen nennen 3 mg als täglichen Lithiumbedarf, eine andere Schätzung weist 10 mg als Tagesbedarf aus.

Ein anderes Thema ist der Lithiumblutspiegel. Dr. Strunz erklärt, ein normaler Blutwert würde zwischen 2-30 µg pro Liter liegen. Er selbst habe jedoch 72 µg und damit einen weitaus höheren Wert.

Hinzu kommt dann jedoch noch ein anderes Problem: Wie erhöht man seinen Lithiumspiegel überhaupt? Batterien schlucken ist keine Lösung. Es gibt Lithiumpräparate, die man rezeptfrei bekommen kann. Hier muss jeder aber selbst das Risiko von Nebenwirkungen und Überdosierung einschätzen.

Der einzige "normale" Weg, den Lithiumbedarf zu decken und die Lithiumaufnahme zu erhöhen, führt über Mineralwasser, insbesondere Heilwasser. Denn die normale Nahrung kann uns durch essbare Lebensmittel kaum mit Lithium versorgen.


Wie kann ich die Lithiumaufnahme verbessern?



Wie bereits erwähnt, sind Lithiumpräparate bei der Einnahme gewissen Risiken ausgesetzt, auch wenn es sie in vielen Varianten gibt: Orotat, Aspartat, Acetat, Sulfat, Chlorat, Chloratum, Chlorid, Carbonat usw.

Viele Menschen unterschätzen die Wirkung von Mineralwasser und Heilwasser als Nahrungsmittel und sogar Nahrungsergänzungsmittel. Sehr gute Getränke haben zahlreiche Mineralstoffe wie beispielsweise Magnesium und Kalzium.

Es gibt jedoch besonders beim Lithiumgehalt massive Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten. Daher ist ein Vergleich wichtig, um den jeweiligen Unterschied sichtbar zu machen. Wer die Lithiumaufnahme erhöhen will und den Lithiumbedarf decken möchte, sollte nach einem Mineralwasser oder Heilwasser suchen, welches zumindest etwa 0,5 mg Lithium pro Liter liefert. Auch eine kurzzeitige Kur mit hochdosiertem Lithium, zum Beispiel aus einer Quelle aus Bad Mergentheim, kommt in Frage.

Da ein normaler Mensch nur 2-3 Liter täglich trinkt, braucht man vor einer möglichen Überdosierung keine Angst zu haben. Die meisten Menschen werden wahrscheinlich sowieso nur 1-3 mg Lithiumzufuhr erreichen. Aber immerhin: Die positive Wirkung auf die Gesundheit tritt hier schon ein.


Lithiumgehalt in Mineralwasser - 45 Wasser im Vergleich!


Lithiumgehalt Mineralwasser
Fachinger Heilwasser

Als besonderen Bonus für meine Leser habe ich hier sämtliche Mineralwasser in eine Tabelle gepackt, deren Lithiumgehalt ich im Internet recherchieren konnte. Darunter befinden sich Sorten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Leider weisen die Hersteller nur selten Lithium aus. Es wird gelegentlich in der Tabelle bei den Kationen als Lithium-Ion angezeigt, unterliegt aber generell keiner Kennzeichnungspflicht.

Meine Empfehlung: Zuerst im lokalen Supermarkt (besser: im Getränkemarkt) schauen, welche Heilwasser es gibt, und dann mit meiner Liste abgleichen, ob eines der guten Wässerchen dabei ist. Es kann vorkommen, dass einige der Heilwasser regional beschränkt sind und beispielsweise in Süddeutschland leichter zu finden sind als anderswo.

Mineralwasser Lithiumgehalt pro Liter in mg
Bad Mergentheimer Paulsquelle* 19,9
Bad Mergentheimer Albertquelle 11,8
Bad Mergentheimer Karlsquelle 4,92
Rogaska Heilwasser 3,3
Preblauer Sunshine 1,4
Hirschquelle Heilwasser 1,31
Bad Mergentheimer Wilhelmsquelle 1,3
Zurzacher 1,1
Bad Liebenzeller 1,0
Adelheidquelle 0,98
Heppinger Heilwasser 0,84
Ensinger Schiller Quelle 0,82
Staatl. Fachingen (still) 0,77
Radenska 0,76
Juvina 0,65
Peterquelle 0,37
Rhäzünser 0,35
Gasteiner 0,28
Long Life 0,17
Gerolsteiner St. Gero Heilwasser 0,14
Frankenbrunnen Bad Windsheimer St. Anna 0,14
Güssinger 0,121
Lachstädter Heilbrunnen 0,12
Cristalp <0,1
M-Budget <0,1
Henniez <0,1
Knutwiler <0,1
valais <0,1
Eptinger 0,06
Passugger 0,06
Cristallo 0,03
Römerquelle 0,025
Burgenperle 0,016
Vöslauer 0,014
Arkina 0,01
Elmer Mineral 0,01
Adelbodner <0,01
Adello <0,01
Appenzell Mineral <0,01
Alpquell 0,006
Valser Silence <0,005
Allegra 0,002
Frankenmarker 0,0015
aproz <0,001
Aquella <0,001

*reines Badewasser, wird nicht als Getränk angeboten

Falls einige meiner Leser noch weitere Getränkesorten und deren Lithiumgehalt kennen, freue ich mich über Tipps in den Kommentaren! Gerne auch mit Quelle aus dem Internet.


Fazit



Der Begriff Mikronährstoff wurde wohl besonders für Lithium erfunden. Denn kaum ein anderes Spurenelement kommt in so geringen Mengen im Körper vor, kann aber so eine entscheidende Wirkung haben.

Gerade im Bereich der Psyche muss man Lithium auf dem Schirm haben und seine Eigenschaften berücksichtigen. Es lohnt sich, auf die Lithiumversorgung Acht zu geben, da man dadurch ein Stückchen lebendiger durchs Leben schreiten kann.

Was würde Dr. Strunz wohl sagen? "Einfach mal das Mineralwasser wechseln".

Kommentare:

  1. Danke für den Artikel.
    Hab mich darüber auch mal informiert und habe gelesen (http://www.welt.de/gesundheit/article3765718/Manche-Mineralwasser-sind-fuer-Kleinkinder-kritisch.html), dass bei Heilwassern allerdings auch der Urangehalt evtl. recht hoch liegt.

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    1. Auf dem Etikett der Bad Mergentheimer Karlsquelle gibt es keinerlei Hinweis auf Lithium. Alle anderen Inhaltsstoffe sind genau angegeben.
      Woher kommt die Angabe 4,92 mg/ Liter?

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    2. Ich habe alle Angaben zum Lithiumgehalt aus dem Internet. Für die Karlsquelle gibt es Infos hier:

      http://www.bad-mergentheim.de/de/gesundheit/trinkquellen/heilwasseranalyse-id_2139/

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  2. In Bad Soden im Taunus gibt es mehrere Brunnen, aus denen man trinken kann. Nicht alle Brunnen dort sind zum Trinken. Aus vielen kann man bedenkenlos trinken. Welche das sind, steht immer dabei. Die genaue Mineralienzusammensetzung steht auch immer dabei. Es gibt dort den "Champagner-Brunnen", der hat über 5 mg Lithium pro Liter. Den hohen Mineraliengehalt schmeckt man auch. Das ist nicht jedermanns Geschmack. Der mildeste Brunnen ist der "Milchbrunnen". Einfach mal ausprobieren.

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  3. Danke für diesen Artikel. Lithium wird unterschätzt. Ich trinke seit vier Jahren Hirschquelle (mind. 1,5 Liter täglich) und kann nur sagen: Es wirkt :-)

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    1. Hallo Sylvia,

      da hast du es gut. Hirschquelle wird nicht in allen Regionen verkauft (ich kenne es vor allem aus dem schwäbischen Raum) und viele, die es im örtlichen Supermarkt nicht bekommen, müssen sich mit Staatlich Fachinger begnügen, was etwa die Hälfte an Lithium beinhaltet.

      Und ja, Lithium wirkt. :)

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    2. Hallo,
      Leider ist der Urangehalt der Hirschquelle mit 9 microgramm als bedenklich eingestuft. Habe es bis jetzt auch gerne getrunken.

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    3. Ja, das habe ich auch bei Foodwatch erfahren - dank des Hinweises eines Lesers dieses Beitrags. Ich werde mir nun ein anderes Wasser mit hohem Lihtiumgehalt suchen. Hier die Quelle zum Urangehalt der Mineralwasser https://www.foodwatch.org/uploads/media/Uran-in-Mineralwasser_20090518_01.pdf

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  4. nur zur Info: hab grad mit Bad Mergentheim telefoniert - bei all den Wässerchen ist leider Glaubersalz etc... drin... d.h. das pfeift wie im Nu durch den Darm - wirkt also perfekt gegen Verstopfung - wer Glücksgefühle beim Häuslbesuch hat, der soll's bitte unbedingt trinken...

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    1. Heilwasser haben ja generell hohe Mengen an Magnesium, allein das dürfte schon dafür sorgen, dass die Darmtätigkeit zunimmt. An sich ist das eine gute Sache, und es ist ja nicht so, dass man sich nicht mehr kontrollieren kann ;)

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  5. Vorsicht: Manche Mineralwasser mir viel Lithium beinhalten gleichzeitig auch gefährlich viel Uran.
    Ich empfehle daher einen Quervergleich mit dieser Liste: Urangehalt in Mineralwasser https://www.foodwatch.org/uploads/media/Uran-in-Mineralwasser_20090518_01.pdf

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  6. Sehr interessant! Aber woher stammen eigentlich Ihre Angaben zum jeweiligen Lithiumgehalt?
    ... und Ist das alles natürliches Lithium oder wurde es dem Wasser zugesetzt?

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