Satay-Spieße: Rezept Und Zubereitung

Aus Südostasien stammt eines der leckersten Rezepte, die ich kenne: Satay bzw. Saté ist eine exotische Zubereitung von Fleischspießen mit Erdnusssoße, die man vor allem in Indonesien, Malaysia und Singapur entdecken kann.

Satay-Spieße sind an sich nicht besonders schwer herzustellen, verlangen allerdings einen Besuch im Asia-Laden, um an die seltenen Zutaten zu kommen. Man kann eine oder mehrere Fleischsorten verwenden. So kann man beispielsweise mit Hühnchenfleisch ein Chicken-Satay-Rezept auf die Beine stellen oder gerne Lamm oder Rind benutzen.

Ein Satay-Rezept benötigt außerdem eine Erdnusssoße als Dip und eine Marinade für das Fleisch. Ein vereinfachtes Satay-Sauce-Rezept sowie die Zubereitung für Satay-Spieße erkläre ich in diesem Artikel Schritt für Schritt.


1. Fleisch auswählen und Marinade herstellen


Satay Spieße
Fertiges Satay: Huhn, Rind und Lamm

Das passende Fleisch für Satay-Spieße muss zum Grillen oder Backen geeignet sein. Wer ein Chicken-Satay-Rezept ausprobiert, kann hier gar nichts falsch machen, denn Hühnchenfleisch ist flexibel einsetzbar und wird meiner Erfahrung nach nie zäh. Bei der Wahl von Lamm oder Rind sollte man sich vom Verkäufer beraten lassen und erklären, dass man Fleischspieße herstellen möchte.

Auf jeden Fall muss man dann noch Holzspieße besorgen. Diese bekommt man in großen Packungen, so dass man für weitere Mahlzeiten schon einen Vorrat hat. Nicht nur für Saté als Gericht, sondern auch für Schaschlik, falls man das mal ausprobieren will.

Satay-Spieße Zutaten
Zutaten für Satay-Spieße

Jetzt kommen wir zu den teils exotischen Zutaten, und dabei reden wir nur von der Marinade für das Fleisch, die Erdnusssoße kommt später. Für ein Kilo Fleisch benötigen wir folgende Zutaten zum Marinieren:

  • 14 Schalotten
  • 8 Knoblauchzehen
  • 2 Stück* Kurkuma
  • 4 Stück* Galangal
  • 1 Stück* Ingwer
  • 2 Teelöffel weißer Pfeffer
  • 2 Teelöffel Koriandersamen
  • 4 Teelöffel Fenchelsamen
  • 4 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 10 Esslöffel Erythrit oder 7 Esslöffel Xylit (oder 7 Esslöffel Zucker)
  • 1,5 gestrichene Teelöffel Salz

*mit "Stück" meine ich etwas in der Größenordnung von einer Fingerkuppe.

Sate Zutaten im Mixer
Zutaten im Mixer

Diese Zutaten werden für das Satay-Rezept nun im Mixer püriert, vorher eventuell etwas klein geschnitten. Das geschieht so lange, bis eine Paste entsteht. Diese Paste muss übrigens nicht unbedingt total fein sein, sondern darf auch grobkörnig aussehen.

Die Marinade wird in das zu Würfeln geschnittene Fleisch einmassiert. Man hat nun die Wahl: entweder das Fleisch in einer Schale mariniert zudecken und über Nacht einwirken lassen, oder die Fleischwürfel bereits auf dem Holz aufspießen, in einen Topf legen und so über Nacht marinieren.

Satay-Marinade
Marinade für Satay-Spieße

Für den optimalen Geschmack der Satay-Spieße ist diese Einwirkzeit sehr empfehlenswert.


2. Backofen oder Grill


Satay-Rezept
Spieße im Topf kurz vor dem Garprozess

Wer einen Grill hat, kann das Satay-Rezept originalgetreu nachmachen, denn in Südostasien läuft die Herstellung genau so ab. Egal ob in Malaysia, Indonesien oder Singapur: Überall gibt es sogenannte food courts, wo man Satay kaufen kann. Es handelt sich um so etwas ähnliches wie eine deutsche Hähnchenbude, nur in einem teilweise etwas größeren Stil, wie in einem Fastfood-Restaurant.

Wem der Grill zu umständlich ist, oder wer keinen hat, benutzt einfach den Backofen. Bei 180° C beträgt die Garzeit ca. 40 Minuten bei Umluft. Das Fleisch wird hierzu auf eine Alufolie gelegt und zusätzlich noch mit etwas Öl übergossen, damit die Satay-Spieße nachher nicht zu trocken sind.


3. Erdnusssoße



Wer im Asia-Laden Halt macht, kann dort gerne eine Satay-Sauce kaufen. Der Vorteil ist, dass man sich den Vorgang der eigenen Würzmischung sparen kann und einen Einblick bekommt, wie so eine Sauce überhaupt schmecken soll.

Der Nachteil ist, und das gilt vor allem für diejenigen meiner Leser, die auf die Kohlenhydrate achten, dass fertige Satay-Soßen oft viele Kohlenhydrate haben, besonders Zucker.

Es gibt aber einen Trick, wie man die Erdnusssoße selber machen kann: Man liest sich die Zutatenliste durch und empfindet dieses Rezept einfach nach.

So weiß ich, dass Satay-Sauce zum größten Teil aus gerösteten Erdnüssen besteht, an zweiter Stelle Zucker kommt und dann noch Zwiebeln und bestimmte Gewürze. Wer kein Problem mit Zucker hat, nimmt bei folgender Zutatenliste einfach Zucker, alle anderen nehmen einen Zuckerersatz:

  • 150 Gramm geröstete Erdnüsse (nicht gesalzen!)
  • 100 Gramm Wasser
  • 2 Esslöffel Xylit (oder Zucker) oder 3 Esslöffel Erythrit
  • Prise Salz
  • 30 Gramm Erdnussöl oder Walnussöl

Das ist die Basis für die Satay-Sauce. Würde man hier keine weiteren Zutaten nutzen, dann wäre es eine sehr milde, leicht süßliche Erdnusssauce, ähnlich wie Erdnussbutter. Es soll aber ein typisch asiatischer Geschmack her. Deswegen kommen noch folgende Inhaltsstoffe dazu:

  • 1 Teelöffel Paprikapulver
  • 1 Teelöffel Koriandersamen
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 Zwiebel

Die hier genannte Rezeptur ist nach meinem Geschmack noch relativ mild. Nachwürzen ist also erlaubt!

Alle Zutaten werden im Mixer püriert, wobei man Wasser sowie Zucker oder Zuckerersatzstoff noch auslassen kann, wenn der Mixer nicht groß genug ist. Ebenso ist es erlaubt, zuerst die obigen Zutaten zu mixen (ohne Wasser), dann die unteren Zutaten, und das alles dann in einem Topf zu vereinen.

Das ist dann auch der nächste Schritt für unser Satay-Rezept. Die entstandene Paste, die ebenfalls leicht grobkörnig sein darf (aber auch gerne fein), kommt in einem Topf. Alles muss nun verrührt werden. Das Wasser ist übrigens absichtlich etwas zu viel, denn nun wird diese Satay-Sauce bei mittlerer Hitze etwas reduziert und angedickt. Sobald die gewünschte Dicke erreicht ist, ist die Satay-Soße bzw. Erdnusssauce fertig und kann in einer Schale serviert werden.


4. Beilagen



Dass man ganz einfach Erdnusssoße selber machen kann, haben wir ja schon gesehen. Nun sind die Spiesschen auf dem Grill oder im Backofen und die Erdnusssoße ist auch schon fertig. Wie sieht es mit Beilagen aus?

Nun, in Südostasien werden in der Regeln Reisbällchen serviert, die so aussehen, als hätte man sie in eine Sandkastenform gepresst. Dazu gibt es Zwiebeln und Gurken. Eine ähnliche Komposition ist sicher möglich, wobei man den Reis auch weglassen kann. Satay-Spieße passen sehr gut zu knackigem Gemüse.

Noch eine kleine Anekdote am Rande, um das mit den Beilagen zu erläutern: Bei meinem ersten Aufenthalt in Singapur habe ich an einem einzigen Tag über 20 Holzspieße Satay gegessen. Es ist einfach ein Rezept, welches mit wenig Beilagen auskommt, und das liegt am tollen Geschmack von mariniertem Grillfleisch und der Erdnusssoße. Es handelt sich also um ein typisches Dip-Gericht, welches mit einigen wenigen Beilagen perfekt auskommt.

Satay-Spieße sind daher ein ideales Low-Carb-Rezept, wobei auch diejenigen, die keine besonderen Regeln in ihrer Ernährung beachten, auf jeden Fall mal ein Satay-Rezept ausprobieren sollten. Die vielen exotischen Gewürze geben diesem Essen eine ganz besondere Note!

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