Sojaproteinisolat: Peak Soy Protein Im Test

Ist es sinnvoll, ein rein vegetarisches Soja-Eiweißpulver wie Peak Soy Protein Isolat zu benutzen? Durchaus! Denn Sojaeiweiß bringt einige Vorteile mit sich, so zum Beispiel ist es die Alternative für Menschen mit Laktoseintoleranz oder für Veganer.

Dieser Erfahrungsbericht und zugleich Test wertet ein Sojaproteinisolat aus. Wie sonst auch natürlich unter Nennung der Inhaltsstoffe, Zutaten und Aminosäuren. Weitere Infos zu verschiedenen Formen von Eiweiß gibt es in meinem Artikel über Eiweißarten.


Bedenken bezüglich Soja?



Bei Soja-Protein gibt es viele Sorgen, dass es sich um ein Lebensmittel handeln könnte, welches schädlich, ungesund oder gefährlich sein könnte. Sogar von giftig ist die Rede, wobei man die Frage stellen kann, was denn heutzutage überhaupt noch bedenkenlos gegessen und getan werden kann. Man kann ja noch nicht einmal durch die Fußgängerzone laufen, ohne von Rauchern belästigt zu werden.

Für viele, die das Thema nicht kennen, eine überraschende Einwendung, wenn man doch bedenkt, dass Soja in der asiatischen Welt als sehr gesund gesehen wird und das Herz schützt, und das seit tausenden von Jahren.

Es gibt verschiedene Punkte der Kritik, die sich auf Soja beziehen. Häufig wird eingeworfen, es werde bei bestimmten Lebensmitteln gentechnisch verändertes Saatgut benutzt, welches für die Gesundheit schädlich sein kann. Das Peak Soy Protein, welches ich im Test vorstelle, ist "ohne Gentechnik", eine Behauptung, die man nach europäischen Schutzvorschriften nur aufstellen darf, wenn sie der Wahrheit entspricht.

Ein weiteres Argument, weshalb Sojaproteinisolat aus Sicht von Biologie und Medizin giftig sei, sind die enthaltenen Isoflavone. Es ist dabei äußerst bizarr, dass diese sekundären Pflanzenstoffe manchmal als krebshemmend, manchmal als krebserregend dargestellt werden. Eine gute Argumentation, warum wir doch eher ersteres glauben sollten, liefert Dr. Ulrich Strunz in seinem Artikel Soja schützt vor Krebs.

Man kann die Diskussion natürlich ewig weiterführen. Ich selbst bin der Meinung, dass heutzutage im Prinzip alle pflanzlichen Lebensmittel zu Tode gesprüht werden mit Insektenschutzmitteln, mit Abgasen "bestäubt" werden und so weiter und wir eigentlich nur durch eine erhöhte Immunabwehr (also durch Stärkung des eigenen Körpers) aus diesem Dilemma herauskommen.

Außerdem darf man die starke Lobby hinter der Pharmaindustrie nicht vergessen, die uns natürliche Lebensmittel zugunsten von Medikamenten abspenstig machen will, auch durch negative Forschung.

Wer also Karotten isst, kann auch Soja essen. Wie gesagt, meine Meinung. Ich persönlich habe mir das Peak Soy Protein gekauft und stehe dazu. Negative Erfahrungen oder Nebenwirkungen hatte ich bisher übrigens keine.


Vorteile und Nachteile von Sojaproteinisolat


Peak Soy Protein Sojaproteinisolat
Peak Soy Protein Sojaproteinisolat

Warum also sollte man Peak Soy Protein Isolat kaufen bzw. was würde dagegen sprechen? Hier einige Erklärungsversuche.


Vorteile


  • Rein vegan und vegetarisch - in Zeiten von Massentierhaltung ein durchaus moralisches Argument
  • Sehr niedriger Gehalt an Kohlenhydraten - 0,5 bis 1,0 Gramm pro 100 Gramm Pulver - super für Erfolge beim Abnehmen!
  • Gut für Herz und Durchblutung wegen hohem Gehalt an Arginin - öffnet die Blutgefäße!
  • Perfekt für Menschen mit Laktoseintoleranz - keine Blähungen mehr!
  • Kann in Reinform gekauft werden - 99,8% reines Sojaproteinisolat (der Rest sind Vitamine)
  • Gehört zu den günstigsten Eiweißsorten, die man kaufen kann
  • Gut für Frauen, da Soja östrogene Hormone beinhaltet

Nachteile


  • Schnell verwertbar, damit nicht so lange im Magen-Darm-Trakt und deshalb nicht so lange sättigend
  • Die Biologische Wertigkeit ist nicht so hoch - also nicht ganz so perfekt beim Muskelaufbau


Natürlich kann man noch willkürliche Nachteile hinzuaddieren, zum Beispiel mag nicht jeder den Geschmack von Soja. Ich gehe allerdings davon aus, dass die Entscheidung für Soja bewusst getroffen wird, daher wird sich jeder darüber im Klaren sein, was er da kaufen möchte.

Doch nun zu den eigentlich interessanten Fakten, nämlich Zutaten, Nährwerte und Aminosäuren.


Zutaten, Nährstoffe, Aminosäuren



Es gibt Peak Soy Protein Isolat in zwei Versionen. Die eine ist natürlich, 99,8 Prozent reines Sojaproteinisolat ohne jegliche Zusätze außer Vitaminen. Die andere Version ist genauso, nur dass hier 93 Prozent Sojaproteinisolat vorhanden sind und noch knapp 7 Prozent Zusätze für die Geschmacksrichtung Schoko.

Das bedeutet für die Sorte Neutral folgende Inhaltsstoffe:


  • Sojaproteinisolat (Injection Grade - ohne Gentechnik) 99,8 %
  • Vitaminmischung (Ascorbinsäure, Nicotinsäureamid, alpha-Tocopherylacetat, Calcium-D-Pantothenat, Thiaminnitrat, Riboflavin, Pyridoxin-Hydrochlorid, Folsäure, Biotin, Cyanocobalamin)


Für die Geschmacksrichtung Schoko sind folgende Zutaten anzugeben:


  • Sojaproteinisolat (Injection Grade - ohne Gentechnik) 93,0 %
  • Kakaopulver stark entölt 5,0 %
  • Aroma
  • Säuerungsmittel: Zitronensäure
  • Süßungsmittel: Sucralose und Acesulfam-K
  • Vitaminmischung (siehe oben)


Man kann sich entsprechend aussuchen, was einem besser gefällt. Die meisten Menschen entscheiden sich trotz vermeintlicher Zusatzstoffe für den besseren Geschmack. Das ist aber der persönlichen Meinung des Einzelnen überlassen.

Als nächstes stehen die Nährwerte auf dem Programm. Der Hersteller von Peak Soy Protein liefert uns für beide Sorten seines Pulvers eine Nährstofftabelle. Ich fasse beide Tabellen in einer Nährwerttabelle zusammen:

Peak Soy Protein pro 100 Gram Neutral Schoko
Kalorien in Kcal 367 352
Fett 0,5 0,9
Kohlenhydrate 0,5 1,0
Eiweiß 90,0 85,0

Beide Sorten weisen herausragende Werte in Bezug auf niedrigen Fett- und Kohlenhydratgehalt auf. Das ist einer der Vorteile dieses Pulvers.

Zuletzt noch ein Blick auf die Aminosäuren. Da es sich um reines Sojaproteinisolat handelt, ist die biologische Wertigkeit nicht so wahnsinnig hoch, was man beispielsweise am relativ niedrigen Wert von Tryptophan erkennen kann. Dieser beträgt 1,2 Gramm pro 100 Gramm Protein. Zum Vergleich: Whey-Isolate erreichen mitunter 2,0 Gramm pro 100. Ein ziemlich deutlicher Unterschied.

Aminosäureprofil pro 100 Gramm
L-Alanin 4,2
L-Arginin 7,1
L-Asparaginsäure 11,7
L-Cystein 1,0
L-Glutaminsäure 20,0
L-Glycin 4,2
L-Histidin 2,5
L-Isoleucin 4,4
L-Leucin 8,0
L-Lysin 6,1
L-Methionin 0,6
L-Phenylalanin 4,8
L-Prolin 6,1
L-Serin 5,3
L-Threonin 4,2
L-Tryptophan 1,2
L-Tyrosin 3,3
L-Valin 5,3

Es ist wie immer wichtig, bei einer Beurteilung der Aminosäurenbilanz darauf zu achten, dass die biologische Wertigkeit nur ein Teil des großen Ganzen ist. Wer nur auf Muskelaufbau setzt, ist mit Whey besser beraten.

Ein starker Vorteil jedoch ist wie gesagt das Arginin. Es hat unter anderem wertvolle Funktionen in Bezug auf die Durchblutung.

Soweit zum Aminosäurenprofil. Weiter geht es mit Tipps zur Einnahme.


Dosierung, Zubereitung, Anwendung



Der Hersteller von Peak Soy Protein liefert gleich einen Messlöffel mit, so dass die Portionierung einfach ist. Die meisten Messlöffel haben Platz für 10 Gramm Pulver, so dass man drei Löffel nimmt, dieser ist jedoch größer, so dass man nur zwei Löffel nimmt.

Die insgesamt 30 Gramm Pulver werden also in einen Behälter mit ca. 300 ml Flüssigkeit geschüttet. Am besten eignet sich dazu ein Eiweißshaker. Wer abnehmen will, sollte entweder kaltes Wasser oder eine Sojamilch mit sehr wenig Kohlenhydraten nutzen. Eine Kombination mit Milch wäre möglich, dann hätten jedoch einige Menschen wieder Schwierigkeiten mit Laktose, außerdem wäre da zu viel Zucker drin.

Ebenfalls eine sinnvolle Alternative zu Milch und Wasser: Kaffee. Denn der Geschmack fällt insgesamt gut in das Spektrum von Schoko und Soja.

Wie immer lautet mein wichtigster Hinweis: Während des Tages viel Flüssigkeit trinken und beim Essen auch mal Ballaststoffe zu sich nehmen, damit die Verdauung keine Probleme macht. Solche Nebenwirkungen kann man leicht umgehen.


Meine Erfahrungen / Bewertung



Vom Geschmack her war das Pulver in der Geschmacksrichtung Schoko selbstverständlich stark vom Soja-Aroma gefärbt. Ich habe nur ein mal am Tag auf Sojaproteinisolat gesetzt, und zwar morgens zusammen mit Kaffee in einem Shaker.

Das Resultat war, dass ich auf der Arbeit (wo ich nicht immer etwas esse) durchaus über 4 Stunden ohne eine weitere Mahlzeit auskam. Es ist jedoch in Ordnung, wenn man neben dem Soja-Drink auch mal ein paar Nüsse nascht, damit der Magen was zu tun hat.

Ansonsten war die Sättigungswirkung nicht ganz so toll wie bei Casein, welches etwas mehr bläht, dafür aber den Magen mit komplexen Proteinen lange beschäftigt.

Ich nutze Sojaproteinisolat auch weiterhin einmal täglich, weil es sehr günstig ist, weil Soja aus meiner Sicht gesund ist und weil ich auch beim Eiweiß gerne meinem Körper Abwechslung biete. Meine Frau nimmt das Soja deshalb, weil sie laktoseintolerant ist.

Insgesamt also durchaus eine sinnvolle Ergänzung für viele Menschen, gerade Vegetarier und Veganer. Der Inhalt einer Dose hält ziemlich lange, wenn man nur einen Shake am Tag trinkt.


Wo kaufen?



In der Drogerie habe ich Peak Soy Protein noch nie gesehen, leider auch keine alternativen Pulver mit reinem Sojaproteinisolat. Bei Amazon kann man es jedoch bekommen und selbstverständlich auch mit anderen Produkten dort vergleichen und dann bestellen: Peak Soy Protein Isolat

Soweit zu meinem Testbericht dieser veganen und vegetarischen Alternative.

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