Kaffee Wie Bei Starbucks Selber Machen - Das Low-Carb-Rezept

Es gibt Kaffee, und es gibt Starbucks. Zwischen normalen Kaffeesorten, die man zu Hause macht, und einem echten Starbucks-Kaffee gibt es einen himmelweiten Unterschied. Doch wie kann man so einen Kaffee nachmachen und geht das auch ohne Zucker?

Ich möchte diesem Geheimnis auf die Schliche kommen und habe mir daher überlegt, aus was Kaffee von Starbucks besteht und wie man das mit passenden Lebensmitteln imitieren könnte.


Die Bestandteile von Starbucks-Kaffee

Starbucks selber machen
Starbucks Seattle Latte im Büro

Es gibt verschiedene Sorten von Starbucks-Kaffee, beispielsweise Frappuccino oder Seattle Latte. Die Unterschiede zwischen diesen beiden sind aber eher gering und jeder kann die Inhaltsstoffe auf der Verpackung ablesen.

In meinem Beispiel nehme ich den Seattle Latte, der in vielen Supermärkten im Kühlregal steht, als Grundlage. So einen habe ich mir gekauft und auf seine Zutaten und Inhaltsstoffe hin analysiert.

Zutaten:


  • Milch mit 3,1 % Fett - 75%
  • Starbucks Arabica Kaffee (Wasser und Kaffee-Extrakt) - 20%
  • Zucker - 5%
  • Natürliches Kaffeearoma (natural coffee flavouring)
  • Zusatzstoffe wie Säureregulatoren, Stabilisatoren, Emulgatoren, die hauptsächlich dazu dienen, den Kaffee für Transport und Verkauf fit zu machen

Für einen frischen Kaffee, der Starbucks sehr gut imitiert, müsste man in erster Linie die drei erstgenannten Stoffe nachempfinden, da diese zusammengenommen bereits 100 Prozent der Gesamtsubstanz ausmachen (75% + 20% + 5%). Die übrigen Inhaltsstoffe bewegen sich offenbar in einem Bereich von weniger als einem Prozent. Insofern scheint es durchaus realistisch, einen Starbucks-Kaffee zu Hause selbst machen zu können und so Geld zu sparen.


Die Nachahmung


Seattle Latte frappuccino
Kann man den Starbucks-Geschmack imitieren?

Der überwiegende Bestandteil, nämlich Milch, ist sicher kein Geheimnis. Da kann Starbucks als Hersteller auch nicht wirklich tricksen, und ein normal Sterblicher kann genau die gleiche Milch benutzen. Lediglich der Zuckergehalt kann für diejenigen ein Problem sein, die sich low carb ernähren wollen. Es gibt jedoch Alternativen, zum Beispiel Sojamilch mit sehr wenig Zucker, beispielsweise mit nur 0,2 g Kohlenhydraten pro 100 ml.

An zweiter Stelle bei den Zutaten hat Starbucks Arabica-Kaffee genannt. Bekanntermaßen gibt es bei Kaffeebohnen große Unterschiede in Geschmack und Qualität. Es ist gut möglich, dass der gute Geschmack von Starbucks-Kaffee auch etwas mit der Wahl der Bohnen zu tun hat.

Eine Möglichkeit, um hier einen hochwertigen, leckeren Kaffee wie bei Starbucks selber zu machen, wäre, sich eine Kaffeemühle anzuschaffen und sich eine gute Sorte ganzer Bohnen zu besorgen. Bei Kaffeebohnen ist es wie bei Kräutern: frisch zubereitet ist einfach besser.

Davon abgesehen sollte der Kaffee hochkonzentriert sein, damit das Kaffee-Aroma im Endprodukt gut zur Geltung kommt. Wir erinnern uns: Aus der Kaffee-Kanne kommen nur 20 Prozent ins Getränk, ansonsten ist Milch dominant.

Zucker steht an dritter Stelle. Bei einem ganzen Liter Flüssigkeit müsste man entsprechend 50 Gramm Zucker nutzen. Zum Glück gibt es gute Alternativen hierfür, ich persönlich empfehle Xucker Light, weil es keine Kalorien hat und ansonsten wie Zucker aussieht und schmeckt.

Damit sind die hauptsächlichen Zutaten bereits durch. Sie machen gemäß der Hersteller-Angaben bereits 100 Prozent der Inhaltsstoffe aus. Die übrigen Stoffe sind in sehr kleinen Mengen vorhanden, aber zumindest das Kaffee-Aroma sollte noch erwähnt werden. Der englische Begriff, natural coffee flavouring, ist offenbar nicht einheitlich geregelt, denn man kann im Internet verschiedene Mixturen mit dieser Bezeichnung kaufen.

Einige davon haben Vanille als Basis, andere Alkohol und Zuckersyrup. Was genau Starbucks unter dem Begriff natürliches Kaffee Aroma versteht, konnte ich bisher nicht herausfinden. Ich habe jedoch für mich selbst festgestellt, dass die Zugabe von etwas Vanille-Aroma (gibt es als Zutat bei den Backwaren) bzw. echter Vanilleschoten den Geschmack deutlich verbessern kann. Möglicherweise gibt genau dieses Aroma Starbucks den gewissen Kick.

Übrigens kann man neben Vanille auch Zimt oder ähnliche Gewürze hinzufügen, um die Geschmacksnote aufzuwerten. So kann jeder seinen individuellen Kaffee wie bei Starbucks selber machen.

Da wir auf Säureregulatoren, Emulgatoren und andere künstliche Zusätze verzichten können, sind die Zutaten damit auch schon abgearbeitet.


Einkaufsliste für einen Low-Carb-Kaffee nach Starbucks-Art



Ein paar Dinge können nützlich sein, um sich hervorragenden Kaffee selbst herstellen zu können. Alles, was man dafür machen muss, ist, sich die entsprechenden Hilfsmittel zu besorgen. Manch einer hat vielleicht schon eine eigene Kaffeemühle zu Hause, andere vielleicht noch nicht. Doch die Anschaffung loht sich und es gibt auch günstige Kaffeemühlen.

Eine davon habe ich mir besorgt und sie in meiner Einkaufsliste genannt: Einkaufsliste für Kaffee wie bei Starbucks (Amazon).

Folgende Artikel benötigen wir:

  • Kaffeemühle
  • Gutes Kaffeepulver (entweder im Laden kaufen oder bei Amazon nach Bewertungen vergleichen)
  • Xucker Light als Ersatz für Zucker
  • Sojamilch mit wenig Kohlenhydraten oder auf Wunsch normale Milch
  • Vanille, Zimt etc. (optional)

Bei der Zubereitung des Kaffees nehme ich dann gerne auch mal 4 Löffel gemahlene Bohnen, damit ordentlich Aroma vorhanden ist. Man muss bei den übrigen Zutaten dann lediglich umrechnen. Für einen
ganzen Liter braucht man 750 Milliliter Milch, 200 ml stark dosierten Kaffee, 70 Gramm Xucker Light (weil die Süßungskraft nicht ganz so stark ist wie bei normalem Zucker) und bei Bedarf gerne noch etwas Zimt, Vanille oder ähnliche Zusätze für den Geschmack.

Ganz wichtig natürlich: Ordentlich durchkühlen im Kühlschrank, dann hat man ein leckeres Getränk. Sicherlich lohnt es sich außerdem, mit den verschiedenen Gewürzen und deren Dosierung zu experimentieren. Das hat man bei Starbucks sicher auch gemacht, bevor man die perfekte Mischung hatte.

Wer hat noch Tipps für den perfekten Kaffee-Geschmack?

Kommentare:

  1. Danke, das wird definitiv ausprobiert :)

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  2. Wow vielen Dank ich hab es mal nachgemacht und der schmeckt ech klasse!
    Nachdem ich von der Marke Starbucks wegen Scientology-verdacht nicht so viel halte bin ich echt froh das gefunden zu haben. Der Kaffee von denen schmeckt halt echt lecker =D

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    1. Hallo Valentin,

      na also, dann klappt das Rezept ja, wenn es dir geschmeckt hat. Hoffentlich werden noch viele andere entdecken, dass man nicht den teuren Marken-Kaffee kaufen muss.

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