Cola Zero: Ungesund Oder Sinnvoll? Das Experiment!

Zu Coke Zero gibt es extrem viele Meinungen. Von gefährlich, schädlich, ungesund, krank und fett machend bis sinnvoll, gut zum Abnehmen und sogar gesund. Gleichzeitig herrscht Unklarheit darüber, ob Cola Zero den Blutzuckerspiegel beeinflusst, Heißhunger verursacht oder das Geschmacksempfinden verzerrt.

Der beste Weg, um zumindest einige dieser Fragen zu klären, ist, selbst zu messen. Und genau das habe ich getan. Ein Experiment zur Wirkung von Coke Zero auf den Blutzuckerspiegel mit einem Messgerät für Diabetiker! Ich verlasse mich doch nicht auf Studien von anderen Leuten!

Das ist aber noch nicht alles. Hier ein Überblick über die Themen:


  • Unterschied Cola Light - Cola Zero
  • Coke Zero und der Blutzuckerspiegel - ein Experiment am eigenen Körper
  • Ist Cola Zero gesund oder ungesund?
  • Vorteile und Nachteile
  • Meinungen zu Coke Zero aus dem Netz
  • Mögliche Alternativen und Tricks
  • Fazit


Welche Überraschungen halten die Getränke von Coca Cola bereit? Finden wir es heraus!


Unterschied Cola Light - Cola Zero


Unterschied Cola Light Cola Zero
Cola Light und Coke Zero - Unterschied?

Zunächst einmal eine ganz entscheidende Frage: Was ist der Unterschied zwischen Cola Light und Coke Zero?

Es handelt sich dabei um so eine brennende Frage, dass der Hersteller beider Getränke dem Thema eine eigene Seite auf seinem Internetangebot gewidmet hat. Allerdings sind die Antworten dort eher unbefriedigend und wirken oberflächlich. Es scheint sich eher um einen Unterschied des Image zu handeln, da "Zero" eher cool und männlich wirken soll und "Light" eher kalorienbewusst und für Frauen geeignet klingen soll.

Erst etwas weiter unten, in den Kommentaren, stellt dann Coca Cola nach einiger Kritik klar:

"Der Unterschied zwischen Coke Light und Coke Zero sind nicht die Zutaten, sondern der Unterschied liegt im Geschmack. Coke Zero schmeckt fast wie die klassische Coca-Cola, diese Geschmacksfacette entsteht durch eine andere Zusammensetzung der Süßstoffe und Aromen".

Das ist zwar immer noch ein wenig unpräzise, bringt uns der Wahrheit jedoch etwas näher. Ein Blick auf die Zutaten und Inhaltsstoffe macht die Sache da schon deutlicher:

Cola Light Zutaten, Coke Zero Zutaten
Minimale Unterschiede in der Zusammensetzung

Bei den Nährwertangaben sehen beide Getränke nahezu identisch aus. Cola Light (silbernes Etikett) hat 0,7 Kalorien pro 100 ml, Coke Zero (schwarzes Etikett) hat 0,2 Kalorien pro 100 ml. Das macht in der Praxis absolut gar keinen Unterschied. Ansonsten gilt: null Zucker, null Fett, null gar nichts, und zwar für beide.

Allein die Zutaten ergeben einen kleinen Unterschied. Betrachten wir beide im Vergleich:

Cola Light:


Wasser, Kohlensäure, Farbstoff E 150d, Säuerungsmittel Phosphorsäure und Citronensäure, Süßungsmittel (Natriumcyclamat, Acesulfam K, Aspartam), Aroma, Aroma Koffein.

Cola Zero:


Wasser, Kohlensäure, Farbstoff E 150d, Säuerungsmittel Phosphorsäure, Süßungsmittel (Natriumcyclamat, Acesulfam K, Aspartam), Aroma, Säureregulator Natriumcitrate, Aroma Koffein.

Ich habe den jeweiligen Unterschied markiert, so dass man ihn gut erkennen kann. Bei Cola Light wird Citronensäure als Säuerungsmittel benutzt, welche bei Cola Zero überhaupt nicht vorkommt. Dafür enthält Coke Zero den Säureregulator Natriumcitrate, welcher bei Cola Light wiederum nicht vorhanden ist.

Der Unterschied zwischen Cola Light und Cola Zero ist verschwindend gering. Es handelt sich genau genommen noch nicht einmal um echte Aromen, die hier unterschiedlich sind, sondern um Zusatzstoffe, die sich auf PH-Wert und Säuerungsgrad beziehen.

Somit kann man feststellen, dass es zwar einen leichten Unterschied im Geschmack geben wird. Jedoch ist es möglich, dass wahrgenommene Unterschiede stark subjektiv gefärbt sind und man sich diese auch leicht einbilden kann.

Was die Wirkung auf den Körper angeht, kann man sagen: Es gibt keinen Unterschied. Denn beide haben quasi null Kalorien und tragen nichts zur Nährstoffbilanz des Körpers bei, somit wird der Effekt bei nachfolgendem Experiment für beide Getränke identisch sein.


Coke Zero und der Blutzuckerspiegel - ein Experiment am eigenen Körper



Ich habe schon unterschiedliche Meinungen zu Diätgetränken gehört und gelesen, sogar von Zahnärzten. Viele Menschen halten Diät-Getränke für "fake" und behaupten, dem Körper würde auf diese Weise eine Einnahme von Zucker vorgegaukelt werden, was wiederum zu heftigen Reaktionen führen könne.

In der Theorie ist das nachvollziehbar, aber noch lange nicht bewiesen. Nur, weil wir denken, etwas schmeckt sehr süß, muss das nicht bedeuten, dass unser Körper automatisch Insulin ausschüttet, um einem "gefühlten" Blutzuckeranstieg entgegen zu wirken. Es ist nämlich durchaus denkbar, dass sich die Insulinausschüttung an tatsächlich vorhandenem Zucker bemisst, und nicht am Geschmacksempfinden des Gehirns.

Doch weg von der Theorie und hin zur Praxis. Ich habe mir ein Blutzuckermessgerät besorgt, um herauszufinden, was Cola Zero mit meinem Insulinspiegel anstellt. Um auch wirklich nur die Wirkung von Coke Zero zu beobachten, habe ich vor Beginn meines Experiments 17 Stunden lang nichts gegessen. Meine letzte Mahlzeit war um kurz vor 18:00 Uhr am Vorabend, und mein Projekt begann um kurz vor 11:00 Uhr am Folgetag.

Folgende Annahmen habe ich zu Beginn gemacht:


  • Wenn der Körper ähnlich auf Cola Zero reagieren würde wie auf ein normales zuckerhaltiges Getränk, würde die Wirkung sehr schnell eintreten (innerhalb von einer Stunde), da Flüssigkeiten vom Körper sehr schnell aufgenommen und verdaut werden
  • Um eine heftige Reaktion auszulösen, würde ich zwei Gläser (insgesamt 600 ml) auf einmal trinken, ohne Wasser und ohne vorher irgendwann bereits ein Glas Wasser getrunken zu haben
  • Der Blutzuckerspiegel kann nicht steigen, da ich keinen Zucker aufnehme
  • Es ist jedoch möglich, dass der Blutzuckerspiegel stark sinkt, weil der Körper denkt, es wäre viel Zucker im Blut vorhanden, den man abtransportieren müsste (durch Insulinausschüttung)
  • Ebenfalls denkbar ist, dass der Insulinspiegel kaum oder gar nicht beeinflusst wird, da der Körper merkt, dass tatsächlich kein Zucker ins System gelangt


Danach ging es zur Messung meines Blutes im Nüchtern-Zustand:

84 mg/dL um 10:49 Uhr


Mein Wert betrug 84. Als normal für einen nüchternen Menschen gilt ein Wert von 80 bis 100 Milligramm pro Deziliter. Also war ich hiermit schon zufrieden.

Sofort danach trank ich zwei volle Gläser Cola Zero auf leeren Magen. Allein dadurch war ich schon satt, obwohl ich ja seit vielen Stunden nichts gegessen hatte. Ich machte es mir auf dem Sofa gemütlich und ließ einige Zeit verstreichen. Meine erste Kontrollmessung erfolgte dann etwa eine halbe Stunde später.

80 mg/dL um 11:20 Uhr


Wie erwartet stieg der Blutzuckerspiegel nicht an, was ja auch unlogisch gewesen wäre. Bei echter Coca-Cola wäre ich vermutlich zu diesem Zeitpunkt bereits im Überzucker gewesen und mein Körper hätte eine Gegenreaktion eingeleitet.

Obwohl mein Blutzuckerspiegel leicht sank, ist das nur eine sehr kleine Veränderung, und zwar um gerade einmal 4,76 Prozent. Also im Prinzip fast gar nichts. Ich kenne mich mit Veränderungen beim Blutzuckerspiegel ganz gut aus, da ich mal ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert habe und dort 12 Monate lang den Insulinspiegel eines behinderten (an Diabetes leidenden) Jugendlichen überwachen musste (da gab es Schwankungen von 23 bis über 300).

Meine eigene Wahrnehmung war übrigens ziemlich entspannt. Ich konnte an mir selbst keine Änderungen feststellen, selbst der Koffeingehalt in der Cola Zero hat mich zu keinem Zeitpunkt verrückt gemacht.

Es fehlte noch eine letzte Messung, und zwar nach mehr als einer ganzen Stunde:

79 mg/dL um 11:59 Uhr


Bei echter Coca-Cola wäre ich jetzt vermutlich im Unterzucker gewesen, hätte zittrige Hände und Heißhunger. Mein Körper hätte auf die Zucker-Flut reagiert, Insulin in Massen ausgeschüttet und viel mehr Zucker aus dem Blut in die Fettzellen transportiert, als mir lieb gewesen wäre. Dadurch wäre plötzlich zu wenig Zucker im Blut gewesen und ich hätte nach Süßigkeiten geschrieen.

Bei Cola Zero sieht man jedoch, dass es im Vergleich zu einer halben Stunde vorher praktisch keinen Unterschied gibt. Dass der Wert nun lediglich um einen weiteren Punkt auf 79 gefallen ist, bestätigt meine Vermutung, dass sogar eine Stabilisierung des Blutzuckerspiegels eintritt. Übrigens habe ich erst eine weitere Stunde danach etwas gegessen - ich hatte einfach keinen Drang, schon Nahrung zu mir zu nehmen.

Das eindeutige Ergebnis: Cola Zero hat keine bis höchstens minimale Auswirkungen (weniger als 6 Prozent Veränderung) auf den Blutzuckerspiegel. Die Wirkung von Coke Zero auf den Körper ist so gering, dass man nichts merkt.

Dadurch lässt sich ableiten, dass Cola Zero zum Abnehmen geeignet sein muss, da keine Kalorien zugeführt werden, der Blutzuckerspiegel nicht ins Wanken gerät und die Fettverbrennung logischerweise nicht gestoppt wird. Heißhunger ensteht auch nicht.

Doch selbstverständlich ist das nur ein Teilaspekt dieses Getränks. Wie sieht es mit anderen wichtigen Punkten aus?


Ist Cola Zero gesund oder ungesund?



Die Frage, ob Coke Zero (und damit auch Cola Light) gesund oder ungesund ist, muss man aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Auf der einen Seite muss man sich die Inhaltsstoffe und Zutaten anschauen und daraus ableiten, ob diese ungesund, schädlich oder sogar gefährlich sein können oder einfach nur harmlos sind.

Auf der anderen Seite muss man sich aber auch immer die Frage stellen: Aus welcher Situation kommt man gerade, wenn man sich für Cola Zero entscheidet? Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man vorher täglich nur Mineralwasser und grünen Tee getrunken hat, oder ob man seit Jahren zuckerhaltige Cola, Fanta oder Sprite trinkt.

Und genau damit möchte ich auch die erste Aussage einmal aufstellen: Cola Zero kann eigentlich nicht gesund im klassischen Sinne sein. Denn gesund würde ja heißen, dass irgendetwas von Grund auf Gesundes vorhanden wäre: Wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralien, Omega-3-Fettsäuren oder ähnliches.

Zwar werden in Cola auch Pflanzenextrakte benutzt, jedoch wird selbst der Hersteller zugeben, dass dies nicht für therapeutische Zwecke sondern für den Geschmack gedacht ist. Also: Cola Zero ist nicht speziell gesund, muss aber allein deswegen nicht automatisch ungesund sein. Es ist eben ein Erfrischungsgetränk, kein Vitaminsaft.

Nun zur eigentlichen Frage: Ist also Cola Zero ungesund?

Zumindest ein großer Faktor, der Erfrischungsgetränke ungesund macht, wurde beseitigt: der Zucker. Für viele Probleme der modernen Zeit ist Zucker verantwortlich: Karies, Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, sogar Alzheimer und Krebs können auf Zucker zurückgeführt werden.

Was sicherlich weiterhin ein Problem darstellen könnte, ist die enthaltene Säure. Zwar werden Zähne und Zahnfleisch nun nicht mehr von Zucker angegriffen, jedoch kann gerade das Zahnfleisch unter den verschiedenen Säuren leiden, die in Cola Zero vorkommen. Gleichzeitig können die Zähne verfärbt werden, was sicherlich nicht so schön ist, wenn auch nicht zwingend ungesund oder schädlich.

Was jedoch von vielen Seiten als gefährlich eingestuft wird, ist der Süßstoff Aspartam. Das Zentrum der Gesundheit kritisiert den Süßstoff aus verschiedenen Gründen. Man sagt dort, dass Aspartam zu 50 Prozent aus Phenylalanin, zu 40 Prozent aus Asparaginsäure und noch dazu aus Methanol besteht.

Wenn man bedenkt, dass die beiden erstgenannten Stoffe 90 Prozent von Aspartam ausmachen, sollte man davon ausgehen, dass daraus die größten Gefahrenherde entstehen können. Was mich jedoch auf den ersten Blick stutzig macht: Das sind beides Aminosäuren, also Eiweißbausteine, die vom Körper in der Regel ganz normal genutzt werden und in vielen eiweißhaltigen Lebensmitteln vorkommen.

Es wird behauptet, dass Phenylalanin von manchen Menschen nicht gut verarbeitet werden kann, jedoch handele es sich um eine äußerst seltene Veranlagung (1:20000). Dann wiederum wird aber gesagt, dass besonders große Mengen davon wiederum zu geistigen Beeinträchtigungen führen können. Meine Frage: Wann sind solche Mengen denn erreicht?

Ähnlich ist die Kritik bei Asparaginsäure. Noch einmal zur Info: Eine Aminosäure, also eigentlich etwas, was der Körper kennen sollte. Auch hier werden mögliche Folgen genannt, die gefährlich und schädlich für die Gesundheit sein sollen. Aber welche Menge, zu welchen Bedingungen und ob das alles wirklich so eindeutig wissenschaftlich geklärt wurde, kann nicht genau gesagt werden.

Es gibt auch deutliche Stimmen, die Aspartam für komplett ungefährlich halten. Dr. Ulrich Strunz gibt uns hier gleich mehrere Artikel zur Kenntnis und argumentiert, dass Aspartam aus Stoffen besteht, die in der Natur genau so vorkommen und teilweise in natürlichen Lebensmitteln noch hochdosierter enthalten sind, als das in Coke Zero der Fall ist:




Die Diskussion um Aspartam wird so schnell nicht zu Ende gehen. Was man aber als Fakten hinnehmen muss: Dieser Stoff wird von den Gesundheitsbehörden weltweit geprüft und zugelassen. Auch die Zuckerindustrie, die sehr daran interessiert ist, Süßstoffe vom Markt zu verdrängen, hat noch keine überzeugende Studie finanzieren können, die zur Verbannung von Aspartam geführt hat.

Eines möchte ich an dieser Stelle jedoch festhalten: Jeder darf seine eigene Meinung dazu haben. Wem Aspartam von vornherein nicht geheuer ist, den werde ich heute nicht vom Gegenteil überzeugen können, und das will ich auch gar nicht. Und wer meint, dass Aspartam nicht schädlich, gefährlich oder ungesund ist, den will ich auch nicht umstimmen.

Es gibt einige Sachen, auf die wir uns aber einigen können: Cola Zero ist selbstverständlich ein ziemlich künstliches Produkt. Und natürlich: zu viel von allem ist Gift. Aber meiner Meinung nach kann man Coke Zero in Maßen genießen. Und das sind wir wieder beim Punkt: Wer sowieso nur grünen Tee trinkt, kann (und sollte) gerne dabei bleiben. Aber wer vorher zuckerhaltige Limonade getrunken hat, für den wird Cola Zero gesund sein - relativ; verhältnismäßig. Zumindest etwas gesünder! Wäre das eine zu dreiste Behauptung?


Vorteile und Nachteile



Und damit sind wir bereits bei einem weiteren wichtigen Thema angekommen. Welche Vorteile und Nachteile bieten Cola Light und Coke Zero nach unserem derzeitigen Wissensstand? Hier eine kleine Übersicht...

Vorteile



  • beeinflusst den Blutzuckerspiegel fast gar nicht
  • hat keine Kalorien
  • dadurch zum Abnehmen geeignet
  • wirkt sehr erfrischend
  • gute Alternative, um sich von normaler Coca-Cola zu trennen


Nachteile



  • enthält viel Chemie und Zusatzstoffe
  • kann die Zähne stark färben
  • enthält keine Stoffe, die von sich aus gesund sind (Vitamine etc.)
  • sehr viele Säuren enthalten, gefährlich für den Mundraum


Auch diese Betrachtung zeigt eindeutig, dass es weniger darum geht, wie gesund oder ungesund Cola Zero im Vergleich zu Wasser oder Tee ist. Denn dass natürliche Getränke viel besser sind, sollte logisch sein. Es geht jedoch um die Frage, was man sich erlauben darf, wenn man von der Lebensmittelindustrie zu sehr verwöhnt ist. Denn nicht jeder möchte nur noch Tee und Gemüse zu sich nehmen, und genau das ist für viele Menschen der Knackpunkt.


Meinungen zu Coke Zero aus dem Netz



Manchmal sind es nicht hochwissenschaftliche Artikel in Zeitschriften, die ein Thema gut auf den Punkt bringen, sondern Forenbeiträge und Artikel aus dem Internet, die genau dies tun. Ich möchte deshalb einige Meinungen zitieren, die aus meiner Sicht gut erläutern, warum wir uns mit dem Thema Cola Zero sehr intensiv auseinander setzen sollten.

Wie ich bereits gezeigt habe, beeinflusst Cola Zero den Blutzuckerspiegel nicht. Das Diabetes-Informationszentrum sieht das genau so und macht folgende interessante Aussagen:

"Da Süßstoffe keine Kohlenhydrate enthalten, erhöhen Sie nicht den Blutzucker und den Blutinsulinspiegel [...] Einzelne manchmal in der Presse erwähnt Untersuchungen, die bei Mäusen einen erhöhten Insulinspiegel nach dem Verzehr von Süßstoffen festgestellt haben, wurden bisher nicht eindeutig wissenschaftlich belegt und müssen noch überprüft werden [...] Wir halten allerdings trotzdem Süßstoffe nicht für eine wirkliche Alternative zu Zucker [...] Wir empfehlen Ihnen, Ihren Konsum an mit Süßstoffen gesüßten Getränken langsam zu reduzieren".

Ich stimme hier teilweise zu. Vor allem der letzte Abschnitt ist wichtig. Man kann sich in der Tat von Getränken mit Süßstoff lösen. Allerdings finde ich es wichtig, dass man dann auch Cola Zero als eigenen Zwischenschritt anerkennt, nämlich als Schritt weg von normaler Cola. Also erst weg von Cola auf Coke Zero, und dann von dort langsam weg auf Tee, Mineralwasser und ähnliche Getränke.

Ebenfalls sehr inspirierend fand ich die Meinung aus dem Naschkatzen-Forum. Dort schrieb eine Leserin:

"Man muss schon auf so vieles verzichten, wenn man die Ernährung umstellt [...] Und da es leider noch keine Schokolade mit null Kalorien gibt, kann man ja zumindest übergangsweise wenigstens noch die süßen Getränke lassen [...] moderate, kleinere Schritte sind eher dazu geeignet, eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, denke ich".

Und genau das denke ich auch. Das ist auch der Grund, warum ich bei meiner Anleitung zur Low-Carb-Diät sage, dass Sport eben nicht Pflicht ist. Ich möchte nicht diejenigen ansprechen, die sowieso kein Problem mit Disziplin haben, sondern diejenigen, die Schwierigkeiten haben, ihre Gewohnheiten zu ändern. Langsame Schritte zum Erfolg. Das gilt auch für die Getränke, die wir zu uns nehmen. Deswegen finde ich, dass man kalorienfreie Getränke für eine Diät übergangsweise erlauben sollte.

Trotzdem sei an dieser Stelle ein kleiner Blick auf mögliche Alternativen gewagt, denn man muss ja nicht jeden Tag Cola Zero trinken, auch wenn man sich langsam von Getränken mit Zucker verabschiedet.


Mögliche Alternativen und Tricks



Auf der einen Seite kann man alternative Getränke trinken, das ist eine Möglichkeit, weniger Light- und Zero-Produkte zu konsumieren, von denen wir nicht genau wissen, ob sie ungesund, schädlich oder gar gefährlich sind.

Dann gibt es noch Tricks, die man nutzen kann, um automatisch anders zu trinken. Doch zunächst einige Alternativen, die ich selbst nutze, nur als Beispiele und als Anregung:


  • Frisches, sprudelndes Mineralwasser mit einem Spritzer Saft anrichten (Orangensaft, Karottensaft etc.) - kann sogar selbst gepresst sein!
  • Vitamintabletten machen selbst Leitungswasser frisch, sprudelnd und schmackhaft.
  • Man kann auch eigene Getränke herstellen, die sogar süß sind, aber natürliche Süßstoffe enthalten, zum Beispiel das von mir selbst gemachte Ginger Ale.


Jetzt noch ein paar Tipps und Tricks, wie man genug Flüssigkeit zu sich nimmt, ohne dauernd Coke Zero oder Cola Light trinken zu müssen:


  • Trinken, wenn man keinen Durst hat: Natürlich haben wir nicht nur Durst, sondern sehnen uns auch nach sprudeliger Frische. Aber dadurch, dass man mehr trinkt, als unbedingt nötig ist, trinkt man automatisch weniger künstliche Getränke. Also ruhig mal ein Glas Wasser zwischendurch trinken!
  • Ein ähnlicher Tipp: Tee vorbeugend aufkochen. Wenn man zu Hause nach der Arbeit ankommt, einfach mal eine Kanne Tee machen. Die wird man dann automatisch zu Ende trinken wollen und tankt so wertvolle Pflanzenstoffe.
  • Den Kühlschrank benutzen! Ob Cola Zero, Mineralwasser oder Säfte: Wir fühlen uns besser, wenn es richtig kalt die Kehle runter geht. Auf diese Weise entsteht auch weniger Durst, weil der Anreiz, etwas Erfrischendes zu trinken, zu noch mehr Flüssigkeitszufuhr sorgt.
  • Mischen: Es muss nicht immer pure Cola Zero aus der Flasche sein - man kann noch etwas Mineralwasser dazumischen und spart so auf lange Sicht sogar Geld.


Vielleicht haben meine Leser ja sogar noch Ideen, wie man sich gesund trinken kann und auf lange Sicht ohne Cola Zero oder Cola Light auskommt. Kommentare sind daher willkommen.


Fazit



Ein paar Dinge habe auch ich gelernt: Cola Zero beeinflusst den Blutzuckerspiegel nicht und macht nach meinen Erfahrungen auch nicht süchtig. Deshalb ist das Getränk sinnvoll, wenn man abnehmen möchte. Ob Cola Zero ungesund ist oder nicht, lässt sich nicht eindeutig klären, jedoch gilt wie immer der Grundsatz, dass wir in der heutigen Zeit selbst bei Obst und Gemüse aufpassen müssen, da Schadstoffe überall lauern können.

Coke Zero kann eine sinnvolle Alternative für Menschen sein, die übergangsweise einen Ausweg aus der Zuckersucht suchen und langfristig gesündere Getränke einnehmen wollen. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass man bei der Entwöhnung von zuckerhaltigen Getränken automatisch mit der Zeit ein anderes Geschmacksempfinden entwickelt und gesünder lebt. Deswegen denke ich, dass Cola Zero einen Beitrag dazu leistet, Menschen den Weg von total ungesund zu ziemlich gesund zu ebnen. Es ist nur ein Zwischenschritt, aber für viele Menschen eben ein Schritt, den sie nicht auslassen können, ohne zu stolpern.

Daher meine persönliche Meinung, auch zur Ermutigung: Wenn euch die Ernährungsumstellung schwer fällt und ihr sehr auf Cola, Fanta oder Sprite fixiert seid, dann wechselt auf Light oder Zero und zieht den Wechsel auf Tee ebenfalls irgendwann durch. Das ist ein Kompromiss, der für eine langfristige Gesundheit sinnvoll erscheint.

Kommentare:

  1. Hallo,
    kannst du auch ein Review über Club-Mate machen?

    Gruß

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn ich es im Supermarkt sehe, kann ich ja mal nachschauen.

      Löschen
    2. Säure greift die Zähne auch ohne Kohlenhydrate an (Erodierung nennt man das).
      Aus zahnmedizinischer Sicht gilt bei allem außer Wasser: Zeit in der die Zähne dem Stoff exponiert sind, möglichst klein halten. Wir brauchen nach einer normalen Mahlzeit ca. 30min bis sich der ph-Wert im Mund wieder normalisiert hat. Das "nebenbei" Naschen ist also für die Zähne besonders schlecht. Außerdem sollte man nach stark sauren Speisen nicht direk Zähneputzen: die Säure "weicht" den Zahnschmelz auf und führt bei mechanischer Reinigung zu einem verstärkten Abnutzen des Schmelzes.

      Löschen
  2. Vielen Dank für den Artikel, er hat mich beruhigt und sehr weitergeholfen! Werde deinen Versuch und Erfahrungen auch meinen Freunden erzählen, die immer schimpfen, dass jede Cola gleich ungesund ist.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey,

      danke für deine Rückmeldung. Ja, es gibt viele Meinungen zu den unterschiedlichen Cola-Produkten. Natürlich ist es nie das beste Lebensmittel, denn auch die Säure und die künstlichen Aromen stehen ja oft in der Kritik. Aber aus meiner Sicht macht es schon einen Unterschied, ob man einfach nur so Cola kauft, oder zumindest auf den Zucker verzichtet. Es ist am Ende eine Entscheidung, die - wie so oft - jeder selbst treffen muss. Zumindest beim Abnehmen hat es mir geholfen, weil ich auf diese Weise etwas für meine Geschmackssinne tun konnte. Besser als immer nur auf alles zu verzichten ;)

      Löschen
  3. Hallo Michael. Vielen Dank für den interessanten Artikel. Ein Test in der Praxis hat viel mehr Aussagekraft als einfach nur Worte. Ich war mir auch lange nicht sicher, ob die Süße alleine ausreicht, um den Körper Insulin ausschütten zu lassen.
    Gruß

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Frage hatte mich auch immer brennend interessiert. Die Aussagen verschiedener Ärzte und Wissenschaftler gingen auseinander. Dass Cola nicht so gesund ist wie Wasser, das war ja klar, aber ob man Cola Zero zumindest als Alternative nutzen kann, um gleichzeitig den Geschmack zu erhalten, dass sollte zumindest auf diese Weise geklärt werden.

      Insofern bin ich froh, das mal probiert zu haben und mir auch bei Diäten nicht immer Zweifel erlauben zu müssen.

      Löschen
  4. Danke für diesen Artikel!! Ich kann das Gemeckere nicht mehr hören, das bei Süßstoff der Körper "denkt" er muss Zucker abbauen... Das wäre ja so das man auch annehmen muss, man isst was bitteres und der Körper DENKT es sei Gift... Erstens denkt nicht der Körper, sondern das Gehirn und zweitens bin ich der lebende Beweis, das Süßstoff nicht gefährlich ist, seit frühester Kindheit süsste meine Mutter meine Getränke ect mit Süßstoff und seit 12 Jahren trinke ich noch dazu Cola Light, seit es die Zero gibt natürlich die. Ich werde 32 und bin gesund. Trotz 3 Liter Coke Zero am Tag. Es gibt nichts was ich so gerne trinke, lieber esse ich weniger aber auf Cola zu verzichten, kommt nicht in Frage. Ich hab es oft versucht mit Tee oder Wasser, keine Chance, dann trinke ich unbewusst immer weniger. Vermutlich weil ich ab meinem 10 Lebensjahr in einem anderen Haushalt lebte und dazu gezwungen wurde, Tee und Wasser zu trinken... Das ist mir heute richtig verhasst. Liebe Eltern, wenn ihr eure Kinder dazu zwingt, nur gesundes Wasser zu trinken erreicht ihr auf Dauer nur genau das Gegenteil!

    AntwortenLöschen
  5. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Aspartam meine Gesundheit beinahe zerstört hätte. Über einen Zeitraum von einem halben Jahr hatte ich stark ausgeprägte Beschwerden, die ich nur durch Zufall auf das Aspartam zurückführen konnte. Angefangen hat alles mit ständigen Beschwerden ähnlich einer Unterzuckerung (Schwindel, kribbeln in Armen und Beinen, extreme Ermüdungserscheinungen, Kopfschmerzen usw.) Meine Lebensqualität ging gegen Null. Zu der Zeit trank ich ca. 1-2 Flaschen Cola Light (0,5L) am Tag und dazu immer wieder Mal einen Aspartamhaltigen Kaugummi. Ich lief von Arzt zu Arzt, machte Langzeitblutzuckermessungen sowie sebstständige Messungen zu Hause. Ergebniss. Blutzuckerspiegel im Normalbereich. Danach zum Neurologen mit Verdacht auf Multiple Sklerose. Kein Ergebiss. In meiner Verzweiflung erstellte ich ein Lebensmitteltagebuch und fing an mich gesünder zu ernähren, sprich, ich lies Lebensmittel wie die Cola und die Kaugummis weg. Nach ca. 1 Woche besserten sich meine Symptome schlagartig. Um herauszufinden in welchem Zusammenhang diese Symptome standen began ich im Ausschlussverfahren Lebensmittel zu testen. Ich fing also wieder an Cola Light zu trinken. Mit dem Ergebniss, dass nach kurzer Zeit die Bekannten Beschwerden wieder auftraten. Die Blutzuckerwerte waren ähnlich der Ihren, obwohl ich das Gefühl einer stark ausgeprägten Hypoglykämie hatte. Aspartam greift meiner Erfahrung nach das Nervensystem an und verursacht in vielen Fällen nur das Gefühl einer Hypoglykämie, ohne den Blutzuckerspiegel groß zu verändern. Ein einmal durchgeführter Selbsttest ist zwar lobenswert, aber in diesem Zusammenhang leider absolut nicht aussagekräftig.

    Mfg

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,

      danke für deine hier genannten Erfahrungen. Ich stimme zu, dass ein einmaliger Selbsttest diese Ergebnisse deinerseits nicht toppen kann. Es zählt die langfristige Erfahrung. Mein Selbsttest war allerdings auf den Blutzuckerspiegel allein bezogen, nicht auf andere mögliche Beschwerden.

      Ich trinke seit fast einem Jahr täglich Cola Zero oder andere Getränke, weil ich schon immer Limonaden mochte, nur jetzt eben ohne Zucker. Ich habe selber keine solche Beschwerden. Das lässt bei mir den Schluss zu, dass es entweder Menschen gibt, die offenbar durch Cola Zero bestimmte Anfälligkeiten bekommen (ähnlich wie bei Gluten, Laktose etc.), oder dass die Veränderungen in deiner Ernährung möglicherweise einen Mangel beseitigt haben.

      Auf jeden Fall nehme ich deine Erkenntnisse als Aufruf an alle auf, immer selbst zu prüfen, ob man etwas verträgt oder nicht. Denn bei vielen Lebensmittelzusätzen ist die Wirkung von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

      Löschen
  6. Lieber Michael,

    Du hast mir gerade den abend gerettet. Ich habe vergangene Woche die Diagnose Diabetes erhalten und soll nun erstmal mein Gewicht reduzieren, da ich von Insulin, Gott sei Dank, noch weit entfernt bin, muss dies über die Ernährung und Bewegung erfolgen. Generell trinke ich Wasser oder ungesüßten Tee, aber gerade am Wochenende abends hab ich schon mal gern n Glas Cola getrunken und nun war ich mir nach der Diagnose nicht sicher ob die light nun den Blutzuckerspiegel beeinflusst oder nicht. Und dein Selbsttest hat mich echt beruhigt, denn auch ich habe solche Sachen wie die Süßstoffe würden den Spiegel trotzdem steigen lassen, weil die BSD quasi verarscht werden würde. Also Danke, Danke, Danke. ...
    Nun kann ich beruhigt zumindest ab und an mal mein Glas Light-Cola trinken.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau, probier das mal für dich aus - Stück für Stück. Es muss nicht bei jedem gleich sein und ich habe ja nur einen Selbstversuch mit Messgerät gemacht, aber ich trinke sehr gerne Light und Zero Getränke und kann eindeutig bestätigen, dass es für mich auch gefühlt keinen Einfluss auf Appetit, Unterzuckerung oder Ähnliches hat.

      Löschen
  7. Kann ich voll uns ganz bestätigen, eine Auswirkung auf den Insulinspiegel hat Coke Zero/Light nicht. Habe jahrelang ketogen gelebt bei 2 tägiger ketonen Prüfung) und trinke NUR Cola Zero 2 Liter täglich sowie Cafe mit Süßstoff! Lediglich dei Calciumbindung kann schlechter sein.

    AntwortenLöschen
  8. Super Beitrag, tausend Dank! Ich liebe deine Artikel :)

    AntwortenLöschen
  9. Zunächst die Tatsachen:
    Der Körper versucht immer deinen normalen Blutzuckerwert zu halten.
    Bei Abfall des Blutzuckers wird Glucagon ausgeschüttet, was ein Hungergefühl verursacht. Bei Anstieg des Blutzuckerspiegels wird Insulin ausgeschüttet, was irgendwann wenn der Zucker abgebaut ist, aber immer noch Insulin ausgeschüttet wird, zu Heißhunger nach mehr Zucker führt. Wenn du nun Coke Zero trinkst und die Geschmacksnerven dem Körper Zucker vortäuschen, schüttet er automatisch Insulin aus. Deswegen sinkt dein Blutzuckerspiegel und wenn der wiederum sinkt, wird Glucagon ausgeschüttet, was wiederum zu Hunger führt. Genau so simpel ist es wirklich, deswegen wird die Bevölkerung fetter. Lass dir nicht den Kopf von den geldgeilen Medien verwirren, die dann sagen dass Coke-Zero gesund ist, weil der Blutzucker nicht steigt... Dazu kommen noch viele andere Faktoren, wie z.B. das der Körper auch noch dein Säure-Base-Gleichgewicht halten will und Cola inklusive der Zero-Version aber extrem(!!!) sauer sind!
    Entschuldigung falls ich nun einen DoppelPost habe, bin mir ziemlich sicher dass er vor dem einloggen nicht abgesendet wurde.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich kenne diese Meinung, sie st jedoch falsch. Es wurden mittlerweile Hunderte Untersuchungen dazu gemacht und keine einzige konnte bestätigen, dass der Körper so dumm sei und auf so etwas herein fiele. Es müsste dann ja auch eine Zuckerzufuhr ohne Geschmacksbeteiligung (intravenös) zu keiner Insulinreaktion führen, was ebenfalls nicht stimmt.
      Ich bin seit 30 Jahren Diabetiker und messe meinen Zuckerspiegel 2x bis 3x /Tag und kann das Ergebnis voll bestätigen (was ja auch aus dem vorliegenden Artikel hervor geht): Zugeführte Kohlehydrate sind blutzuckerwirksam, ob und wie man das schmeckt ist völlig unerheblich.

      Löschen
  10. Toll! Sehr ausgewogener, sehr persönlicher, sehr vielseitiger, sehr neutral gehaltener Artikel über das Thema. Eine Wohltat in der großen Flut von entweder «Cola = Teufelswerk» bis «Mainstream = automatisch gut». Danke für die Sorgfalt und Aufmerksamkeit, zB (nicht nur) die präzise Unterscheidung zwischen «nicht gesund» und «ungesund».
    Hut ab, so eine Herangehensweise würde ich mir öfter wünschen, bei vielen, auch ganz anderen Dingen!

    AntwortenLöschen
  11. Hey David,
    Das stimmt so nicht. Die neuronale Verarbeitung von süßem Geschmack unterscheidet sich grundlegend von der Regulation des Blutzuckerhaushaltes. Die Bauchspeicheldrüse misst den Zuckergehalt im Blut über einen speziellen Sensor und schüttet daraufhin Insulin aus.
    Die Geschmackswahrnehmung verfügt eher über eine vagale Kopplung z.B. an die Speicheldrüsen, via Acetylcholin. Die Systeme hängen nur minimal zusammen und arbeiten autonom.
    Dieses Wissen habe ich aus den Biochemieseminaren meines Medizinstudiums.

    AntwortenLöschen
  12. Hier von Tatsachen zu sprechen halte ich für äußerst gewagt. Die ersten 3 Sätze verstehe ich und kann sie als wissenschaftlichen Kenntnisstand akzeptieren.

    Satz 4ff verwirrt mich nun:

    "Wenn du nun Coke Zero trinkst und die Geschmacksnerven dem Körper Zucker vortäuschen, schüttet er automatisch Insulin aus."

    Ist das so? Wo ist der Nachweis für diese Behauptung? Genau um diese geht es ja in dem Selbstversuch von Michael... Der Blutzuckerspiegel steigt ja nun gerade nicht, sondern bleibt relativ konstant bei 84 bis 80 bzw. 79. Durch die fortschreitende Zeit in der der Körper ja Energie verbraucht und gleichzeitig keinen Zucker erhält, ist ja eine geringe Blutzuckerabnahme zu erwarten, oder? Die Abnahme von 84 auf 80 bzw. 79 erscheint mir daher logisch...

    "Deswegen sinkt dein Blutzuckerspiegel"

    Tut er ja laut dem Selbstversuch von Michael nicht...

    "und wenn der wiederum sinkt, wird Glucagon ausgeschüttet, was wiederum zu Hunger führt."

    Ist richtig. Tut er ja aber nicht, also auch kein Hungergefühl...

    "Genau so simpel ist es wirklich, deswegen wird die Bevölkerung fetter."

    Der Satz stimmt, wenn er sich auf den übermäßigen Gebrauch von Zucker bezieht. Denn hier fährt der Insulinspiegel Achterbahn. Bei Coke Zero tut er das gerade nicht. Durch Coke Zero wird man nicht fett!

    Da nehme ich mich als Beispiel: Bis vor einem Jahr habe ich täglich 2-3 Liter Coke Classic konsumiert. Jetzt sind es durchschnittlich eher 2 Liter Coke Zero (keine 3 Liter mehr). Warum? Weil das Verlangen nach mehr deutlich nachgelassen hat. Und ich habe 30 Kg Gewicht verloren. Die ersten 10 Kg übrigens nur aufgrund der anderen Cola-Sorte (zu der Zeit war noch nichts mit Ernährungsumstellung).

    AntwortenLöschen

Hinweise zu den Kommentaren:

-bitte nur konstruktive und nicht zynische, böswillige oder ähnliche Kommentare. Ich bin auch nur ein Mensch.
-auch gut gemeinte Kommentare werden eventuell nicht veröffentlicht, wenn eine kommerzielle Absicht erkannt wird (Backlinks, gepostete Adressen).
-die Freischaltung kann eine Weile dauern.

Plugin für ähnliche Posts bei WordPress, Blogger...