Ist Krebs Pech? Zufall? Nein!

Momentan geistert eine Nachricht durch die Medienlandschaft, vor der ich meine Leser inständig warnen möchte: Krebs ist Pech und purer Zufall.

Stop! Dem widerspreche ich! Doch erst einmal hier die wichtigsten Aussagen der entsprechenden Studie zusammengefasst:


  • Zwei Drittel aller Krebsfälle entstehen durch unfallartige Zellmutationen, die niemand verhindern kann
  • Nur bei einem Drittel sind die Krebskranken selber "schuld" - durch Rauchen bei Lungenkrebs zum Beispiel
  • Die einzige Abhilfe vor dem Zufallskrebs ist Früherkennung
  • Sich gehen lassen (rauchen, trinken, fressen) gilt nicht, denn dadurch steigt das Krebsrisiko für die Krebse, an denen man selber schuld ist.


Soweit zu den Behauptungen. Jetzt möchte ich zeigen, was überhaupt in der Studie gesagt wurde und was das bedeutet - und warum wir eben doch mehr Einfluss haben auf unsere Gesundheit.


Wie Krebs entsteht


Image courtesy of dream designs / freedigitalphotos.net

Im Magazin Science wurden die Ergebnisse der beiden Forscher Cristian Tomasetti (Biostatistiker) und Bert Vogelstein (Onkologe) der Universität Baltimore veröffentlicht.

Als Grundlage der Krebserkrankungen wurden falsch abgelaufene Zellteilungen genannt. Genetische Unfälle, wie sie in der Natur leider vorkommen, ähnlich wie bei angeborenen Behinderungen.
Dabei teilt sich eine Zelle zur Vermehrung, jedoch werden die DNS-Informationen falsch oder unvollständig weitergegeben, wie bei einer falsch formatierten Datei auf dem Computer. Daraus entstehen dann krankhafte Zellen, die außer Kontrolle geraten, indem sie im Körper Schaden anrichten, sich unkontrolliert weiter vermehren usw.

Das ist an sich auch nichts Neues. Neu ist lediglich, dass dies nun offenbar in mehr als 66% der Fälle die Ursache für Krebs sein soll. Damit sei Krebs Pech. Dadurch sei Krebs Zufall. Allein die Anzahl der Zellteilungen würde eine Krebskrankheit damit statistisch wahrscheinlicher machen, und das ist bei manchen Menschen mehr, bei anderen weniger der Fall.


Manche Völker haben keinen Krebs!



Was bei Forschern und Medien vollkommen unter den Tisch fällt: Zahlreiche Zivilisationen dieser Erde hatten kaum oder gar nicht Krebs, so zum Beispiel die Eskimos und die alten Ägypter.

Bisher wurde über diese Zivilisationen oft nur in dem Zusammenhang berichtet, dass diese eben keine Abgase, kein Rauchen und keine Umweltverschmutzung kannten, und deshalb keinen Krebs. Doch jetzt muss man neu nachdenken. Wenn zwei Drittel aller Krebserkrankungen durch genetisch vorbestimmte Prozesse stattfinden, warum gibt es dann heute noch wildlebende Völker im Urwald ohne Krebs, und warum haben wir Krebs durch Zufall und angeblich ohne Schuld?

Haben Eskimos etwa keine Zellteilung? Das wäre wohl die größte Sensation.

Aber Spaß beiseite. Haben sich unsere Gene komplett verändert von denen anderer und ältere Völker? Unmöglich. Solche genetischen Veränderungen benötigen Jahrtausende. Streng genommen sind wir mit den meisten Säugetieren zu 99 Prozent genetisch verwandt (die haben auch keinen Krebs - warum?), was schon zeigt, wie langsam solche Veränderungen ablaufen müssen.


Krebs ist "normal"



Die Erklärung liefert eine weitere Tatsache, die durch Medien und Forscher unterschlagen wird: Es vollkommen normal, dass bei einem gewissen Prozentsatz von Zellteilungen Unfälle passieren. Ja, das ist Pech. Jedoch kann ein gutes Immunsystem damit zurecht kommen.

Mutationen an Zellen enstehen. Jedoch müsste das Ergebnis, also eine kranke Krebszelle, auch überleben, sich vermehren, und weiter Schaden anrichten. Doch relativ häufig wird der Teufelskreis an genau dieser Stelle unterbrochen. Durch das Immunsystem.

Die britische Seite Cancer Research UK erklärt dazu:

Cells often destroy themselves if they have a mutation. Or the immune system might recognise them as abnormal and kill them. This means most precancerous cells die before they can cause cancer.
Zellen zerstören sich oft selbst, wenn sie eine Mutation haben. Oder das Immunsystem erkennt sie eventuell als abnormal und tötet sie ab. Das bedeutet, dass die meisten präkanzerösen Zellen sterben, bevor sie Krebs verursachen können.


Das Immunsystem stärken - mehr als nur ein Apfel am Tag



Also spielt das Immunsystem eine wichtige Rolle. Was viele Menschen nicht wissen: Das Immunsystem ist nicht wie ein Schalter entweder an oder aus, sondern es lässt sich wie eine Festung aufrüsten. Beispielsweise habe ich seit Jahren keine Erkältungen mehr, weil ich mich sehr eiweißreich ernähre und viele Vitamine und Mineralien zusätzlich zu mir nehme.

Das Cancer Research Institute hat auf Englisch eine kostenlose Broschüre herausgegeben und geht dort näher auf die Rolle des Immunsystems ein. Beispielsweise bemerke bereits 1909 der Forscher Paul Ehrlich, dass "das Auftreten von Krebs viel häufiger wäre, wenn es nicht das wachsame Immunsystem gäbe, welches aufkeimende Krebszellen aufspürt und vernichtet"

Den Knaller aber liefert, wie so oft, mein großes Vorbild Dr. Ulrich Strunz. Seinen Artikel Kein Mensch muss Krebs bekommen empfehle ich jedem dringend weiter. Besser als mit seinen Worten kann man es nicht erklären.

Wichtig ist also eine zuverlässige Versorgung des Körpers mit essenziellen Stoffen. Darüber rede ich hier auf dieser Seite ja häufiger. Wenn man dann noch weiß, dass sich Krebs von Zucker ernährt, dann kann man sein Krebsrisiko erheblich herunterschrauben.


Fazit - Jeder bestimmt sein eigenes Risiko



Es wäre sehr hochmütig von mir, zu behaupten, dass ich gar kein Risiko habe, Krebs zu bekommen. Dazu gönne ich mir zu viele kleine Sünden: Schokolade essen, in der Großstadt leben, zu wenig Sport, und so weiter.

Trotzdem hat es jeder in der Hand, ob er sein Krebsrisiko unnötig um den Faktor X vergrößern will, oder ob er durch wenigstens ein paar Mikronährstoffe sowie eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten und viel Eiweiß (dem Baustein des Immunsystems) und vielleicht auch etwas Sport sein Risiko massiv senken will. Ist Krebs Pech? Purer Zufall? Auf keinen Fall!

Liebe Leser, bitte gebt diesen Artikel an Freunde und Familie weiter, damit sie sich nicht von Zeitung und Fernsehen blenden lassen. Denn eines ist sicher: Die Medien wollen nur unsere Aufmerksamkeit, nicht unsere Gesundheit.

Kommentare:

  1. Ich sehe das ganz genauso. In meiner Verwandtschaft gabs schon einige Krebsfälle, und dennoch glaube ich, dass mir nichts großartiges passieren kann. Denn ich halte mein Leben selbst in der Hand und mit gesunder Ernährung, Sport und Lebenszufriedenheit im Allgemeinen kann man sehr viel erreichen.
    Menschen die glauben, dass er (an sie) vererbt wird, machen sich nur selbst verrückt und ziehen allein schon durch ihrer negativen Gedankenkraft und Ängste den Krebs an..

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  2. Hallo. Ich muss erst mal loswerden, dass ich ein echter Fan Ihres Blogs bin. Er hat mir geholfen schon das ein oder andere Kilo relativ unbeschwert zu verlieren (auch wenn ich bei Nudeln immer mal wieder schwach werde). Bei diesem Thema bin ich jetzt aber anderer Meinung.
    Zu Ihrer Aussage, dass viele Säugetiere keinen Krebs bekommen: Aus persönlichem Kontakt mit einem Tierarzt kann ich sagen, dass Krebserkrankungen bei Tieren nicht selten sind. Dies gilt für Wild, als auch für Zuchttiere. Allerdings verenden Wildtiere häufig ohne Krebsdiagnose, oder werden ob der natürlichen Feinde nicht alt genug um einen malignen Tumor auszubilden (Zahl der Zellteilungen...).
    Gleiches dürfte auch auf die alten Ägypter zutreffen. Wer eine Lebenserwartung von 40 Jahren hat, der bekommt nur selten Krebs. Wer sich anstrengt 90 zu werden hat da schon ein höheres Risiko. Früher ist man an "Altersschwäche" gestorben. Wer darf das heute noch? Und wer, wie wir, die Möglichkeit hat durchs MRT zu fahren oder histologische Untersuchungen zu unternehmen, der findet eben das Prostatacarcinom. Es ist dann der diagnostizierte metastasierte Tumor, der zu Gewichtsabnahme, Inappetenz und weiteren typischen Symptomen führt.
    Keine Frage, wir können unser Krebsrisiko modifizieren (das Darmkrebsrisiko sinkt, wenn wir uns japanisch ernähren zum Beispiel). Und zum Rauchen muss man ja auch Nichts mehr schreiben. Aber der sicherste Weg keinen Krebs zu bekommen ist nicht alt zu werden.
    Und ja, wir kennen heute mehr Menschen mit Krebs als früher. Warum? Wie gesagt: wir werden älter, wir kennen unsere Diagnosen und immer mehr Menschen überleben Ihre Krebsdiagnose.
    So dass war jetzt ein laaanger Kommentar. Aber ich finde es nicht fair bei Patienten mit einer Krebsdiagnose auch noch ein schlechtes Gewissen zu erzeugen nach dem Motto: hättest du nur gesünder gelebt und mehr auf dich geachtet wäre das Alles nicht passiert. Selbst Schuld.
    Wer einen Beweis möchte, dass eine gesunde Lebensweise nicht Alles vermag, der kann sich gerne die Steve Jobs Biographie anschauen. Er dachte auch, dass einem zur Diagnosestellung noch potentiell heilbarem Krebs durch eine Ernährungsumstellung beizukommen wäre. Als er merkte, dass dem nicht so war, war es für ihn zu spät.
    Ernährung, Lebensführung und Lebenseinstellung können viel---aber nicht alles.

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    1. Hallo und danke für den langen Kommentar. Ich bin froh, dass Sie meinen Blog gut finden und offenbar bei vielen Themen Übereinstimmungen mit meiner Philosophie finden.

      Wie bei vielen anderen Themen wie Politik zum Beispiel kann es passieren, dass man mal in einem Punkt verschiedener Meinung ist. Bei mir stammt vieles von dem, was mich überzeugt, direkt von Dr. Strunz. Das hängt damit zusammen, dass er mir beim Abnehmen geholfen hat wie kein anderer. Deswegen vertraue ich auch dem, was er über Krebs-Studien sagt.

      Natürlich kann man das Krebsrisiko nie komplett ausschließen, es gibt immer Restrisiken. Aber ich persönlich finde die genetische Logik sehr überzeugend: Dass der Homo Sapiens und seine Vorgängermodelle die meiste Zeit mit relativ wenig (im Vergleich zu heute) Kohlenhydraten gelebt haben. Und dass Krebs von Kohlenhydraten ernährt wird, ist inzwischen wissenschaftlich belegt.

      Natürlich gibt es eine ganze Reihe an Faktoren und besonderen Bedingungen, aber ich glaube insgesamt schon, dass sich eine Ernährungsumstellung auch in Bezug auf Krebsschutz lohnt. Mal abgesehen davon, dass dieselbe Ernährung auch in Bezug auf Demenz, Herz, Diabetes und andere Bereiche präventiv wirkt. Ich sehe also das Gesamtkonzept.

      Natürlich sollte man immer ärztliche Hilfe zu Rate ziehen, und selbst für eine Krebs-Therapie auf Low-Carb-Basis gibt es sogar schon solche Ärzte.

      Ich werde weiterhin daran glauben, dass wir zumindest die Risiken erheblich beeinflussen können, wenn auch nicht das ganze Schicksal in jeder Hinsicht.

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