Ginger Ale Zuckerfrei - Das Low-Carb-Rezept

Ginger Ale ist eine sehr erfrischende Limonade auf Basis von Ingwer. Als künstlicher Softdrink im Supermarkt ist das Getränk jedoch nicht gesünder als andere zuckerhaltige Erfrischungsgetränke. Ein wahrer Hammer ist aber Ginger Ale selbstgemacht ohne Zucker!

Nicht nur ist es möglich, den tollen Geschmack von Ginger Ale zuckerfrei zu erhalten. Das Getränk wird durch echten Ingwer noch viel frischer und belebender, außerdem wirkt die Knolle antiseptisch und tut dem Mundraum gut.

Das Low-Carb-Rezept für Ginger Ale ohne Zucker liefert die Möglichkeit, immer frische Getränke im Kühlschrank zu haben, ohne in die Zuckerfalle zu tappen. Gleichzeitig können wir das Getränk süß machen, jedoch ohne Kalorien. Ich zeige, wie es geht!


Was wird benötigt?


Ginger Ale zuckerfrei
Frische Zutaten für Ginger Ale ohne Zucker

Wir brauchen einen Mixer und ein verschließbares Gefäß, in das man bequem Wasser füllen kann. Ich habe dafür einen der vielseitigen Eiweißshaker benutzt. Später können wir noch ein Sieb gebrauchen.

Daneben brauchen wir folgende Zutaten für einen Drink (700 ml):

  • 15 Gramm Ingwerknolle
  • 1-2 Limetten
  • Einige Blätter Zitronenmelisse (optional; alternativ kann man auch mit anderen Kräutern experimentieren oder gar keine Kräuter nehmen)
  • 1 Flasche Mineralwasser mit Kohlensäure
  • Erythrit - Einen Zuckerersatzstoff, der ganz natürlich ist und keine Kalorien hat.

Dazu sei gesagt, dass man bei der Dosierung eigene Erfahrungen sammeln sollte. Das perfekte Ginger Ale ohne Zucker muss nicht sofort beim ersten Mal klappen. Mein erster Versuch endete damit, dass das Getränk viel zu scharf war. In diesem Fall kann man noch Wasser ins Getränk gießen.


Zubereitung


Limettensaft herstellen
Limetten ausrollen für mehr Saft

Ginger Ale selber machen ohne Zucker geht ziemlich simpel von der Hand. Zuerst wiegt man die Ingwerknolle genau ab. Limetten werden am besten mit der Hand etwas auf der Theke "ausgerollt", damit der Saft besser ausgepresst werden kann. Das ist dann auch schon der nächste Schritt.

Übrigens sind Limetten besser als Zitronen geeignet, weil man keine lästigen Kerne entfernen muss und die grünen Früchte meiner Meinung nach milder im Geschmack sind.

Das kleine Stück Ingwer kann ungeschält in den Mixer, zusammen mit dem Limettensaft, möglicherweise ein paar Kräutern und etwas Wasser. Nun kräftig zerhäckseln. Es bildet sich eine leicht gelbliche Flüssigkeit.

Ingwer im Mixer
Ungeschälter Ingwer nach dem Mixen

Diese Flüssigkeit, welche die Grundlage für das Ginger Ale ohne Zucker liefert, kommt nun in das große Gefäß. In meinem Fall ist das ein Eiweißshaker. Ebenfalls in den Shaker kommt Mineralwasser. Um möglichst viel Kohlensäure zu erhalten und ein Übersprudeln zu verhindern, sollte man das Mineralwasser unbedingt sehr langsam einfüllen!

Der letzte Schritt: Erythrit zuführen. Dieser Stoff sieht aus wie Zucker, schmeckt wie Zucker und kommt in der Natur vor wie Zucker. Es ist aber nur ein Verwandter davon. Wir wollen unser Ginger Ale zuckerfrei und nutzen deshalb den Ersatzstoff, der kalorienfrei ist und keinen Heißhunger verursacht.

Obwohl Erythrit nur eine Süßungskraft von 70 Prozent dessen hat, was normaler Zucker kann, würde ich die Dosierung eins zu eins empfehlen. Das bedeutet, dass wir etwa so viel "Zucker" im Getränk haben sollten wie das die Softdrink-Hersteller tun. Bei Schweppes zum Beispiel beträgt der Zuckergehalt 9,1 Gramm pro 100 ml Ginger Ale, also können wir Erythrit in ähnlicher Weise zuführen. Für ein Gefäß mit 700 ml Inhalt macht das ca. 60 bis 70 Gramm Zuckerersatz.

Auch hier wieder Vorsicht, dass kein Mineralwasser hochsprudelt.


Ab in den Kühlschrank


Ginger Ale ohne Zucker
Ginger Ale zuckerfrei

Wie man sieht, kann man das Ginger Ale selbst machen, ohne große Probleme zu erleben. Allerdings sollte es jetzt noch ein paar Stunden ziehen, am besten über Nacht. Daher das Gefäß verschließen, damit die Kohlensäure nicht entweicht. Hin und wieder kann man auch sachte den Behälter umdrehen, damit sich die Bestandteile noch besser auflösen.

Nach dem Herstellen und der Ruhezeit über mehrere Stunden ist das Getränk nun abfüllbereit. Es befinden sich noch grobe Stücke Ingwer und andere Pflanzenstoffe in der Flüssigkeit. Das ist an sich nicht schlimm, aber für den Trinkgenuss werden die meisten Menschen nun wohl lieber ein feines Sieb einsetzen.

Also her mit dem Sieb und das Getränk umfüllen. Auch hier wieder ist eine ruhige Hand gefordert, denn unser zuckerfreies Ginger Ale soll möglichst viel Kohlensäure behalten.

Das war es auch schon. Ginger Ale - zuckerfrei und erfrischend. Und für den persönlichen Geschmack, wie gesagt: Immer an der richtigen Rezeptur werkeln, denn Übung macht den Meister.

Kommentare:

  1. Hallo Michael,
    mein Kompliment für Deinen tollen Blog. habe heute Dein Ginger Ale Rezept ausprobiert (gestern angesetzt). Meine Mischung ist nicht scharf, sondern ziemlich bitter. Woran kann da liegen, hast Du Erfahrungswerte von Deinen Versuchen?
    Schönen Dank vorab für Dein Feedback,
    Sabine

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    1. Hallo Sabine,

      meine Frau, die aus Asien kommt, meint, dass man dann mehr Zucker (Zuckerersatz) benutzen sollte. Vielleicht kann man auch weniger Ingwer benutzen. Geschmäcker sind verschieden, deswegen nehme ich es vielleicht nicht als so bitter wahr, obwohl es vielleicht für manche Menschen so schmeckt.

      Ich probiere demnächst mal ein ganz sanftes Ginger Ale aus, mit ganz wenig Ingwer, nur so, dass der Grundgeschmack da ist. Mal sehen, wie das wird.

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  2. Danke für das Rezept. Allerdings verstehe ich ein paar Sachen nicht. Wäre es nicht besser erst den Zucker einzurühren und danach das Mineralwasser? So müsste doch mehr Kohlensäure zurück bleiben? Meinst du es wäre auch eine Alternative nur halb soviel Kohlensäure hinzuzufügen, es ziehen zu lassen, dann zu filtern und kurz vor dem Genuss quasi das Konzentrat mit frischem Mineralwasser aufzufüllen?
    Außerdem würde mich interessieren ob du Erfahrung hast wie sich der Geschmack ändert wenn man einen Teil Xylitol verwendet.
    Viele Grüße aus Japan
    Christoph

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    1. Hallo Christoph,

      meiner Erfahrung nach war es so, dass das Mineralwasser immer stark aufsprudelte, wenn vorher schon etwas anderes drin war. Aber wenn man sehr vorsichtig und geduldig ist, funktioniert es vielleicht besser so, wie du es beschreibst.

      Ich habe zwar Xylit / Xylitol schon bei anderen Sachen verwendet, aber nicht bei dem Ginger Ale Zuckerfrei. Ich denke, dass es gut funktionieren kann, denn Xylit hat eine gute Süßungswirkung und löst sich in Wasser besser als bei selbst gemachter Schokolade. Ausprobieren kann man es auf jeden Fall.

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