Bananendiät Im Test: Anleitung, Erfahrungen Und Erfolge

Die japanische Bananendiät ist ein Diätplan, der im Jahr 2008 ein ganzes Land im Sturm eroberte. Eine Pharmazeutin entwickelte die Diät für ihren Mann, welcher daraufhin knapp 17 Kilo verlor.

Gleichzeitig ist die Bananendiät nicht ganz so einseitig, wie der Name vermuten lassen würde. Es handelt sich nicht etwa um eine Monodiät, bei der man nur den ganzen Tag ein einziges Lebensmittel zu sich nimmt. Doch was steckt hinter dem Erfolg dieser Bananen-Diät? Dieser Testbericht deckt die wissenschaftlichen Aspekte hinter dem Gewichtsverlust auf.


Der Diät-Plan


Bananendiät
Image courtesy of nixxphotography / freedigitalphotos.net

Zunächst einmal eine Anleitung, um Überblick über die Diät zu schaffen. Die Bananendiät lässt sich in 6 einfachen Schritten zusammenfassen. Dazu gibt es jedoch noch weitere Anweisungen im Detail, damit man wirklich Erfolge erzielen kann.

  1. Zum Frühstück gibt es Bananen. Es gibt keine bestimmte Anzahl. Man soll sich lediglich satt essen, jedoch nicht bis zum totalen Völlegefühl. Der Mann, der durch seinen Erfahrungsbericht mit der Bananendiät berühmt wurde, aß bis zu vier kleine Bananen.
  2. Mittags wird ganz bewusst gegessen. Hier geht es darum, dass man im Sinn behält, dass man abnehmen möchte. Es gibt keine strikte Regel dafür, was man essen darf. In der Praxis versuchten die Abnehmwilligen in Japan jedoch, auf Reis und frittierte Lebensmittel zu verzichten.
  3. Es besteht die Möglichkeit auf einen Snack am Nachmittag um 15:00 Uhr. Dieser sollte dann jedoch sehr bewusst gegessen werden.
  4. Die letzte Mahlzeit, das Abendessen, sollte um spätestens 20:00 Uhr, besser noch 18:00 Uhr eingenommen werden.
  5. Zwischen der letzten Mahlzeit und dem Einschlafen sollten idealerweise noch vier Stunden liegen, und es ist ratsam, möglichst früh ins Bett zu gehen, auf jeden Fall aber vor Mitternacht.
  6. Wasser kann jederzeit getrunken werden.

Weitere wichtige Tipps



Zur Anleitung sollten unbedingt noch diese wichtigen Hinweise beachtet werden, damit man positive Erfahrungen macht und Erfolge erzielen kann:

  • Die Banane darf gelegentlich gegen andere Früchte eingetauscht werden.
  • Wenn man bis zu 30 Minuten nach dem Verzehr von Bananen noch Hunger verspürt, darf auch eine Ladung Haferflocken nachgelegt werden.
  • Es darf zu keiner Mahlzeit ein Dessert oder Nachtisch geben. Der Appetit auf Süßes wird nur beim Snack am Nachmittag gestillt.
  • Gegessen wird nur, bis man sich satt, aber nicht vollgestopft fühlt. Dies ist einem japanischen Sprichwort nachempfunden, welches besagt: Ein Magen, der zu Acht Zehnteln gefüllt ist, braucht keinen Arzt.
  • Nur Wasser ist als Getränk während der Diät erlaubt, und es sollte Zimmertemperatur haben.
  • Kalorienfreie Getränke sind theoretisch möglich, gehören aber im Original nicht zum Diätplan. Mit Milch sollte man die Diät nicht kombinieren, weil zu viel Zucker enthalten ist.
  • Ganz bewusst essen: Jeder Bissen sollte mit den Sinnen wahrgenommen werden. Das verbessert sowohl die körperliche Sättigung als auch die seelische Zufriedenheit.
  • Obwohl Schokolade und Kekse als Snack am Nachmittag in Frage kommen, wird von Eiscreme, Kartoffelchips und Berlinern abgeraten. Es ist aber auch möglich, Popcorn zu knabbern, welches viele Ballaststoffe beinhaltet.
  • Sport ist keine Pflicht, aber es wird empfohlen, täglich in Bewegung zu bleiben, ganz ohne Druck oder Stress. Hier können ausgedehnte Spaziergänge zu jeder Jahreszeit sinnvoll sein.


Wie funktioniert die Bananendiät?




Obwohl die meisten Diäten willkürlich wirken und seltsame Regeln in der jeweiligen Anleitung präsentieren, zeigt sich bei genauer Betrachtung, dass diese Regeln wichtig für den Erfolg sind. Die Bananendiät wurde von der Pharmazeutin Sumiko Watanabe entwickelt, und gleich sehen wir, dass sich diese Frau aus Japan etwas dabei gedacht hat. Denn diese biologischen Faktoren spielen bei der Bananendiät eine Rolle:

Enzyme


Früchte wie die Ananas oder eben die Banane enthalten Enzyme, die möglicherweise beim Abnehmen helfen können. Allein hier macht es also schon einen Unterschied, ob man sich typisch deutsch ernährt (Brötchen, Butter, Marmelade, Wurst) oder ob man auf Enzyme von lebendigen Pflanzen setzt. Ebenfalls nicht zu verachten: Sekundäre Pflanzenstoffe sind ebenfalls in Bananen enthalten.

Schlank im Schlaf


Eine nicht zu unterschätzende Komponente der Bananendiät ist das Prinzip vom Gewichtsverlust im Schlaf. Was viele nicht wissen: Der beste Fatburner im menschlichen Körper ist das nächtliche Wachstumshormon HGH. Ich habe darüber schon in meinem Artikel über Abnehmen im Schlaf berichtet. Während der Bananendiät wird viel Wert auf ausreichend Schlaf gelegt, und auch das Abendessen ist so geplant, dass das Wachstumshormon am effektivsten arbeiten kann.

Kaloriendefizit


Ein Kaloriendefizit allein sorgt noch lange nicht für einen Erfolg bei einer Diät. Aber es kann ein Erfolgsfaktor sein. Das wird gerade dadurch verstärkt, dass man während der Bananendiät dazu angehalten ist, selbst Entscheidungen zu treffen und sein Essen auch noch bewusst wahrzunehmen. Dadurch isst man erstens weniger, zweitens spürt man die eigene Verantwortung und isst nicht "blind", was die Diät einem vorgibt.

Glückshormone und Geschmacksrichtungen


Wer während seiner Diät immer nur strengen Verzicht übt, bricht irgendwann ein. Die Bananendiät beugt dem vor. Auf der einen Seite sind Snacks erlaubt, auf der anderen Seite liefert die Banane selbst schon die Grundlage für Glückshormone auf Basis des daraus gewonnenen Serotonins.

Dass durch die Snacks auch süße oder salzige (je nach Snack) Geschmacksrichtungen abgedeckt werden, sorgt für körperliche und geistige Zufriedenheit und Balance.

Vitamine und Mineralien


Viele Menschen sind so dem Konsum von Fastfood, Backwaren und Fertigessen ausgeliefert, dass sie gar nicht merken, wie wenige Vitalstoffe sie zu sich nehmen. Die Banane gehört zu den süßeren Früchten, doch wenigstens liefert sie auch schon eine gewisse Basisversorgung an Vitaminen und Mineralstoffen.

Low Carb


Zwar ist die Bananendiät insgesamt keine echte Low-Carb-Diät, doch Ansätze davon sind vorhanden. Japanische Medien berichteten, dass Menschen während der Diät oft auf Reis und frittierte Waren wie Pommes verzichtet haben. Insgesamt wurde offenbar häufiger Salat gegessen. Eine gewisse Reduzierung der Kohlenhydrate in der Ernährung darf angenommen werden, gerade auch wegen der strikten Ablehnung von Nachtisch und Dessert. Das hat dann zu einer verbesserten Fettverbrennung gesorgt, was ja auch zwingend notwendig ist, um Körperfett abzubauen.

Ballaststoffe


Es ist inzwischen bewiesen, dass Ballaststoffe sättigend wirken, denn sie sind nicht verdaulich, blähen sich aber im Magen auf und füllen diesen so. Gleichzeitig können bestimmte Ballaststoffe im Magen fermentieren und dadurch Stoffwechselprodukte erzeugen, welche die Fettverbrennung um satte 20 bis 25 Prozent steigern.


Gut geeignet zum Abnehmen?



Man kann die Diät sicherlich locker 30 Tage durchhalten, ohne dass einem schlecht wird, da man ja neben den Bananen noch andere Nahrungsmittel essen darf und sogar die Banane selbst ersetzbar ist. Hier würde sich beispielsweise Ananas anbieten; diese beinhaltet ebenfalls Enzyme.

Um Abwechslung zu gewährleisten, kann man auch einen Smoothie aus den Bananen machen, mit etwas Wasser vielleicht. Es gibt sicherlich viele Möglichkeiten, die Diät sinnvoll zu gestalten, so dass sie gut geeignet zum Abnehmen ist.

Wer möchte, kann die Diät einem eigenen Test unterziehen und sehen, welche Erfahrungen er daraus zieht. Doch es geht sicher noch etwas effektiver.


Alternativen



Wenn man die wissenschaftlichen Hintergründe für den Erfolg der japanischen Bananendiät kennt, ist es nicht besonders schwer, den Diätplan zu erweitern und zu verbessern. Hier einige Anregungen:

  • Der Verzicht auf Kohlenhydrate könnte noch strenger sein, wodurch der Körper besser in Fettverbrennung gelangen könnte.
  • Warum hauptsächlich auf Bananen setzen, wenn es doch so viele Obst- und Gemüsesorten gibt, die gesunde Vitalstoffe liefern?
  • Viel Eiweiß ist wichtig, um Muskel aufzubauen, das Immunsystem zu stärken und fettverbrennende Enzyme zu schaffen.

Es gibt einige Alternativen zur Bananendiät, die deshalb durchaus sinnvoll sein können. Die Alternative, die ich für mich selbst gewählt habe und mit der ich am Ende abgenommen habe, war diese hier: Die Strunz-Diät: Eine wissenschaftlich fundierte Methode mit nachhaltiger und gesunder Ernährung, aus meiner persönlichen Erfahrung die beste Diät.

Was bleibt sonst zur Bananendiät zu sagen? Sie ist eine interessante Methode, die glücklicherweise nicht dem Diätwahn der Mono-Diäten erliegt, sondern auf Abwechslung und gesunden Menschenverstand setzt. Wer Lust hat, kann sie ja einfach mal ausprobieren.

Quelle (englisch): morningbananadietwikipedia.

Kommentare:

  1. Ein Hyperlink zu der Strunz-Diät wäre nicht verkehrt.

    Grüße

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    Antworten
    1. Danke für den Tipp. Ich habe jetzt zu meinem Artikel zu dieser Diät verlinkt, wo ich die wesentlichen Merkmale dargestellt habe.

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