Adamsbrot: Das Perfekte Low-Carb-Brötchen

Die meisten von uns kennen Low-Carb-Brot aus dem Supermarkt, und das ist meistens schwarz und körnig wie dunkles Vollkornbrot. Nicht jedermanns Geschmack.

Neulich habe ich aber Adamsbrot entdeckt, eine kohlenhydratarme Backmischung, mit der man Brote, Brötchen und Dönertaschen selber machen kann und die viel eher an echte Teigwaren erinnert. Und diese Brotbackmischung stelle ich im heutigen Erfahrungsbericht vor.

  • Inhaltsstoffe
  • Zubereitung
  • Geschmack und andere Erfahrungen
  • Ideen fürs Adamsbrot: Tipps und Tricks
  • Wo kaufen?

Sehen wir also genauer hin: Was ist Adamsbrot und wie schmeckt es?


Inhaltsstoffe


Adamsbrot
Adamsbrot als großer Laib, als Salatbrötchen und als Schokobrötchen

Adamsbrot ist nicht nur ein Low-Carb-Brot, sondern noch dazu eines mit gerade einmal 1,9 Gramm Kohlenhydraten pro 100 und einem super Geschmack. Ein besseres habe ich bisher noch nirgendwo gefunden. Hier die Nährwerttabelle:

Adamsbrot pro 100 Gramm pro Scheibe (35 Gramm)
Kalorien in Kcal 259 90,6
Eiweiß 33 11,55
Kohlenhydrate 1,9 0,66
-davon Zucker 0,6 0,21
Fett 13,3 4,65
Ballaststoffe 4,1 1,43

Die Nährwerte sehen wirklich gut aus. Übrigens hat eine Packung genügend Inhalt für 600 Gramm Brot oder entsprechend Brötchen.

Als nächstes ein Blick auf die Zutaten dieser Backmischung:

  • Weizenkleber (Gluten) 37%
  • Mandelmehl 15%
  • Leinsaat
  • Sonnenblumenkerne 3%
  • Speisesalz
  • Gewürze
  • Trockenhefe (separat, 7 g)

An dieser Stelle sollte dann auch klar sein, dass Adamsbrot für Allergiker gegen Gluten nicht geeignet ist. Wer in seinem Leben noch nie eine solche Lebensmittelunverträglichkeit wahrgenommen hat, wird auch hier keine negativen Nebenwirkungen feststellen, solange man sich insgesamt gesund und ausgeglichen ernährt.

Gleichzeitig ist Adamsbrot hervorragend für Diabetiker geeignet, da 100 Gramm Brot nur 0,16 Broteinheiten (BE) beinhalten und damit den Blutzuckerspiegel schön in Ruhe lassen. Deshalb ist es auch zum Abnehmen geeignet.


Zubereitung



Man kann Adamsbrot selber backen, das geht ganz einfach. Man muss lediglich die Backmischung (360 Gramm) zusammen mit der Hefe und 330 ml Wasser für einige Zeit zu einem Teig zusammen kneten. Diesen lässt man dann eine Dreiviertelstunde zugedeckt "atmen".

Danach kommt der eigentliche Backvorgang. Wenn man will, kann man die Oberfläche für besseren Glanz mit Wasser benetzen. Ansonsten auf jeden Fall den Teig in eine befettete Backform stecken. Ich persönlich empfehle, nicht einen ganzen Laib zu backen, sondern lieber Low-Carb-Brötchen damit herzustellen.

Warum ich das für besser halte, erkläre ich gleich anhand der von mir gemachten Erfahrungen. Auf jeden Fall sollte man den Teig für etwa 30 Minuten bei 180° C backen. Wenn man fertig ist, einfach noch auskühlen lassen. So einfach geht das. Wie normales Brot.


Geschmack und andere Erfahrungen



Mein erster Eindruck war sogar zunächst negativ, denn ich hatte einen ganzen Laib Brot gebacken. Das Adamsbrot erwies sich als sehr "fluffig", also sehr luftig locker. Es war gar nicht so einfach, da durch zu schneiden, weil einfach kein echter Widerstand da war, wie bei normalem Brot.

Bei späteren Versuchen setzte ich dann darauf, lieber kleine Brötchen zu backen. Dadurch hat man mehr Griffigkeit beim Schneiden, außerdem lohnen sich Low-Carb-Brötchen einfach wegen der zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten.

Wie schmeckt Adamsbrot? Vom Geschmack her ähnelt es durchaus normalem Brot, es besteht ja auch aus ähnlichen Zutaten. Es ist lediglich weicher. Wer Brötchen kennt, die man nicht frisch vom Bäcker geholt hat, sondern die man so gelagert hat, dass sie sich weich anfühlen, der kann sich das in etwa vorstellen.

Insgesamt hat mir der Geschmack sehr gut gefallen, meine Erfahrungen waren sogar so positiv, dass ich mir einen Vorrat von der Backmischung bestellt habe.

Am schönsten ist aber, dass Adamsbrot tatsächlich wie normales Brot den Zutaten Raum zur Entfaltung gibt. Ich glaube, dass negative Erfahrungsberichte zu einem großen Teil darauf zurück zu führen sind, dass die Leute sich nichts Ordentliches aufs Brot gepackt haben. Dabei gibt es so viele leckere Rezepte. Welche Möglichkeiten man da hat, das zeige ich als nächstes.


Ideen fürs Adamsbrot: Tipps und Tricks


Adamsbrot Döner
Diese Variante zeigt eine Mischung aus Döner und Burger

Nachdem ich nun über einige Monate Erfahrungen mit dem Adamsbrot sammeln konnte, hier eine Auflistung von Ideen für Rezepte sowie einige Tricks, die man meiner Meinung nach kennen sollte:

  • Man kann Adamsbrot auch ohne Hefe backen, indem mann Mineralwasser mit Kohlensäure benutzt
  • Ein ganzer Brotlaib ist zu fluffig, um ihn leicht zu schneiden - ich empfehle, Low-Carb-Brötchen zu machen
  • Mit einem guten Brotmesser kann man prima schneiden. Es sollte zackig sein. Man kann das Brot sachte in kurzen Bewegungen ohne Druck aufschneiden.
  • Adamsbrot eignet sich hervorragend als Grundlage für einen Low-Carb-Schokoaufstrich wie Nunux
  • Man kann große Döner-Taschen oder saftige Fleisch-Burger selber machen
  • Die fertigen Brötchen eignen sich sehr gut für den Arbeitsalltag als Mahlzeit
  • Hin und wieder ein neues Test-Experiment wagen, wie beim normalen Brötchen: Salat, Thunfisch, Ei, Aufstriche... alles ist möglich und sollte probiert werden!

Wenn man sich gesund ernähren will, sollte man selbstverständlich auch weiterhin auf eine ausgewogene Ernährung achten. Hin und wieder ein Adamsbrot als Ersatz für herkömmliches Brot ist aber aus meiner Erfahrung in Ordnung und besser als die Zuckerbombe aus Mehl.


Wo kaufen?



Wie so oft kann man im Internet Adamsbrot bestellen. In einem Supermarkt Adamsbrot kaufen ist schwierig, offenbar gibt es solche Märkte irgendwo in Deutschland, ich selbst jedoch wohne in einer Großstadt und habe es dort noch nirgendwo gesehen, nicht bei Rewe, Aldi, Edeka oder sonstwo.

Deswegen ist es ratsam, bei Amazon zu bestellen: Adamsbrot bei Amazon.

Ich halte den Preis für günstig. Eine Backmischung kostet knapp 6,00 Euro, daraus kann man, wie meine Erfahrungen gezeigt haben, etwa 6 gute Brötchen selber backen. Damit pendeln sich die Kosten ziemlich genau dort ein, wo auch Low Carb Wraps zu finden sind. Diese bieten sich als eine Ergänzung oder Alternative dazu an.

Kommentare:

  1. Yeah! Dein Blog ist der Hammer! Vielen Dank für deine Erfahrung! Ich hoffe du machst weiter so!
    Ich versuche derzeit meine Ernährung darauf einzurichten wirklich so wenig Kohlenhydrate zu mir zu nehmen wie es nur geht, da Almased irgendwie nicht mehr zu funktionieren schien. Ich bin jetzt in der Hoffnung endlich mittels Ketose abzunehmen. Ist aber für mich total schwer durchzuhalten. Ich kriege verdammt schnell sehr bösen Hunger. Also, was andere sagen, dass man durch die Menge an Protein und Fett und natürlich auch dadurch, dass der Insulinspiegel im Gleichgewicht ist im keinen Hunger mehr hat, stimmt für meinen Körper nicht. Auch wenn ich süßstoffhaltige Getränke weglasse und mehrere Tage unter 15g Kohlenhydrate am Tag bleibe... ich habe Hunger!!
    Ich profitiere sehr von den Kajnok-Nudeln. Die sättigen länger. Darum freu ich mich, dass du hier so viele Alternativen zeigst, die man vielleicht ab und zu mal einbauen kann. Erstmal bin ich aber vorderrangig mit den Shakes im gange (Layenberger Low Carb und Champ Protein Shake 90)

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    1. Ich glaube, das mit der Sättigung kann verschiedene Gründe haben. Manchmal liegt es an den Nährstoffen, manchmal an zu wenig Kalorienzufuhr, manchmal auch an der Fülle im Magen. Normalerweise liegt es nicht an den Nährstoffen, weil man bei Low Carb gut mit Eiweiß und Fett versorgt ist.

      Vielleicht kannst du mit mehr Volumen essen, zum Beispiel große Salate (Karotten kann man ja quasi in großen Mengen essen, oder Grünzeug). Auch viel Wasser kann helfen.

      Dann ist da noch die Frage, was für eine Art von Hunger du hast. Ich kenne da auch verschiedene Arten: Appetit, Leerer-Magen-Hunger, Psycho-Hunger...

      Interessanterweise habe ich gerade auf der Arbeit kaum Hunger, aber wenn ich Urlaub habe, kann es ganz schön nervig werden.

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  2. Wer auf Kohlenhydrate (z. B. im Urlaub) nicht verzichten kann und sich trotzdem "low carb" ernähren möchte, empfehle ich, einmal einen Kohlenhydratblocker auszuprobieren, z. B. hier: http://www.sportnahrung.at/power-tec-carbo-block4-kohlenhydratblocker-90-kapseln.html
    Das enthaltene Phaseolin (aus weißen Kidney-Bohnen gewonnen) verhindert die Aufspaltung von stärkehaltigen Kohlenhydraten (Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, ...) im Magen. Gegen Zucker hat es allerdings keine Wirkung. Hier gibt es ein paar Hintergrundinformationen: http://s198397149.onlinehome.us/PublishedFiles/produktbeschreibungen/carb-block.htm

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  3. Habe selber ein leckeres Rezept gefunden. Man nehme:
    100g Mandelmehl
    2 EL Sojamehl
    5 Eier
    100g Leinsahmen
    1 Pk. Backpulver
    250g Quark

    Eier und Quark seperat umrühren und in der anderen Schüssel die restlichen Sachen mischen. Danach alles zusammen nochmals gut nischen und bei 180Grad für 50min in den Backofen. Herrliches Brot für zwischendurch

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    1. Interessante Variante. Ja, man kann mit etwas Aufwand auch selbst solche Low-Carb-Brötchen backen. Was Mandelmehl angeht, habe ich bei Amazon einige gute Sorten entdeckt, z.B. Konzelmann's.

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    2. Hallo Michael, ich kann deinem Beitrag voll und ganz zustimmen. Das Adamsbrot ist das beste was mir passieren konnte. Es schmeckt mir sogar besser als herkömmliches Brot. Hab grade wieder welches Gebacken, traute mich jedoch mit der Brötchen Variant noch nicht ganz wegen der Backzeit und Hitze. Somit Danke für deinen Tipp, den werde ich beim nächsten mal probieren. Ich beziehe es jedoch nicht von Amazon, sondern von Ketoladen da ist es um einiges Günstiger und vielleicht Versuchst du ja auch mal deren Vitalbrot (komplett Kohlehydratfrei) ich misch mir da meist noch Chiasamen mit rein. Super Lecker!!!!!

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    3. Hallo Christine,

      freut mich, dass es dir schmeckt. Bei den Brötchen kommen 15 - 20 Minuten bei 180 Grad hin, bis sie hellbraun sind. Am besten etwas mit den Augen dabei sein.

      Da ich nur hin und wieder Adamsbrot bestelle, kaufe ich es mir meistens bei Amazon, weil ich da sowieso zusammen mit DVDs, Ernährungsbüchern etc. zusammen bestelle, das ist auch ganz praktisch.

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