Hungerstoffwechsel Und Abnehmen: Die Wahrheit!

Der Begriff Hungerstoffwechsel wird oft mit Kalorien und dem Grundumsatz in Verbindung gebracht. Gleichzeitig kursieren viele Halbwahrheiten und Gerüchte um dieses Thema und um die Frage, ob es diesen Starvation Mode überhaupt gibt.

Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Denn auf der einen Seite kann nicht jeder Mensch, der erfolglos abzunehmen versucht, seinen Misserfolg nur auf den Hungerstoffwechsel schieben, andererseits wäre es genauso unsinnig, weiterhin zu behaupten, dass allein die zugeführte Anzahl von Kalorien entscheidend sei. Denn beides ist falsch!

Auch ich habe mich lange gequält. Habe festgestellt, dass ich nach einer Woche Diät plus viel Sport genau so wenig Gewicht verlor, wie wenn ich stattdessen auf dem Sofa lag. Dann änderte ich meine Ernährung und verlor ohne Sport in der ersten Woche über 2 Kilo statt nur 500 Gramm zuvor. Der Rest ist Geschichte.

Nun möchte ich meine Erkenntnisse - und auch ein paar wissenschaftliche Fakten - einbringen und die Wahrheit hinter dem Hungerstoffwechsel entlarven. Und ich werde zeigen, wie man diesen Hungerstoffwechsel sogar zum Abnehmen nutzen kann! Der ist nämlich in Wirklichkeit etwas Gutes!


Mythos oder Wahrheit?



Manche sagen: "Den Hungerstoffwechsel gibt es nicht". Andere sagen: "Ich halte mein Kaloriendefizit garantiert ein und erlebe trotzdem keine Gewichtsabnahme".

Wie kann das sein? Nun, vieles hängt von der Sichtweise und der Definition ab. Ob der Hungerstoffwechsel nun Quatsch ist, Unsinn, ein Märchen, oder ob er existiert, weil eigene Erfahrungen das anscheinend belegen.

Zunächst ein paar typische Stolperfallen beim Thema Hungerstoffwechsel. Der Hungermodus oder auch Überlebensmodus wird oft an dem fehlenden Gewichtsverlust festgemacht. Doch liegt die Ursache an einer zu niedrigen Kalorienzufuhr?


Das Minnesota-Experiment



In den Jahren 1944 und 1945 wurde in den USA ein Experiment durchgeführt. Das Minnesota-Experiment. Ziel war es, den Hungerstoffwechsel genau zu untersuchen. 32 Männer nahmen daran Teil. Sie erhielten eine kalorienreduzierte Diät, durchschnittlich etwa 1500 Kalorien am Tag, und mussten noch dazu schwere körperliche Arbeit leisten.

Am Ende des Projekts sahen die Teilnehmer fast so ausgezehrt aus wie KZ-Häftlinge. Der Körperfettanteil war massiv gesunken und pendelte sich bei etwa 5 Prozent restlichem Körperfett ein. Eine weitere Gewichtsabnahme kam von da an kaum noch zustande. Häufig wird dies damit erklärt, dass sowohl Muskelmasse als auch Fettgewebe so ausgezehrt waren, dass der Körper diese Notreserven durch metabolisches Herunterschalten aufbewahren wollte.


Der Unterschied zwischen echtem Hungern und Abnehmproblemen


Hungerstoffwechsel
Image courtesy of Ohmega1982 / freedigitalphotos.net

Manche Menschen beziehen sich auf genau diese 5 Prozent Körperfett und sagen: "Siehste! Den Hungerstoffwechsel gibt es! Deswegen nehme ich nicht ab!"

Es ist jedoch ziemlich anmaßend, als Mensch mit Übergewicht den Hungerstoffwechsel eines krankhaft dünnen Menschen für sich zu beanspruchen. Und auch die vielen Menschen in den afrikanischen Hungergebieten beweisen leidvoll: Eine biologische Blockade gegen das Abnehmen gibt es nicht.

Andererseits erleben viele doch tatsächlich, dass sie kein Gramm abnehmen, obwohl sie anscheinend alles dafür tun. Wie kommt es dazu?


Warum Übergewichtige gar keinen Hungerstoffwechsel haben können



Wenn man zunächst alle Vorurteile beiseite schiebt und sich allein auf das Wissenschaftliche einlässt, dann kann man den Hungerstoffwechsel auf folgende Weise zusammenfassen:


  • Verlangsamung des Metabolilsmus, verringerter Kalorienverbrauch aufgrund von Nährstoffmangel (!) im Verlauf mehrerer Tage (!)
  • Absinken des Blutzuckerspiegels (!)
  • Abbau der Kohlenhydrate (!)
  • Abbau der Fettreserven (!)
  • Abbau der Proteine (!)


Das ist kurz gefasst die Definition laut Wikipedia. Warum die vielen Ausrufezeichen? Weil es sich hier um Symptome handelt, die beim erfolglosen Abnehmen teilweise gar nicht so auftreten! Ich erläutere das gerne:


  • Nährstoffmangel: Kann tatsächlich auftreten. Wir reden hier aber von Nährstoffen und nicht von Kalorien. Fette, Kohlenhydrate, Eiweiße - Was genau löst den Nährstoffmangel aus? Eine entscheidende Frage, die aber viele Übergewichtige gar nicht stellen. Die denken nur an Kalorien. Also fehlen hier echte Kenntnisse über Biochemie, um überhaupt von einem Hungerstoffwechsel sprechen zu können!

  • Im Verlauf mehrerer Tage: Was Wikipedia meint, ist ein echtes Hungern, man könnte auch sagen: Fasten. Einfach nur ein paar Tage einige Kalorien weniger in sich zu schaufeln, löst definitiv keinen Überlebensmodus aus!

  • Absinken des Blutzuckerspiegels: Dieser Punkt ist ganz entscheidend. Der normale Durchschnittsdeutsche ernährt sich leider von Vollkornbrot und Vollkornnudeln, weil ihm die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) dies nahelegt. Dadurch nimmt er aber nicht ab. Der Beweis läuft draußen auf der Straße herum, sehen wir jeden Tag. Wenn es so einfach wäre, dann gäbe es in Deutschland kein Übergewicht. Nein! Der Blutzuckerspiegel sinkt nicht, weil wir dauernd Kohlenhydrate essen. Auch hier kann gar kein Hungerstoffwechsel auftreten

  • Abbau der Kohlenhydrate: Wie soll das gehen? Leider essen wir Deutsche immer unsere Brötchen und unser Brot, unsere Nudeln, unseren Reis. Schon einmal auf die Nährwerte auf der Verpackung geachtet? Ein Abbau der Kohlenhydrate kommt nie zustande, und damit auch kein Hungerstoffwechsel.

  • Abbau der Fettreserven: Klingt paradox, aber genau das passiert beim Hungerstoffwechsel. Nicht etwa wird die Gewichtsabnahme blockiert. Im Gegenteil! Da wird Fett abgebaut! Ist dies nicht der Fall, dann läuft auch kein Hungerstoffwechsel!

  • Abbau der Proteine: Die letzte und schädlichste Phase. Heißt im Klartext: Muskeln werden abgebaut. Und ironischer Weise ist das eines der wenigen Symptome, die tatsächlich bei Übergewichtigen oft vorkommen. Die kennen sich nämlich nicht mit gesunder Ernährung aus und verlieren oft Muskeln, was man aber verhindern könnte.


Jetzt wissen wir: Die wissenschaftliche Definition von Hungerstoffwechsel steht in einem krassen Gegensatz zur Realität von Übergewichtigen. Doch was bitte ist der Grund für den fehlenden Gewichtsverlust und was bringt die Fettverbrennung endlich in Schwung?


Gründe für einen festgefahrenen Stoffwechsel



Lassen wir den Begriff ruhig so stehen und sprechen wir weiterhin von Hungerstoffwechsel. Angenommen, ich will abnehmen und kreiere daher ein Kaloriendefizit, welches aber nicht zu heftig ist, weil ich natürlich nicht in den Hungerstoffwechsel geraten möchte.

Also beispielsweise 1800 Kalorien am Tag. Sollte doch zum Berechnen in Ordnung sein, oder? Denn irgendwas zwischen 2000 und 3000 Kalorien Grundumsatz werde ich als junger Mann doch verbrauchen...

Jetzt merke ich aber plötzlich: Mist, nach einer Woche, nach zwei Wochen, nach drei Wochen passiert da aber gar nichts, oder zumindest nichts, was mich aus den Socken hauen würde. Was können da die Gründe sein?

Hier einige Möglichkeiten:


  • Durch ungewollten Muskelabbau verschlechtert sich die Fettverbrennung, weil weniger Muskeln weniger Fett abbauen - der Grund: Eiweißmangel
  • Durch ständige Zugabe von Kohlenhydraten (Brot, Brötchen, Reis, Nudeln) im Laufe des Tages wird die Fettverbrennung andauernd angehalten
  • Heißhunger trickst den Körper aus und führt zu erhöhter Kalorienzufuhr
  • Unbewusstes Essen zwischendurch, welches nicht in die Rechnung aufgenommen wird


Am wichtigsten jedoch ist meiner Meinung nach die Art der Ernährung. Gut erklärt wird das von Dr. Strunz in seinem Artikel über Kalorien. Die Moral von der Geschichte: Eiweiß zu essen verzehrt die aufgenommenen Kalorien, Fett zu essen stört die Fettverbrennung nicht, doch Kohlenhydrate bringen alles durcheinander.


Trotz Hungerstoffwechsel abnehmen - oder auch: DURCH den Hungerstoffwechsel abnehmen



Der angebliche Hungerstoffwechsel ist in Wirklichkeit meistens nicht das, was viele denken. Es ist nur die laienhafte Ausrede derer, die es nicht anders wissen und auch nicht daran schuld sind. Uns wird nur leider immer wieder von Seiten der Medien und Behörden erklärt, wir müssten die Kalorien zählen. Doch: Kalorien zählen ist Unsinn.

Die logische Schlussfolgerung, wenn man sich an das Kaloriendefizit und den Grundumsatz hält, ist dann natürlich, dass man sich in einem Hungerstoffwechsel befinden muss!

Wir wissen jetzt, dass das in der Regel nicht stimmt. Stattdessen ist die falsche Ernährung an der fehlenden Abnahme schuld. Die Kalorien alleine waren nie so entscheidend. Wichtiger war die Art der Ernährung.

Was also sollte man tun? Bringen wir es ganz kurz auf den Punkt:


  • Viel Eiweiß
  • Wenig Kohlenhydrate


Fertig. Das ganze Brimborium mit Vitaminen, Mineralstoffen und Omega 3 mal außen vor gelassen... um es einfach zu halten. Wir reden jetzt erst einmal nur von Abnehmen. Also nochmal: Weniger Kohlenhydrate, weniger Zucker, dafür stattdessen Eiweiß.

Warum das funktioniert? Analysieren wir es anhand der Ausführungen von Wikipedia erneut. Und beachten wir nun vielmehr: Der Hungerstoffwechsel dient uns jetzt! Nämlich so:


  • Nährstoffmangel: Lebensnotwendiges Eiweiß ist vorhanden, insbesondere Kohlenhydrate und teilweise auch Fette sind aber merklich reduziert. Das hat zwei Effekte: Es gibt ein Nährstoffdefizit (also nicht nur ein pauschales Kaloriendefizit) in Bezug auf nicht essentielle Kohlenhydrate, wodurch abnehmen möglich wird. Gleichzeitig sind die essentiellen, also lebensnotwendigen Eiweiße vorhanden. Der Körper kann weiter gut verstoffwechseln, ohne seinen Metabolismus herunter zu schalten. Er reagiert mit dem Hungerstoffwechsel. Heißt konkret: Die lieb gewonnenen Fettreserven für Hunger-Perioden sind jetzt dran!

  • Im Verlauf mehrerer Tage: Die Ernährung auf Basis von Eiweiß aber mit starken Reduzierung von Kohlenhydraten wirkt sich quasi wie Fasten aus. Nur mit dem Vorteil, dass lebenswichtige Stoffe dem Körper nicht vorenthalten werden, gleichzeitig die Energie aber aus dem Fettgewebe genommen werden muss. Eine Unterbrechung dieses Fastens durch Zucker kommt nicht zustande!

  • Absinken des Blutzuckerspiegels: Tatsächlich beruhigt sich der Blutzuckerspiegel merklich. Endlich kein Auf und Ab, endlich keine Heißhungerphasen mehr. Es kommt zu einer Stabilisierung. Wir können uns unsere Mahlzeiten besser einplanen, weil wir weniger Gelüste haben.

  • Abbau der Kohlenhydrate: Da keine neuen Kohlenhydrate (oder zumindest viel weniger als vorher) in den Körper gelangen, werden die vorhandenen Reserven aufgebraucht. Sobald die weg sind, können die Fettreserven dran glauben.

  • Abbau der Fettreserven: Endlich ist es soweit: Der Zucker ist aus dem Weg, das Fett schmilzt. Sogar auf dem Sofa. Sogar im Schlaf! Rund um die Uhr, weil wir endlich mehr tun, als nur Kalorien zu zählen. Der Hungerstoffwechsel ist aktiv. Nennt sich auch Ketose. Ein urzeitliches Prinzip für Zeiten des Hungerns, durch moderne Ernährung aber in Vergessenheit geraten.

  • Abbau der Proteine: Hier greifen wir mit schützender Hand ein! Muskeln sollen bitte nicht abgebaut werden, denn die dienen uns als Fettverbrennungsöfen. Man kann entweder mit Sport dagegen halten, oder man setzt auf eine eiweißreiche Ernährung. Dadurch kann der Körper dem Abbau von Proteinen entgegenwirken und die Muskelmasse prozentual gleich halten, während das Fett weiter abnimmt.

Wer mehr wissen will: Hunderte Menschen lesen täglich meine Anleitung zur Low-Carb-Diät. Es funktioniert. Schluss mit dem Gerede vom Hungerstoffwechsel!

Kommentare:

  1. Dieser Beitrag leuchtet mir ein.

    Ich habe so viel zu Diäten und Hungerstoffwechsel gelesen und sah kein Licht am Ende des Tunnels. Ich dachte schon ich werde nie abnehmen, da einem ständig eingeredet wird, dass man sich durch Kaloriendefizit im Hungerstoffwechsel befindet und nicht abnehmen wird bzw. kein Fett.

    Ein Teufelskreis. Low Carb (in Verbindung mit Sport) ist für mich das einzig Wahre. Nur so habe ich mein Gewicht reduzieren können, und das dauerhaft.

    Vielen Dank für diesen Artikel der mir wieder Mut und Motivation gab.

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    1. Hallo,

      danke für deinen Kommentar. Ich habe mir früher auch solche Gedanken gemacht. Aber inzwischen mache ich mir über den Hungerstoffwechsel keine Sorgen mehr. Was aber tatsächlich interessant sein könnte für manche, ist die Schilddrüse. Denn wenn eine Diät zu lang in eine festgefahrene Richtung geht, kann es zur Schilddrüsenunterfunktion kommen.

      Mit Low Carb (nicht zu streng) und Sport bist du aber auf einem guten Weg.

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  2. Hallo Michael,

    ich glaube, ich habe irgendwo einen Denkfehler. In der Ketose verwendet der Körper ja Fett zur täglichen Energiegewinnung. Aber gerade bei LCHF nimmt man doch auch viel Fett zu sich. Wenn der Körper das doch bekommt, warum sollte er dann an Fettdepots gehen? Warum ist das so?

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    1. Hallo,

      es gibt hierzu mehrere Dinge zu bedenken. Auf der einen Seite ist es nämlich so, dass Fettsäuren aus der Nahrung nicht sofort zur Energiegewinnung benutzt werden, sondern nur teilweise (habe das bei Chris Michalk nachgelesen, weiß aber nicht mehr genau, an welcher Stelle). Auf der anderen Seite kommt es natürlich auf die Menge an. Und dann ist auch noch interessant, dass der Körper sicherlich einfacher in den Fettverbrennungsmodus kommt, wenn er sich mit der Verarbeitung von Fetten aus der Nahrung stärker vertraut macht. Und dann kommt noch dazu, dass eben keine Kohlenhydrate mehr da sind, so dass es Fett sein muss (sowohl Nahrungs- als auch Körperfett). Wenn man dann noch Eiweiß zu sich nimmt, vermindert man die Gefahr, dass Muskeln herhalten müssen.

      Also:

      -Fette aus der Nahrung werden nicht ausschließlich zur sofortigen Energienutzung verwendet (es liegen noch einige Arbeitsschritte dazwischen)
      -Der Körper braucht Fette, um Fettverbrennung "zu lernen"
      -Die Gesamtmenge ist entscheidend (Kaloriendefizit sollte vorhanden sein auch bei fettreicher Ernährung)
      -Der Körper verbrennt bei Verzicht auf Kohlenhydrate vorrangig Fett (Nahrung und Körperfett), wenn die Muskeln geschützt werden durch eiweißreiche Nahrung

      Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten.

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  3. Hi Michael,
    zuerst einmal vielen Dank für den interessanten Artikel. Hab ich das also richtig verstanden? Wenn man 2 oder 3 Tage sehr wenig ist, kommt man nicht direkt in den Hungerstoffwechsel? Mein Problem ist folgendes. Ich bin nicht so wirklich dick, aber weit entfernt von dem Gewicht vor meiner Schwangerschaft vor 2 Jahren. Wenn ich Gewicht verlieren will, schaffe ich das nur radikal, also kaum essen, so dass ich schnell Ergebnisse sehe. Für "normale" Diäten fehlt mir die Disziplin. Ich kann schnell in 2 Wochen 5 Kilo abnehmen, aber da kam jedes mal der Jojo-Effekt. Seit der letzten Radikalität im Sommer hab ich mittlerweile 10 Kilo zugenommen. Seit Jahresbeginn versuche ich mein Gewicht mit "gesunder Ernährung und Sport" wieder zu reduzieren, aber ich kann es einfach nicht durch ziehen. Es ist Juni und ich wiege sogar etwas mehr als im Januar. Jetzt hab ich überlegt, ob ich meinen Körper austricksen kann, Also 2 Tage radikal (ich weiß, ungesund und so), 2-3 Milchbrötchen am Tag, sonst nichts, und 2 Tage normal essen (gut frühstücken, gut Mittagessen, Abends Brot; zwischendurch auch Süßes). Ich nehme zwar definitiv ab (hab vor 1 1/2 Wochen angefangen und schon 2 Kilo runter), aber befürchtete die ganze Zeit dass mein Körper trotzdem in den Hungerstoffwechsel gewechselt hat. Stehen die Chancen gut dass dem nicht so ist?

    MfG. Sarah

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    1. Hallo Sarah,

      wenn du radikal abnehmen willst, nimm statt der Milchbrötchen lieber Eiweißshakes und vielleicht den einen oder anderen Apfel am Tag. Das ist besser.

      Es gibt jenseits des Hungerstoffwechsels noch andere Risiken, die sehr ähnlich sind. Durch häufige Diäten mit zu wenig Eiweißaufnahme kann zum Beispiel die Muskelmasse stark sinken, dadurch verbrennst du dann immer weniger Energie. Außerdem kann die Schilddrüse schwächer werden und der Stoffwechsel verlangsamt sich auf diese Art.

      Wichtig ist, dass du beim Abnehmen immer auf ausreichend Eiweiß achtest. Das ist viel effektiver als zum Beispiel Nulldiät oder Brötchen. Eiweißshakes sind eine gute Lösung für solche Fälle, zum Beispiel 3 oder 4 Stück am Tag, nur mit Wasser zubereitet, dazu ein paar Ballaststoffe wie Leinsamen oder ähnliches.

      Antreibende Gewürze wie Chili, Ingwer oder Kurkuma können auch helfen, vielleicht in Salaten oder leichten Gerichten. Falls es mit dem Abnehmen weiter nicht klappt, würde ich das als Zeichen der von mir gerade erwähnten Möglichkeiten sehen. Ein Stoffwechsel kann eben auch durch zu viele Diäten, die in die falsche Richtung gehen, ausgebremst werden. Da ist es besser, wenn man mal "high carb" geht, aber mit gesunden Lebensmitteln wie Gemüse und Obst, das dann auch gerne ohne Obergrenze und über mehrere Monate. Und natürlich immer Eiweiß.

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  4. Hallo Michael, vielen Dank für deine Antwort und den Hinweis, Eiweißshake wie Almased oder wie man es nach dem Training im Fitnessstudio nimmt?

    Also das Abnehmen an sich ist ja nicht das Problem, wenn ich Wie gesagt "radikal" diäte, klappt es auch. Meine Bedenken und Fragen beziehen sich mehr auf den Hungerstoffwechsel und den Jojo-Effekt. Wenn ich es sagen wir mal 3 bis 4 Wochen durch ziehe, 2 Tage normal essen, 2 Tage nur Shakes, wieder 2 Tage normal und wieder 2 Tage Shakes, fährt mein Körper in den Hungerstoffwechsel oder trickse ich ihn durch die Tage mit normalem essen aus?

    LG. Sarah

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    1. Hallo Sarah,

      der Hungerstoffwechsel hängt, wie ich meine, von den individuellen Werten ab, insbesondere Schilddrüse. Manche haben monatelang keine Probleme, andere sind schon von Beginn an in der Stoffwechselfalle, weil sie lange Zeit falsch abgenommen haben. Deshalb halte ich es für sinnvoll, eine Woche lang hart Diät zu halten und daran zu sehen, ob es klappt oder ob man Probleme hat.

      Wenn man Stoffwechselprobleme hat, hilft am besten eine gesunde Ernährung ohne die Absicht, abzunehmen - denn die Vitalwerte müssen zunächst verbessert werden.

      Um den Jojo-Effekt zu vermeiden, halte nach der Diät weiterhin eine gesunde Lebensweise ein und lass die Diät (wenn du Kohlenhydrate wieder einführen willst) langsam ausklingen.

      Eiweißshakes kann man unterschiedliche nehmen. Almased mögen manche, die nicht auf Kohlenhydrate verzichten wollen, andere nehmen besser kohlenhydratarme Sorten.

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  5. Hallo, eine kurze Frage zu deinem Tomate - Mozzarella Rezept (dort kann man ja nicht posten), Backofen auf wie viel Grad und reicht Ober-Unterhitze oder muss es Umluft sein? Danke im voraus.

    MfG.

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    1. Hallo,

      ich mache es meistens auf 90 bis 100 Grad, Umluft. Es kommt aber nicht so sehr darauf an... die Tomaten sollen einfach langsam vor sich hin garen und nach einer Stunde etwas dehydriert sein.

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  6. Hallo Michael
    Ich war vor ca. 2 Jahren 60kg auf 165cm und geriet in eine Magersucht.
    So hungerte ich mich auf 50kg/49kg runter und ernährte mich teilweise von 200kcal am Tag.
    Vor ca. 3 Monate habe ich ca. 800 bis 900 kcal zu mir genommen mit täglich Krafttraining und kam so mit 166cm auf 55kg.
    Nun ernähre ich mich eigendlich wieder normal und ausgewogen (ca 1500kcal bis 1600kcal) und mache 4mal pro Woche Kraftsport und einmal Cardio..
    Nun bin ich aber wieder 60kg und ich nehme trotz gesuneder Ernährung kein Gramm ab..
    Wie lange dauert es bis man aus dem Hungerstiffwechsel ist oder mach uch etwas falsch? Sollte ich noch mehr essen? Und wenn ja.. für wie lange?
    Nehme ich dann zu?
    Ich hoffe du kannst mir helfen :(

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    1. Hallo,

      gerade bei Magersucht kann es sein, dass dein Stoffwechsel noch nicht so gut ist. Auch die Muskelmasse müsste man betrachten. Wenn du eine Körperfettwaage hast, kannst du deinen Muskelanteil mit den Werten vergleichen, die im Internet genannt werden (nach Alter und Geschlecht geordnet).

      Wenn es Probleme mit der Schilddrüse oder anderen Werten gibt, kann es helfen, wenn du auf high carb gehst, zum Beispiel mit sehr viel Obst und Gemüse, richtig in Massen - und zwar in etwa auf Höhe deines Kalorienbedarfs. Es lohnt sich also, das Abnehmen etwas nach hinten zu schieben und einige Monate richtig gesund zu leben.

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  7. Hi Michael,
    zuerst mal: wow, vielen Dank für den inspirierenden Artikel. Werde das auf jeden Fall mal versuchen umzusetzen:)
    Ich hab nur ein Problem: ich bin etwas besser gebaut sage ich mal und würde das gerne ändern. Mit Diäten komme ich nicht klar, wenn ich abnehmen möchte hungere ich mich mich immer radikal nach unten (3kg in ner Woche). Leider setzt dann immer wieder der Jojo Effekt ein. Hast du einen Tipp für mich, wie ich mich langsam an die Diäten nähern kann um das endlich einmal durchzusetzen? Ich habe einfach nie die Kraft das durchzuziehen!!
    Vielen Dank für deine Hilfe.
    LG Carina aus Stuttgart

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  8. Hallo Michael,

    hab ich es richtig verstanden, dass deine Aussage wie folgt lautet:

    Wenn ich viele Proteine (z.B. durch Shakes) zu mir nehme und ausreichend Fettreserven habe, verbraucht der Körper diese, wenn dem Körper keine/ sehr wenig Kohlenhydrate zugeführt werden ohne dabei den Grundumsatz zu senken, weil die vorhandene Muskelmasse einen höheren Energieverbrauch zufolge hat und diese durch die hohe Zufuhr von Proteinen nicht/ wenig abgebaut wird?

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