Süßigkeitensucht Bekämpfen Und Besiegen!

Vor nicht allzu langer Zeit schrieb ich über Schokoladensucht und 9 Tipps, wie man sie bekämpfen kann. Nun soll es um Süßigkeitensucht gehen, und auch hier darum, wie man sie bekämpfen und besiegen kann.

Eigentlich sind die Unterschiede zwischen den beiden Süchten nicht so groß. Trotzdem ist es sinnvoll, genauer hinter die Kulissen zu blicken und sich zu fragen, warum man süßigkeitensüchtig wird und was man dagegen tun kann.


Was ist Süßigkeitensucht und gibt es das überhaupt?


Süßigkeitensucht
Image courtesy of Danilo Rizutti / freedigitalphotos.net

Ob es eine klassische Sucht überhaupt gibt, hängt von der Definition von Süßigkeitensucht ab. Wissenschaftlich betrachtet gibt es ähnliche Muster im Gehirn wie bei Drogensucht, allerdings sorgt der Zucker nicht für eine direkte Abhängigkeit, sondern für eine indirekte.


Ursachen



Es ist nämlich nicht der Zucker selbst, der abhängig macht, sondern es ist der Prozess, den der Zucker in den Süßigkeiten auslöst: Ein Auf und Ab im Blutzuckerspiegel sorgt für Verlangen nach Süßem. Denn nach Einnahme von kohlenhydratreichem Essen (dazu zählen neben Süßigkeiten auch Nudeln, Reis oder Brot) wird viel Insulin ausgeschüttet, welches den nun ansteigenden Blutzucker wieder absenken soll.

Doch die Reaktion des Körpers ist meist so stark, dass der Blutzuckerspiegel komplett absackt und man dann in eine Heißhungerfalle tappt - man fühlt sich dem Abgrund nahe und braucht wieder schnelle Kohlenhydrate - und das geht am schnellsten mit Süßigkeiten.

Genau daraus entsteht dann manchmal auch eine Sucht. Dann nämlich, wenn wir diesem Heißhunger hilflos ausgesetzt sind und nichts dagegen tun können. Der Kopf sagt dann: Eigentlich darf ich das nicht. Doch eine verzweifelte Stimme ruft: Es geht jetzt nicht anders. Ich brauch das Zeug jetzt!



Symptome



Damit sind wir auch schon bei Symptomen der Süßigkeitensucht. An erster Stelle stehen da meiner Ansicht nach die psychologischen Symptome. Dazu gehört, allen anderen voran, die vollkommene Unfähigkeit, sich "vernünftig" zu ernähren, weil man zu bestimmten Zeiten sofort Süßes braucht.

Weitere Symptome können zittrige Hände, Energielosigkeit oder Müdigkeit sein. Und natürlich dieser ständig wiederkehrende Appetit, den man aber nicht mit Hunger verwechseln sollte (siehe auch: Zuckersucht bekämpfen).


Süßigkeitensucht behandeln - in Eigenregie



Um es noch einmal genauer zu formulieren, was ich vorher gesagt habe: Der Zucker selbst macht nicht die Sucht aus, sondern der Prozess, der auf seine Einnahme folgt. Es gibt einen Test, der das demonstrieren kann: Wer etwas Süßes zu sich nimmt, vorzugsweise ein Glas Saft, und dann sofort eine halbe Stunde intensiv Sport macht, wird feststellen, dass sich eine Unterzuckerung doch arg in Grenzen hält.

Denn die Zuckermoleküle wurden so schnell verbrannt, wie sie gekommen sind. Der Zucker ging direkt ins Blut und diente als erste Energiequelle des Körpers (das ist auch der Grund, warum viele Menschen nicht abnehmen).

Es gibt zwei Wege, um Süßigkeitensucht loswerden und endgültig besiegen zu können: Sport direkt nach dem Essen oder die Kohlenhydrate reduzieren.

Ersteres klingt für viele zu anstrengend und auch nicht besonders praktikabel. Für Letzteres gibt es mehrere Möglichkeiten, kohlenhydratarme Ernährung umzusetzen:


  • Langsame Umgewöhnung mit schrittweisem Verzicht auf Süßigkeiten und Produkte wie Nudeln, Reis, Brot und so weiter
  • Sofortiger Verzicht auf Kohlenhydrate
  • Ersatz von sündigen Lebensmittel durch Süßigkeiten ohne Kohlenhydrate


Es gibt also genügend Mittel gegen Süßigkeitensucht.

Hier einige Beispiele: Für eine langsame Umgewöhnung könnte man auf slow carb setzen. Das ist eine Ernährungsweise, bei der man nicht auf Kohlenhydrate verzichtet, sondern langkettige Moleküle nutzt, wie sie in Vollkornbrot unter anderem vorkommen. Erwünscht sind Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index. Der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam an, fällt dann aber auch langsam und verhindert so die Hungerattacken.

Ein anderes Beispiel: Der komplette Verzicht auf Kohlenhydrate. Sehr heftig zu Beginn, da man sehr müde wird. Eine Anleitung für no carb gibt es hier: No Carb Diät.


Alternativen schaffen!



Aber jetzt mal etwas ganz Neues: Süßigkeiten ohne Kohlenhydrate? Ja, das gibt's!
Wobei hier gesagt werden muss: Süßigkeiten ohne verwertbare Kohlenhydrate. Der Wunderstoff heißt Erythrit, ich hatte darüber berichtet. Dieser Stoff schmeckt total süß, wird aber vom Körper nicht verwertet. Der Blutzuckerspiegel bleibt unangetastet. Auch so kann man Süßigkeitensucht bekämpfen.

Und genau das gibt es jetzt eben tatsächlich auch als Nascherei: Xucker Light Sticks.

Wer Lust hat, einfach mal ausprobieren!


Außerdem wichtig: Trotzdem genug essen!



Auch, wenn man Ersatz schaffen kann, um die Süßigkeitensucht zu überwinden, sollte man auf genug Nahrung achten. Denn wenn man sich zu sehr diszipliniert, schlägt der Körper irgendwann zurück und es gibt ein großes Fressgelage, es kommt zur Essstörung und man wird süchtig. Also sollte man, was Kalorien angeht, zumindest ein Mindestmaß an Nahrung aufnehmen. Das können aber auch Lebensmittel mit wenig Kohlenhydraten und dafür mehr Fett sein, zum Beispiel Nüsse oder Salat mit viel Olivenöl.

Gleichzeitig will der Körper verwöhnt werden, gerade dann, wenn man sich von der Süßigkeitensucht lösen will. Deswegen mein Tipp: Meine Rezepte lesen und nachkochen. Und wenn danach der Hunger auf Süßes kommt, oben empfohlenes Xucker Light essen. Damit ist die Lust auf Süßes gestillt!

1 Kommentar:

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