Herzdiät: Anleitung Und Infos

Die Herzdiät hat einen einfachen und genialen Grundsatz: Abnehmen und gleichzeitig das Herz schützen. Mit ihr sollen Krankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes und Demenz ausgeschaltet werden. Wer meinen Blog kennt, der weiß schon, worauf es ankommt. Trotzdem zeige ich anhand der Herzdiät-Anleitung weiter unten, wie man sein Herz gesund ernährt und damit sogar abnimmt.


Was ist die Herzdiät?


Herzdiät
Image courtesy of photostock / freedigitalphotos.net

Unter den Begriff Herzdiät fallen zwei verschiedene Diäten, die irrtümlicherweise den gleichen Namen tragen und total verschieden sind.

Eine davon ist dadurch gekennzeichnet, dass Frühstück, Mittag- und Abendessen fest geregelt sind und das Frühstück mit "1-2 Tassen Tee / Kaffee" sowie einer Scheibe Brot beginnt. Ich muss jedoch warnen: Das ist nicht die eigentliche Herzdiät. Es handelt sich dabei um ein seltsames Internetphänomen, von dem behauptet wird, es stamme aus einer nicht näher bezeichneten Herzklinik. Was das für eine Klinik sein soll, konnte ich nicht herausfinden. Es gibt noch nicht einmal einen Wikipedia-Artikel hierzu. Einen gesteigerten Herzschutz erreicht man damit nicht und abnehmen kann man auch nicht so toll, da es sich um keine besonders guten Lebensmittel handelt.

Die andere Diät ist besser und läuft ebenfalls unter dem Namen Herzdiät. Die Idee: Man ernährt sich von den besten Lebensmitteln, die es in der Natur gibt. Diese sind reich an hochwertigen Fettsäuren, Vitaminen und Mineralien. Zusätzlich enthalten sie wertvolle Ballaststoffe.

Hierunter fallen beispielsweise folgende Nahrungsmittel, die nachweislich für ihren Herzschutz bekannt sind:


  • Soja (zum Beispiel Tofu)
  • Lachs (oder Lachsöl) als Omega-3-Lieferant
  • Nüsse
  • Trauben (wegen ihrer sekundären Pflanzenstoffe und Vitamine)
  • Zimt (wegen der positiven Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel)


Übrigens läuft die Herzdiät auch unter einem anderen Namen: Ornish-Diät. Der Wissenschaftler Dean Ornish hat aufgrund seiner medizinischen Erfahrungen die Diät entwickelt und empfiehlt nebenbei noch Nahrungsergänzungsmittel sowie viel Sport und Bewegung, denn auch das schützt ja das Herz. Die Erfolge in Studien sprechen für sich und besonders ausschlaggebend waren dabei die Omega-3-Fette.

Außerdem werden durch sportliche Betätigung überschüssige Kohlenhydrate verbrannt, die in Lebensmitteln mit vielen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen vorkommen können (Vollkornprodukte, Obst). Kohlenhydrate müssen verbrannt werden, da sie sonst beim Abnehmen stören und auch dem Herz nicht gut tun.


Die Herzdiät in der Praxis - Die Anleitung



Um Erfolge bei dieser Diät verzeichnen zu können, ist es wichtig, dass man nicht nur gesundheitsfördernde Lebensmittel zu sich nimmt, sondern auch auf die Grundidee des Abnehmens aufpasst. Und die lautet im 21. Jahrhundert nicht mehr "Kalorien zählen", sondern intelligenter Gewichtsverlust durch permanente Fettverbrennung (siehe: Anleitung zur Low-Carb-Diät).

Doch zunächst beginnen wir damit, die richtigen Lebensmittel aufzulisten. Wenn man dem Konzept von Dr. Ornish folgt, dann gibt es 5 Kategorien von Nahrungsmitteln. Um die Sache jedoch zu vereinfachen, hier eine kurze Erläuterung dessen, was Dr. Ornish für wichtig hält:


  • Am besten sind generell Lebensmittel, die fettarm und dafür reich an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralien und Eiweiß sind (Soja, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn).
  • Dabei sollten aber Produkte gemieden werden, die so stark verarbeitet sind, dass kaum noch Vitamine etc. vorhanden sind (Vollkornbrot oder Vollkornnudeln sind beispielsweise extrem kohlenhydratreich und enthalten im Prinzip keine wertvollen Inhaltsstoffe).
  • Gesunde Fette sind absolut in Ordnung, man muss sich also nicht zwingend fettarm ernähren. Auf die Art des Fettes kommt es an. Gute Fette sind zum Beispiel enthalten in Lachs, Avocados und Nüssen.
  • Verzichten sollte man möglichst auf Zucker, Mehl (und daraus hergestellte Produkte), industriell hergestellte Fettbomben wie frittierte Waren, Gebäck, Mayo und dergleichen. 


Wenn man alle Ratschläge zusammenfasst, dann kann man daraus einen relativ lockeren, flexiblen und dennoch qualitativ hochwertigen Essensplan für die Herzdiät ausarbeiten. Hier meine persönliche Interpretation dessen, was die Herz-Diät ausmacht:


  • Morgens: Lachs-Carpaccio, als Dessert ein paar rote Weintrauben
  • Mittags: Ein leckerer Salat (z.B. Caesar Salad), garniert mit Nüssen, Leinsamen und / oder Weizenkeimen (das ist nämlich am ehesten mit Vollkorn gemeint)
  • Abends: Ein Eiweißshake mit Soja-Milch und Zimt


Das ist jetzt ein Beispiel für einen einzelnen Tag gewesen. Doch seien wir etwas kreativer. Hier noch ein weiterer Tag.


  • Morgens: Low-Carb-Müsli mit extra Nüssen und Weizenkleie, dazu Soja-Milch
  • Mittags: Tofu-Steak mit Feldsalat und Mais, als Dessert eine Birne
  • Abends: Ein kleines Glas Lachsöl, ein paar Weintrauben, Tomaten-Mozzarella als Hauptgericht


Es geht doch so einfach. Im Prinzip verzichten wir nur auf tote Lebensmittel, also auf Nudeln, Brot, Pommes und dergleichen. Es ist ja nicht so, als ob es nicht gesunde Alternativen gäbe, oder? Ganz nebenbei bemerkt kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und selbst bestimmen, was man isst. Drei bis vier Mahlzeiten am Tag sollten genügen.


Warum kann man mit der Herzdiät gut abnehmen?



Obwohl die Herzdiät teilweise doch recht viele Kohlenhydrate hat, sind viele davon Ballaststoffe, also vom Körper nicht zersetzbar und damit nicht als Energie zu gebrauchen. Anders wäre dies bei Brot, Nudeln und so weiter.

Dadurch, dass gesunde Fette, viel Eiweiß und viele Vitamine konsumiert werden, bleibt der Körper im Gleichgewicht und man fühlt sich fitter. Das Herz kann auf Dauer geschützt werden. Doch gerade der Verzicht auf wertlose, kalorienreiche Lebensmittel hilft enorm beim Abnehmen.

Wer voll auf Herzschutz und Gesundheit setzt, macht nebenbei Sport. Hier kommt die Herzdiät zur vollen Entfaltung. Denn während Sportmuffel eher zur Anleitung meiner Low-Carb-Diät greifen sollten, da diese auch ohne Sport hervorragende Ergebnisse liefert, ist die Herzdiät eher dafür geeignet, langfristig gesund zu leben, überschüssige Zuckermoleküle zu verbrennen und auf diese Art abzunehmen und Gewicht zu halten.

Wenn man der Herzdiät nämlich folgt, ohne Sport zu treiben, kann es passieren, dass man wegen viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten dann doch am Ende nicht ganz die Erfolge erzielt, die man sich gewünscht hat. Meine Erfahrungen belegen dies ebenfalls. Es gilt wieder die Regel des Körpers: Solange Zucker da ist, muss Körperfett nicht verbrannt werden.

Mein Fazit: Logischerweise ist eine Ernährung mit Nüssen, fettreichem Fisch und Tofu, viel Obst und Gemüse sowie soliden Ballaststoffen der eindeutig gesündeste Weg, zu leben. Eigentlich wäre es nicht nötig, diesen Lebensweg als Herzdiät zu bezeichnen. Allerdings leben wir nun mal in einer Welt, in der wir die einfachsten Dinge erst dann begreifen, wenn sie uns schick und modern mit einem speziellen Fachbegriff serviert werden. Das ist auch hier wieder der Fall.

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