Orangendiät: Anleitung, Diätplan, Rezepte

Die Orangendiät eignet sich mit der fruchtig frischen Wirkung der Orange perfekt als Winterdiät, aber auch noch bis ins Frühjahr. Um damit schnell abnehmen zu können, liefere ich heute Anleitung, Diätplan, Rezepte und viele Tipps und Tricks zu dieser speziellen Diät.

  • Wie die Orangendiät beim Abnehmen hilft
  • Wichtige Unterschiede zwischen Orange und Orangensaft
  • Orangendiät - Anleitung und Regeln
  • Der Diätplan und die Rezepte
  • Weitere Tipps für den gesunden Gewichtsverlust


Wie die Orangendiät beim Abnehmen hilft


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Sinnvoll ist eine Diät nur, wenn sie langfristig angelegt ist, nicht zu schnell langweilig wird und richtig effektiv die Kilos purzeln lässt. Deswegen soll die Orangendiät keine Monodiät sein, also eine Abnehmmethode, bei der man quasi nur ständig ein einziges Lebensmittel zu sich nimmt.

Stattdessen setzt man bei der Diät auf die entscheidenden Vorteile der Orange: Nicht nur gehört sie zu den Früchten mit dem niedrigsten Gehalt an Zucker. Sie enthält wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, viele verschiedene Vitamine und Mineralien und kann sogar durch ihre Süße punkten. Denn wenn man mit dem Essen fertig ist, wünscht man sich doch meistens noch etwas Süßes hinterher. Hier kann die Orange ideal Schokolade und andere Snacks ersetzen.

Also kurz zusammengefasst: Wir setzen Orangen als Ergänzung einer klugen Diät ein (siehe Anleitung), befriedigen Gelüste nach Zucker mit dem fruchtigem Geschmack, und schauen ein mal pro Woche auf die Waage. So einfach geht das Ganze!

Nur eines dürfen wir nicht: In die Zuckerfalle stolpern. Deswegen ist der folgende Abschnitt wichtig.


Wichtige Unterschiede zwischen Orange und Orangensaft


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Industriell verarbeiteter Orangensaft kann eine Diät kaputt machen. Zwar hat der Saft besonders viele Vitamine, und einige davon sind extra zugesetzt, was auch nicht schlimm ist, aber der Zuckergehalt ist gefährlich hoch (siehe: Multivitaminsäfte: Gesund Oder Ungesund?).

Als argloser Verbraucher gibt es da mehrere Gefahren. Zum einen die unterschiedlichen Bezeichnungen: Nektar, Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat, Direktsaft. Wer hier in die Falle tappt, kauft sich Zuckerwasser mit gerade einmal einem Fünftel Fruchtgehalt.

Doch selbst 100%-Saft ist die reinste Zuckerfalle. Ein Glas (300 ml) kann dann auch mal 30 Gramm Kohlenhydrate beinhalten. Damit ist die Fettverbrennung für Stunden außer Gefecht gesetzt, man nimmt sogar noch zu und der Blutzuckerspiegel wird zur Achterbahnfahrt. Die Folge: Heißhunger auf Süßes. Sehr unangenehm.

Die Orange als Frucht ist da anders. Sie ist zwar süß, aber in einem von der Natur vorgegeben Rahmen. Außerdem ist beim Original noch gewährleistet, dass die sekundären Pflanzenstoffe noch verwertbar sind. Denn in Säften ist das Fruchtfleisch meist schon herausgefiltert.

Das Fazit also: Nicht auf Orangensaft setzen, denn der gehört nicht in die Orangendiät. Aber keine Angst: Man kann mit einer einzelnen Orange auch einen prima Saft herstellen, der dann aber bei weitem besser zum Abnehmen geeignet ist!


Orangendiät - Anleitung und Regeln



Bevor es zum Diätplan geht, hier die wichtigsten Regeln. Eigentlich hat der Erfolg einer Diät eine ganz klare Grundlage. Ich rede hier nicht von Kalorien, sondern von Kohlenhydraten. Kohlenhydrate werden im Körper immer zu Zucker verarbeitet. Am Ende werden auch Kartoffeln, Vollkornbrot und andere komplexe Kohlenhydrate immer zu dem, was auch schon in der Schokolade drin ist: Zucker.

Gleichzeitig handelt es sich hier um den Brennstoff des Körpers, den er am liebsten nutzt. Wenn Zucker da ist, braucht der Körper kein Fett verbrennen. Aber um abnehmen zu können, muss ja das Fett weg. Also: Kohlenhydrate reduzieren, damit mehr Ressourcen aus den Fettdepots verwendet werden.

Im selben Atemzug muss Eiweiß aufgestockt werden. Denn es liefert die Bausubstanz für Muskeln, das Immunsystem und fettverbrennende Enzyme. Obendrein macht es total satt! Auch das habe ich bei der Zusammenstellung der Orangendiät bereits beachtet.

Das ist die wichtigste aller Regeln. Keine Sorge: Der Diätplan ist schon darauf ausgerichtet. Aber es gibt noch weitere Punkte, die wichtig sind:

  • Eine gut funktionierende Schilddrüse
  • Viel gesunder Schlaf zur Fettverbrennung
  • Optimale Versorgung mit Vitalstoffen und Eiweiß
  • Bewegung / Sport (freiwillig, wenn es noch schneller gehen soll)

Mehr dazu gibt es später bei den Tipps.


Der Diätplan und die Rezepte



Jeder Tag besteht aus drei Mahlzeiten. Es ist aber auch möglich, im Falle absoluten Hungerns einen Eiweißshake oder Tee zu trinken. Das hilft, um den Magen voll zu kriegen und gleichzeitig unnötigem Zucker aus dem Weg zu gehen. Ansonsten wird natürlich auf die Kraft der Orange gebaut. Es folgen nun zwei Grundrezepte. Die weiteren Rezepte sind entweder mit Links zum jeweiligen Rezept versehen, oder kurz erläutert. Übrigens: Die Rezepte sind untereinander austauschbar! Es muss also nicht jeden Tag etwas anderes sein.

Grundrezept: Eiweißshake

Für den Eiweißshake wird ein Eiweißpulver mit sehr wenig Kohlenhydraten (unter 5%) benötigt. Am besten kann man solches Pulver im Internet bestellen. Ziemlich gut geeignet, auch wegen des guten Geschmacks, ist beispielsweise dieses hier, wobei ich empfehle, gleich drei Stück zu bestellen, damit man keine Versandkosten hat: Layenberger Schoko-Kaffee.

Man benutzt für einen Shake (300 ml) maximal 30 Gramm Pulver (das sind drei gestrichene Dosierlöffel) und dann Wasser oder Milch (oder eine Mischung aus beidem). Je mehr Milch, desto mehr Kohlenhydrate, aber auch desto besserer Geschmack. Hier muss jeder seine eigene Mischung finden. Wenn das Getränk zu dickflüssig wird, beim nächsten Mal weniger Pulver benutzen oder aber ein größeres Glas.

Ich mache es immer so, dass ich zuerst Flüssigkeit ins Glas fülle, dann das Pulver, und dann mit einem Schneebesen zwischen den Handflächen alles zusammenrühre.

Wichtig: Wer abends (nach 18:00 Uhr) noch einmal richtig doll Hunger hat, kann sich noch einen Eiweißshake machen. Dann aber bitte ohne Milch und nur mit Wasser!

Grundrezept: Selbst gemachter Orangensaft (SgO)

Dieser erfrischende Drink funktioniert ganz einfach und hat nur wenig Zucker. Man nimmt dazu eine Vitamintablette (beliebige Sorte, bekommt man in jedem Supermarkt) und löst sie in einem Glas Wasser auf. Danach mischt man den Saft einer selbst gepressten halben Orange bei. Bei Bedarf kann man auch gerne noch Eiswürfel benutzen.

Kleiner Tipp: Keine Angst vor Überdosierungen bei den vitaminreichen Brausetabletten. Die Dosierungen sind sehr niedrig, auch wenn auf der Plastikülle oft ein (rechtlich verordneter) Warnhinweis steht. Ich habe nie schlechte Erfahrungen gemacht und das Getränk ist sehr sinnvoll für die Orangendiät.

Montag

Morgens: Eiweißshake und eine Frucht (Apfel, Birne oder Banane)
Mittags: Rindfleischsalat mit SgO (Nachtisch: Eine halbe Orange)
Abends: Beliebige Suppe mit möglichst wenig Kohlenhydraten (keine Croutons, kein Mehl, keine Nudeln)
Optional: Ein weiterer Eiweißshake

Dienstag

Morgens: Eiweißshake und eine Hand voll Nüsse (Erdnüsse, Walnüsse, Paranüsse etc.)
Mittags: Fisch nach Amrum-Art mit SgO (Nachtisch: Eine halbe Orange)
Abends: Beliebige Suppe mit möglichst wenig Kohlenhydraten
Optional: Ein weiterer Eiweißshake

Mittwoch

Morgens: Eiweißshake und eine Frucht
Mittags: Steak mit Bohnen mit SgO (Nachtisch: Eine halbe Orange)
Abends: Beliebige Suppe mit möglichst wenig Kohlenhydraten
Optional: Ein weiterer Eiweißshake

Donnerstag

Morgens: Eiweißshake und eine Hand voll Nüsse
Mittags: Lachs-Carpaccio mit SgO (Nachtisch: Eine halbe Orange)
Abends: Beliebige Suppe mit möglichst wenig Kohlenhydraten
Optional: Ein weiterer Eiweißshake

Freitag

Morgens: Eiweißshake und eine Frucht
Mittags: Indisches Hühnchen mit SgO (Nachtisch: Eine halbe Orange)
Abends: Beliebige Suppe mit möglichst wenig Kohlenhydraten
Optional: Ein weiterer Eiweißshake

Samstag

Morgens: Eiweißshake und eine Hand voll Nüsse
Abends: Beliebige Suppe mit möglichst wenig Kohlenhydraten
Optional: Ein weiterer Eiweißshake

Sonntag

*Vor dem Essen wiegen!*
Morgens: Rührei mit Lachs
Mittags: Roast Beef oder Low Carb Fondue als Belohnung für eine gute Woche (mit SgO und einer halben Orange als Dessert)
Abends: Reste des Mittagessens


Weitere Tipps für den gesunden Gewichtsverlust



Aus meiner Erfahrung sind noch einige weitere Tricks sinnvoll. Der Erfolg der Diät lässt sich nämlich noch steigern. Und zwar so:

  • Die verbesserte Leistung der Schilddrüse steigert die Fettverbrennung
  • Schlank im Schlaf verbessert die Fettverbrennung in der Nacht erheblich
  • Sport erhöht die Rate, mit der Fettdepots verbrannt werden
  • Vitalstoffe verbessern die Gesundheit insgesamt und optimieren nochmals das Abnehmen. Sehr gut eignet sich dafür das Multivitaminpräparat Vitamineral 31 plus (kann man einmal am Tag prima in den selbst gemachten Orangensaft mischen)

Mit diesen zusätzlichen Tipps lassen sich die besten Erfolge erzielen, um Pfunde loszuwerden. Viel Spaß mit der Orangendiät! Weitere Hinweise zum Abnehmen und zu gesunder Ernährung gibt es auf meinem Blog.

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