Schokoladensucht - Was Tun? 9 Tipps Und Tricks!

Gerade bei Stress wird man schnell schokoladensüchtig. Warum entwickeln wir oft so ein Suchtempfinden? Was tun gegen Schokoladensucht? Dieser Blog liefert die Antworten. Ich zeige Ursache und Hilfe gegen den Heißhunger und wie man ihn stoppen, überwinden und besiegen kann.


Kann man von Schokolade süchtig werden? Ja!


Schokoladensüchtig sein ist kein Schicksal
Image courtesy of Vichaya Kiatying-Angsulee / freedigitalphotos.net

Während sich die Experten weiterhin streiten, weil Schokoladensucht ja eigentlich nur eine psychische und keine körperliche Abhängigkeit darstelle und eigentlich nur das Gehirn belohne, sind wir Normalbürger da schon weiter. Jeder von uns weiß aus eigener Erfahrung: Bei zu viel Schokolade halte ich es nicht mehr ohne aus!

Dafür braucht man keine Wissenschaftler. Zwar behaupten die, dass in der Schokolade selbst kein körperlich süchtig machender Stoff wie etwa in Heroin vorhanden ist, doch das Verlangen nach Süßem hat seine Natur nicht in der Kakaobohne, sondern im Zucker!

Denn bei Schokolade mit hohem Kakaoanteil - so meine eigene Beobachtung - wird man sehr schnell satt, weil sie ja auch bitter schmeckt. Je mehr Zucker in Schokolade jedoch hinzugefügt wird, desto extremer wird der Anstieg des Blutzuckerspiegels. Dann tritt die ernsthafte Wirkung des Zuckers ein: Eine Achterbahn aus zu viel und dann (durch Insulin) zu wenig Zucker im Blut. Danach sind wir schwach, zittrig, gereizt und wollen die nächste Tafel Schokolade!


Was tun gegen Schokoladensucht?



Wir erkennen an, dass wir in einem Strudel gefangen sind. Jeder Supermarktbesuch führt zum zwanghaften Kauf von noch mehr süßen Lebensmitteln. Doch was hilft gegen Schokoladensucht? Nun ja, schauen wir doch zunächst einmal, was nicht hilft, denn viele Menschen begehen da Fehler.

Fehler Nr. 1: Kalorienreduktion

Bei Menschen, die schokoladensüchtig sind, kommt Übergewicht relativ häufig vor. Die Betroffenen versuchen dann, ihre Fettpolster zu besiegen, indem sie einfach die Kalorien drosseln. Doch das führt wiederum zu Heißhunger, gerade abends oder in der Nacht.

Die Ursache: Einfach nur die Energiemenge in der aufgenommenen Nahrung zu reduzieren, lässt den Körper ein unbändiges Verlangen nach Essen entwickeln. Ganz besonders nach Schokolade. Das ist kontraproduktiv im Kampf gegen Schokoladensucht.

Wer abnehmen will, sollte deshalb nicht auf die Kalorien achten, sondern auf eine Zufuhr sättigender und lebensnotwendiger Stoffe. Darüber habe ich in diesem Blog bereits häufig geschrieben (siehe: Welche Ernährungsumstellung zum Abnehmen?)

Fehler Nr. 2: Eis und Gummibärchen statt Schoko

Es klingt auf den ersten Blick tatsächlich sehr naiv, passiert aber auch vielen Menschen. Schokolade durch andere Lebensmittel zu ersetzen, die ebenfalls sehr süß sind, hilft nicht. Denn in denen ist ja auch Zucker enthalten.

Fehler Nr. 3: Mehr bei den Hauptmahlzeiten essen

Allerdings gibt es auch andere Dickmacher: Nudeln, Brot und andere industriell hergestellte Produkte enthalten viele Kohlenhydrate. Die lassen zwar den Insulinspiegel nicht so wild springen wie Süßigkeiten, aber Ordnung im Blutzuckerspiegel sieht anders aus.

Wer also meint, er könne die Sucht nach Schokolade durch mehr Hühnchen mit Nudeln ersticken, der wird enttäuscht. Denn eine gewisse Zuckersucht bleibt erhalten.


Die Lösung: Schokoladensucht-Entzug



Um sich komplett von der Sucht zu befreien, um sie sich abgewöhnen zu können, ist ein kompletter Entzug notwendig. Wir müssen die Schokoladensucht quasi heilen. Und ja, sie ist heilbar!

Denn wenn man die Auswirkungen der Zuckersucht in den Griff bekommen will, dann helfen halbgare Kompromisse wenig. Doch ich will Mut machen: Obwohl der Anfang sehr schwer fällt, ist man nach etwa zwei Wochen so weit, dass man ohne Reue am Süßigkeiten-Regal vorbei laufen kann, ohne in irgendeiner Form eine Sucht zu empfinden.

Ich möchte hier wirklich alle Leser noch einmal wachrütteln und bei der Hand nehmen: Schokoladensucht hält nur kurz an, wenn man etwas dagegen tut! Das kann weggehen! Ehrlich!

Ja, ich weiß: Zuerst denkt man ja: Das schaffe ich nie! Doch es geht wirklich, und ein bisschen Mut kann dabei helfen, denn nur, wer es am eigenen Leib erlebt hat, kann auch darüber berichten, wie schön es ist, nicht länger schokoladensüchtig zu sein.


Wie man den Entzug erfolgreich hinter sich bringen kann



Die gute Nachricht zuerst: Der Schokoladensucht-Entzug beinhaltet gleichzeitig auch eine Diät, so dass man abnehmen kann, während man sich von der Sucht befreit.

Die schlechte Nachricht: Die ersten ein bis zwei Tage kriecht man am Boden. Mehr oder weniger wörtlich. Das liegt an den Entzugserscheinungen. An der Umstellung des Körpers von Zucker- zu Fettverbrennung. Keine Angst: Der kann das. Ich empfehle, diese ersten Tage auf ein Wochenende zu legen. So funktioniert das Ganze im Überblick:


  1. Alle verbleibenden Süßigkeiten (auch Gummibärchen, Bonbons, Kuchen, Salzstangen, Kekse) vorher essen oder verschenken! Bitte kein Fressgelage veranstalten.
  2. Keine Leckereien mehr einkaufen. Wenn Mutti oder der Ehepartner einkauft, Bescheid sagen!
  3. In den ersten zwei Tagen der Diät wird viel Wasser getrunken, viel Gemüsesuppe gegessen und bei totalem inneren Zusammenbruch jederzeit ein Apfel gegessen! Vorrat anlegen!
  4. Ab dem dritten Tag starten wir ganz sanft und locker in eine Low-Carb-Diät. Von mir gibt's dazu eine Anleitung!
  5. Wir essen viele leckere Gerichte, die toll aussehen und uns lange satt halten (siehe: Rezepte)
  6. Wir achten auf eine ausreichende Zufuhr mit Vitalstoffen. Denn manchmal ist Schokoladensucht ein Anzeichen für Magnesiummangel, Eisenmangel oder ähnliches.
  7. Gerade nach deftigen Mahlzeiten gibt es Kaugummi oder die Zähne werden geputzt. Da ist der Appetit auf Süßes ganz schnell weg!
  8. Nach einiger Zeit haben wir unsere Schokoladensucht so weit unter Kontrolle, dass wir nun selbst entscheiden, wann wir wie viel zu uns nehmen. Ein strenges Verbot ist nun nicht mehr nötig. Wir dürfen auch mal genießen! Wer will, kann natürlich weiter abnehmen.
  9. Stress bekämpfen wir nun anders als vorher. Wenn der Chef Ärger macht, die Kunden unangenehm sind und die Arbeitslast uns nicht mehr ruhig schlafen lässt, dann müssen andere Mittel her. Hier gibt es tausend Möglichkeiten: Joggen bis zur Erschöpfung, ein Wellness-Bad, Kinobesuch mit dem/der Liebsten, Freunde treffen, sich mit Zumba oder Fußball auspowern, die beste Musik der Welt hören, mit dem Haustier kuscheln, und und und...


Das ist die Anleitung für ein unabhängiges Leben. Unabhängig. Nicht unabhängig vom Elternhaus, oder unabhängig vom anderen Geschlecht. Unabhängig von der Schokoladensucht. Wir sollten uns häufiger bewusst machen, von was wir uns eigentlich abhängig machen...lassen?!

Kommentare:

  1. Interessantes Konzept! Und sehr guter Artikel.
    Wenn ihr Lust auf spannende und gut zu verstehende News habt, besucht doch mal meine Seite: What´s up? News!
    www.wasistlos-neuigkeiten.blogspot.de
    Viel Spaß!

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  2. dein blog bewegt mich sehr! vor drei jahren hab ich es geschafft, suesses schmeckte nicht mehr und ich hatte kein verlangen. ich habe13 kilo abgenommen.

    das hielt nur kurz an... heute bin ich in meiner sucht gefangen und jeder gedanke an einen enzug verschlimmert sie noch mehr! heute hab ich den ersten schokofreien tag hinter mir und es geht mir schrecklich! ich esse halt obst und gemüse aber keine kohlenhydrate! ich weiss nicht, ob ich es noch einmal schaffen werde... dein blog schreibt aus meinem herzen und ich hoffe, ich finde die kraft um nochmals dem dämonen zucker zu entsagen!

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    1. Hallo!

      Das klingt wirklich sehr emotional und nach einem wirklichen Leidensweg.
      Ich möchte dir hier aber berechtigte Hoffnung machen: Du kannst die Schokoladensucht in den Griff bekommen!
      Es geht nicht um Härte oder Disziplin, sondern darum, deine Ernährung so umzustellen, dass dein Körper nicht ständig von Insulinwellen geschockt wird.
      Wichtig ist, dass du dich ganz langsam umgewöhnst. In meiner Rubrik "Rezepte" findest du Mahlzeiten, die dich trotzdem verwöhnen sollen. Denn auch wenn der Zucker weniger wird, brauchst du Essen, auf das du dich freuen kannst.
      Viel Erfolg!

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    2. Habe eben einen kommt unter Zuckersucht hinterlassen... Ich war grade so erschrocken über meinen alten post.. Könntest du meinen von heute hier einfügen? Ich danke dir... Dafür, dass ich gemerkt habe, dass ich krank war und heute trockener zuckerholic bin.

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  3. Hahaha. Schokoladensucht=Gewichtsproblem?
    Nein, solange ich jeden Tag ein bis zwei Tafeln habe ist alles gut. Ich nehme zu wenn ich darauf verzichte, weil ich dann gar nicht satt werde, egal wie viel ich esse (schon probiert). Da mach ich lieber weiter wie bisher.

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    1. Auch das ist vorstellbar. Ich habe das ebenfalls mal eine Zeit lang gehabt und war auch satt. Aber wie ich schon geschrieben habe: Schokoladensucht. Das Wort schließt auch einen gewissen Kontrollverlust mit ein. Und dann sind es vielleicht nicht mehr 1 bis 2 Tafeln, sondern hier ein Stück, da ein Stück und am Ende steht man sogar nachts für Schokolade auf.

      Also jedem das Seine. Ich denke, dass die überwiegende Mehrheit derjenigen, die diesen Artikel finden, tatsächlich wegen des Kontrollverlusts nach "Schokoladensucht" suchen.

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  4. Naja ich habe die Kontrolle aber kann inzwischen keinen Tag mehr ohne. Es ist halt ungesund.

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  5. Lieber Michael,
    toll, dass du das geschafft hast! Ich war auch mal voll auf Schokolade und finde, es ist wirklich eine Sucht. Mir hat die TCM-Ernährung geholfen, davon losgekommen. In diesem Video hab ich meine Tipps zusammengefasst. Freut mich, wenn du mal reinschaust! Den Tipp, auf ausreichende Nährstoff-Zufuhr zu achten, hab ich auch drin. ;) http://youtu.be/1byRveghqGg
    Liebe Grüße, Katharina

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    1. Hallo Katharina,

      ich schaue mir dein Video gerade an. Ich finde es sehr gut, dass du die Elemente der TCM mit pragmatischen Ansätzen verbindest.

      Man sollte TCM nicht unterschätzen. Auch da steckt viel Forschung und Ausprobieren dahinter, was mitunter weiter zurückreicht als die westliche Wissenschaft. Oft wird vieles einfach nur anders, mit anderer Sprache, ausgedrückt, stimmt aber im Kern.

      Gute Tipps in dem Video!

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    2. Danke Michael, freut mich, dass es dir gefällt! :)
      Liebe Grüße, Katharina

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  6. Hallo
    ich versuche schon seit Wochen mich von meiner Schokoladen sucht zu befreien aber spätestens am dritten Tag habe ich versagt. irgendwie schaffe ich es nicht davon los zu kommen sie macht mich einfach glücklich und "zufrieden" :( ich brauche wirklich dringend Hilfe es wird immer schlimmer... ich schaffe das immer ,bis ich zu Hause bin.:/

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    1. Hallo,

      Du musst etwas Ursachenforschung betreiben, um die Schokoladensucht zu besiegen. Überlege dir folgende Dinge:

      -Hängt die Sucht mit zu wenig Nahrungszufuhr insgesamt zusammen (starkes Kaloriendefizit)? In diesem Fall ist die Schokolade nur Mittel zum Zweck, weil der Körper es satt hat, auf Sparflamme zu laufen. Dann müsstest du insgesamt mehr essen, aber nicht zu viele Kohlenhydrate.
      -Hast du eine klassische Sucht nach Zucker und ist die Schokolade nur ein Beispiel dafür? Dann schwankt dein Blutzuckerspiegel sehr stark. Überprüfe deine Mahlzeiten. Gerade beim Frühstück entscheidet sich schon der Rest des Tages, denn viele Brötchen, Marmelade, Säfte etc. führen dann später schon zum Absacken des Blutzuckers und zur Kettenreaktion.

      Insgesamt solltest du versuchen, den Zucker in der Nahrung zu verringern. Was würde passieren, wenn du sehr dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil aber viel weniger Zucker essen würdest? Es kann sein, dass du weniger Schokolade essen würdest, weil es nicht mehr so schmeckt (weniger Zucker). Daran kannst du erkennen, wo das Problem liegt.

      Versuch auch, deinen Rhythmus zu ändern. Zum Beispiel trinkst du dann, bevor du nach Hause gehst, einen Eiweißshake. Der wird dir ein gutes Sättigungsgefühl nach einer halben Stunde geben.

      Davon abgesehen kannst du immer versuchen, in kleinen Schritten ans Ziel zu kommen. Es muss ja nicht zwingend die totale Abstinenz von der Schokolade sein. Manche Raucher gewöhnen sich ja beispielsweise das Rauchen schrittweise ab, jeden Tag eine Zigarette weniger.

      Ich weiß nicht, welcher Weg für dich am besten ist, aber die gute Nachricht ist, dass du nach einer bis zwei Wochen Abstinenz von Süßigkeiten immer resistenter wirst und kein so starkes Verlangen mehr hast. Bei echter Low-Carb-Ernährung wirst du sogar unabhängig von Kohlenhydraten!

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  7. Was ist wenn man nicht jeden Tag Schokolade ist , aber wenn dann ist die ganze Tafel weg. Meine Zunge fühlt sich dann so komisch trocken, als hätte ich ne Säure geschlückt.
    Letzte Zeit esse ich.fast jedes We es.

    Ich studiere und arbeite.
    Kann das von Sress und zu wenig Energie kommen?

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  8. Hallo, ich bin Sudentin, und jobbe nebenbei.
    Ich muss letzte Zeit ab und zu zur ganzen Schokoladentafel greifen oder mehr.
    Sonst trinke Tee ohne Zucker, viel Wasser( besonders wenn ich Schokolade gegessen hab).
    Nach dem ich Schokolade gegegessen hab mache ich mir sorgen um meine Gesundheit, meine Zunge fühlt sich sehr trocken an, wie vom Säure gefressen.

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    1. Hallo Lenchen,

      das mit der Zunge kenne ich nicht, aber es scheint sich ja nicht gerade angenehm anzufühlen. Es ist wohl besser, wenn du davon weg kommst.

      Dass gerade der Stress ein Problem sein kann in Bezug auf Schokoladensucht, das verstehe ich gut. Es ist zunächst leichter gesagt als getan, weniger Schokolade zu essen, wenn man etwas gegen den Stress tun muss.

      Wichtig ist für dich, dass du nicht nur die Abhängigkeit von der Schokolade beseitigst, sondern Strategien gegen Stress entwickelst. Es gibt viele Wege, mentales Training, Zeitmanagement, Entspannungsübungen. Aber eine halbe Stunde ausgiebig joggen ist glaube ich der effektivste Weg. Es fühlt sich anfangs nicht so gut an wie Schokolade, aber der Stresspegel sinkt mit der Zeit, und dadurch lösen sich andere Probleme dann.

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  9. Ich bin jetzt seit 5 Tagen auf Schoko Entzug und es ist einfach Furchtbar.
    Nie wieder Schoki? Nie mehr Schokokuchen und Schokoaufstrich usw usw?
    Allein der Gedanke macht mich todunglücklich!
    Die letzten drei Tage bin ich nurnoch ein (sehr sehr unglückliches) Wrack...ich schaffe es zwar keine Schokolade zu essen aber ich vermisse es unheimlich...
    Ich kann mir nicht vorstellen das dass sich irgendwann ändern soll...
    Ich bin nicht übergewichtig aber ich würde gerne gesünder leben& mich gesünder Ernähren aber ich vermisse den Genuss...
    Was kann ich nur tun?
    Ich habe das Gefühl jeden Moment aufzugeben und dann so schlimm wie noch nie über jegliche Schokolade die ich finden kann herzufallen.
    Es ist doch nicht mehr normal dass ich den ganzen Tag an Schokolade und anderen Süßkram denken muss?

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    1. Hallo,

      du bist da in einer ganz schön brenzligen Lage. Zunächst einmal: Es ist KEIN Abschied für immer. Natürlich darfst du auch mal wieder Schokolade essen. Aber was du wahrscheinlich willst, ist Kontrolle. Du willst doch selbst entscheiden, wann Schokolade in Ordnung ist, und willst die Entscheidung nicht der Schokolade überlassen.

      Hast du mal versucht, mein Rezept für Low-Carb-Pralinen nachzumachen? Das findest du unter "Rezepte" auf meiner Seite. Diese Pralinen sind auch aus Schokolade, aber sie machen viel stärker satt, haben keinen süchtig machenden Zucker und es fällt viel leichter, sich von normaler Schokolade abzugewöhnen.

      Ich bin weiterhin der Meinung, dass der größte Suchtfaktor bei der Schokolade der Zucker ist. Denn der Kakao alleine kann es nicht sein (Bitterschokolade macht gar nicht so süchtig und man hat wenig Lust drauf).

      Sag niemals nie, auch zu süßen Sachen. Aber dass du diese harte Zeit jetzt durch machst, ist ein guter Schritt. Versuch es positiv zu sehen: Du wirst Schokolade auch wieder genießen dürfen. Aber das hier ist jetzt eine kleine Trennungsphase wie in einer Beziehung. Finde Alternativen. Genehmige dir doch mal ein paar leckere Mahlzeiten zum Mittagessen, Essen, was du wirklich magst. Und als Nachtisch Kaugummi.

      Ich denke, es wird mit jedem Tag etwas erträglicher, solange man es schafft, psychologisch den Kopf über Wasser zu halten. Deswegen ist die eigene Belohnung auch wichtig, nur eben ohne Schokolade.

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  10. Huhu....
    Ich habe es auch versucht... Und es ist verdammt schwer... Gebracht hat es fast gar nichts...Ich habe leider auch nichts abgenommen...Obwohl ich das mal müsste...

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    1. Schokoladensucht loswerden und abnehmen sind aus meiner Sicht eigentlich schon zwei verschiedene Dinge. Habe es vor kurzem wieder erlebt, dass ich nach Ostern bei Beginn meiner Diät stark unterzuckert und nervös war. Zum Glück war das Problem nach einem halben Tag vorbei. Aber ich kann mir gut vorstellen, wie schwer das für Leute ist, die zum ersten Mal so etwas durchmachen.

      Die Abgewöhnung ist wirklich ein Schritt für sich, und wenn es notwendig ist, muss man wohl zuerst von schnellen auf langsame Kohlenhydrate umsteigen.

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  11. Ich persönlich empfinde noch nicht so starke Syntome aber ich glaub ich bin schon dabei eine Sucht zu entwickeln. Ich liebe Schokolade über alles und es ist für mich inzwischen normal geworden eine Tafel am tag zu essen. Es wäre bestimmt noch mehr wenn ich nicht mit meinem schlechten Gewissen zu kämpfen hätte. Man will ja auch nicht dick werden. Ich bin zwar nicht dick ,ich bin mit meiner Figur immoment noch zufrieden, aber ich merke schon,dass sie sich verändert. Dazu kommt noch , dass ich immoment mitten in der Pupertät stecke und mein Körper sowieso macht was er will. Ich weiß nicht ob ich überreagiere und ich hab auch Angst, dass ich nicht ernst genommen werde, sollte ich jemandem von meiner Vermutung, eine Schokoladensucht zu entwickeln, erzählen. Es hört sich ja schon irgendwie komisch und auch harmlos an im Gegensatz zu zum beispiel Magersucht.

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    1. Es kommt sicher darauf an, mit wem man spricht. Ein Arzt würde so etwas sicher ernst nehmen und die Hintergründe kennen. In der heutigen Zeit ist Schokoladensucht ja auch kein Fremdwort mehr.

      Vielleicht kannst du dein Gewissen etwas beruhigen, wenn du eine halbe Tafel Schokolade als Ziel ausgibst und so deine Aufnahme drosselst. Zum Beispiel isst man ja weniger Schokolade, wenn man vorher z.B. viel Wasser getrunken hat, Schwarzbrot gegessen hat oder ähnliches. Probiere etwas aus. Auch der Wechsel auf dunkle Bitterschokolade ist eine Möglichkeit.

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  12. Ich mache gerade eine Diät wegen meiner Fruktoseintoleranz (2-3 Wochen lang nur Salz, Wasser, Reis, Kartoffeln, Zucchini, Eier und Gurken, bis sich meine Darmflora wieder regeneriert hat). Ich hab gerade mal 2 Tage geschafft und mir geht's einfach nur grauenvoll. Ich bin nur noch müde, frustriert, nervös und schlecht gelaunt. Ich glaube wirklich nicht, dass ich es über mich bringen werde, morgen nach der Arbeit keine Schokolade zu kaufen. Wenn man sowieso kaum was richtiges Essen kann, ist der Heißhunger natürlich noch stärker.

    Schokolade müsste ich übrigens dauerhaft aufgeben, da ich davon Verstopfung und Akne bekomme.

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    1. Das, was du machst, scheint ja ärztlich verordnet zu sein. Es ist anfangs auf jeden Fall schwer. Was ich machen würde, ist eine stufenweise Entwöhnung. Schokolade bedeutet ja in erster Line schnelle Kohlenhydrate, also Zucker. Eine etwas schwächere Variante wären da langsame, langkettige Kohlenhydrate (die aber, wenn man nach Hause kommt, schon bereit liegen müssen), und wenn man sich dann daran gewöhnt hat, kann man auch mal eine Zeit lang mit sehr wenig Kohlenhydraten leben.

      Als ich mit low carb angefangen habe, habe ich für Notfälle Äpfel gegessen. Ich war damals auch sehr stark an Schokolade und Nudeln gewöhnt und bin zeitweise in der Wohnung am Boden gekrochen oder lag nur auf dem Sofa. Das Einzige, was ich zur Hoffnung sagen kann, ist, dass der Körper sich umgewöhnt. Das erfordert aber etwas Zeit. Im Hintergrund laufen biochemische Prozesse ab. Der Mensch ist ein sehr anpassungsfähiges Wesen! Doch nur, wer es selbst erlebt (durchlebt) hat, kann davon berichten.

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  13. Hallo ...
    Habe mal ein paar Dinge hier gelesen..
    Ich bin 25 und seit ich denken kann, spielt Süßkram ..Vorallem eben Schokolade, eine große Rolle in meinem leben. Dementsprechend habe icj schon immer mit meinem Gewicht zu kämpfen.
    Vor genau einem Jahr, habe ich es wie durch ein Wunder geschafft, ziemlich gut abzunehmen und sogar sport gemacjt(eine Stunde am tag..6 Tage die Woche) alles Zuhause ... ich habe meine Ernährung dazu so radikal umgestellt.. das War der Wahnsinn.. ich habe immer genau überlegt, wie icj meiner schokolust entkommen kann..die ersten 2 Wochen habe ich komplett auf Zucker verzichtet, abgesehen von fruchtzucker. Apfel und Banane mit Quark sind ein super Ersatz. Sobald das intensive verlangen nach Süßigkeiten bzw Schokolade weg ist und man sich an gesundes Essen und sport gewöhnt hat, glaubt mir... das ist göttlich..so frei sein wie nie... habe mir zum schlemmen meinen Quark mit einem halben kleinen löffel Nutella vermischt -super lecker und zudem auch befriedigt aber eben ganz dezent und Kalorien/Zuckerarm! :)
    In 8 Wochen habe ich durch meine Umstellung eine super schöne Figur bekommen.. straffe beine.. straffer popo..bauch... das 1. Mal in meinem leben!! :D
    So..und jetzt ..
    Frage ich Mich wie icj das geschafft habe !!!!!!:D alles ist futsch.. zu faul sport zu machen..Schokolade jeden tag... in übermengen.. dabei weiß man doch wie gut es einem ohne das alles geht ;/ es ist ein teufelszeug.. meiner Meinung nach, sollte man einen kompletten Entzug machen und so Menschen wie ich, sollten auch keine Ausnahmen macjen was Schokolade angeht.. ich kann wirklich sagen, sobald man es tut.. und zb aus krankheitsgründen eine Woche auf zwei nicjt zum sport kann... ist man ganz schnell wieder im alten muster.. und wie icj merke.. da wieder raus zu kommen... in meinem Kopf gerade ein unerreichbares Ziel.

    ABER. Tatsache ist- es hat einmal geklappt - es wird wieder klappen! Und diesmal, mit dieser rückfallerfahrung- auch dauerhaft!
    Ab morgen gibt es keine Ausnahmen Mehr ;) und das schafft jeder von euch !
    So gut Schokolade Schmeckt .. oder Süßkram an sich.. was ist es schon? Es macht süchtig, krank und fett ..faul und hässlich ! Mit hässlich meine ich das eigene Gefühl .. unzufrieden!!
    Ein Apfel schmeckt auch unendlich lecker ..ist süß .. aber..macht eben satt! Also.. auf eine gesunde Zukunft und euch viel Glück ! Wir schaffen das

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    1. Das ist die richtige Einstellung!

      Sobald man in alte Muster zurück fällt, keimt die Sucht von Neuem auf. Aber andererseits: Wenn man sich die Kohlenhydrate einmal abgewöhnt hat, kann man auch diese Abstinenz zur Gewohnheit machen.

      Ich mache immer wieder neue Erfahrungen mit Heißhunger und dergleichen, und ich werde mich weiterhin mit dem Thema beschäftigen und darüber berichten, was ich so an Abhilfe-Maßnahmen herausfinden kann.

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  14. Netter Artikel. Dass Bitterschokolade nicht so süchtig macht, kann ich leider nicht bestätigen, da es mich gerade mit dieser übel erwischt hat, ohne dass sie Blutzuckerpeaks verursacht. Der Zucker kann es in diesem Fall also nicht sein (zittrig sein und Blutzuckerdrop gehört so allerdings auch nicht zu den Symptomen).

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    1. Ich muss dem zustimmen, Bitterschokolade (60-80%) könnte ich genauso täglich essen und auch in den gleichen Mengen wie normale. Voraussetzung ist natürlich, dass die Bitterschokolade eine leckere ist, nicht so eine staubige 90% Schoko. Ich könnte auch nie Schokolade genusssicher im Mund zergehen lassen, ich beiß die einfach weg - so wie Eis auch!

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  15. Guten Abend,
    ich habe deinen Artikel gelesen und würde gerne wieder anfangen mich in den Griff zu bekommen. Ich versuche schon seit einigen Jahren meine Ernährung in den Griff zu bekommen, leider ist das Futtern Gewohnheit geworden. Eigentlich bin ich sehr diszipliniert und starte seit Jahren, seit ich recht jung bin immer wieder den Versuch gesund zu essen. Leider bin ich immer noch Minderjährig und meine Familie kocht nicht sehr gesund. Mein Essen koche ich mittlerweile selbst, aber selbst bei einem perfekten Tag (wo ich auch satt und zufrieden bin)- zwei-drei Spots in der Werbung über Essen und Tschüß ich hänge im Naschregal. Meistens kommt das Abends. Manchmal wird mir schon schlecht und manchmal habe ich gar keinen Appetit darauf und esse es trotzdem. Gehe ich selbst einkaufen, dann hole ich mir auch lieber was gesundes als Schokolade, weil ich dann drüber nachdenke, aber Zuhause komme ich nicht mal zum Nachdenken. Das Essen ist da und meine Mutter hört nicht auf sowas einzukaufen. Die Bitte des Zahlenschlosses lehnte sie ab, da ich das lernen müsste (sie ist selbst betroffen). Bis ich ausziehen kann dauert es noch mindestens 1 Jahr und ich bin mittlerweile so genervt von mir- ich weiß nicht, wie ich mich stoppen kann. Ich bekomme dann eine scheiß-egal-Haltung und denke, dass ich das eh nicht schaffe, da ich auch einmal mit viel Disziplin bei Sport und Ernährung mein Traumgewicht erreicht hatte- ich war super motiviert und ich habe mich richtig wohl gefühlt- leider zu motiviert und dank Übertraining hatte mein Körper nach 2 Wochen Disziplin und Freude innerhalb von 3 Tagen alles wieder drauf. Seit dem habe ich nicht mehr das Gefühl es jemals zu schaffen. Bei mir ist das Problem "Gelegenheit macht Diebe", also so qausi. Gerade stecke ich etwas in Hoffnungen- eine Idee oder eine Motivation? Liebe Grüße und entschuldigung für den langen Text

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    1. Hallo,

      dein Problem ist sehr typisch und betrifft mich auch oft. Es ist schwer, durchzuhalten, vor allem wenn Süßigkeiten zu Hause zu finden sind.

      Sinnvoll kann es sein, wenn du nicht zu sehr auf das Abnehmen achtest, sondern mehr darauf, auf anderen Wegen satt zu werden. Also mehr Konzentration auf satt werden statt auf Gewichtsverlust. Einige Lebensmittel wie Hüttenkäse (und andere Käsesorten) und sehr ballaststoffreiche Lebensmittel helfen dabei, dass du nicht so viel Lust auf Essen hast. Und alternativ kannst du dir Snacks holen, die nicht ganz so sündhaft sind. Zum Beispiel knabbere ich gerne Käsewürfel.

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  16. Hallo, ich bin bald vierzig Jahre alt und schon lange begleitet mich die Schokosucht. Im Teeniealter hat es mir gereicht, ab und an was zu naschen, v. a. an Feiertagen - also alles im Grünen. Mit 18 dann der Einbruch. Neben meinem Studium bin ich ein paar mal die Woche kellnern gegangen und habe es geschafft, morgens um 3 Uhr auf dem 10 min Heimweg eine Tafel zu essen und danach im Bett die zweite. Ich fand´s schon immer einfach lecker. Oft hatte ich auch Beziehungen, wo man gleichermaßen gerne abends fern schaut und was dazu nascht.

    Interessant ist, ich habe dabei keinen generellen Zuckerinfarkt, wenn man mir Gummibärchen o. ä. anbietet, esse ich das nicht. Es muss Schokolade sein oder Schokomouse. Einzige Ausnahme Eis - da geht jede Sorte. Das ist auch das, was ich nicht verstehe. Hätte ich generelles Zuckerverlangen, würde ich auch andere Sachen essen wollen oder sie zumindest nehmen, wenn nicht anderweitig verfügbar. Und ich brauche den ganzen Tag nichts Süßes, nur abends, wenn der Tag geschafft ist. Meine Mahlzeiten sind tagsüber normal und gesund - auch nicht zu wenig. Jetzt könnte man meinen, dass würde dann vielleicht eine Verhaltensstörung sein. Aber egal, ob ich einen mega ausgeglichenen Tag hatte oder super müde bin, es ist immer das gleiche. Ich "will" den Tag immer damit abschließen. Ich komme aus dieser Mühle nicht raus. Und je älter ich werde, desto anstrengender ist es mir geworden. Ich habe schon zwei mal dem Zucker komplett entsagt, beide Male ein ganzes Jahr lang. Klar habe ich abgenommen. Eine einzige Tiramisu hat mich wieder rückfällig gemacht. Beim letzten Mal habe ich gemäß Metabolic Balance, was im Grunde auch low carb ist auch viel abgenommen, sehr gut ging es mir dabei nicht, ich hatte immer das Gefühl, das diese Mengen an Eiweiß meinen Körper und Darm sehr belasten. Ich habe 15 kg in ca. 7-8 Monaten abgenommen - aber 7 davon in den ersten 2 Wochen, als ich auf Fett verzichtet habe. Früher habe ich auch viel abgenommen als ich Nudeln gegessen habe aber Fett eingeschränkt habe (alles unnötige Fett weg und nur gesunde Öle und gesundes Maß für mal nen Salat oder anbraten).

    Mich würde interessieren, warum es mich immer abends überkommt und die Lust sich nur auf Schokolade beschränkt. Das entspricht doch nicht dem Insulinargument aber ist auch nicht nur auf Ersatz zurückzuführen, wie immer wenn ich müde bin brauche ich Zucker. Es ist jedenfalls furchtbar. Ich sage sogar manchmal Verabredungen ab, weil sie mich von meinem Schokoritual abhalten. Ich habe kein Übergewicht, bin aber auch nicht gertenschlank, schlimm ist, dass ich mich nicht gut dabei fühle und ich danach natürlich schlecht schlafe etc.

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    1. Hallo,

      es gibt in der Tat Gründe dafür, warum du ausgerechnet Lust auf Schokolade hast. Manche Lebensmittel deuten auf ganz bestimmte Defizite hin.

      Bei Schokolade wird oft ein Magnesiummangel als mögliche Ursache genannt:

      http://dukannstes.blogspot.de/2015/02/magnesium-stresskiller.html

      Auch Serotonin kann ein Grund sein:

      http://dukannstes.blogspot.de/2016/04/serotoninmangel-beheben.html

      Vielleicht liegt die Lösung für dich dort. Als ich vor einigen Monaten auf englischsprachigen Seiten darüber las, dass die Lust auf Schokolade ganz präzise Gründe haben kann, war ich erstaunt.

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