Viszerales Fett Abbauen - Weg Mit Dem Bauchfett!

Viszeralfett, oft auch mit dem Begriff "Bauchfett" vereinfacht, wird bei Übergewicht zum Problem. Unabhängig davon, wo der Körper das Fett lagert - wir kennen ja Birnentypen, Apfeltypen und dergleichen - wird dem viszeralen Fett nachgesagt, dass es besonders schädlich sei.

Beispielsweise hat Fitnesspapst Dr. Strunz schon 2008 darauf hingewiesen, dass Bauchfett sogar Alzheimer massiv begünstigt. Das muss man sich mal vorstellen! Nicht nur der Körper leidet - Stichwort Herzinfarkt, Stichwort Diabetes - sogar das Gehirn leidet mit und man weiß eines Tages plötzlich nicht mehr, wer man ist oder wer den gleichen Ehering trägt, wie man selbst.

Ich habe neulich ein Buch über Alzheimer und Demenz gelesen, von einem Arzt. Es hat mich ziemlich geschockt. Man stelle sich vor, man hat Hochzeitstag, und der andere hat Angst, dass da plötzlich eine fremde Person mit Blumenstrauß im Zimmer steht.

Zurück zum Fett. Eine Sache ist eigentlich klar: Im Gegensatz zu Muskeln, die man unterschiedlich intensiv in verschiedenen Körperzonen auf- und abbauen kann, ist das Fett nicht wahlweise abbaubar. Die von Laien eingebildete Verbindung, dass das Fett dort abgebaut wird, wo die Körperbewegung stattfindet, existiert offenbar nicht.

Also muss Fett immer insgesamt abgebaut werden. Das Schlagwort ist der Körperfettanteil. Lässt sich mit einer Körperfettwaage für unter 20 Euro locker feststellen.

Eigentlich hat der Fettabbau somit doch auch etwas Gutes. Man muss sich nicht auf bestimmte Körperbereiche konzentrieren, komplizierte Zusammenhänge verstehen, nein! Man muss einfach nur das Fett abbauen.



Wie man Viszerales Fett und den Speck am Körper insgesamt loswird



Eigentlich ist viszerales Fett um die Organe herum gelagert, also auch an den Körperseiten und nicht nur am Bauch. Ist uns aber egal, denn wir müssen es ohnehin ganzheitlich abbauen.

Und das ist im Prinzip vollkommen einfach. Das einzige, was es schwierig macht, sind die Halbwahrheiten und Allgemeinplätze, die einem immer wieder begegnen: Dass man nur mit Sport abnehmen könne (falsch), dass man nur auf die Kalorien achten sollte (ebenfalls falsch) oder dass man nur weniger Fett essen solle (total falsch).

Die Lösung ist einfach: Weg mit den Kohlenhydraten!


  • Weg mit den Nudeln
  • Weg mit den Pommes
  • Weg mit dem Brot, Brötchen, Pumpernickel
  • Weg mit dem Reis
  • Weg mit den Kartoffeln
  • Weg mit der Schokolade und den Süßigkeiten
  • Weg mit den süßen Getränken


Ja, das klingt zunächst ungewöhnlich und für manche vielleicht als etwas zu viel erwartet. Aber erstens kann sich jeder aussuchen, ob er das nur zum Abnehmen machen will, oder ob die gesunde Lebensweise weiterhin so anhalten soll, und zweitens gibt es eine ganze Reihe an Rezepten, die gut ohne Kohlenhydrate auskommen.


Warum schmilzt Viszeralfett, wenn Kohlenhydrate fehlen?


Image courtesy of Surachai / freedigitalphotos.net

Wenn man die Kohlenhydrate weglässt, verbrennt der Körper hauptsächlich Fett. Die beiden Treibstoffe im Körper heißen nämlich Kohlenhydrate und Fett. Wenn das eine fehlt, muss das andere abgebaut werden. Davon ist dann schließlich auch viszerales Fett betroffen, welches gleichmäßig mit dem Fett aus anderen Körperpartien abgebaut wird.

Gleichzeitig ist diese Form der Diät, nämlich die Low-Carb-Diät, sehr gesund. Gemüse und (nicht zu süßes) Obst ist weiterhin absolut erlaubt, gleichzeitig ist sättigendes Fett in Ordnung, denn diese verhindert die Fettverbrennung ja nicht, weil der Körper sich an genau diesen Vorgang gewöhnt. Natürlich sind auch Proteine, also Eiweiß, wichtig.

Man kann sich seine Rezepte ganz leicht zusammenstellen. Fleisch oder Fisch, dazu eine Gemüsesorte oder ein Salat. So kann man immer weitermachen.


Welchen Körperfettanteil sollte man anvisieren?



Die gängigen Gesundheitsbehörden sind immer sehr vorsichtig und wünschen sich lieber Durchschnittsmenschen als sehr schlanke, drahtige Bürger. Aber wer will schon durchschnittlich sein?

Generell ist ein Körperfettanteil von unter 20 Prozent das Ziel. Im Prinzip kann man dies als Faustformel für alle Altersgruppen festlegen. Es können aber auch gerne unter 10 Prozent sein, wobei ich dieses Ziel bislang noch nicht erreicht habe.

Natürlich wird es immer Menschen geben, die sagen, dass sei gefährlich oder ungesund. Aber gerade besonders muskulöse Menschen wie Arnold Schwarzenegger haben schon um die 5 Prozent Körperfett gehabt, und da hat komischerweise keiner gemeckert. Manchmal schweigen die Kritiker einfach...

Übrigens, wo wir gerade vom Kraftsport reden. Ein netter Nebeneffekt, der eintritt, wenn man viszerales Fett abbaut, ist, dass Muskeln besser sichtbar werden. Viszeralfett ist der Hauptgrund dafür, warum viele Männer frustiert in den Spiegel schauen, obwohl unter der Fettdecke schon massiv Bauchmuskeln stecken.


Der Körperfettanteil sinkt nicht so schnell wie das Gewicht



Übrigens sollte man sich von den Zahlen auf der Körperfettwaage nicht verwirren lassen. Der Körperfettanteil sinkt prozentual gesehen langsamer als das Gewicht selbst. Das liegt daran, dass man beim Abnehmen insgesamt Gewicht verliert. Ich habe selbst nachgemessen. Während mein Körperfettanteil von 25 Prozent auf 20 Prozent sank, verlor ich in dieser Zeit etwa zur Hälfte pures Fett. Die andere Hälfte des Gewichtsverlusts ist darauf zurückzuführen, dass ich auch Wasser verlor und ebenso Muskeln (wozu brauche ich die kräftigen Beine eines 90-Kilo-Mannes, wenn ich nur noch 70 Kilo mit mir herumschleppe?).

Der Muskelabbau ist also nicht so schlimm, wenn man viel abnimmt. Der Bauch verschwindet trotzdem. Und auch die anderen Problemzonen verschwinden.

Also eine Bitte: Unbedingt meine Low-Carb-Anleitung auf diesem Blog lesen Wer schnell abnehmen will, kann übrigens gerne mal einen Eiweißshake kaufen und probieren. Die sind lecker und es lohnt sich für die Figur!

Kommentare:

  1. Der Autor weiß offenbar nicht was "viszerales Fett" ist. Im Gegensatz zum eher ungefährlichen aber ggf. unästhetischen Unterhautfettgewebe, welches für Fettpölsterchen sorgt und die Muskeln versteckt, ist das gesundheitlich problematische viszerales Fett das Fett, das zwischen den Organen eingelagert. Die Aussage "Viszeralfett ist der Hauptgrund dafür, warum viele Männer frustiert in den Spiegel schauen, obwohl unter der Fettdecke schon massiv Bauchmuskeln stecken." ist falsch.

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    1. Mein Vorredner hat recht: ABER...Gewisse Ansätze sind gar nicht so schlecht, nur leider nicht fertig gedacht:

      Gesundes, dauerhaftes Abnehmen setzt mehrere Massnahmen voraus:
      - grundsätzlich; geringfügig weniger Kalorien zu sich nehmen als man verbrennt.
      - Was sich die meisten Menschen nicht bewusst sind;
      NUR MUSKELN KÖNNEN FETT VERBRENNEN!
      das heisst; wer zu schnell zu viel abnimmt, infolge Nahrungsreduktion,verliert
      Muskeln und
      damit die Möglichkeit das Fett zu verbrennen, der Teufelskreis des JOJO Effektes
      beginnt.
      Auf keinen Fall eine Diät machen!!
      - besser ist es am Anfang mit mehr Bewegung Fett zu verbrennen, bei gleicher
      Kalorienaufnahme. Man sollte die gewohnte Ernährung nicht sofort umstellen sondern
      nur die schlimmsten Fettmacher reduzieren, in der Regel Zuckerverbindungen.
      - noch besser ist es Muskeln aufzubauen (damit ist nicht Bodybuildung
      gemeint sondern ein moderates Fitness/ Krafttraining) und mit der Zeit die Ernährung zu optimieren. Wenig Kohlenhydrate, wenn dann am Morgen, sonst Gemüse, Fleiuch, Salat, Fisch.




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    2. Hallo und danke für die Meinung.
      Ich kann ja mal aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, was Muskelabbau angeht: Es stimmt zwar, dass man bei einer starken Diät auch schnell Muskelmasse verlieren kann. Aber bei mir war es so, dass der Muskelabbau immer im Verhältnis zum Gewicht war, sogar relativ günstig. Das heißt konkret, dass ich nach 20 Kilo Gewichtsverlust zwar auch weniger Muskeln hatte, aber prozentual etwas mehr Muskeln als vorher.

      Meine Muskeln standen also zu jeder Zeit im entsprechenden Verhältnis zu meinem Gewicht. Da ich jeden Tag 20 Kilo weniger bewegen musste, brauchten meine Beine entsprechend weniger Muskelmasse.

      Man kann (übertriebenem) Muskelabbau sehr gut durch Eiweiß vorbeugen. Das ist meine Erfahrung. Natürlich ist es sinnvoll, durch Training Muskelmasse aufzubauen. Jedoch sagt meine Erfahrung, dass auch eine radikale Diät funktionieren kann, solange man dem Muskelabbau entgegen wirkt.

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  2. Lieber Autor,
    die Ansätze sind wirklich gut aber leide teilweise irreführend:
    Kohlenhydrate sind für den Körper wichtig damit er leistungsfähig ist. Das Gehirn kann nun mal leider nur aus Zucker bzw. Glucoseverbindungen wie eben Kohlehydraten Energie gewinnen (ausgenommen man ist mit der Ernährung komplett auf Ketose umgestiegen, sinnvoll aber nur für Leistungskraftsportler und zieht damit Energie direkt aus dem Fett). Entzieht man nun dem Körper zu viele Kohlenhydrate fühlt man sich matt, abgeschlagen und vor allem die Denk- und Konzentrationsfähigkeit nimmt ab! Dies kann zu Leistungseinbußen beispielsweise im Beruf führen. Des Weiteren sind Kohlenhydrate DIE Sattmacher und lässt man sie komplett weg hat man ständig Hunger und da wird eine Diät eine absolute Probe des starken Willens und sehr qualvoll. Deswegen brechen viele sowas ja ab oder haben Fressanfälle. Deshalb ist es trotz Low-Carb (was insgesamt eine gute Sache ist)wichtig, auch einen gewissen Anteil an Kohlenhydraten zu sich zu nehmen. Am besten eignet sich hier zum Beispiel ein Naturmüsli am Morgen: ungesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate und Sattmacher in einem! Auch mittags Quinoa oder Süßkartoffeln eignen sich sehr gut, da sie verhältnismäßig wenige Kohlehydrate haben aber schön satt machen. Allgemein ist es einfach wichtig, unter dem Gesamtgrundumsatz an Kalorien zu bleiben und sich zu bewegen und sich vor allem gesund und AUSGEWOGEN zu ernähren. Schnell geht eine Diät eben nicht, das muss man sich überlegen, bevor man in den Schokoriegel beißt und zu MCDonals geht. Das ist die Wahrheit und die darf man nicht Verdrängen oder ausblenden.
    LG

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