Hirschgulasch - Das Low-Carb-Rezept

Wild ist besonders im Herbst und Winter beliebt. Hirschgulasch kann man dann oft in den Tiefkühlregalen der Supermärkte finden. Das Besondere: Wild wird nicht gemästet und hat von Natur aus mehr Omega-3-Fettsäuren (das sind die gesunden), die "Industrietiere" nicht haben. Wer solche Mahlzeiten gelegentlich isst, der weiß, dass Wildgerichte oft mit kohlenhydrathaltigen Beilagen serviert werden. Mal Reis, Mal Nudeln, oft auch Kartoffeln.

Ich habe mir zum Ziel gemacht, ein Low-Carb-Rezept daraus zu machen. Im Gegensatz zu anderen Rezepten hier, die teilweise ganz ohne Kohlenhydrate auskommen, soll das heutige Rezept allerdings lediglich die Anzahl der Kohlenhydrate auf ein verträgliches Maß verringern, ohne auf das Typische dieser Gerichte zu verzichten. Das heißt, dass beispielsweise Preiselbeeren und Birne erlaubt sind, obwohl sie süß sind.



Zutaten:


  • 1 Packung Hirschgulasch
  • 1 Glas Rotkohl
  • 1 Birne
  • Zwiebeln
  • Champignons (optional)
  • passierte Tomaten
  • Schlagsahne
  • Preiselbeeren
  • Zitrone
  • Wacholderbeeren
  • Pfeffer
  • Salz
  • Trockene Kräuter

Zubereitung:



Die übliche Gulasch-Zubereitung beginnt damit, dass wir Zwiebeln schneiden. Ich habe zwei davon gewürfelt, am Ende reichte die Mahlzeit locker für zwei hungrige Menschen plus Nachschlag. Mit Butter werden die ersten Gewürze (Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, trockene Kräuter, Pfeffer) angebraten, dann kommt auch schon das Fleisch und etwas später die Zwiebeln hinzu. Das Anbraten geschieht dabei auf mittlerer bis hoher Hitze, aber nicht zu lange.

Nun besteht die Möglichkeit, zusätzlich noch etwas Gemüse in den Topf zu werfen. Man denke hier selbstverständlich an typisches Wildgemüse. Ich habe mich für Champignons entschieden. Natürlich kann man auch bessere, teurere Pilze nehmen, und wer keine Pilze mag, lässt diesen Schritt entweder weg oder überlegt sich etwas, was er sich gut für Wild vorstellen kann.

Gleichzeitig kommen jetzt noch passierte Tomaten hinzu. Das sorgt nachher dafür, dass sich eine rot-bräunliche Soße (entsteht durch Fleischsaft und Tomaten) bildet. Man könnte zwar auch nur mit Wasser auffüllen, aber wie gesagt, mir ist wichtig, dass man bei einem Low-Carb-Rezept auch Spaß am Essen hat. Wasser kommt aber auch so noch dazu, je nach Topfgröße.

Um noch eine weitere Geschmacksnote zu bekommen, habe ich den Saft einer halben Zitrone genommen, ebenso habe ich die Schale abgerieben, denn warum soll ich die wegschmeißen? Auch dieser Schritt ist optional, es muss also niemand in den Supermarkt rennen, wenn er die Zitrusfrüchte beim Einkauf vergessen hat.

Jetzt kommt der Schritt, der gleichzeitig am leichtesten zu erledigen ist und trotzdem am meisten unterschätzt wird: Der Zeitfaktor. Wild, in diesem Fall Hirschgulasch, darf ruhig lange vor sich hin köcheln (bei sehr schwacher Hitze, also ein leichtes Blubbern). Mein Ziel zu Beginn meines Kochvorgangs war es, ein Gulasch zu schaffen, bei dem das Fleisch butterweich ist. So weich, dass man es mit der Gabel ohne Mühe zerteilen kann. Also sollten es schon ein, zwei oder sogar mehr Stunden sein. In dieser Zeit kann man gerne andere Hausarbeiten erledigen oder sich gemütlich aufs Fernsehsofa setzen. Nur das Umrühren sollte man zwischendurch nicht vergessen.

Zum Ende hin wird Schlagsahne in den Topf geschüttet. Bei einer Low-Carb-Diät muss man sich zum Glück keine Gedanken bezüglich Fett oder Kalorien machen, denn die Fettverbrennung läuft ja, weil wir nicht dauernd Kohlenhydrate in den Weg legen. Die Schlagsahne darf bei niedriger Hitze noch kurz am Garvorgang teilnehmen, denn nun kommen noch die Beilagen ins Spiel.

Da haben wir zunächst den Rotkohl. Den lasse ich erst einmal abtropfen, dann schneide ich eine Birne in zwei Teile (im Supermarkt darauf achten, dass es eine weiche Sorte ist), diese wird mit Preiselbeeren bzw. Preiselbeergelee (der süßesten Zutat) belegt. Diese süße Note rundet das Gericht ab und vermindert auch das Bedürfnis nach Süßem, wenn das Essen vorüber ist.

Aus dem anfangs zähen Fleisch ist das, wie gewünscht, butterweiche, zarte Fleisch geworden. Die Sauce schmeckt traumhaft. Der Rotkohl passt perfekt und hat wenig Kohlenhydrate. Die Birne und die Preiselbeeren ergänzen sich prima mit dem deftigen Geschmack.

Kleiner Tipp: Bei dieser Mahlzeit sind tatsächlich auch Kartoffeln möglich, denn diese beinhalten gerade einmal 17 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm. Das ist zwar schon eine beachtliche Menge, aber bei weitem nicht so viel wie Reis oder Nudeln (ca. 60-80 Gramm). Da man Wild nicht alle Tage isst, ist es sicher verständlich, dass die Kartoffeln hier eine Ausnahme bilden, denn wir wollen ja auf unser Gewicht achten.

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