Indisches Hühnchen - Das Low-Carb-Gericht

Exotisches Essen ist toll, weil man sich an den vielen Aromen und Geschmacksrichtungen satt futtern kann, auch während einer Diät.

Von dieser Idee inspiriert habe ich mich einem indischen Gericht zugewandt, welches ich nach zahlreichen erfolgreichen Experimenten zusammengestellt habe.

Wer die indische Küche nicht kennt, hier ein kleiner Crash-Kurs:

1. Man kann tausend mal nach demselben Rezept kochen, aber feine Variationen in den Gewürzen machen einen großen Unterschied.

2. Wer eine handvoll Rezepte gekocht hat, der hat eigentlich schon das Handwerkszeug, um alle anderen Gerichte zu kochen, denn irgendwie sind sie alle ähnlich und doch verschieden.

3. Indische Küche kann scharf sein, muss sie aber nicht! Einige der Gerichte sind unglaublich cremig, und das richtige Maß an Schärfe kann jeder selbst finden.

4. Die Gewürze sind wahnsinnig gut für die Verdauung und bieten auch der Zunge reichlich Abwechslung.

5. Wer einmal die reichhaltige Fülle der indischen Küche schätzen und lieben gelernt hat, der möchte eigentlich nie wieder fades Industrie-Essen verspeisen.

Nun zum eigentlichen Gericht - meiner Version eines indisch zubereiteten Hühnchens.


Zutaten:


  • 5 mittelgroße Zwiebeln
  • Hühnchenfleisch
  • Tief gefrorener Spinat als Low-Carb-Beilage
  • Lorbeerblätter
  • Chili (wer sich wegen der Schärfe sorgt, kann eine halbe nehmen oder sie ganz weg lassen, aber Pfeffer sollte es dann schon sein)
  • Senfkörner
  • Eine indische Würzmischung (entweder, man mischt sich diverse Gewürze selbst, nutzt ein fertiges Currypulver oder gar ein Glas mit einer guten Paste - Wenn man zu einem Glas greift, bitte eines von einem Hersteller, der sich auf solche Currys spezialisiert hat, denn ein 08/15 Curry schmeckt leider auch so)
  • Passierte Tomaten - davon benutzen wir nur ein Bisschen
  • Eine Gemüsesorte - für Low-Carb-Bewusste Champignons oder vielleicht auch Möhren. Für andere, die einen sehr intensiven Geschmack oder die volle Dröhnung Indien wollen können auch Ananas oder Kichererbsen die richtige Zutat sein.
  • Schlagsahne - macht das Gericht schön cremig und hat wenig Kohlenhydrate.

Zubereitung:



Als Erstes schneiden wir die Zwiebeln möglichst fein, denn im Backofen sollen diese feinen Streifen später austrocknen und leicht braun und knusprig werden. Die Zwiebeln sind später sowohl Beilage als auch Dressing, wie man gut im Video erkennen kann.

Die feinen Streifen kommen bei 150° C in den Backofen und bleiben etwa 30 Minuten dort, je nachdem, wie braun und knusprig sie schon sind. Hin und wieder sollte man also einen Blick dorthin werfen.

Währenddessen wird etwas Öl oder Butter (Butter ist typisch indisch) in einer Pfanne erhitzt und die ersten Zutaten kommen bereits in die Pfanne. Nämlich eine halbe oder ganze Chilischote, die bitte entkernt ist (einmal in der Hälfte aufschlitzen und die Körner herausfallen lassen). Bitte oberste Vorsicht nach Berühren der Chili. Am besten die Hände mit Seife waschen, denn wenn man sich die Augen reibt, kann es sonst eine böse Überraschung geben.

Zu der Chili gesellen sich ein oder zwei Lorbeerblätter (am Ende der Zubereitung wieder entfernen) und ein oder zwei Teelöffel voll Senfkörner.

Diese Brutzeln zunächst schön vor sich hin. Dann kommt das Fleisch, welches in Würfel geschnitten wurde. Es wird schön braun angebraten, dann wird das Ganze mit passierten Tomaten (100 ml) und Wasser (200 ml) gelöscht und köchelt nun vor sich hin. Bei indischen Mahlzeiten spielt Zeit eine große Rolle. Je länger ein Gericht bei schwacher Hitze vor sich hin köchelt, desto aromatischer und intensiver wird das wundervolle Aroma. 

Nun kann man nach Augenmaß entscheiden. Wenn die Flüssigkeit sich langsam auflöst und dicker wird, dann kommt man bereits dem Ende des Kochvorgangs entgegen. Vorher sollten dann aber noch das Gemüse (z.B. Pilze) und die Schlagsahne ihren weg in die Pfanne finden. Währenddessen kocht der Spinat und kann bereits in einem Sieb trocknen, oder - so mache ich es manchmal - der Spinat wird nur im Topf gedämpt. Hierfür füllt man den Topf mit etwas Wasser. Aber nur soviel, dass das Sieb mit dem Spinat nicht ins Wasser taucht. Deckel drauf und das Gemüse dämpfen lassen. Dadurch werden die wichtigen Vitamine und Mineralien geschont.

Am Ende wird alles auf einem Teller serviert. Etwas Spinat und Zwiebeln auf dem Teller saugen die Flüssigkeit auf, der Inhalt der Pfanne kommt in den Teller, oben drauf noch ein paar trockene Zwiebeln, und wer möchte kann auch noch einige Kräuter wie Schnittlauch streuen. Sieht dann noch appetitlicher aus.

Ich empfehle es jedem, der vielleicht etwas Angst vor Neuem hat. Ich hatte auch furchtbare Angst vor indischem Essen, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Das schmeckt wirklich toll!

Einfach lecker!

Kommentare:

  1. Ui, ich liebe indische Küche und das sieht echt lecker aus, muss ich unbedingt auch mal probieren. Danke für den Tipp!

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  2. Das klingt unheimlich lecker. Indisch habe ich glaube ich noch nie gegessen, aber es klingt echt gut, dass man da durch Gewürze so viel ausmachen kann und man es in eine diät einbauen kann, klasse! :)

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  3. YumYum - das sieht soooo lecker aus! Das muss ich ausprobieren :-)

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