Eiweißshake Schmeckt Nicht? Geschmack Verbessern Mit 9 Tipps

Nachdem ich mich zuletzt der Frage, was das beste Eiweißpulver ist, gewidmet habe, möchte ich nun einige Tipps geben, was man tun kann, wenn der Eiweißshake nicht schmeckt. Man kann nämlich den Geschmack verbessern, und zwar auf mindestens 9 verschiedene Arten. Los geht's!


image courtesy of rakratchada torsap / freedigitalphotos.net





1. Welches Eiweißpulver schmeckt am besten?


Es geht hier nicht darum, das weltweit am besten schmeckende Eiweißpulver zu finden. Aber wer bisher nur eine Sorte getestet hat, sollte vielleicht einmal ein bisschen herumprobieren.

Es klingt nämlich zunächst banal, aber das erste Eiweißpulver, welches man probiert, muss nicht automatish am besten schmecken. Kann auch sein, dass das nächstbeste Pulver schon wieder komplett anders schmeckt.

Ebenfalls zu beachten: Die Geschmacksrichtung. Ich mag Eiscreme mit Vanille-Geschmack schon sehr, aber bei so manchem Proteinshake war mir das zu heftig. Da ist mir dann die Lust vergangen. Also ruhig mal ausprobieren: Mag man die Vanille-Sorte? Ist Schokolade der Renner, wegen dem Kakao-Geschmack? Oder ist der Erdbeer-Geschmack mit seiner fruchtigen Note das richtige für mich?

Niemand kann hier ein besseres Urteil fällen als du selbst. Geschmäcker sind einfach verschieden. Und selbst, wenn man sich sicher ist, welche Geschmacksrichtungen man mag und nicht mag, kann es immer noch sein, dass man einfach das falsche Pulver erwischt hat.


2. Milch - ja oder nein?


Diese Frage muss man sich nicht nur aus geschmacklicher Sicht stellen beim Eiweißshake. Geschmack ist wichtig, klar, aber auch der Grund, warum ich diese Shakes trinke, muss beachtet werden. Egal ob für Diät und Abnehmen oder für Fitness und Muskelaufbau, Milch enthält natürlich viel Zucker.

Knapp 15 Gramm Kohlenhydrate auf ein Glas (300 ml) hat die Milch, die bei mir im Kühlschrank steht. Wenn ich das Glas zur Hälfte mit Milch fülle, sind es nur noch etwa 7,5 Gramm. Man muss also abwägen, wie man seinen Proteinshake trinken will.

Ich habe für mich selbst festgestellt, dass mir zwar das Eiweißpulver mit Milch am besten schmeckt, aber dass ich, wenn ich das richtige Pulver nehme, auch sehr gut mit (eis)kaltem Wasser zurecht komme. Und damit sind wir schon beim nächsten Thema.


3. Temperatur


Wer will schon eine lauwarme Brühe trinken, die aus einem klumpigen Pulver besteht? Auf die Temperatur kommt es an. Sonst ist es nämlich kein Wunder, wenn man feststellt: Der Eiweißshake schmeckt nicht.

Ein paar Grad mehr oder weniger machen da schon einen bedeutenden Unterschied, genau wie unter der Dusche. Am liebsten mag ich meine Shakes sehr kalt. Aber auch sehr warm wäre eine Möglichkeit, wenn man zum Beispiel warmen Kakao-Geschmack mag.

Die meisten Leute, so schätze ich, werden aber die eiskalte Variante bevorzugen. Also ruhig mal den Wasserhahn sehr kalt laufen lassen, und daraus den Shake mixen.


4. Tee oder Kaffee


Viele Leute kommen gar nicht auf diese Idee, dabei ist sie doch so naheliegend. Den Geschmack verbessern kann man ganz leicht - mit Tee oder Kaffee. Dabei ist der Tee immer ein Ratespiel. Manchmal klappt es geschmacklich überhaupt nicht, bei den richtigen Geschmacksrichtungen bekommt man das Eiweißpulver dadurch besser runter. Es kommt auf die Sorte an. Man sollte sich fragen: Wenn das jetzt ein Milchshake wäre, welche Geschmacksrichtung würde da jetzt am besten hinein passen? Es muss ja nicht unbedingt Fenchel sein.

Bei Kaffee sieht die Sache noch besser aus. Der passt wirklich prima in das Geschmacksspektrum von Eiweißshakes und kann auch gut mit Milch gemischt werden. Zusätzlich befeuert er den Stoffwechsel, was man ja meistens auch möchte. Gerade morgens, als Ersatz zu einem Frühstück, kann man also das Proteinpulver gut mit Kaffee, Milch oder Wasser mischen. Vom Aroma her wird es auf jeden Fall einen Unterschied machen. Und der Kaffee darf sogar kalt sein!


5. Zimt


Es gibt sicher mehrere Gewürze, die man nehmen könnte: Anis, Kardamom, Kümmel. Aber besonders Zimt ist ja sehr populär und steht auch häufig im Gewürzregal, meistens für die Weihnachtszeit. Dass Zimt den Blutzuckerspiegel positiv reguliert und zum Beispiel Insulinresistenz bekämpft, ist ein positiver Nebeneffekt.

Zimt kann aber auch den Geschmack verbessern. So einen kleinen Stoß aus dem Glas nehme ich immer wieder gerne in meinen Shake. Passt sehr gut zum Kakao-Geschmack, lässt sich aber sicher auch anderweitig gut kombinieren.


6. Kakao-Pulver mit wenig Kohlenhydraten


Ich rede hier nicht von den typischen Kakao-Packungen, die einem im Supermarkt am allermeisten auffallen. Es geht hier um sehr hochwertiges Pulver, welches meistens auch in relativ kleinen Beuteln oder Dosen verkauft wird.

Das Besondere ist, dass dieses Kakao-Pulver sehr wenig Zucker hat. Der Grund liegt darin, dass man hier wirklich nur Kakao hat, also die Original-Bohne ohne Zuckerzusatz. Dadurch kann man ein Getränk sehr gut in Richtung Schoko-Geschmack lenken, ohne dass man es gleich mit einer Zuckerbombe zu tun hat.

Aus meiner Sicht definitiv einen Versuch wert. Mir hat es sehr geschmeckt.


7.  Früchte und Gemüse


Warum den Eiweißshake nicht auch gleich in einen gesunden Smoothie verwandeln? Selbstverständlich muss man auch hier auf den Zuckergehalt achten.

Manche Leute benutzen ausschließlich grünes Gemüse wie Spinat. Ob das mit Pulver zusammen lecker werden kann, weiß ich nicht. Aber zumindest etwas Obst könnte man durchaus in den Shake mixen. Einzelne Früchte, gerade auch Beeren, haben wenig Kohlenhydrate. Ich habe hierzu sogar einmal eine Liste gemacht.

Ein echter Knaller ist dabei übrigens die Avocado. Sie ist von Natur aus so weich, dass man sie sogar bei Zimmertemperatur als Brotaufstrich nutzen könnte. Sie lässt sich gut mit einem Mixer zubereiten und hat unglaublich wenig Zucker. Das Ergebnis sieht dann in etwa so aus, wie das linke Getränk oben im Bild.


8. Konsistenz


Aus irgendeinem Grund lese ich häufig im Internet viele negative Rezensionen zu Eiweißshakes, mit der Begründung, das sei eine gräßliche, grausige, furchtbare, unerträgliche Masse, die zäh und klumpig sei und die man nicht herunterkriegen könne.

Da frage ich mich dann immer: Warum halten sich die Leute so stur an die Angaben auf der Verpackung?

Das Ergebnis ist dann natürlich vorhersehbar: Der Eiweißshake schmeckt nicht. Doch dieses sehr triviale Problem lässt sich dadurch in den Griff bekommen, dass man zum Beispiel einfach mal die Hälfte vom Pulver benutzt. Wer dann noch Sättigung braucht, macht eben noch ein Glas genau auf dieselbe Art. Ein bisschen mehr Flüssigkeitszufuhr schadet ja schließlich nicht.

Schon ei einzelner Esslöffel zu viel macht den Proteinshake zu einer Zumutung. Das muss aber nicht sein.

Aber auch hier muss man sich wieder die Frage stellen: Welches Eiweißpulver schmeckt am besten? Denn beim Thema Konsistenz unterscheiden sich die Produkte wieder sehr stark.

Ich habe bei manchen Sorten zum Beispiel festgestellt, dass einzelne Schoko-Stücke oder Frucht-Stücke immer als Einzelteile im Shake herumschwimmen. Mir ist es lieber, wenn sich alles schon auflöst. Eine homogene Masse nennt man das, glaube ich.

Ein einfacher Test sagt viel aus: Man nehme einfach einen Schneebesen und mische das Pulver mit Wasser in einem Glas. Wenn man einige Sekunden den Schneebesen kräftig zwischen den Handflächen gerieben hat, und sich das Pulver einfach nicht richtig vermischen wollte und es immer noch Klumpen gibt, dann hat man entweder zu viel Pulver benutzt, oder das Pulver taugt nichts!


9. Joghurt, Soja und andere Produkte


Manch einer verträgt keine Milch wegen der Laktose, andere wollen Milch wegen des hohen Zuckergehalts nicht nutzen. Aber der Eiweißshake schmeckt nicht, wenn man nichts ändert - zumindest geht es vielen Leuten so.

Diese letzte Möglichkeit, die ich heute nenne, kann ebenfalls den Geschmack verbessern. Mit einem Mixer kann man Joghurt gut in den Shake mischen. Vielleicht hat dieser Joghurt ja weniger Zucker als Milch. Sojamilch ist geschmacklich auch ganz anders als normale Milch und der Versuch lohnt sich. Manche Sorten haben auch wenig Zucker.

Es gibt in dieser Kategorie dann noch einige andere Exoten. Hafermilch, Fruchtmolke und ähnliches. Einfach mal dort im Supermarkt, wo auch Sojamilch steht, nachschauen. Gerade, wenn die Kohlenhydrate niedrig sind, lohnt sich der Kauf manchmal schon.


Fazit



Wenn der Eiweißshake nicht schmeckt, gibt es genug Auswege aus der Misere. Die 9 Tipps zur Geschmacksverbesserung sollten da einen guten Denkanstoß geben und ich hoffe, dass viele Leute davon profitieren können. Ich finde, dass man sogar nach einer Diät wenigstens einen Eiweißdrink pro Tag trinken kann, denn der Körper freut sich über die Aminosäuren, die in so hoch konzentrierter Form kommen. Wer weiß, wie man dafür sorgt, dass der Shake gut schmeckt, der kann Eiweißpulver auch gut in seine Ernährung einbauen.

Wer jetzt nachdenklich wegen des eigenen Eiweißpulvers geworden ist, kann ja mal bei Amazon nach Alternativen gucken.

Kommentare:

  1. Super Tips!
    Ich habe sonst immer gewürdigt und habe nach einer viertel Dose Eiweißpulver wieder aufgehört; weil ich es einfach nicht mehr konnte.
    Gerade das kalte Wasser und der Zimt waren bei mir spitze. Auch wenn ich nicht mal Zimt mag, aber in kalt und on Kombi mit den Shakes sehr zu empfehlen!
    Danke!

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    1. Hallo und danke für deine Meinung. Ich bin froh, dass es für dich funktioniert hat und dass du jetzt weißt, wie man den Geschmack verbessern kann bei Eiweißshakes. Wenn der nämlich nicht schmeckt, muss man was tun. Wäre ja schade drum, weil man damit prima Ergebnisse erzielen kann.

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  2. Hallo Michael,

    du hast du Recht. Mit ein bisschen Kreativität ist es ganz einfach sich unglaublich leckere Shakes zu machen. Ich mixe mir meinen Shake regelmäßig jeden Morgen als Frühstück und habe angefangen meine Rezepte als Inspiration für andere online zu stellen.

    Schöner Gruß,
    Stefan

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    1. Hallo Stefan,

      genau. Meine Erfahrung ist inzwischen, dass man sich sogar an Eiweißpulver mit kaltem Wasser gut gewöhnen kann, solange man ein Pulver mit gutem Geschmack nimmt. Manches ist Gewohnheitssache, der Rest ist gute Zubereitung.

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  3. Ja, ich finde dass man die Shakes auch mit Wasser machen kann, aber warum sollte man? Um auch noch die letzten kcal heraus zu quetschen?

    Es gibt doch x-Alternativen zu 3,8%iger Milch, angefangen von der fettarmen Milch, über Sojamilch, Mandelmilch, Reismilch, etc. Diese bringen dann nicht nur weniger kcal mit (Mandelmilch 24 kcal / 100 ml), sondern auch noch diverse andere gesunde Inhaltsstoffe die Wasser nicht bieten kann ;-)

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    1. Hallo Stefan,

      ich differenziere gerne zwischen den verschiedenen Milchsorten. Wenn die Milch sehr wenig Kohlenhydrate hat, finde ich sie gut und benutze sie selber manchmal (wobei der Preis sehr hoch sein kann). Da ich jedoch sehr stark auf low carb setze, ist mir der Gehalt an Kohlenhydraten manchmal zu hoch. Da sind manchmal 4-5 Gramm Kohlenhydrate pro 100 ml, was schnell zu einem Shake mit 15 Gramm KH führt. Dann kann es vorkommen, dass die Zuckersucht wieder einsetzt.

      Ansonsten ist es natürlich abhängig von der Situation. Bodybuilder können die Milch sicher locker wegstecken, und wer sich voll und ganz auf "low fat" konzentriert, hat natürlich mit fettarmer Milch gute Möglichkeiten.

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