Diätwunder! Dickster Mann Der Welt Verliert Fast 400 Kilo!

**Wichtiges Update: Leider ist Manuel Uribe am 26. Mai 2014 im Alter von 48 Jahren gestorben. Dennoch möchte ich diesen Artikel ansonsten unverändert lassen, um an seinen Kampfgeist und seine Bemühungen, erfolgreich abzunehmen, zu erinnern. Möge er weiterhin als Inspiration für Menschen dienen, die abnehmen wollen!**

Unglaublich, aber wahr: Ein Diätwunder ist geschehen! Manuel Uribe heißt der Mann, der mit seinem Rekordgewicht von 592 Kilo ins Guinness Buch der Rekorde einging. Doch was noch heftiger ist: Er hat sich nicht aufgegeben und verlor über mehrere Jahre insgesamt 396 Kilo.

Ich weiß, dass es viele Menschen da draußen gibt, die aus vollkommen unterschiedlichen Gründen Probleme mit dem Abnehmen haben. Eine Diät ist immer irgendwie schwer, vor allem wenn man viel Stress hat, abhängig von Schokolade ist, man bestimmte Lebensmittel nicht verträgt oder genetisch irgenwie dazu veranlagt scheint.



Aber es gibt doch wenigstens Hoffnung. Hoffnung darauf, dass man es schaffen kann, wenn der dickste Mann der Welt es auch geschafft hat.

Ich möchte Manuel Uribe den heutigen Artikel widmen. Wir werden uns anschauen, was er gemacht hat, wie er es gemacht hat, und wie sich sein Diätwunder vollzogen hat. Dabei gehen wir nicht nur blind auf die Diät ein, die er durchgeführt hat, sondern achten auch einmal auf die Lebensmittel und die Hintergründe seiner Diät.

Wir wissen, dass er mit seiner Diät Erfolg hatte. Ob seine Erfolge das beste waren, was man in seiner Situation erreichen konnte, wissen wir nicht. Kann sein, dass er noch schneller hätte abnehmen können, aber das werden wir sehen.


Das Diätwunder und wie es dazu kam



Im Juni 1965 kam Manuel Uribe in Mexiko auf die Welt. Schon in seiner Jugendzeit war er fettleibig, jedoch nicht in dem Maße, das ihn später bekannt machen sollte. Im Jahr 1987 heiratete er und wanderte illegal in die USA ein. In einer für ihn schwierigen Zeit suchte er nach Arbeit, musste aber Tacos an einer Straßenecke verkaufen, damit er seine Familie ernähren konnte. Allerdings aß er dabei viele Tacos, die seine Frau zubereitete, selbst, und so nahm das Unheil seinen Lauf.

Der junge Mexikaner nahm also auf eine relativ typische Weise zu. Sein Gewicht war die Folge seiner Ernährung. Es wurde auch nicht besser, später zog die Familie nach Dallas. Zwar bekam er dort Arbeit in einer Firma, die Schreibmaschinen reparierte, aber sein Gewichtsproblem nahm dadurch zu. Er verbrachte praktisch den ganzen Tag im Sitzen. Er fuhr mit dem Auto zur Arbeit, saß stundenlang an den Schreibmaschinen, und fuhr wieder mit dem Auto zurück.

Ein typisch amerikanisches Problem, wie er übrigens selbst sagte. Ich würde sagen: Ein typisches Problem der Industrienationen.

Die Jahre vergingen, und Manuel nahm immer mehr zu. Im Zeitraum 2001 bis 2002 verschlimmerte sich sein Gewicht so sehr, dass er nicht nur in seinem Haus gefangen war. Er konnte sogar sein Bett nicht mehr verlassen. 

Was für eine traurige, erbärmliche Aussicht auf ein Leben. Halten wir kurz inne: In dieser Situation muss man sich doch wirklich schlecht fühlen. Man weiß, die Nachbarn reden über einen. Man erlangt traurige Berühmtheit. Das Herz tut weh, auch wegen dem Gewicht. Das Selbstbewusstsein ist am Boden. Die Aussichten auf Erfolg sind unglaublich schlecht, man muss ja schließlich hunderte Kilos abnehmen und wäre immer noch dick.

Irgendwann entschied sich Uribe dazu, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Er begann die sogennante Sears-Diät, auch als Zone-Diät bekannt, und sein Diätwunder begann. 


Wie hat der dickste Mann der Welt abgenommen?



Da der Gewichtsverlust unter strenger Aufsicht von Ärzten durchgeführt wurde, und in Anbetracht der extremen Gesundheitsgefahren des Übergewichts, wollte man keine Experimente eingehen. Man hätte zwar eine radikale Crashdiät machen können, entschied sich aber dagegen, denn es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass ein Rekord-Gewichtiger noch vor Ende einer Diät stirbt. Wie wir wissen, sind krankhaft fettleibige Menschen ja in relativ konstanter Lebensgefahr, denn was das Übergewicht dem Herz da antut, ist schon unglaublich.

Aber immerhin: Statt eines komplett konventionellen Diätplans nach deutscher Art ging man das Ganze amerikanisch an und setzte auf Erkenntnisse des Biochemikers Sears, um das Diätwunder zu vollbringen.

Die Sears-Diät, die ich auch an anderer Stelle beschrieben habe, setzt auf ein sehr exakt berechnetes Verhältnis der verschiedenen Nährstoffe, nämlich Kohlenhydrate, Fett und Eiweiße. Obwohl die Diät nicht ganz optimal ist, bietet sie weniger Kohlenhydrate und mehr Eiweiß als die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt. Das ist aber auch gut so, denn in Deutschland leben sehr viele Übergewichtige, die trotz der Empfehlungen nicht abnehmen.

Uribe hingegen verlor viel Gewicht, und das mit einer Diät, die von den deutschen Behörden nicht als gesund anerkannt worden wäre. Wer hätte das gedacht. Tatsache ist aber, dass Uribe dadurch mit Sicherheit seiner Gesundheit einen Gefallen getan hat. Und deswegen bleiben wir nun bei den amerikanischen Ärzten mit ihren amerikanischen Methoden und vergessen die DGE für einen Moment mal. Denn ein Diätwunder ist nur möglich, wenn man über den Tellerrand schaut.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Diät bestand aus 2000 Kalorien pro Tag. Das ist in etwa so viel, wie ein durchschnittlicher Mann zur Aufrechterhaltung eines normalen Gewichts braucht. Aus Sicht eines extrem Übergewichtigen stellt diese Zahl aber schon eine starke Kalorienreduktion dar. Aber Achtung: Laut Sears ist es schwer, Gewicht allein durch Kalorienreduzierung zu verringern. Und da gebe ich ihm vollkommen Recht!

Man muss nämlich auch auf die Zusammensetzung des Essens achten. Und da sind wir schon beim nächsten Punkt. Der Ernährungsplan sah 6 Mahlzeiten pro Tag vor. Allerdings wird dabei nicht ständig gegessen, sondern es gibt mehrere Stunden Pause dazwischen.

Die Mahlzeiten sahen so aus:

  • Omeletts
  • Salat
  • Hühnchen Fajita
  • Fisch
  • Gemüsekohl

Und genau hier sollte man mal genau hinsehen. Das Omelett besteht aus Eiweiß, der Salat ist sehr nährstoffarm und beinhaltet viele Vitamine und Mineralien, das gleiche gilt für den Kohl. Fisch und Hühnchen haben ebenfalls viel Eiweiß, wobei Fajita ein Tortilla-Gericht ist, welches in diesem Fall viel Fleisch und verschiedene Gemüsesorten inne hat. Die wenigen Kohlenhydrate, die hier vorhanden sind, kommen lediglich aus dem Tortilla-Teig.

Insgesamt also kann man durchaus feststellen, dass es sich um eine kohlenhydratarme Diät handelt. Um es nocheinmal ganz klar zu sagen:


Der dickste Mann der Welt hat Gewicht verloren, indem er viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate gegessen hat!



Das ist das Geheimnis. Natürlich hat er nicht maßlos gegessen. Sein Diätwunder war durch mehrere Vorgehensweisen möglich.

  • Begrenzung der Nahrungsmenge (in diesem Fall: Kalorien festlegen - alternativ könnte man auch einfach die Anzahl der Mahlzeiten reduzieren oder ähnliches)
  • Viele gesunde Lebensmittel mit Vitaminen und Mineralien (Gemüse, Salat, Kohl)
  • Sehr viel Eiweiß (Omelett, Hühnchen, Fisch)
  • Sehr wenig Kohlenhydrate (größtenteils Verzicht auf Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot, Süßigkeiten)

Und um das nochmals klar zu stellen: Er hat keinen Reis gegessen, keine Nudeln, keine Pommes, keine Schokolade. Nur das typisch mexikanische Tortilla-Gericht, welches üblicherweise Tortilla-Wraps beinhaltet, das hat er sich als waschechter Mexikaner nicht nehmen lassen. Warum auch? Er will ja auch mal was genießen während seiner Diät. Und diese Diät dauert in seinem Fall Jahre.

Ich kann mir übrigens einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen an all diejenigen, die immer behaupten, kohlenhydratarme Diäten (also Low-Carb-Diäten) seien ungesund. Dieser Mann hat klug abgenommen, und zugunsten von ein Bisschen Kohlenhydraten in der Tortilla hat er sogar auf Obst verzichtet, dafür dieselben gesunden Inhaltsstoffe von Obst als Gemüse gegessen. Ganz einfach.


Wie man das Diätwunder für sich selbst wiederholen kann


image courtesy of hyena reality / freedigitalphotos.net


Ich hoffe, dass meine Leser aus diesem Erfahrungsbericht eines arg gebeutelten Menschen die richtigen Lehren ziehen. Denn es gibt eine Menge davon zu ziehen. Nicht nur hat Manuel Uribe viel Gewicht verloren, er hat sich seitdem auch für eine bessere Aufklärung mexikanischer Kinder engagiert.

Was lehrt uns Uribe und was können wir von ihm und seinem Diätwunder lernen? Ich fasse mal zusammen, was mich so an ihm inspiriert hat:

  • Er hat den Kopf nicht hängen lassen
  • Konstantes Abnehmen ohne große Emotionen durch einen vernünftigen Diätplan
  • Kalorien wurden nur als Richtwert zur Begrenzung des Essens genutzt, nicht als Allheilmittel, mit dem man sich zufrieden gibt
  • Er und sein Team haben verstanden, dass man sich gesund ernähren muss, während man abnimmt
  • Die Beteiligten wussten, dass zu viele und falsche Kohlenhydrate dick machen und Heißhunger verursachen
  • Er hat sich an seinen Plan gehalten und nicht ständig kleine Kompromisse gemacht!

Da gibt es also sehr viele kleine Tipps und Tricks, denen man folgen sollte. Interessant übrigens ist, dass sich diese Lehren länger und aufwendiger lesen als die paar Nahrungsmittel, die er gegessen hat. Das liest sich ganz schnell, ganz einfach, ganz unkompliziert.

Ich möchte noch kurz darauf eingehen, wie man diese Erfolge als Übergewichtiger noch besser nachmachen kann. Was man als dickster Mann der Welt vollbringt, kann auch ein "normal" Dicker oder Fettleibiger schaffen.

Wie es noch schneller geht? Nun ja, Uribe brauchte mehrere Jahre, um fast 400 Kilo zu verlieren. Da geht es den meisten von uns besser. Ist doch auch ein Trost: Egal, wie viel ich verlieren muss, nicht so viel wie dieser Kerl.

Aber wie gesagt, es geht auch schneller: Ich habe eine Anleitung gemacht, die ist gratis und liefert 6 einfache Regeln, mit denen man abnehmen kann. Auch hier wieder mit Erfolg als Nachweis. Viel Spaß!

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