Zuckersucht Bekämpfen Und Besiegen!

Jede noch so gut überlegte Diät scheitert, wenn man keine Kontrolle über sich hat. Man ist ein Sklave des Zuckers, man braucht oft Süßigkeiten, und gut gemeinte Ratschläge von Experten helfen süchtigen Naschkatzen wegen der Entzugserscheinungen leider nichts.

Was tun bei Zuckersucht? Ich werde hier Tipps und Lösungen bieten. Wir wollen heute lernen, wie die Zuckersucht überhaupt entsteht und was wir gegen sie tun können.


Was ist die Ursache der Abhängigkeit von Kohlenhydraten?


Image courtesy of imagerymajestic / freedigitalphotos.net

Zucker ist die einfachste Form von Kohlenhydraten. Wir bekommen ihn nicht nur durch Einnahme süßer Lebensmittel, sondern auch durch stärkehaltige Lebensmittel wie Reis und Brot. Denn am Ende werden selbst die komplexesten Kohlenhydrate zu ihrer einfachsten Form aufgespalten - Zucker. Das weiß jeder, der schon mal ein Stück Brot für längere Zeit im Mund behalten hat und gespürt hat, wie das Brot langsam süß wird.

Es gibt einen teuflischen Kreislauf, der im Körper abläuft, wenn Kohlenhydrate in hohen Mengen ins Spiel kommen. Und je mehr Kohlenhydrate (egal welcher Art), desto stärker und schneller wiederholt sich dieser Kreislauf.

Stufe 1: Man nimmt etwas zu sich, was viele Kohlenhydrate hat. Je nachdem, wie komplex diese Kohlenhydrate sind, erhöhen sie den Blutzucker entweder sehr schnell oder langsam über einen gewissen Zeitraum. Nichts desto trotz muss der Körper gegensteuern, wenn die Menge der Kohlenhydrate unnatürlich hoch ist.
Was heißt unnatürlich hoch? Tja, leider heißt unnatürlich alles, was nicht von Natur aus schon normal wäre. Früchte sind natürlich, wenn auch von Natur aus eher selten. Brot, Nudeln und Pommes wachsen nicht an Bäumen, haben aber exorbitant hohe Kohlenhydrate, und das hält der Körper nicht aus, denn das kennt er so nicht.

Stufe 2: Der Körper reagiert schockartig. Es kommt zu einem Schock, genauer gesagt zu einem Zuckerschock. Der Körper merkt: Der Blutzuckerspiegel ist durch das Essen auf ein ungesundes Maß angestiegen. Hier werden Blutgefäße verletzt. Schnell! Insulin ausschütten! Das wird den Blutzuckerspiegel senken.

Stufe 3: Der Insulinausstoß war heftig und brutal. Der Zucker wurde in hohem Maße in die Fettzellen gesperrt (was zu Übergewicht führt). Das Insulin ist aber in sehr hohen Mengen im Körper, und was nun passiert, ist ziemlich unangenehm: Durch die viel zu starke Reaktion des Körpers sinkt der Blutzuckerspiegel dramatisch (englisch: crash). Entzugserscheinungen zeigen sich: Wir fühlen uns schwach, fangen an zu zittern, und müssen schnell wieder etwas essen. Der Appetit ist nun ungezügelt und ungebremst. Wir brauchen Energie, schnell! Am besten in Form von Zucker!

Der Teufelskreis geht von vorne los.

 Was hier sehr dramatisch geschildert wurde, muss nicht immer so dramatisch ablaufen. Wer keine Schokolade und keine Süßigkeiten isst, macht sich dennoch von Kohlenhydraten abhängig, wenn er regelmäßig Brot, Nudeln, Reis, Pommes oder Kartoffeln zu sich nimmt. Auch, wenn das dann entstehende Gefühl oft mit echtem Hunger verwechselt wird, so handelt es sich meistens leider um eine Abhängigkeit, also Sucht.


Was tun gegen Zuckersucht?



Ich vergleiche den Blutzuckerspiegel gerne mit dem Meer. Es gibt dort Wellen. Manchmal ist die See sehr ruhig und ausgeglichen, manchmal sehr stürmisch. Da schwappt das Wasser hoch und runter, und die Höhenunterschiede zwischen hohem und tiefem Wasser sind sehr groß.

Was man als gesunder Mensch braucht, ist ein sehr ruhiges Gewässer, also ein ruhiger, gleichmäßiger Blutzuckerspiegel, bei dem sich der Zucker im Blut etwa so verhält wie Wasser auf einem ruhigen See, wo sich der Spiegel lediglich durch Regen und Verdunstung, aber nicht durch einen Tsunami verändert.

Die Wellen müssen also kleiner werden. Um das zu tun, sollte man seine Gewohnheiten ändern, aber auch nicht urplötzlich, sondern vorsichtig. Wer nämlich zu aggressiv zu Werke geht, der riskiert den Rückfall.


Tipps gegen die Zuckersucht



Man muss sich zunächst eingestehen, dass man zuckersüchtig ist. Das bedeutet im Prinzip, dass man drogensüchtig ist. Der Zucker ist die Droge. Der Bedarf an Zucker ist sehr hoch. Also sollte man versuchen, Stück für Stück und Tag für Tag leicht unter seinem jeweiligen Bedarf zu bleiben. Man gibt dem Körper zwar weiter Zucker, aber jeden Tag etwas weniger. Dadurch werden auch die Gegenreaktionen (die Wellen) immer schwächer und statt eines Teufelskreislaufes haben wir nun eine Abschwächung, die es leichter macht.

Wenn man dann soweit ist, sich von Schokolade und anderen Süßigkeiten loszureißen, kann man den nächsten Schritt gehen und seine Unabhängigkeit erklären - das heißt, Zucker komplett aus der Diät zu verbannen. Aber dazu kommen wir noch.

Welche Tipps helfen nun direkt gegen die Zuckersucht? Hier einige Hinweise, wie man die Sucht bekämpfen und besiegen kann:

1. Achtung bei der ersten Mahlzeit

Hier gibt es mehrere Dinge zu beachten. Erstens: Wer weiß, dass er eine Hungerattacke bekommt, wenn er morgens nichts isst, der sollte lieber zu früh als zu spät anfangen, etwas zu essen. Zweitens: Was man früh morgens isst, bestimmt, ob es ein ruhiger oder stürmischer Tag wird. Gleich morgens das Schokomüsli auszupacken, bedeutet, für den Rest des Tages auf Zucker angewiesen zu sein. Man sollte also vorsichtig handeln. Wer noch zuckersüchtig ist, kann ja mal auf Obst setzen, das ist zumindest einigermaßen gesund und bringt den Blutzuckerspiegel nicht vollkommen durcheinander.

Übrigens: Es gibt sogar sehr gute Obstsorten, die wenig Zucker haben: 13 Früchte mit wenig Kohlenhydraten.

2. Zähne putzen und Kaugummi kauen

Klingt banal, ist aber wichtig. Man kann auch mehrmals am Tag, wie von Zahnärzten empfohlen, die Zähne putzen. Hat nämlich einen großen Vorteil: Die Frische und Schärfe im Mund tötet den Appetit für längere Zeit ab. Wer nun lediglich einen leeren Magen hat, kann durch gesundes, zuckerfreies Essen und einen warmen Tee das Schlimmste verhindern. Zwischendurch hilft Kaugummi ebenfalls, Geschmacksnerven zu neutralisieren.

3. Gute Lebensmittel, die Gelüste befriedigen

Schönes Gerede von gesunder Ernährung reicht nicht. Wir müssen anfangs noch Tribut zollen gegenüber der Sucht. Also: Früchte sind erlaubt, auch süße Obstsorten. Hauptsache, wir haben Ruhe und gewinnen Zeit. Hier ist auch der richtige Zeitpunkt gekommen, sich mal Gedanken zu machen, welche natürlichen Produkte einem eigentlich schmecken. Da gibt es wirklich Nachholbedarf!

4.  Eiweißshakes und sonstiges Eiweiß besiegen den Hunger

Wenn wir schon Probleme mit dem Heißhunger haben, können wir zumindest darauf achten, dass der normale Hunger uns nicht stört. Eiweißhaltige Produkte wie Fisch, Fleisch, Eier und allen voran der Eiweißshake enthalten fast gar keinen Zucker, veranlassen das Gehirn aber dazu, Sättigung zu verspüren. Jawohl! Der Magen sendet nämlich bei Absorption von Eiweiß Signale an das Gehirn, dass die richtigen Nährstoffe angekommen sind. Der Magen ist außerdem voll, und die eine oder andere Frucht hilft dann, auch den Heißhunger zu stillen. Kleiner Tipp: Einfach mal bei Amazon nach günstigen Eiweißshakes gucken. In der Verknüpfung ist bereits der zu sehen, den ich benutze.

5. Slow Carb als Notlösung

Wenn die Zuckersucht so heftig ist, dass man gar nicht mehr klar kommt, kann man zumindest versuchen, einen Zuckersturz in einigen Stunden zu verhindern. Das geht so: Erstmal die Sucht auf sofortigen Zucker befriedigen, zum Beispiel mit süßen Weintrauben. Dann noch schnell etwas hinterher, was zwar auch Kohlenhydrate hat, aber langfristig wirkt, zum Beispiel dunkles Vollkornbrot. Das ist keine optimale Lösung, aber der konstante Strom an Kohlenhydraten wird ein totales Abfallen des Blutzuckerspiegels verhindern.

6. Wasser immer wieder zwischendurch

Trinken, trinken, trinken. Wasser (auch Tee) ist nicht nur generell gesund und auch gut für eine Diät, es verteilt den Zucker und verdünnt die Moleküle so, dass wenig konzentrierter Zucker auf einmal da ist. Das gilt besonders, wenn man ungesunde Fruchtsäfte oder Limonade zu sich genommen hat. Dann lieber das Ganze verdünnen, um Schlimmerem zu entgehen.

7. Mit den psychologischen Faktoren klar kommen

Wenn man während einer Diät (oder wie hier, während einer Entziehungskur) zu sehr leidet, stimmt etwas nicht. Der Versuch, die Zuckersucht zu bekämpfen und zu besiegen, darf nicht als Kampf zwischen Geist und Körper ausarten.

Dass der Körper dem Zucker Tribut zollen muss, haben wir schon erörtert. Aber auch der Geist braucht Nahrung. Deswegen sollte man sich gerade in solch schweren Zeiten belohnen. Nicht mit vollkommen unbrauchbarem Zuckeressen, aber dafür mit der Lieblingsmahlzeit (echte Mahlzeiten, keine Süßigkeiten). Bevorzugterweise sollten aber die absoluten Kohlenhydratbomben draußen bleiben.

Einige wirklich leckere Rezepte, die auch für das Auge schön anzusehen sind, sind zum Beispiel:


  • Tomaten und Mozzarella
  • Roastbeef
  • Steak mit Kräuterbutter und grünen Bohnen
  • Carpaccio vom Rind
  • Lachs-Carpaccio


Alle diese Mahlzeiten sind eine Gaumenfreude, die man sich auch mal gönnen kann. Am besten, man hat immer etwas worauf man sich freuen kann, deswegen sollte die eine schöne Mahlzeit, die man sich gönnt, auch die letzte des Tages sein. Deswegen empfehle ich, solche Speisen für den Abend zu reservieren (um 18:00 Uhr vielleicht). Übrigens werden hier einige der Mahlzeiten besprochen: Mahlzeiten ohne Kohlenhydrate.

8. In großen Mengen essen

Wenn man schon Zucker verringern muss, dann kann man wenigstens richtig spachteln. Und zwar dadurch, dass man mengenmäßig viel isst, aber die Menge wenig Energie (vor allem wenig Zucker) hat. Bestes Beispiel: Eine Riesenschüssel Feldsalat. Der ist gesund, hat aber nahezu gar keine Kohlenhydrate. Ein halbes Kilo pro Mahlzeit ist vollkommen in Ordnung! Dazu darf man auch gerne Olivenöl, Kräuter und eine Fleischbeilage hinzufügen.

9. Low-Carb-Beilagen entdecken

Es lohnt sich, Beilagen zu entdecken, die nicht nur kurzfristig, sondern auch auf lange Sicht, die kohlenhydratreichen Lebensmittel ablösen können.

Dass kaum jemand sein Steak ohne Beilage essen will, ist einleuchtend. Irgendwas soll es schon zum Fleisch geben. Deswegen Beilagen mit wenig Kohlenhydraten kennen lernen!

10. Immer weiter weg vom Zucker

Der Marsch weg vom Zucker dauert lange und beinhaltet Etappen. Wer es schon geschafft hat, dass die süßesten Lebensmittel Früchte sind, der kann noch einen Schritt weiter gehen und sich auch vom Obst verabschieden. Dadurch stabilisiert man sich weiter. Um gesund zu bleiben, sind nun Gemüsesorten wie Spinat angesagt. Aber in der Welt des Gemüses ist - außer Kartoffeln - fast alles erlaubt.


Die Lebenseinstellung auf lange Sicht ändern



Irgendwann kommt der Punkt, an dem man es geschafft hat. Man steht im Supermarkt vor den Schokoladenriegeln, und man empfindet nichts. Gar nichts. Man könnte zwar, und man weiß, dass es schmecken würde, aber man muss nicht.

Wer hier angekommen ist, muss sich nur noch die Frage stellen, wie es weiter gehen soll. Es gibt verschiedene Wege: Dauerhaft auf Kohlenhydrate zu verzichten (immer mit der Chance, dass man auch mal eine Ausnahme machen kann), sich bei gesunden Beilagen mit ein paar Kohlenhydraten einpendeln, oder wieder zurück zu gehen zu den Kohlenhydraten, jedoch mit einem starken Risikobewusstsein.

Was man tut, ist jedem selbst überlassen. Wer aber die Chance nutzen will, um abzunehmen, der sollte sich die Anleitung zum Abnehmen in 6 Schritten durchlesen. Das ist nicht nur eine Diät, sondern auch ein Lebensweg. Kohlenhydrate sind Luxus, den man sich mal gönnt. Mehr nicht.

Kommentare:

  1. Ich melde mich nochmal zurück. Leider ist mein Kommentar von August verschwunden...
    Ich lebe seit diesem Tag. Mein zweiter Geburtstag!!
    Es hat klick gemacht, durch diese Seite! Ich habe endlich verstanden, was der Zucker mit mir anstellt. Ich habe den Entzug gewagt und jetzt in 6 Monaten wie von Zauberland 25 kilo abgenommen. Ich habe mein leben geändert und war noch nie so satt! :)
    Früher hatte ich unstillbaren Hunger...
    Ich bin so dankbar und ein neuer Mensch. Ich bin noch nicht am Ziel, ich habe gewichtete schmieden kein Ziel...mein Ziel ist gesund zu LEBEN und kein Sklave des Zuckers zu sein.

    Danke für die tolle Seite! <3

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,

      ich weiß auch nicht, aber anscheinend verschwinden manche Kommentare manchmal.

      Freut mich, dass du den Weg aus der Sucht gefunden hast. Wie ich bei mir selbst feststelle, kann es natürlich auch Rückfälle geben, zum Beispiel durch Stress. Doch wichtig ist, dass wir uns darüber bewusst werden, es in der Hand zu haben.

      Löschen
  2. Hallo,

    ich habe gerade eben diesen Beitrag gelesen und bin voll motiviert das jetzt endlich durchzuziehen.
    Kurz zu meiner Person: ich bin 18 Jahre alt und bin etwas übergewichtig. Der Druck der Gesellschaft wird natürlich immer größer und ich kann dem einfach nicht mehr standhalten. Ich muss was tun. Mein größtes Problem ist die Zuckersucht. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht bis zu einer Tafel Schokolade esse. Es wirklich wie eine Droge und das ist mein 100er Versuch wieder davon loszukommen. Wie schon oben erwähnt, hat mich dieser Beitrag sehr motiviert und ich werde mir ihn in den nächsten Wochen noch öfters durchlesen, in der Hoffnung, dass die Motivation bleibt und ich wirklich eines Tages im Supermarkt am Regal vorbeilaufen kann, ohne gleich nach einer Tafel zu greifen.


    Danke! Danke, für diesen tollen Beitrag.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,

      auf jeden Fall kannst du das schaffen. Es geht auch nicht zwingend darum, von einem Tag auf den anderen und für immer alles zu ändern, obwohl auch das sicher möglich ist.

      Stell dir Zuckersucht wie jede andere Sucht vor. Besonders dann, wenn die Dosis vorher hoch war, fällt eine Entwöhnung schwer. Es ist aber möglich, beispielsweise täglich etwas weniger zu essen.

      Vielleicht motiviert es dich auch, zu wissen, dass es natürlich zu Rückfällen kommen kann und dass so etwas menschlich ist. Also bitte bestraf dich dann nicht mit Selbsthass. Ich hatte solche Situationen auch, wenn ich viel Stress hatte und dann unbedingt Eis essen wollte. Das passiert dann auch mal.

      Trotzdem kann man sich auf Dauer umgewöhnen. Was hilft, ist Sättigung auf einer anderen Ebene, z.B. durch Fett und Eiweiß.

      Ich glaube, dass allergrößte Problem ist, dass die Menschen es ihren Körpern nicht zutrauen. Doch das Anpassungspotenzial ist erstaunlich! Es ist ja nicht so, dass man immer so zittrig und angespannt ist, sondern die Zuckersucht kann auch vorbei gehen! Nur Mut!

      Löschen
  3. Hi Michael,

    schöner Artikel! Auch, wenn ich als Veganerin nicht in allen Punkten Deiner Ansicht bin :) Aber ich bin immer wieder froh, wenn das Thema Zuckersucht weiter verbreitet wird. Die Alltagsdroge Zucker wird meiner Meinung nach noch immer viel zu oft unterschätzt.

    Wie mächtig Zuckriges und Weißmehlprodukte sind, konnte ich mich erst wieder dieses Jahr im Rahmen meines Zuckerentwöhnungs-Projekts überzeugen.

    Liebe Grüße,
    Marion

    PS: Auf meinem Weg aus der Zuckersucht haben übrigens rohe gesättigte Fette und die Aufarbeitung psychischer Verstrickungen eine wichtige Rolle gespielt.

    AntwortenLöschen
  4. Hallo wollte mich vorstellen
    Ich heiße Stefanie und habe eine extreme Zuckersucht .

    Bin auf diese Seite gestoßen und hoffe mir hier Hilfe.
    Muss man bei dieser Ernährungsform auf Kalorien achten wenn ja wie viele

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Stefanie,

      wenn dein Hauptproblem die Zuckersucht ist (unabhängig vom Gewicht), dann brauchst du nicht unbedingt auf die Kalorien achten. Wichtiger ist dann, dass du lernst, dann zu essen, wenn du Hunger hast, und nicht, wenn du Appetit oder Heißhunger hast.

      Ich empfehle dir, dich schrittweise von Kohlenhydraten zu distanzieren. Anfangs nimmst du kleinere Mengen als vorher auf, zum Beispiel weniger Süßigkeiten, aber immer noch etwas. Du kannst auf jeden Fall reichlich Obst essen, gerne auch süßes Obst, und wann immer du Lust hast. Mit der Zeit steigst du dann auf immer kohlenhydratärmere Lebensmittel um, z.B. kann man Käsewürfel als Snack essen. Wenn du dir genug Zeit lässt, kannst du ohne Stress allmählich die Sucht nach Zucker hinter dir lassen.

      Sinnvoll ist es auch, dass du dich satt isst. Das klappt gut mit Eiweiß, Fett und Ballaststoffen. Nüsse sind auch ein Beispiel, sie haben nicht ganz so viele Kohlenhydrate und machen lange satt. Probiere verschiedene Dinge aus, es gibt keine Verbote, solange du Tag für Tag weniger Kohlenhydrate aufnimmst. Irgendwann, nach ein paar Wochen, ist dein Körper dann nicht mehr körperlich und psychisch von Zucker abhängig.

      Löschen
    2. Hallo danke erstmal für die Antwort
      Mein Hauptproblem ist nicht nur die Zuckersucht ich bin auch übergewichtige ich wollte schon seit Jahren vom Gewicht runter kommen nur halt diese Sucht macht mir immer einen Strich durch die Rechnung ich kann die Kohlenhydrate nicht langsam sein lassen ich bekomme ständig Heißhunger egal welche Kohlenhydrate das sind.
      Wenn ich ganz auf diese verzichte dann habe ich ein paar Tage Heißhunger aber dann geht es. Aber ich bin dann immer traurig dass ich ständig auf Kohlenhydrate verzichten muss weil ich so gerne Brötchen und so essen. Dann fange ich mit Weight Watchers wieder an weil da alles erlaubt ist und dann bekomme ich wieder Fressanfälle und esse wieder zentnerweise
      Süßigkeiten. Ich habe mal ausgerechnet rund 4500 Kalorien esse ich nur an Süßigkeiten. Fühle mich danach richtig Elend und krank.
      Das ist voll der Teufelskreis ich schwanke immer zwischen Weightwatchers weil man da alles darf. Und halt nach ihre Methode. Das ist immer ein hin und her zwischen 2 Diäten das kann doch nicht gesund sein. Wenn ich keine Kohlenhydrate esse dann esse ich teilweise so viel Käse, Frikadellen und andere Sachen die keine Kohlenhydrate haben, deswegen nehme ich auch mit dieser Methode zu. Darum war meine Frage wie viel Kalorien darf ich zu mir nehmen mit dieser Methode. Ich habe das Gefühl ich halte das nie durch ohne Kohlenhydrate.. Weiß nicht mehr weiter was ich jetzt machen soll

      Löschen
    3. Hallo,

      das klingt natürlich sehr heftig und ich weiß selbst, wie das ist, wenn man mitten drinsteckt in der Zuckersucht. Ich kann an dieser Stelle nur eine Methode empfehlen, und zwar schrittweiser Abbau der Kohlenhydrate, am besten nach Plan.

      Gerade wenn die aufgenommene Nahrung sehr viel ist, sollte man versuchen, die Mengen zu begrenzen... am besten zunächst die Kohlenhydrate und ansonsten weiter essen, sonst kommen vermutlich zu viele Probleme auf einmal auf.

      Ein paar Tipps kann man dabei befolgen. Zum Beispiel komplexe Kohlenhydrate einbauen, also mehr Linsen und andere Hülsenfrüchte zum Beispiel. Außerdem kann man noch mehr Ballaststoffe einbauen durch Dinkelkleie und andere Stoffe. Und wenn es wirklich mal was Süßes sein soll, dann Obst. Melone, Beeren, Ananas usw. sind wirklich lecker und süß.

      Das mit den Kalorien würde ich erst später machen, wenn die Zuckersucht im Griff ist. Aber auch das kann klappen, man muss aber psychologisch die Oberhand gewinnen, was nur geht, wenn die Zuckersucht im Griff ist.

      Im Prinzip gibt es zwei Hauptfaktoren aus meiner Sicht: Hunger und Appetit. Hunger lässt sich durch Sättigung ausschalten, also Eiweiß, Fett, Flüssigkeit im Magen, Ballaststoffe, Volumen (kalorienarme Lebensmittel wie Salate). All diese helfen schon mal beim satt werden. Appetit oder Heißhunger ist die andere Hürde. Wenn es richtig heftig ist wie bei anderen Süchten (Alkohol, Tabak, Drogen) dann muss man das auch wie eine Sucht behandeln und dieselben Strategien einsetzen wie Süchtige... also zum Beispiel schrittweise weniger, ganz ganz langsam!

      Löschen
    4. Hallo,
      Ich hoffe es ist nicht unhöflich, wenn ich mich hier kurz einmische :)
      Ich möchte ein paar Worte an Stefanie richten :)
      Du sagst, du nimmst zu, wenn du die Kohlenhydrate mit Fleisch und so tauchst.. Ganz ehrlich? Das ist anfangs möglich! Dein Körper scheint durch die vielen Fällen sehr durcheinander zu sein und du musst deinem Körper etwas Zeit geben.
      Du musst es in etwa so sehen: Dein Körper ist ständig darauf aus, Fett zu lagern, weil er sich immer in der Not sieht. Fett Stoffwechsel ist einfach kaputt. Wenn du nun die kh weglässt und viel Fett isst, dann reagiert der Körper auch so.. Bei manchen Menschen dauert es ein paar Wochen bis Monate, bis er merkt, das er nun genügend versorgt wird.. Das ist schwer zu ertragen, das weiß ich.. Aber ich glaube, da musst du durch.. Ich würde die kh übrigens vorrangig mit Fett austauschen und nicht mit Eiweiß. Eiweiß wird bei übermäßiger Zufuhr vom Körper auch zu einer Art Zucker umgewandelt. Iss viel Gemüse, dazu Fleisch und dazu leckere Kräuterbutter oder so :)
      Hast du dich mal mit LCHF beschäftigt? Bitte Google mal danach :)
      Der Körper ist mit Fett viel schneller und viel länger satt, aber es braucht wirklich etwas Zeit, bis der Körper sich umgestellt hat.. Ich drücke dir die Daumen, dass du es schaffst :)

      (Ich bin übrigens der Auffassung, dass es mit kaltem Entzug besser klappt.. Also ab sofort keinen Zucker, keine Kartoffeln, keinen Reis und Nudeln und auch kein Obst! Die ersten Tage ist es hat und man muss sehr viel Disziplin haben, aber schon nach 2-3 tragen wird es leichter.. Und mit LCHF kann man dabei auch noch ordentlich satt sein.. Wenn man die ersten Tage zunimmt, ist es auch nicht schlimm.. Erst einmal von der sucht runter..)

      Alles Liebe und Gute!

      Löschen
    5. Hallo Sára,

      ich stimme dir in vielen Punkten zu, und danke übrigens, dass du dich beteiligst. Es ist gut zu sehen, dass sich die Leser hier gegenseitig helfen.

      Bei Eiweiß stelle ich mir die Frage, was zu viel wäre. Ich denke, dass man locker 2g pro Kilo Körpergewicht einnehmen darf.

      Das mit dem Fett stimmt natürlich. Fett macht satt. Und die Umstellung von Kohlenhydraten auf Fett kann dauern. Ich hatte auch 2-3 Tage schwere Probleme und kroch am Boden, zum Glück war das an einem Wochenende. Irgendwann geht es dann...

      Löschen
  5. Ich nochmal,
    ja das sehe ich auch so das ich es wie sucht behandeln muss. Aber ich kann es nicht schrittweise, vor 3 jahren habe ganzes rauchen von 2 Packungen direkt auf 0 aufgehört,und da wurde es mit meiner sucht schlagartig schlimmer, ich habe Zigaretten mit Süßigkeiten ersetzt und eine neue sucht erzeugt. Ich setzte Zucker genauso wie bei den Zigaretten ein, als Beruhigung, Entspannung Langeweile. Alles kompensiere ich damit. Damals habe ich Zigaretten mit Zucker kompensiert womit kompensiere ich dann jetzt in Zucker. Ich mache ja schon dreimal die Woche Sport aber Zucker ist zu Entspannung halt schneller verfügbar als Sport.
    Ich habe halt auch Angst wenn ich die Kalorien nicht zähle dass ich noch mehr zunehme durch meinen kompensieren vielleicht mit Käse und anderen kohlenhydratarmen Lebensmittel. Ich habe es auch schon gebracht dass ich einen 200 Gramm Packung Pistazien auf einmal aufgegessen habe das schlägt natürlich mit dem Kalorien auch zu Buche. Weil ich Zucker wieder mit Nüssen kompensiert habe das ist doch alles nicht normal momentan bin ich in einer richtigen Teufelskreis. Nur ich muss es irgendwann schaffen ich werde sonst sterbenskrank mit dem ganzen Zucker. Und meine Familie leidet auch sehr unter meinen Aggressionen durch den zuckerentzug und wenn ich zuviel Zucker esse werde ich auch aggressiv.
    Ich hoffe ich gehe dir nicht damit sehr auf die Nerven aber das muss ich mal loswerden. Denn meine Familie kommt das Thema schon aus den Ohren raus :-(

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist natürlich ein ernstes Thema, und es ist mir klar, dass es nicht einfach ist (reden ist leichter als es selber durchmachen).

      Ich denke immer noch, dass du Möglichkeiten finden solltest, dem Körper richtige Signale zu senden. Stell dir vor, dein Magen wäre so voll, dass du kaum noch was rein kriegst. Das ist so eine Idee, die ich da bekomme... zum Beispiel könntest du mit Kleie experimentieren. Nimm dir zum Beispiel einen Shaker für Eiweißshakes, ein gutes Pulver (80 Prozent Eiweiß mindestens), dann misch dir in deine Shakes ordentlich Ballaststoffe rein. Es gibt auch Ähnliche Möglichkeiten mit Puddings usw.:

      http://dukannstes.blogspot.de/2015/04/sattmacher-6-stunden.html

      Natürlich musst du immer aufpassen, dass du genug trinkst. Finde für dich eine Kombination, bei der du merkst "boah, mehr schaff ich nicht mehr". So würde ich es probieren. Du kommst dann an deine Sättigungsgrenze. Ich weiß, dass das mehr mit Sättigung als mit Sucht nach Süßem zu tun hat, aber ich kann mir vorstellen, dass du so den Zufluss an Zucker (und Kalorien) begrenzen kannst.

      Ich hoffe außerdem, dass du ärztliche Hilfe in Anspruch nimmst. Es muss ein Fachmann da sein, der dich unterstützt.

      Bitte mach das, was ich sage, nur, wenn du körperlich (Verdauung etc.) damit klar kommst. Wenn bestimmte Dinge funktionieren, teste sie weiter aus.

      Ansonsten glaube ich weiter, dass du Kohlenhydrate reduzieren können müsstest. Und wenn das im Extremfall heißt, dass du jeden Tag nur 10 Gramm KH weniger isst als am Vortag, dann eben so. Manche Dinge kann man ja auch auf die lange Tour verändern. Ich drück dir die Daumen!

      Löschen
    2. Hallo Michael
      Danke für deine Tipps ich werde sie mal ausprobieren zumal bin ich jetzt den dritten Tag schon zuckerfrei kohlenhydratfrei ist ja schon mal was. Mit der ärztlichen Behandlung ist das so eine Sache bin geschädigt. Habe das Thema mal mit meinem Hausarzt besprochen. Wo ich nur eine kurze und knappe Antwort bekam ich sollte mich ein wenig zusammen reißen mit dem Essen. Ich denke mal das Thema Zuckersucht ist irgendwie noch nicht anerkannt und deswegen reagieren manche auch noch so. Sie wird nicht wie andere Süchte wie Tabak und Alkohol anerkannt.
      Momentan bin ich noch motiviert sind ja erst drei Tage ich will nur hoffen dass mein Gewicht sich nicht nach oben beweg
      Aber tolle Seite dass man so viel Zuspruch hier bekommt

      Löschen
    3. Bei Ärzten hat man mal Glück und mal Pech. Es gibt ja sogar Ärzte, die all diese Dinge mit Vitaminen, Mineralien usw. total ernst nehmen. Andere sind nur gestresst und froh, wenn sie die Praxis leer kriegen. Aber wir haben ja freie Arztwahl...

      Mach einfach weiter und verlasse dich ganz auf dich selbst. Es muss nicht immer alles gradlinig verlaufen, aber wenn die Tendenz Woche für Woche stimmt, dann bist du auf einem guten Weg.

      Löschen
  6. Hallo Michael
    Ich bewundere deine Leistung,und wollte dich mal um Rat fragen.
    Ich bin hier auf die Seite gestoßen weil ich dringend Hilfe brauche.
    Meine Zuckersucht ist so präsent das ich keinen anderen Gedanken mehr habe,als nur daran zu denken wie und wann ich süßes essen kann. Sogar esse ich heimlich weil ich mich schäme für mein handeln.ich muss auch dringend abnehmen 30 Kilo ungefähr. Aber ich schaffe es nicht von Zucker los zu kommen.
    Meine frage, lebst du noch immer ohne Kohlenhydrate.und wie lange hast du gebraucht von der sucht los zu kommen. Darf man nie wieder Zucker essen?
    Und wieviel Kalorien muss ich zu mir nehmen wenn ich abnehmen will mit low carb.
    Danke für die Antwort

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,

      gut, dass du schreibst, denn wie du anhand der anderen Kommentare siehst, wird hier lebhaft diskutiert, und das hilft allen Beteiligten (auch neuen Lesern).

      Es kommt glaube ich immer darauf an, wie heftig man in der Zuckersucht drin steckt. Es gibt ja nicht nur psychische, sondern auch körperliche Reaktionen. Ein kalter Entzug von einem Tag auf den anderen kann dazu führen, dass einem schwarz vor Augen wird und man sogar umkippt. Das ist alles biologisch erklärbar, denn der Körper hat Blutzuckerprobleme und ist enzymatisch noch gar nicht auf Fettverbrennung gestellt - so etwas dauert Wochen, bis es perfekt eingeschleift ist.

      Deine Frage, ob man nie wieder Zucker essen darf: Ach was, alles nicht so schlimm. Wäre ja furchtbar, wenn man so denken müsste, oder?

      Der Trick ist: Wenn du es schaffst, kommt dein Körper mit und hat dieses Verlangen gar nicht mehr so. Denn das müssen alle Zuckersüchtigen wissen: Dieses süchtige Gefühl, das ist vergänglich! Der Körper kann lernen, komplett emotionslos vor dem Süßigkeitenregal zu stehen. Aber bis es soweit ist, muss man das Leuten wie mir, die das durchgemacht haben, erstmal glauben.

      Ich glaube weiterhin (habe ich schon oben in anderen Kommentaren geschrieben), dass man sich schrittweise annähern sollte. Also erstens Tag für Tag ein bisschen weniger Kohlenhydrate essen, und außerdem Tag für Tag die Art der Kohlenhydrate austauschen. Also aus normalem Zucker (Schokolade) lieber Fruchtzucker (super süßes Obst) und aus einfachen Kohlenhydraten komplexere (Vollkorn, Linsen etc.).

      Wenn man auf natürliche Kohlenhydrate aus Pflanzen umgestiegen ist, macht man weiter und senkt auch diese Kohlenhydrate, bis man eine ordentliche Low-Carb-Diät machen kann.

      Ich möchte an dieser Stelle auf zwei Artikel verlinken. Erstens auf jemanden, der es mit meinen Tipps geschafft hat, über 50 Kilo zu verlieren:

      http://dukannstes.blogspot.de/2016/01/50-kilo-in-6-monaten.html

      Zweitens, es gibt auch Zuckerersatzstoffe, vielleicht kannst du ja damit etwas anfangen:

      http://dukannstes.blogspot.de/2014/07/birkenzucker-xucker-xylit.html

      Lies dich auf meinem Blog schlau, finde die Hintergründe heraus, lies auch mal bei strunz.com oder bei edubily.de nach, und überleg dir immer genau, was du tun könntest, um das eigene Leiden auch zu verringern. Es geht ja nicht darum, dich zu quälen, sondern darum, den Abschied von der Sucht erträglicher zu machen. Also zum Beispiel Sättigung (Ballaststoffe, Eiweiß), Ablenkung durch andere Sachen, die Spaß machen (Filme gucken etc.). Klingt banal, aber man muss sich irgendwie etwas Gutes tun, während man so einen Lebenswandel durchmacht.

      Nimm dir auf jeden Fall viel Zeit für Veränderungen, vielleicht findest du auch einen guten Arzt, der dir beim Stichwort Zuckersucht helfen kann. Ansonsten schaffe Verbindungen zu anderen Leuten im Internet, das hilft auch beim Durchhalten.

      Löschen
  7. Hallo! Ich bin zufällig auf diese Seite gestoßen und von vielen Vorschlägen durchaus angetan. Ich bin weder Veganerin noch strenge Vegetarierin und trotzdem muss ich (als Ärztin!) sagen, dass du viel zu viel Fleisch empfielst. Gerade im Hinblick auf Darmkrebs ist es nachgewiesenermaßen so, dass Fleisch ebenfalls als Genussmittel nur einmal wöchentlich auf dem Speiseplan stehen sollte..was hilft einem der schlankeste Bauch, wenn er von einem künstlichen Darmausgang verziert ist?! Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo,

      es freut mich sehr, dass ich sogar Ärzte unter meinen Lesern habe. Insofern: Danke für die Rückmeldung.

      Ich möchte mich in Zukunft mal intensiv mit Fleisch auseinandersetzen. Bei mir stehen da viele Fragezeichen, weil ich den Eindruck bekomme, dass Studien zu Fleisch oft mit Wurst zusammengeschmissen werden. Auf der einen Seite sehe ich den Aspekt der Evolution (Menschen haben vermutlich früher viel Fleisch gegessen), auf der anderen Seite will ich natürlich auch wissen, wie viel man tatsächlich essen sollte. Wobei es natürlich Experten wie Dr. Strunz gibt, die durchaus eine Tendenz zu mehr Fleisch aufzuweisen scheinen.

      Ich werde mich damit auseinandersetzen.

      Löschen
  8. Hallo ich bin es Stefanie.
    Habe am 15 Januar oben dem Beitrag geschrieben.
    Kämpfe immer noch mit meiner sucht irgendwie,obwohl ich seid 8 Wochen schon keine Süßigkeiten mehr gegessen habe. Aber die Kohlenhydrate kann ich nicht ganz lassen. Wenn ich keine Brötchen esse morgens und nur Eiweiß,fühle ich mich dem ganzen tag müde und schlapp.ich habe ohne Kohlenhydrate keine Energie für Sport. Ich beziehe meine Kohlenhydrate aus Vollkornbrötchen nicht aus den normalen weißen Brötchen. Aber ich merke ich komme davon nicht los. Also ohne Kohlenhydrate bin ich nix wert. Schlafe Viel und an Sport ist nicht zu denken. Wie kann es weiter gehen. Die Süßigkeiten bin ich ja schon mal los. Nur das andere will nicht klappen.
    Hoffe ihr könnt mir helfen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Stefanie,

      wenn du von den Süßigkeiten losgekommen bist, ist das doch schon mal ein guter Anfang. Es ist durchaus möglich, dass du mit Kohlenhydraten leben kannst, denn du machst ja Sport und verbrennst dabei auch viele Kohlenhydrate. Solange diese Kohlenhydrate weitestgehend aus guter Ernährung kommen, ist das doch schon ganz gut.

      Bei vielen Leuten klappt ein kompletter Verzicht auf Kohlenhydrate ganz gut, zum Beispiel ein bis zwei Wochen. Wenn man täglich z.B. unter 10 Gramm Kohlenhydrate einnimmt, lernt der Körper, auf Fettverbrennung zu laufen. Ansonsten ist es für dich vielleicht schon in Ordnung, denn dein Problem war ja in erster Linie Zuckersucht und nicht, dass du komplett Kohlenhydrate einstellen wolltest. Von hier an könntest du einfach schauen, dass du "slow carb" machst, also keine aggressiven Kohlenhydrate, die bei dir Heißhunger verursachen, sondern nur die langsamen Kohlenhydrate, so dass du dich unter Kontrolle hast.

      Löschen
  9. Hallo noch mal ich bin Stefanie
    Welche Frage mir noch auf dem Herzen liegt ist ,ich wollte eigentlich mal ein ganz normales Essverhalten bekommen nach 25 Jahren Diäten. Ist es nach so einer Zuckersucht Geschichte noch möglich. Weil Low Carb ist ja auch irgendwo eine Diät. Werde ich niemals mehr das essen können was andere essen. Momentan weiß ich nicht in welche Richtung das geht muss ich diese Ernährungsform immer beibehalten? Ich glaube schon oder? Ich habe es glaube ich noch nicht begriffen ich sehe das was ich jetzt mache als vorübergehend an und nicht dass ich mein Leben für immer so handeln muss. Die Süßigkeiten Kuchen Kekse und alles was damit zu tun hat esse ich ja schon nicht mehr. Ich bin ziemlich verwirrt in meinem Kopf im Moment. Weil ich auch denke ich bin jetzt 8 Wochen dabei es muss doch mal besser werden. Ich denke wie bei den anderen Diäten eine Zeitlang aushalten und dann wie früher weitermachen können aber ich glaube das kann ich knicken. Ich bin in Zwiespalt ich habe keine Lust mehr ständig Gedanken ums Essen zu machen. Bin mal gespannt auf eure Meinung

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich sehe low carb schon als eine langfristige Sache, aber ich mache immer mal Ausnahmen. Ich finde es zu heftig, mir lebenslang irgendetwas zu verbieten, und das ist ja auch nicht gut für die Psyche.

      Das, was mich motiviert, ist der Gedanke, genetisch korrekt zu leben. Denn auch wenn wir nicht genau wissen, wie sich die Menschen vor vielen Jahrtausenden ernährt haben, so kann man doch erahnen, dass sie nicht so viele Kohlenhydrate wie wir heute gegessen haben - weil es keinen Kuchen, keinen modernen Weizen wie heute oder Unmengen an Kartoffeln und Reis gab.

      Wenn du trotz deiner Ernährungsumstellung leidest, dann sagt das aus meiner Sicht, dass dein Körper noch bestimmte Stoffe braucht. Du solltest vielleicht mehr essen, aber eben gute Sachen. Dein Körper braucht jetzt gute Fette (Öle, vielleicht auch Fisch, wenn du das magst), Vitamine und Mineralien, vor allem aber Eiweiß.

      Bei gesunder Ernährung pendelt sich dein Körper dann ein, hör auf dein Bauchgefühl, wenn es um gesunde Lebensmittel geht.

      Löschen
  10. Hallo
    Ich heiße Marion und lese hier schon ein paar Wochen still mit. Habe eure Erfolgsgeschichten gelesen und war schon sehr beeindruckt ich mache seit sieben Wochen Low Carb. Weil ich extrem Zucker süchtig war. Die Sucht habe ich wohl jetzt ein wenig im Griff. Aber ich bin echt enttäuscht von meiner Abnahme habe ganze zwei Kilo abgenommen in 7 Wochen die ersten fünf Wochen habe ich nur auf Süßigkeiten verzichtet danach auf so ziemlich alle Kohlenhydrate. Bin seit 2 Wochen in Ketose und habe nur diese geringe Abnahme bin echt voll enttäuscht. Obwohl ich ein ziemlich hohes Ausgangsgewicht von 95 Kilo habe. Was mache ich falsch. Ich esse morgens ein Omelett aus 2 Eiern ein Schuss Sahne zwei Teelöffel Eiweißpulver das brate ich in einem Teelöffel Kokosnussöl. Mittags meistens auf der arbeit eine Frikadelle ein Esslöffel Remoulade und abends koche ich frisch mache selber Sahne Soße mit Fleisch und Gemüse oder Salat oder halt gemüseaufläufe ich esse nie über mein Hungergefühl bin immer gerade erst satt also ich esse nicht viel abends. So sieht es in der Arbeitswoche aus am Wochenende gehen wir schon mal essen aber alles ohne Kohlenhydrate oder grillen wir schon mal. Könnt ihr mir Tipps geben was ich anders machen kann oder was ich falsch mache. Ich bin echt antriebslos im Moment deswegen. Ich bin noch den ganzen Tag auf den Beinen ist nicht so als wenn ich nur auf der Couch rumhängen ich mache Sport und gehe 8 Stunden arbeiten. danke im voraus

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Marion,

      soweit ich das sehe, machst du nichts falsch, denn deine Essgewohnheiten scheinen übersichtlich und in Bewegung bist du ja auch. Ich könnte mir vorstellen, dass du über Mängel bei Vitaminen oder Mineralien verfügst. Bei vielen Leuten liegt es an der Schilddrüse oder an anderer Stelle fehlt etwas, damit es rund geht. Vielleicht kann dir der Hausarzt helfen. Probiere vielleicht mal etwas an der Ernährung aus und ernähre dich mal einige Monate extrem vitaminreich (Nahrungsergänzungsmittel, Salate, Smoothies, dürfen auch ein paar Kohlenhydrate mehr sein, solange es Obst und Gemüse ist). Dein Körper könnte vielleicht noch mehr Obst und Gemüse vertragen. Dr. Strunz empfiehlt ja zwischen 1 und 3 Kilo täglich.

      Löschen
  11. Hallo Zusammen,
    erst einmal vielen Dank für die tolle Seite und die vielen Tipps.
    Ich beschäftige mich schon seit langem mit Ernährungsfragen (bin Heilpraktikerin) und habe nun eine Menge am eigenen Leib ausprobiert. Da gibt es so vieles bei den unterschiedlichen Ansätzen, aber definitiv gut ist tatsächlich der Zucker-Entzug. Seit Anfang des Jahres 2016 bin ich auf Low-Carb umgestiegen und habe auch schweren Herzens auf meine geliebten Kartoffeln verzichtet. Und tatsächlich ist der Heißhunger auf Süß so gut wie weg (samt 11 Kg bis jetzt). Da ich nicht im Übermaß Eiweiß konsumieren möchte auf Grund der Übersäuerungsgefahr (saure Stoffwechselabfälle werden im Zwischengewebe gelagert und müssen dort, oftmals mit Hilfe von Fetteinlagerungen, gepuffert werden). Oftmals auch ein Grund, warum das Fett nicht verschwindet, denn es erfüllt ja dort im Gewebe seinen Zweck....
    ist mein persönlicher Tipp die Zufuhr von reinen Aminosäuren, die ja der Grund sind, warum man so viel Protein zu sich nehmen soll. Damit geht es mir super, kein Muskelschwund, kein Energieverlust. Als ich mich nach einem Eiweißshake umgeschaut habe, fand ich überall Süßstoff drin, der chemisch/synthetisch hergestellt wird. Da der Körper diese Strukturen nicht kennt, macht er, was er tut, wenn er etwas nicht einordnen kann, er lagert es irgendwo im Körper ab. Also habe ich mir einen eigenen Shake zusammengestellt aus Sonnenblumenprotein, gemahlenen Chiasamen und Molkeprotein (würde ich auch gerne über kurz oder lang durch anderes pflanzliches Eiweiß ersetzen), angereichert mit Inulin (als Ballaststoff und Probiotikum), etwas Süßholz, Zimt , Burbon-Vanille und etwas Stevia-Pulver. Macht mich noch nicht so ganz glücklich, aber ich probiere es aus an Stelle meines bisherigen Obstfrühstücks (sollte es nach 5 Wochen keinen Erfolg haben, werde ich das Pulver in einen Soja-oder Schafsmilchyoghurt einrühren und einen halben Apfel dazuschneiden. ansonsten ist es toll, soviel Gemüse und Salat zu essen, mittlerweile fehlt mir echt was, wenn es nichts Frisches gibt. Für alle, die so gerne Brot oder irgendetwas "Festes" essen, hier mein Tipp: Wenn ich Gemüsesaft gepresst habe, gebe ich zu dem Trester ein wenig Gemüsebrühepulver,Hefeflocken und Leinsamen. Das wird ganz dünn auf einem Backblech ausgewalzt und dann gebacken. So habe ich immer etwas zum Knabbern (wie Chips), oder mal zu einem Aufstrich dazu zu essen. Ein weiterer Tipp ist, sich mal mit der Blutgruppendiät zu beschäftigen, auch dort findet man recht gute und bemerkenswerte Ansätze. So wird schnell klar, warum der eine mit Weizenkleie seine helle Freude hat und der andere einfach nur verstopft (dennoch esse ich kein Fleisch, wie ich es demnach tun sollte...) Somit gibt es überall gute Hinweise, nichts ist perfekt und Essen soll immer noch Freude machen. Toll ist es, wenn die Freude daher kommt, dass man das Gefühl hat, sich richtig gesund und wertig zu ernähren. Fazit: Low Carb macht Sinn und ist eine Ernährungsweise, die ich gut beibehalten kann, also nicht als Diät einzustufen ist.
    Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg auf dieser Seite

    AntwortenLöschen
  12. Hallo Michael,

    das mit dem Zucker kann ich verstehen, insbesondere der Industriezucker bringt die halbe Menschheit um. Aber warum Kohlenhydrate so verteufelt werden, kann ich nicht verstehen.

    Was ist zum Beispiel mit Vollkornmüsli, mit frischen Früchten und Milch. Darauf würde ich als Frühstück nur sehr ungern verzichten.

    Gruß aus Köln

    AntwortenLöschen

Hinweise zu den Kommentaren:

-bitte nur konstruktive und nicht zynische, böswillige oder ähnliche Kommentare. Ich bin auch nur ein Mensch.
-auch gut gemeinte Kommentare werden eventuell nicht veröffentlicht, wenn eine kommerzielle Absicht erkannt wird (Backlinks, gepostete Adressen).
-die Freischaltung kann eine Weile dauern.

Plugin für ähnliche Posts bei WordPress, Blogger...