Heißhunger Bekämpfen Und Vermeiden - So Klappt Es!

Heißhunger, das ist mehr als nur Hunger. Heißhungerattacken stellen sich ein, wenn der Körper die Oberhand zu gewinnen scheint - man möchte einfach nur zugreifen und essen, was das Zeug hält.

Wie man eine Heißhungerattacke übersteht oder sogar vermeidet, und wie man sich den Heißhunger sogar abgewöhnen kann, das will ich hier und heute zeigen.

Wir müssen übrigens auch schon ein bisschen unterscheiden, denn ich habe bereits einen Artikel über ein ähnliches Thema geschrieben.

Wer Heißhunger auf Schokolade, Süßes / Süßigkeiten und Zucker generell hat, der sollte unbedingt zunächst Zuckersucht Bekämpfen Und Besiegen lesen. Dort wird vor allem auch darauf eingegangen, wie die Situation entsteht und es werden 10 Tipps genannt, um die Sucht zu bekämpfen.

Der heutige Artikel soll noch etwas weiter gehen. Diesmal geht es nämlich auch noch um den Heißhunger auf Fastfood und ungesundes Essen. Dabei bleibt der Hunger auf Süßes trotzdem nicht ganz außen vor, denn der spielt immer irgendwo eine Rolle.


Heißhunger stillen, Heißhunger bekämpfen, Heißhunger vermeiden - was tun?



Die Frage nach dem Umgang stellt sich relativ früh. Die Vernunft sagt, dass man am besten gar nichts essen sollte, ein Teil des Kopfes und der Körper scheinen dagegen zu sein.



Was man jetzt gegen Heißhunger unternimmt, hängt natürlich erst einmal davon ab, mit was für einer Art von Heißhunger wir es überhaupt zu tun haben. Hier gibt es mehrere Ansatzpunkte, die manchmal aber auch zusammenkommen:

  • Der Blutzuckerspiegel versinkt im Chaos - Zuckernot (siehe oben genannter Artikel)
  • Heftige Lust auf leckere Mahlzeiten mit Geschmack (zum Beispiel Big Mac oder ähnliches)
  • Heißhunger, weil man sich selbst gequält und gehungert hat und nun plötzlich eine Gegenreaktion des Körpers kommt
  • Heißhunger bei Nacht

Während ich den ersten Punkt bereits beim Thema "Zuckersucht" behandelt habe, gehe ich heute auf den zweiten Punkt ein. Die anderen werden gesondert behandelt.


Heißhunger auf Herzhaftes - Wie es dazu kommt



Image courtesy of marin / FreeDigitalPhotos.net


Es gibt eine ganz bestimmte Art von Heißhunger, die sich auf Geschmackssorten bezieht. Wer sich auskennt, weiß, dass nach derzeitigem wissenschaftlichem Stand unterschiedliche Geschmacksrichtungen existieren, die vom Körper unterschiedlich wahrgenommen werden. Viele Menschen hängen dabei noch in der Vorstellung fest, es gäbe nur salzig, süß, sauer und bitter. Die fünfte Geschmacksrichtung, Umami, wird aber immer bekannter. Sie bezeichnet den als fleischig, herzhaft und pikant bezeichneten Geschmackssinn. Dieser wird oft in Verbindung mit Fleisch, Pilzen, Käse und anderen deftigen Lebensmitteln gebracht.

Heißhunger muss sich also nicht zwingend auf die Geschmacksrichtung "süß" (Bedarf an Zucker) richten. Andererseits kommt das Verlangen auf bittere, saure oder salzige Speisen bei den meisten Menschen relativ selten vor und ist manchmal auch nur Schwangeren (die berühmten Gurken) vorbehalten. In der Tat erscheint es auch aus biologischer Sicht nicht so wertvoll, salziges, saures oder bitteres Essen zu verspeisen, es sei denn, der Salzhaushalt ist beispielsweise gestört.

Doch bei Umami macht das alles irgendwie Sinn. Lust auf Fleisch, Lust auf Käse, Lust auf Pilze - das kann man doch ansatzweise nachvollziehen, gerade während einer Diät. Da verzichtet man doch so sehr auf gutes Essen, muss die Bratensoße weglassen, lässt oft auch das Fleisch weg, weil jemand gesagt hat, da sei zu viel Fett dran.

Da kann es schnell vorkommen, dass man es nicht mehr aushält und zur nächsten Fastfood-Kette rennt.

Besonders heftig ist dann, wenn eben jene Fastfood-Restaurants noch Geschmacksverstärker wie Glutamat benutzen, welches die Nahrung in andere Geschmackssphären hebt - ohne dass das eigentliche Produkt normalerweise so schmecken würde. Wir haben es also fast schon wieder mit einer Art Abhängigkeit zu tun, ähnlich wie beim Zucker.


Was hilft bei Heißhunger auf Fleischiges?



Hier gibt es durchaus positive Nachrichten zu vermelden. Genau wie beim Zucker können wir das Verlangen nach etwas Herzhaftem beim Essen stillen. Während wir die Lust auf Zucker durch eine Frucht zu stillen versuchen, können wir bei Heißhunger auf den Big Mäc stattdessen andere Lebensmittel nutzen.

Gerade bei der von mir immer wieder angepriesenen Kohlenhydratarmen Diät (Low Carb) darf man ja bekanntlich alles essen, was wenigstens keine oder wenig Kohlenhydrate hat. Da sind Fleisch, Käse, Fisch und ähnliche deftige Mahlzeiten gerne willkommen.


Eine kleine Rezeptidee



Es gibt sogar ein Rezept, welches die Lust auf herzhaftes Essen gerade in der Herbstzeit stillt. Wie wäre es mit etwas Wild? Aber dazu bitte keine Kartoffeln. Folgende Zutaten sind zu empfehlen (für 2 Personen):

-Eine Packung Wild (Reh- oder Hirschgulasch)
-Passierte Tomaten
-Ein Glas Rotkohl
-Eine Birne
-Preiselbeergelee 
-Lorbeerblätter
-Wacholderbeeren
-Salz und Pfeffer

Das Fleisch wird zunächst kräftig angebraten und dann mit passierten Tomaten abgelöscht. Der Inhalt des Topfs blubbert fröhlich vor sich hin, ein oder zwei Lorbeerblätter sowie einige Wacholderbeeren sollten spätestens jetzt hinzugefügt werden.

Eine Birne in zwei Hälften teilen, dabei auch entkernen. Diese bereits auf beiden Tellern servieren und die kleine Aushöhlung, wo vorher die Kerne waren, mit etwas Preiselbeergelee befüllen.

Rotkohl durch ein Sieb laufen lassen, um Flüssigkeit zu entfernen. Danach gerne auch in der Mikrowelle oder in der Pfanne erhitzen.

Das Gulasch sollte so lange kochen, bis das Fleisch butterweich ist. Das kann auch mal eine Stunde oder länger dauern. Man sollte zwischendurch sich mal ein Stück Fleisch herausfischen und es zu schneiden versuchen.

Am Ende bitte alles gemeinsam auf dem Teller servieren. Die Preiselbeeren sind hierbei der süßeste Teil des Essens und befriedigen auch die Lust auf Zucker. Der Rotkohl hat auch Kohlenhydrate, passt aber doch besser als Reis oder Kartoffeln. Insgesamt ist das Gericht wunderbar deftig und lässt den Big Mac schnell vergessen.


Jeden Tag ein Highlight



Wer ständig von Fastfood und Geschmacksverstärkern abhängig ist, kann während einer Low-Carb-Diät also ziemlich gut davon wegkommen und Mittel gegen den Heißhunger finden, wie das Gericht aus dem Herbst zeigt.

Wichtig aus meiner Sicht ist, dass man sich immer Highlights aufbewahrt, das heißt, dass man nicht mehrere Tage am Stück auf gutes Essen verzichten sollte. Wenn eine Geschmackssorte zu kurz kommt, dann wird man irgendwann nachgeben. Also lieber vorbeugen und das jeweilige Essen parat haben.

Es ist unverzichtbar, dass man der Lust auf Pizza oder Döner-Brötchen entgegenkommt. Denn gerade wenn Fleisch in Verbindung mit Teigwaren auftritt, tut man seiner Diät nichts Gutes. Und so kommt man dann nämlich wieder auf das Thema Zuckersucht zurück. Ja, auch Fleisch und deftiges Essen kommt manchmal wie der Wolf im Schafspelz, wenn viele Kohlenhydrate im Essen versteckt sind.

Wer abnehmen will, aber viel mit sich selbst kämpft, der sollte also einen Gang zurückschalten, nicht nur Eiweißshakes und Gemüse essen, und stattdessen lieber gezielt steuern, wie er sein Fleisch, was er haben möchte, am liebsten zu sich nimmt. Solange man noch die Kontrolle hat, fährt man dann nicht in eine Sackgasse (und alle meine Wortspiele sind jetzt durch).

Als nächstes auf meiner Liste: Fressattacken und Heißhunger bei Nacht.

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